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Veröffentlicht am 21.05.2026

Tolles Debüt mit Luft nach oben

Empire of Burning Shadows (Magical Fate 1)
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Eine Geschichte zwischen Licht und Schatten.
Ein Debütroman den ich so nicht auf dem Schirm hatte und der Auftakt der Magical Fate Dilogie.



✧ Worum geht es?

In einer Welt, in der Menschen den mächtigen ...

Eine Geschichte zwischen Licht und Schatten.
Ein Debütroman den ich so nicht auf dem Schirm hatte und der Auftakt der Magical Fate Dilogie.



✧ Worum geht es?

In einer Welt, in der Menschen den mächtigen Eteri dienen und Magie etwas Unerreichbares scheint, wird Joslins Leben plötzlich vollkommen auf den Kopf gestellt.
Während des Lichterschattenfests begegnet sie echter Magie und plötzlich erkennen zwei mächtige Magier etwas in ihr, das alles verändert. Ihr Leben wie sie es bisher kannte auf den Kopf stellt.

Als Schattenläufer ihr Dorf angreifen und ihren Bruder entführen, beginnt für Joslin eine gefährliche Reise voller Geheimnisse, uralter Machtkämpfe, unbeantworteter Fragen und der Suche nach sich selbst.
Denn vielleicht liegen die größten Geheimnisse nicht im Krieg zwischen Licht und Schatten, sondern tief in ihrer eigenen Vergangenheit verborgen.

„Die Kluft zwischen den Eteri und uns Menschen war unüberbrückbar. Sie waren uns in jeder Hinsicht überlegen – mächtiger an Körper und Geist, mit einer Ausstrahlung, die selbst die Mutigsten ehrfürchtig verstummen ließ.“

Und irgendwo dazwischen steht ein charismatischer Hauptmann, von dem sie sich natürlich überhaupt nicht ablenken lassen wollte. Plus ein geheimnisvoller Magier in den Wäldern der sie zusätzlich reizt. Hui. 🙃
" Girl … bei dir ist einiges los ;) "

✧ Meine Gedanken zum Buch

Zu Beginn war ich tatsächlich etwas skeptisch.
Ohne Erwartungen und ganz offen.
Was direkt auffällt: Das Buch liest sich angenehm leicht hat aber eine leichte poetische Ader, inklusive angenehmer Sprache die genau in diese Welt passt. 👍🏼

Das Worldbuilding bleibt dafür eher schlicht und nicht allzu komplex, was den Einstieg in die Fantasywelt wirklich einfach macht. Gerade für Fantasy-Einsteiger ist das definitiv ein Pluspunkt, weil man schnell in die Geschichte findet und nicht mit tausend komplizierten Details erschlagen wird.
Für Einsteiger somit wundervoll, für mich zu unausgereift.

Die Grundidee mit den Eteri, den Schattenläufern und Lichtläufern ist schnell erklärt. Joslin wirkt allerdings anfangs ihre eigene Magie und leitet diese in ihre Kräuter und Kochkünste weiter.
Dass ausgerechnet ihre sagenumwobene Kräuterpfanne ihr einige Türen öffnet, fand ich fast schon ein bisschen herrlich.

Man muss das Buch stellenweise einfach mit einem Augenzwinkern lesen. 😉

Allerdings blieb mir der Ausbau der Welt an vielen Stellen etwas zu oberflächlich. Vieles wird angerissen, aber nicht wirklich vertieft, und die Handlung konzentriert sich fast ausschließlich auf die Suche nach ihrem Bruder und ihre Gefühle für eben diese beiden geheimnisvollen Männer.
Romantasy die als Slow Burn betitelt wird - aber keine ist. Nicht in meinen Augen.

✧ Charaktere & Romance

Joslin selbst hat mich leider nicht ganz erreicht.
Ich mochte sie zu Beginn tatsächlich ganz gerne, allerdings lief sie mir ab dann etwas zu naiv und geblendet von diesem einem starken Mann durch die Welt.

