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Veröffentlicht am 14.07.2020

Eine schöne Fortsetzung

Ashes and Souls - Flügel aus Feuer und Finsternis
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Lange habe ich mich auf die Fortsetzung von Ashes & Souls gefreut, denn der erste Band war für mich ein Highlight in 2019. Mit meiner lieben Jill von Letterheart-Bücherblog habe ich auch den zweiten Band ...

Lange habe ich mich auf die Fortsetzung von Ashes & Souls gefreut, denn der erste Band war für mich ein Highlight in 2019. Mit meiner lieben Jill von Letterheart-Bücherblog habe ich auch den zweiten Band gelesen und es war schnell wieder wie nach Hause kommen, denn Ava hat einen so tollen Schreibstil, dass man sich binnen ein paar Seiten einfach in der Geschichte wohl fühlt und dort kaum noch weg möchte. Der zweite Band ist genauso spannend und schön geschrieben wie sein Vorgänger und machte das Vorankommen daher sehr leicht. Das Buch setzt genau da an, wo der erste Teil aufgehört hat, weshalb man auch sofort wieder im Geschehen ist und natürlich wissen möchte, wie es weiter geht.

Mila ist zusammen mit Reia noch immer in den Fängen von Rolan und versucht alles, um ihre Freundin zu retten. In der Zwischenzeit ist Asher bereit alles zu opfern, nur um Mila zu retten und begibt sich auf einen schweren Weg zu der einzigen Person, die ihm in dieser Situation noch helfen kann - seinem Bruder Elarian. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg Mila und Reia zu befreien und herauszufinden, welche Mächte noch in Mila schlummern und zu was sie - so als Fehler -  wirklich im Stande ist zu tun. Mila zeigte in der Fortsetzung mehr Stärke als im ersten Band, sie setzte sich für sich und ihre Liebsten ein und kämpft buchstäblich um ihr Leben. Immer an ihrer Seite Asher, der sie kaum noch aus den Augen lässt aus Angst, dass ihr etwas schlimmes geschehen könnte oder der Rat sie in die Finger bekommt, um sie auszulöschen. Auch Tariel und Zech, die den Tod von Micael noch nicht ganz verkraftet haben, tragen eine Wichtige Rolle bei der Entwicklung er Geschichte.

Gerade die Entwicklung von Tariel hat mir in dieser Fortsetzung gut gefallen, wenn auch Zech viel auf ihn einreden musste. Aber man kann nachvollziehbar sehen, wie er sich und sein Handeln hinterfragt. Mila und Asher wieder zu sehen hat mich sowieso gefreut, denn Asher fand ich schon in Band 1 einen tollen Charakter und ihn zu erleben, seine Gefühle für Mila - das war einfach toll. Mim und Pan waren ebenso niedlich wie im vorigen Teil und es hat unglaublich Spaß gemacht zu sehen, wie sie sich immer weiter vor Mila und damit nach und nach gegen Asher stellten - gerade seine kleinen Ausraster daraufhin haben dem Buch einen gewissen Humor gebracht. Am meisten gefallen in diesem Buch hat mir aber tatsächlich Elarian. Er strahlte stets Stärke und etwas Würdevolles aus, als wüsste er über alles Bescheid und man bekam beim Lesen das Gefühl, dass seine Entscheidungen die richtigen zu sein scheinen.

Alles in Allem ist es eine schöne Fortsetzung, wo mit lediglich das Ende leider nicht gefallen hat. Während Jill gerade das besonders toll fand, konnte ich mich damit leider nicht anfreunden - was aber eine reine Geschmackssache ist. Wem Band 1 schon gefallen hat, der wird auch an Band 2 sein Gefallen finden, mit welchem diese süße Jugendbuchfantasygeschichte ihr Ende findet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2020

Auch für nicht New Adult Leser geeignet

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
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New Adult gehört normalerweise nicht zu meinem bevorzugten Genre, aber an "The Secret Book Club" ist man als Leser kaum vorbei gekommen, da überall gesagt wurde, wie gut dieses Buch ist. Und was soll ich ...

New Adult gehört normalerweise nicht zu meinem bevorzugten Genre, aber an "The Secret Book Club" ist man als Leser kaum vorbei gekommen, da überall gesagt wurde, wie gut dieses Buch ist. Und was soll ich sagen? Sie hatten recht! Schon die ersten Seiten haben mich überzeugen können und dies zog sich durch das ganze Buch. Es bestach durch einen tollen Humor, aber auch tiefen Gefühlen, die jeder, der schon einmal Probleme in einer Beziehung hatte, nachempfinden konnte. Es ist eine Geschichte, die für mich realistisch ist, die passieren kann und die einfach aus dem Leben gegriffen ist. 

