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Veröffentlicht am 21.04.2025

Nettes Buch für zwischendurch

Breakups and Butterflies
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Seit der Sweet Lemon Agency-Trilogie bin ich ein riesiger Fan von Kyra Groh und habe mich deshalb sehr auf "Breakups and Butterflies" gefreut. Und der Schreibstil ist wie gewohnt so humorvoll und leicht, ...

Seit der Sweet Lemon Agency-Trilogie bin ich ein riesiger Fan von Kyra Groh und habe mich deshalb sehr auf "Breakups and Butterflies" gefreut. Und der Schreibstil ist wie gewohnt so humorvoll und leicht, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Erzählt wird die Geschichte komplett aus Sicht von Mara, die es zu Beginn der Story alles andere als einfach hat. Sie wird von ihrem Verlobten verlassen, weiß nicht, wo sie unterkommen soll und ist zudem auch nicht so wirklich zufrieden mit ihrem Job. Ich habe so mit Mara mitgefühlt, als sie zu Beginn vor dem Scherbenhaufen, der ihr Leben ist, steht. Und ich habe mich umso mehr gefreut, als sie im Co-Working-Space Marius kennenlernt und zwischen ihnen die Funken nur so geflogen sind.

Leider nimmt die Liebesgeschichte zwischen den beiden nicht so viel Raum ein, wie der Klappentext vermuten lässt. Vielmehr steht Maras Weg zu sich selbst im Vordergrund, was mir aber sehr gut gefallen hat. Denn Mara macht eine erstaunliche Entwicklung durch und ich muss ehrlich sagen, dass ich sie zwischendurch auch recht anstregend, naiv und auch ignorant fand. So spricht sie z.B. ihren Bruder wieder und wieder als Eugen an, obwohl sie wiederholt darauf aufmerksam gemacht wird, dass er so nicht mehr genannt wird. 🙄😬

Und auch wenn mir die vielen Nebencharaktere wie Veda, Kitty und Anne, die mehr oder weniger zu Maras Found Family werden, echt gut gefallen haben, sind sie jedoch gleichzeitig auch recht blass geblieben. Am Ende ging mir dann auch alles etwas zu schnell und es wurden nicht alle offenen Fragen beantwortet, was ich etwas schade fand.

Insgesamt hat mich "Breakups and Butterflies" zwar unterhalten, allerdings kommt es nicht an die anderen Bücher der Autorin heran. Die Annotationen der Autorin hätte ich nicht wirklich gebraucht, da diese doch recht überschaubar waren und auch sehr oberflächlich geblieben sind. Ich hatte mir hier ein paar Einblicke zur Entstehung der Story gewünscht. Aber an sich war das eine nette Idee.

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Beklemmende Geisterstory

Die Folcroft-Geister
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Ich habe ja so ein bisschen ein ambivalentes Verhältnis zum Horrorgenre. Einerseits liebe ich es, mich zu gruseln, gleichzeitig bin ich aber auch ein riesiger Schisser, der im Kino auch mal laut aufschreit ...

Ich habe ja so ein bisschen ein ambivalentes Verhältnis zum Horrorgenre. Einerseits liebe ich es, mich zu gruseln, gleichzeitig bin ich aber auch ein riesiger Schisser, der im Kino auch mal laut aufschreit und sich nach einem Horrorfilm erstmal nicht mehr in den Keller traut. Mit "Die Folcroft-Geister" von Darcy Coates habe ich mich nun auch an mein erstes Buch aus dem Festa Verlag getraut – und es war mehr oder weniger perfekt, um in das Gruselgenre einzusteigen.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr atmosphärisch, wodurch ich direkt in der Story war. Und auch wenn die Geschichte recht entspannt losgeht, war für mich von Anfang an ein leicht beklemmendes Gefühl da, das sich von Kapitel zu Kapitel gesteigert hat. Dies lag nicht zuletzt an der Ausgangssituation: Die beiden Protagonisten Tara und Kyle sind Teenager, die auf dem Weg zu ihren Großeltern sind, die sie noch nie zuvor gesehen haben.

Und auch wenn May und Peter Folcroft auf der ersten Blick total liebenswürdig und fürsorglich sind, merken Tara und Kyle doch recht schnell, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Es gehen seltsame Dinge im Haus vor und auch die anderen Einwohner des Dorfs halten sich von den Folcrofts fern.