Mit der sich anbahnenden Dreiecksbeziehung konnte ich ebenfalls nicht besonders viel anfangen. Auch die Verbindung zwischen ihr und Hauptmann Lanie wirkte auf mich oberflächlich. Zwecksbedingt. Konzipiert und viel zu schnell. Das mit ihm was nicht stimmte war mehr als deutlich.
Die Nebencharaktere wirkten auf mich lieb und nett, aber insgesamt hatte jeder Protagonist keine Ecken und Kannten.
Über die Geschichte hinweg gab es tatsächlich nur eine Figur die Joslin mit geballter Ehrlichkeit konfrontierte und somit für mich am authentischsten wirkte. - Der Exfreund. 😅

✧ Das Ende

Und dann kam dieses Ende.

Während mich die Geschichte über weite Strecken eher seicht begleitet hat, hat das Finale nochmal ordentlich Spannung reingebracht.
Genau diese Art hätte ich mir auch innerhalb des Buches gewünscht.
Es liefert zwar nicht die komplette Auflösung und lässt vieles bewusst offen, aber genau dieser Plot Twist könnte einige richtig abholen und zum weiter lesen animieren.
Gut gemacht, zu erahnen aber … ja. 👍🏼 Dad war ganz gut



✧ Fazit

Empire of Burning Shadows ist für mich ein solider Fantasyauftakt mit einer angenehm lesbaren Sprache, einer nicht ganz neuen Grundidee und einer sich aufbauenden Dreiecksbeziehung.
Die Plots - Slow Burn und Love Triangl werden meiner Meinung nach nicht ganz erfüllt.

Es ist leicht, zugänglich und besonders für Fantasy-Neulinge ein guter Einstieg in das Genre.

Für mich persönlich blieb das Worldbuilding etwas zu flach, die Romance konnte mich nicht überzeugen und auch die Protagonistin blieb emotional eher auf Distanz.

Trotzdem konnte ich wenig wirklich gravierende Kritik finden. Meinem jüngeren ich hätte die Story wohl eher gefallen. Jetzt allerdings sehne ich mich nach komplexeren Geschichten die mich überwältigen dürfen anstatt nur angenehm unterhalten.
Weniger spannend als erhofft, manchmal etwas verwirrend und nicht ganz ausgereift.
Es war einfach… nett.
So war es für mich ein okayer Auftakt mit einem starken Ende, das jetzt aber ordentlich Erwartungen an Band 2 stellt. Ob es diese erfüllt werden können, wird sich zeigen. Ich werde diese Welt aber an dieser Stelle verlassen.

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Veröffentlicht am 21.05.2026

Zieht sich extrem

Primal of Blood and Bone – Liebe kennt keine Grenzen
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Puh Leute … wir sind ganz schön zäh dass wir immer noch hier sind.
Band 10 der Blood and Ash Reihe.
( Novellen und Standalones nicht mitgezählt ) !!!

Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, ob ich beeindruckt ...

Puh Leute … wir sind ganz schön zäh dass wir immer noch hier sind.
Band 10 der Blood and Ash Reihe.
( Novellen und Standalones nicht mitgezählt ) !!!

Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, ob ich beeindruckt oder einfach nur erschöpft bin, dass wir mittlerweile an diesem Punkt angekommen sind.
Wahrscheinlich beides.
Denn wer es bis hier hin geschafft hat : Respekt.
Wir besitzen inzwischen ein ganz besonderes Durchhaltevermögen.

Und genau deshalb halte ich diese Rezension diesmal kurz. Im Gegensatz zum Buch selbst. 😉



Die erste Hälfte des Buches besteht fast ausschließlich aus Erklärungen. Eine Erklärung arbeitet die nächste auf, während die Handlung sich nur minimal vorwärts bewegt.

Ja, natürlich braucht eine so große Welt gewisse Rückblicke und Zusammenhänge. Wir sind inzwischen schließlich bei Band 10 angekommen. Aber ganz ehrlich?
Die meisten Leser hätten sich vermutlich auch einfach mit einem Glossar zufriedengegeben — und dafür mehr tatsächliche Handlung verdient.
» WIR WISSEN WORUM ES GEHT ! «

Denn genau das war mein größtes Problem :
Es zieht sich. Extrem.
Irgendwann habe ich gemerkt, wie ich innerlich einfach resigniert habe.