Gavin und Thea stehen vor ihrem Ehe aus - sie will die Scheidung, er möchte sie zurück und weiß nicht wie. Kurzerhand wird er von seinen Freunden in den geheimen Buchclub mitgenommen, in welchem Männer, die Beziehungsprobleme haben, Liebesromane auseinander nehmen, darüber diskutieren und versuchen aus Ihnen zu lernen, wie sie ihre Beziehung retten können. So bekam Gavin nicht einmal mit, dass auch die Beziehung seines besten Freundes Del kurz vorm Scheitern stand und dieser durch den Club die Hilfe bekam, die er benötigt hatte. Gavin steht dem ganzen skeptisch gegenüber, glaubt den Männern nicht, aber einen Versuch ist es wert und so lässt er sich darauf ein.

Die Charaktere des Buches waren für mich alle authentisch und jeder blieb seiner Rolle treu, sodass man gewisse Reaktionen nicht aufgesetzt und gespielt fand, sondern einfach genau richtig an der Stelle. Gavin tat mir immer wieder leid, dass er von Thea so abgewiesen wurde - obwohl ich denke, dass dort viel durch das Zureden ihrer Schwester Liv ausgegangen ist, die ihren Schwager nämlich so gar nicht leiden kann und ihn dies auch spüren lässt. Dennoch hat es mir gefallen zu sehen, wie Gavin und Thea sich auf den Deal eingelassen haben - zwar mit Bedingungen, aber diese waren vollkommen in Ordnung und peppten das ganze etwas auf. 

Das Buch wird großteils aus Gavins Sicht erzählt und genau das hat mir so gut gefallen, denn die meisten "Liebesromane" erlebt man meist aus der Sicht der Frauen. Hier einen erfolgreichen Sportler zu wählen, der in einen Club "voller starker Männer" geht und dort über Gefühle spricht, das war einfach toll und hat unglaublich viel Spaß gemacht. Es zeigt, dass die sonst so harten und gefühlslosen Männer eben doch Gefühle haben, darüber reden und erfolgreiche Beziehungen führen wollen - ihnen liegt etwas an ihren Familien und das wurde hier prima verdeutlicht. 

Die Entwicklung der Geschichte war gut nachvollziehbar und nicht zu weit von der Realität entfernt. Ich fand es gut zu sehen, wie Gavin Thea die Augen öffnete, dass er nicht allein an der Beziehung arbeiten kann, dass immer zwei dazu gehören. Man erfuhr im Lauf der Geschichte auch immer mehr aus Theas Vergangenheit, die sie zu dem Menschen gemacht hat, der sie heute ist und weshalb es ihr so schwer fällt vertrauen zu fassen und an eine glückliche Ehe zu glauben - es war wichtig, dass auch sie sich damit auseinander setzt und es war schön zu sehen, wie sie langsam aus ihrem Schneckenhaus gekrochen kam und auch an sich gearbeitet hat.

Für mich war dieses Buch ein Highlight, denn ich hatte tolle Lesestunden damit und freue mich jetzt schon sehr auf den zweiten Band, denn die Autorin hat einen fesselnden Schreibstil und macht definitiv Lust darauf, mehr von ihr zu lesen. Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Verdienter Hype!

Verity
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Was für ein Buch! Ich kann noch immer nicht so ganz begreifen, was Colleen Hoover da für eine Geschichte geschrieben hat, selbst fast eine Woche später bin ich noch immer sprachlos. Ich hatte vorab schon ...

Was für ein Buch! Ich kann noch immer nicht so ganz begreifen, was Colleen Hoover da für eine Geschichte geschrieben hat, selbst fast eine Woche später bin ich noch immer sprachlos. Ich hatte vorab schon so viele verschiedene Meinungen gehört, dass ich gar nicht so recht wusste, was mich da erwarten wird, doch auf solch eine Geschichte war ich nicht gefasst. Man kennt Hoover eher durch Liebesromane mit einem Touch Dramatik, doch da kann man Verity auf keinen Fall einordnen. Ob es wirklich ein Thriller ist, mag ich nicht beurteilen, jedoch gab es in diesem Buch durchweg eine nicht zu leugnende Spannung, die sich auch nach Beenden des Buches nicht gelegt hat.

Die bekannte Psychothrillerautorin Verity Crawford ist nach einem Unfall nicht mehr in der Lage, selbst ihre Erfolgsreihe weiter zu schreiben, denn sie ist ein kompletter Pflegefall und nicht mehr wirklich ansprechbar. Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt daraufhin ein Angebot, welches sie nicht ausschlagen kann: Das Beenden dieser Reihe für einen Betrag, den sie sich nie hat erträumen lassen. Sie stimmt zu, zieht zu den Crawfords ins Haus und hätte nie gedacht, welch grauenhafte Wahrheiten sie in Veritys Aufzeichnungen entdeckt...