Natürlich dürfen auch Geister und übernatürliche Elemente nicht fehlen, die jedoch eher spärlich eingesetzt werden. Zwar war die Grundstimmung durchgehend unheimlich, aber die großen Grusel- und Horrormomente blieben leider aus. Auch kam mir das Ende etwas zu plötzlich; hier hätte ich gerne noch etwas mehr darüber erfahren, wie es weitergeht.

Insgesamt ist "Die Folcroft-Geister" aber eine tolle Geistesgeschichte, die sich aufgrund der eher ruhigen und dennoch unheimlichen Erzählweise perfekt als Einstieg ins Gruselgenre eignet. Ich freue mich schon darauf, mehr von der Autorin zu lesen. 👻🙃

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Starker KI-Thriller

Deep Fake
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Das Leben von Lehrerin Mira gerät völlig aus den Fugen, als plötzlich ein N@cktvideo von ihr im Netz auftaucht. Doch so täuschend echt das Video auch aussieht – es handelt sich dabei um ein Deep Fake, ...

Das Leben von Lehrerin Mira gerät völlig aus den Fugen, als plötzlich ein N@cktvideo von ihr im Netz auftaucht. Doch so täuschend echt das Video auch aussieht – es handelt sich dabei um ein Deep Fake, das mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt wurde.

Schon der Einstieg von Cleo Konrads neuem Thriller "Deep Fake" hat mir so gut gefallen und hat ein beklemmendes Gefühl bei mir ausgelöst. Künstliche Intelligenz und Deep Fakes sind ein hochaktuelles Thema und ich fand es schockierend, was Mira passiert und dass die Polizei ihr nicht hilft, weshalb sie sich selbst auf die Suche nach dem Täter begibt.

Mira war mir dabei von Anfang an sehr sympathisch. Da die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wird, erhält man als Leser Einblicke in ihre Gedanken, Gefühle und Ängste erhält. Dadurch habe ich so mit ihr mitgefühlt und mitgefiebert. Nach jedem Kapitel gibt es zudem Tagebucheinträge einer Jugendlichen namens Kat, die auf den ersten Blick nicht mit der gegenwärtigen Storyline zusammenzuhängen scheinen.

Vor allem der zweite Teil der Story, der in Tannwinkel spielt, hat mir sehr gut gefallen. Das dörfliche Setting wurde so bildhaft und düster beschrieben, dass mir beim Lesen immer wieder ein Schauer über den Rücken gelaufen ist. Und auch wenn der Spannungsbogen anfangs recht flach war, hat das für mich perfekt gepasst und ich war zu keinem Zeitpunkt gelangweilt.

Ich fand es interessant, mehr über Mira und ihre Vergangengenheit in Tannwinkel zu erfahren und zu sehen, wie die beiden Erzählebenen zusammenhängen. Das Ende war dann so richtig temporeich und hatte es in sich – und nach vielen spannenden Twists hatte ich dann auch endlich eine Ahnung, was vor mehr als 20 Jahren in Tannwinkel passiert ist.

Insgesamt ist "Deep Fake" ein fesselnder und beklemmender Thriller, den ich sehr empfehlen kann. Wir sollten wirklich vorsichtiger mit dem sein, was wir im Internet posten... 🫣

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Leider überzeugt die Story nicht

The First to Fall
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Nachdem mir "One Second to Love" leider nicht wirklich gefallen hatte, wollte ich Kristina Moninger aber noch eine Chance geben. Mit der Kombi aus Romance und Suspense hatte mich "The First to Fall", der ...

Nachdem mir "One Second to Love" leider nicht wirklich gefallen hatte, wollte ich Kristina Moninger aber noch eine Chance geben. Mit der Kombi aus Romance und Suspense hatte mich "The First to Fall", der Auftakt ihrer Red Summer-Reihe, direkt angesprochen und ich war sehr gespannt auf die Story.