Poppy selbst mag ich tatsächlich immer noch gerne. Von einem einfachen Menschen bis hin zu… nun ja… praktisch allem, was man werden kann, hat sie inzwischen wirklich jede Form des Aufstiegs durchlaufen. Wo das Ganze noch hinführen soll, wissen vermutlich nicht mal die Schicksalsgeister selbst.

Die Dynamik zwischen ihr und Kieran?
Fand ich überraschend schön. Wirklich. Ich shippe die beiden inzwischen teilweise mehr als sie und Casteel.
Denn den fand ich hier einfach nur fürchterlich.

Er hat mich in diesem Band unendlich genervt.
Eifersüchtig. Bevormundend. Nachtragend.
Irgendwann war bei mir einfach die Luft raus.

Leider gilt das auch für die spicy Szenen, die sich mittlerweile oft eher wie Lückenfüller zwischen den langen Dialog und Erklärungspassagen anfühlen. Früher mochte ich diese Mischung wirklich gerne, inzwischen wirkt vieles einfach überspitzt und nicht mehr natürlich.

Im Grunde existiert dieser gesamte Band nur, um den finalen Showdown mit Kolis vorzubereiten. Und genau so liest er sich leider auch : wie eine sehr lange Einleitung auf etwas, das hoffentlich endlich im nächsten Band passiert.

Ja, es gibt ein paar actionreiche Momente.
Ja, overpowered Poppy hinterlässt Eindruck. Kurz.
Aber der große Knall blieb für mich komplett aus.

Zum Ende hin wurde es auch nicht besser.
Viele Entscheidungen wirkten übereilt oder schlicht unlogisch und auch der angeblich schockierende Cliffhanger konnte mich überhaupt nicht mehr erreichen.

Und trotzdem — ich mag diese Reihe immer noch.
Wirklich.

Mit all ihren Facetten, ihrem Chaos, ihren Charakteren und ihren völlig absurden Ausmaßen. Jennifer L. Armentrout hat über all die Bücher hinweg unglaublich viele Figuren erschaffen und ich muss ihr zugutehalten, dass sie es trotzdem irgendwie schafft, sie alle noch unterzubringen, ohne komplett den Verstand zu verlieren. Glaube ich zumindest. 😅

Mein persönliches Highlight waren wieder tatsächlich Seraphena und die Charaktere aus der Flesh and Fire Reihe. Und genau das hat mir wieder gezeigt, wie sehr ich Nyktos und Sera vermisse und wie viel stärker diese Reihe für mich insgesamt funktioniert hat.


Bitte hört mein Flehen :
Gebt uns nur noch einen letzten Band.
Ein richtiges Finale. Einen Abschluss.
Wir haben es langsam verdient !
Haben wir unsere Treue nicht bewiesen ? 🙄

Denn so sehr ich diese Welt einst geliebt habe — irgendwann muss eine Geschichte auch wissen, wann sie enden sollte.

Puh.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Absolut underhyped

A Steeping of Blood. A Tempest of Tea 2
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Für Fans von :
Peaky Blinders – Six of Crows – Vampires – Found Family

Es gibt viele Geschichten die sich dem Found Family Trope bedienen und nicht mal hab so gut sind wie diese Geschichte hier.
Die ...

Für Fans von :
Peaky Blinders – Six of Crows – Vampires – Found Family

Es gibt viele Geschichten die sich dem Found Family Trope bedienen und nicht mal hab so gut sind wie diese Geschichte hier.
Die Blood and Tea Reihe ist viel zu Underhyped, meiner Meinung nach.
Sie ist scharfsinnig, düster und dabei viel zu unterschätzt. Band 2 war genau so grandios wie der erste Band und Anthie ist ein Charakter genau nach meinem Geschmack 🤭

Im Kern geht es um eine Crew, die nicht durch Blut verbunden ist, sondern durch Verluste, Geheimnisse und Entscheidungen, die sie gemeinsam tragen müssen. Und genau das macht sie besonders.