Anfangs wusste ich nicht so recht, wo ich das Buch hinstecken sollte. Ich habe es mit zwei lieben Mädels zusammen gelesen und wir stellten ziemlich ähnliche Vermutungen auf, die uns fast durch das gesamte Buch begleitet haben und dann doch ganz anders gelöst wurden. Als ich dann in der Geschichte steckte, wollte ich kaum noch aufhören zu lesen, denn die Geschichte hatte einen richtigen Sog. Das Spannungsgefühl baute sich immer weiter auf und irgendwie kam man kaum noch dazu sich zwischen den einzelnen Szenen zu erholen. Die Dinge, die Verity in ihrem Manuskript geschrieben hat, waren so grauenvoll, dass wir uns in der Runde immer wieder fragten, wie ein Mensch so grausam sein kann, denn auch wenn das Buch selbst nur Fiktion ist, diese Dinge geschehen dennoch. Es so geschildert zu lesen war einfach krass...krank...man wollte kaum glauben, was man dort liest und wir fragten uns immer wieder, ob das gerade wirklich so passiert ist.

An Lowens Stelle wäre ich auch so einige Male schreiend aus dem Haus gerannt, aber sie war da scheinbar hart im Nehmen und hielt durch. Ansonsten kam sie mir sehr unsicher vor und hatte scheinbar auch wenig Selbstbewusstsein. Sie traut sich selbst nicht viel zu und trotz des Zuredens zweifelte sie immer wieder an sich selbst. Jeremy war für mich nicht so klar, er wirkte immer unglaublich sympatisch, aber mir irgendwie zu nett - so dass ich die ganze Zeit glaube, dass das nur der äußere Schein ist und wir sein wahres Ich noch kennen lernen werden. Ob es soweit kam? Findet es selbst heraus ;)

Verity ist für mich definitiv ein überraschendes Jahreshighlight. Nach "Was perfekt war" wusste ich, dass mir das Buch vom Schreibstil her bestimmt wieder gefallen würde, aber dass auch die Geschichte selbst mich so in den Bann ziehen wird, das habe ich nicht erwartet und so war ich positiv überrascht, dass ich es definitiv weiterempfehlen kann, denn hier muss eindeutig gesagt werden: The hype is real!

  • Cover
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Veröffentlicht am 05.07.2020

Ein gefühlvolles Buch mit einer wichtigen Thematik

Das Gegenteil von Hasen
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Als ich schon das Cover und den Titel zu "Das Gegenteil von Hasen" von Anne Freytag sah, wusste ich sofort, dass ich das Buch lesen muss - ohne überhaupt zu wissen, worum es eigentlich geht. Doch auch ...

Als ich schon das Cover und den Titel zu "Das Gegenteil von Hasen" von Anne Freytag sah, wusste ich sofort, dass ich das Buch lesen muss - ohne überhaupt zu wissen, worum es eigentlich geht. Doch auch der Klappentext klang sofort vielversprechend und ich wurde auch nicht enttäuscht, denn das Buch hat mir einige tolle Lesestunden gebracht und zwischenzeitlich bekam ich auch Gänsehaut, da mich die Geschichte wieder sehr berührt hat.

Julia Nolde gehört zu den beliebten Mädchen der Schule - jeder möchte mit ihr befreundet sein und dann ist sie auch noch mit dem Schulschwarm Leonard zusammen - ihr Leben scheint perfekt. Bis zu dem Tag, als ihr Laptop überraschend verschwindet und nach und nach Blogbeiträge auftauchen - geschrieben von Julia, doch niemand sollte sie jemals sehen, denn diese Beiträge enthalten ihre tiefsten Gedanken und nie hätte sie diese irgendwem anvertraut. Die Verbreitung der Texte ist nicht mehr aufzuhalten und plötzlich weiß die gesamte Schule darüber Bescheid - im Mittelpunkt Julia, die plötzlich nicht mehr weiß, was sie tun soll und ihr Leben steht von einer Sekunde zur anderen auf dem Kopf.

Anne Freytag hat es wieder geschafft, mit einem leichten Schreibstil und einer lockeren Art ein Buch zu schreiben, welches eine so wichtige Thematik wie Mobbing beinhaltet und diese auf eine Weise thematisiert, dass man dennoch den Spaß am Lesen nicht verliert. Mir als Leserin ging diese Geschichte sehr nahe und ich konnte immer wieder kaum glauben, wie brutal es auf einer Schule zugehen kann - wie grausam die Schüler*innen zu einander sind und wie machtlos man als Elternteil oder Lehrer daneben steht ohne auch nur einen Ansatz davon zu ahnen. 