Mein Highlight war auf jeden Fall das wunderschöne Setting in den italienischen Alpen. 🏔😍 Dank des bildhaften Schreibstils hatte ich das Gefühl, selbst dort zu sein und mit Aurora, Jakob und den anderen Zeit im Alpenchalet zu verbringen. Und auch sonst hat mir der flüssige Schreibstil im Großen und Ganzen gut gefallen, auch wenn mich Wortkreationen wie "Hühnchen on ice" etwas irritiert haben.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Aurora und Jakob, was mir gut gefallen hat, da man dadurch Einblicke in die Gefühle und Gedanken beider Protagonisten erhält. Sowohl Aurora als auch Jakob waren mir zu Beginn sympathisch und als Fan des Grumpy x Sunshine-Tropes konnte ich es kaum erwarten, dass sie sich näherkommen.

Leider habe ich zwischen den beiden aber so gar keine Chemie gespürt. Sie koexistieren mehr oder weniger, und auch wenn sie im Alpenchalet von Jakobs Mutter 24/7 aufeinanderhocken, erzählen sie sich nicht wirklich viel übereinander und erfahren auch nicht, welche Rolle der jeweils Andere in Emilias Leben gespielt hat.

Generell war mir die Story viel zu sehr konstruiert – und das von Anfang an. So macht sich Aurora direkt zu Beginn große Sorgen um ihre Schwester und wartet sehnsüchtig auf eine Antwort von ihr, schaltet dann aber ihr Handy für drei Wochen aus. Und auch die Sache mit Magnus und den zwielichtigen Typen fand ich so übertrieben und unrealistisch.

Insgesamt konnte mich "The First to Fall" damit nur bedingt überzeugen. Ich bin gut durch die Story gekommen und fand die Protagonisten sympathisch, aber gleichzeitig konnte mich die Story nicht überzeugen. Irgendwie werde ich mit den Büchern der Autorin nicht warm. 🥲

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Tolle Idee, aber die Umsetzung hat mir nicht so gefallen

Lake of Lies – Hidden
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Wie schön ist dieses Buch bitte? 😍 Ich muss sagen, dass ich mich in das Cover und den Farbschnitt von Leonie Lastellas "Lake of Lies – Hidden" schockverliebt habe. Und auch die Story mit ihren Romance- ...

Wie schön ist dieses Buch bitte? 😍 Ich muss sagen, dass ich mich in das Cover und den Farbschnitt von Leonie Lastellas "Lake of Lies – Hidden" schockverliebt habe. Und auch die Story mit ihren Romance- und Suspense-Elementen klang vielversprechend.

Als Leser wird man bereits im Prolog direkt in die Handlung geworfen, was mir gut gefallen hat. Via wurde von ihrem inzwischen Ex-Freund River übel mitgespielt und deshalb Opfer von Cybermobbing und Anfeindungen. Darum flieht sie an den Lake Tahoe, wo sie Miles kennenlernt.

Das Setting am Lake Tahoe und die Hidden Woods Lounge haben mir richtig gut gefallen, genau wie der flüssige und bildliche Schreibstil. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Via und Miles, wodurch man mehr über ihre Gefühle und ihr Päckchen, das sie mit sich herumtragen, erfährt. Hin und wieder gibt es auch kurze Kapitel aus Sicht einer unbekannten dritten Person, die Via zu stalken scheint.

Auch wenn Miles die ganze Zeit recht blass geblieben ist, mochte ich ihn sehr gerne. Mit Via bin ich hingegen nicht warmgeworden. Gerade zu Beginn war sie sehr von sich eingenommen und paranoid und hat Miles beschuldigt, über sie Bescheid zu wissen. Dennoch kommen die beiden sich kurz darauf schon näher, was sich zu schnell und nicht authentisch angefühlt hat. Und dann ist da auch die ständige Miscommunication zwischen den beiden...

Zudem ist für mich nicht nachvollziehbar, dass Via River verzeiht und ihn wieder in ihr Leben lässt, ohne dass seine Aktion überhaupt nochmal thematisiert wird oder er sich entschuldigt. Und: Ich mag einfach keine Love Triangles, das hat sich beim Lesen erneut bestätigt. 🙈

Dem Suspense-Teil lag ein wichtiges Thema zugrunde, dessen Potenzial meiner Meinung nach jedoch nicht ausgeschöpft wurde. Leider fand ich die Storyline nicht wirklich spannend.

Insgesamt konnte mich "Lake of Lies – Hidden" deshalb leider nicht so richtig überzeugen, auch wenn mir die Idee, das Setting und der Schreibstil gefallen haben.

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