Worum es in Band 2 geht ?

Band zwei setzt genau dort an, wo der erste aufgehört hat, und nimmt sich keine Zeit, alles noch einmal sanft zu erklären. Stattdessen spürt man sofort die Konsequenzen der Ereignisse. Der zweite Band vordere direkt Aufmerksamkeit.

Arthie steht weiterhin zwischen ihrer Vergangenheit und dem, was vor ihr liegt, doch diesmal wirkt alles schwerer. Rache ist nicht mehr nur ein Ziel, sondern etwas, das Spuren hinterlassen hat. Sie wirkt verletzlicher. Menschlicher. Und büßt dennoch nichts von ihrer Genialität ein.

Die Crew ist wieder vereint, aber nicht mehr dieselbe. Beziehungen haben Risse bekommen, Geheimnisse sind ans Licht gekommen und Vertrauen muss sich neu formen. Während die Welt größer wird, werden auch die Konflikte intensiver und persönlicher. Ich habe es geliebt … die Details. Die Atmosphäre und die Geplänkel zwischen ihnen. Die Pov's geben Abwechslung und wunderbare Einblicke.
Jeder hat doch sein Lieblingspärchen oder ? 🤭



Handlung und Worldbuilding

Die Geschichte fühlt sich zwar insgesamt ruhiger an als im ersten Band, verliert dabei aber nur minimal an Spannung. Der Fokus liegt stärker auf Strategie, Planung und den Konsequenzen jeder einzelnen Entscheidung. Das macht es dieses Mal ernster. Überlegter.
Es geht weniger um das große Spektakel und mehr um das, was darunter liegt. Intrigen, Machtspiele und das ständige Abwägen zwischen richtig und notwendig.

Besonders stark fand ich, wie das Thema Kolonialismus noch präsenter in die Handlung eingebunden wurde. Es wirkt nicht wie ein Hintergrunddetail, sondern wie eine offene Wunde, die die Figuren und ihre Entscheidungen prägt.

Auch wenn mir persönlich stellenweise die lebendige, fast greifbare Atmosphäre der Teehäuser und Clubs aus Band eins etwas gefehlt hat, gewinnt die Geschichte dafür deutlich an Tiefe und Ernsthaftigkeit und punktet dafür an anderer Stelle.



Charaktere und Lovestory

Arthie bleibt eine unglaublich faszinierende Protagonistin, aber in diesem Band zeigt sie eine neue Seite. Sie ist nicht nur berechnend und stark, sondern auch verletzlicher, als sie es sich selbst eingestehen würde. Genau das macht sie greifbarer und gleichzeitig noch eindrucksvoller.

Die Dynamik zwischen den " Paaren " entwickelt sich spürbar, was ich sehr geliebt habe. Beziehung die von Spannung, Loyalität und Momenten, die gleichzeitig schmerzhaft und bedeutungsvoll sind, geprägt sind.
Trotzdem übernehmen sie nicht die Handlung sondern laufen eher nebenbei im Hintergrund.

Und dann ist da noch Flick, die für mich wieder eines der emotionalen Zentren der Geschichte bildet. Ihre Wärme bringt einen Ausgleich in all das Chaos, ohne jemals fehl am Platz zu wirken. 👜

» Bury me shallow, for I will return. «

Es war zu gut.
Jeder findet hier mindestens einen Lieblingscharakter.


✧ Fazit

Der zweite Band ist eine starke Fortsetzung, die einen etwas anderen Ton anschlägt. Er ist ruhiger, düsterer und deutlich fokussierter auf die inneren Konflikte der Figuren.
Der Schreibstil bleibt dabei gewohnt poetisch und atmosphärisch, ohne an Klarheit zu verlieren. Man merkt, wie viel Feingefühl in jeder Szene steckt.

Auch wenn es etwas weniger actionreich ist und die Atmosphäre des ersten Bandes nicht ganz in derselben Form zurückkehrt, überzeugt die Geschichte durch ihre Tiefe und die Entwicklung der Charaktere.
Die Found Family bleibt das Herzstück und trägt die gesamte Handlung, diesmal vielleicht sogar noch intensiver als zuvor.


Ein absolut würdiger Abschluss und absolut underhyped !

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Süße und cozy Fantasy

The Baby Dragon Café
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Stell dir ein kleines Café vor, irgendwo in einer ruhigen Straße. Der Duft von Gebäck liegt in der Luft, die Türglocke klingt leise und Einsamkeit hat hier keinen Platz. Stattdessen gibt es Wärme, Liebe ...

Stell dir ein kleines Café vor, irgendwo in einer ruhigen Straße. Der Duft von Gebäck liegt in der Luft, die Türglocke klingt leise und Einsamkeit hat hier keinen Platz. Stattdessen gibt es Wärme, Liebe und ein kleines bisschen Chaos.

Genau so fühlt sich the Baby Dragon Café an.

Zwischen angeknabberten Möbeln und kleinen Brandflecken sorgen Drachenbabys für ordentlich Trubel. Mittendrin Saphira, die sich ihren Traum erfüllt hat, aber merkt, dass dieser auch Geduld und Kraft verlangt. Bis sie Aiden und sein Drachen Junges begegnet. Er ist still, verschlossen und doch voller Wärme. Zusammen mit dem kleinen Sparky wirken sie wie eine sanfte, unaufgeregte kleine Familie.

Die Geschichte ist ruhig, süß und lebt von ihrem Cozy-Charme. Small Town, Slow Burn Romance und Figuren, die sich guttun. Kein Drama, keine großen Konflikte. Einfach ein warmes Lesegefühl.

Und vielleicht liegt genau da mein Zwiespalt.

Ich mochte das Setting, die Drachenbabys und die liebevolle Atmosphäre wirklich sehr. Aber es blieb für mich oft genau das: süß. Der Schreibstil war stellenweise sehr einfach und manche Dinge haben sich wiederholt. Auch Saphiras endlose Geduld mit den Drachen wirkte manchmal fast zu perfekt.
Mit hätten sie definitiv den letzten Nerv geraubt 😅

Trotzdem hatte das Buch etwas. Die Idee des Cafés, die kleinen Drachen und die leise Entwicklung zwischen den Figuren haben mir gefallen.

Am Ende war es für mich wie ein Tee, der etwas zu süß geraten ist.

Schön, warm und liebevoll, aber mir fehlte ein wenig Tiefe und das gewisse Etwas. Für Cozy Fantasy Fans definitiv eine Empfehlung, für mich bleibt es eine nette, aber keine bleibende Geschichte.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Diese Reihe wird ein Highlight

Children of Fallen Gods (War of Lost Hearts 2)
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"You were the one who wanted to save the world," he said, quietly. "I just wanted to save you."

Band 1 war grandios. Band 2 hat mein Herz gebrochen. Meine Welt kurz erschüttert.

Wenn ihr Geschichten ...

"You were the one who wanted to save the world," he said, quietly. "I just wanted to save you."

Band 1 war grandios. Band 2 hat mein Herz gebrochen. Meine Welt kurz erschüttert.

Wenn ihr Geschichten mögt, die von außen schon bezaubern, aber innen noch so viel mehr zu erzählen haben. Wenn ihr Welten wollt, die von Magie, Politik und Schmerz durchzogen sind und Charaktere, die daran wachsen, statt daran zu zerbrechen … ist diese Reihe für euch.
Wenn ihr eine Liebesgeschichte sucht, die nicht im Mittelpunkt steht und trotzdem all umfassend ist.
Stürzt. Einsteht. Kein Bad Boy mit Shadow Magie. Einfach nur ein Grown Man mit Idealen und Ehrgefühl. Ehrlich, stark, ohne Drama. Eine absolutes Green Flag Couple !

Und wenn ihr den Venom-Trope liebt oder ihn endlich mal erleben wollt – auf eine Art, die gleichzeitig berührend, bedrohlich und voller überwältigender Macht ist.

Dann könnte Diese Reihe, ja auch dieser zweite Band - Children of Fallen Gods genau das Richtige für euch sein.

__

Tisaanah kämpft noch immer. Für ihr Volk. Für die, die niemand sieht. Für ein Zuhause, das es noch nicht gibt. Sie hat so viel verloren und trotzdem hält sie an etwas fest, das größer ist als sie selbst.
Möge es genügen.
Und während sie versucht, die Welt zu retten, gibt es da jemanden, der einfach nur sie retten will.
Sie müssen sich immer noch den Kämpfen anderer Stellen. Sind immer noch gebunden. Bis sie ihre Ketten sprengen können. Doch die kurze Aussicht auf Frieden währt nur kurz. Denn eine Schlacht jagt die nächste. Auf dem Felde. Mit Magie und in der Politik.
Wir bekommen hier alles geliefert was das Fantasy Herz nur begehren könnte.

Max und Tisaanah sind für mich das, was man viel zu selten bekommt: ein echtes Team. Kein Drama, keine Spielchen, kein künstliches Auseinanderreißen. Stattdessen Vertrauen, Loyalität und ein Miteinander – selbst dann, wenn sie getrennte Wege gehen müssen. Ihre einzelnen Perspektiven bleiben stark, intensiv, und verlieren sich nie.
Ich schwenke meine imaginäre Green Flag noch immer hoch über ihnen.

Was mir besonders gefallen hat: Die Charaktere wachsen. Sie tragen ihre Narben sichtbar weiter. Sie entwickeln sich, heilen in ihrem eigenen Tempo und gehen ihren Weg weiter, auch wenn er nicht leicht ist.

Und genau hier zeigt sich auch die Stärke des Schreibstils. Die Autorin schafft es, Emotionen nicht nur zu erzählen, sondern spürbar zu machen. Schmerz, Hoffnung, Zerrissenheit. All das liegt zwischen den Zeilen und trifft genau dort, wo es soll.

Gleichzeitig bleiben Fragen offen. Gerade Tisaanahs Vergangenheit hätte für mich noch etwas mehr Raum bekommen dürfen. Ich bin mir aber sicher, dass genau das im nächsten Band noch aufgegriffen wird.

Was dieser Band dann aber wirklich besonders macht, ist somit seine Struktur. Es fühlt sich an, als würde man zwei Geschichten lesen, die zunächst nichts miteinander zu tun haben. Der zweite Handlungsstrang rund um Aefe hat mich anfangs eher auf Abstand gehalten … zu fremd, zu viele Fragezeichen. Zu anders und plötzlich.
Bis es klickt.
Und plötzlich fügt sich alles ineinander. Kleine Hinweise, lose Fäden, flüchtige Details. Sie greifen ineinander mit einer Wucht, die fast ohrenbetäubend ist. Hier zeigt sich, wie präzise und kraftvoll diese Geschichte konstruiert ist. Wir kunstvoll die gewebt wurde.

Die Welt wird größer, dunkler, gefährlicher. Alte Feinde sind besiegt, doch es gibt kein Aufatmen. Keine Pause. Neue Bedrohungen warten schon, näher als man denkt. Frieden war nie eine Option - Leider.

Auch emotional geht das Buch tiefer. Macht, Verantwortung, Verlust und die Frage, was es kostet, das Richtige zu tun. Die Figuren werden gefordert, bis an ihre Grenzen gedrängt. Und oft auch darüber hinaus. Nicht für sich. Für andere die keine Perspektiven haben.


Fazit :
Dieser Band hat mich langsam und seicht abgeholt. Er hat mich wunderbar unterhalten und mir gezeigt wie schmerzhaft es sein kann, sich seiner Vergangenheit zu stellen. Sich ihr entgegen zu werfen und in ihr zu verglühen.
Ich kann diesem Band nichts negatives abgewinnen. Er erfordert zu Beginn etwas Aufmerksam um sich an die beiden Handlungsstränge zu gewöhnen aber auch dies wird nach und nach angenehmer. Bis es an diesem einen Punkt mein Herz zerriss.
Ich freue mich nun auf Band 3 !

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