Das Buch ist unterschiedlich geschrieben. Auf der einen Seite lesen wir immer wieder Protokolle über die Zusammenkünfte der Lehrer mit einem Schüler und dessen Eltern, was dort gesagt wird, wer beschuldigt wird und wie immer wieder jemand versucht sich rauszureden. Es wird oft Julia selbst die Schuld in die Schuhe geschoben - dass es ja gerecht sei, dass ihr das alles nun passiert nachdem, was sie geschrieben hat - ohne dass sich irgendwer mal fragt, warum sie das geschrieben hat, warum sie alle irgendwie doch täuschen konnte und was eigentlich wirklich dahinter steckt. Wir begleiten die Schüler durch die Tage bis zur Aufklärung des Falls, immer wieder mit Zeitangaben, wer wann wo ist und mit wem gerade was macht. Zwischendurch werden ab und an Kommentare einiger Schüler angezeigt, wobei mir nie klar war, ob das in einem Forum geschieht, ob das Aussagen sind, die die Schüler zu den Lehrern gesagt haben oder in welchem Moment diese erschienen sind. Aber das machen manche der Kommentare nicht weniger schickierend.

Auch wenn mir das Buch nicht ganz so gut gefallen hat wie "Nicht weg und nicht da", hat Anne Freytag es wieder geschafft mich mit ihrer Geschichte zu berühren. Dieses Buch sollte sehr viel Aufmerksamkeit bekommen, damit Mobbing in Schulen weniger verharmlost wird und vielleicht auch früher Anzeichen dessen erkannt werden kann. Es ist ein Wohlfühlbuch mit einer wichtigen Thematik und einer Geschichte, die mich als Leser nicht so schnell loslassen wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 05.07.2020

Weniger als erwartet

Wenn du zurückkehrst
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Die meisten von uns, die dieses Buch zur Hand nehmen, werden wohl schon das ein oder andere Buch des Autors gelesen, geliebt, inhaliert und gefühlt haben. Diejenigen von uns wissen, was wir von einem "typischen" ...

Die meisten von uns, die dieses Buch zur Hand nehmen, werden wohl schon das ein oder andere Buch des Autors gelesen, geliebt, inhaliert und gefühlt haben. Diejenigen von uns wissen, was wir von einem "typischen" Sparks erwarten können. Sie wissen, dass die Bücher einen ergreifen, uns Lesern den Boden unter den Füßen wegreißen und die meisten von uns die Bücher wohl nicht ohne tränende Augen und einem dicken Kloß im Hals weglegen werden. Sparks' Bücher stechen heraus durch viel Gefühl und einer Geschichte, die einfach ergreifend ist. Doch genau das habe ich bei seinem neuesten Werk leider vermisst - das Gefühl. Es war eine schöne Geschichte für zwischendurch, aber kein Buch, was mich stark berühren konnte oder über welches ich mir noch allzu lang Gedanken machen werde und ich fragen mich, woran das eigentlich liegen kann.

Die Geschichte ist aus Trevor's Sicht geschrieben, wodurch man einen genauen Eindruck seiner Gefühle und Gedanken bekommt. Früher hat er für die Navy als Orthopäde gearbeitet, wurde jedoch so stark verletzt, dass er in seinem Beruf nicht mehr arbeiten kann. Bevor er nun seine Umschulung zum Psychiater für ehemalige Soldaten antreten kann, zieht er für eine Weile nach New Bern in das Haus seines mittlerweile verstorbenen Großvaters, um dort einige Dinge zu regeln. Noch ahnt er nicht, wie nahe ihm einige Bewohner dieses Ortes kommen werden und wie sehr sein Großvater auch nach dessen Tod noch Einfluss auf sein Leben haben wird.

Mit Trevor bin ich leider im gesamten Buch nicht warm geworden. Was andere als charmant beschreiben würden, war für mich nur frech und auf eine Art auch einfach nur machohaft. Seine Kommentare waren für mich teilweise nicht nachvollziehbar. Natalie war für mich sehr unnahbar und Trevor gegenüber auch abweisend. Ich verstehe noch immer nicht, wie aus dieser anfänglichen Distanz so schnell eine solche Nähe zwischen den Protagonisten entstehen konnte - wie so schnell von Liebe gesprochen wurde, nachdem sie sich zwei Seiten vorher noch kaum kannten. Es war mir leider nicht schlüssig und ging mir etwas zu schnell, womit ich beim weiteren Lesen dann leider auch meine Probleme hatte. 

Auch die Verbindung zu Callie fand ich etwas merkwürdig, jedoch war das für mich klarer als seine Beziehung zu Natalie. Auch wenn Callie sich verschlossen und niemanden an sich ran gelassen hatte, fand ich es hier gut, dass Trevor nicht wirklich nachgab und sich seine Gedanken um Callie machte.

Beide Schicksale waren grauenvoll und man wünscht niemandem, so etwas durchstehen zu müssen, nur leider hat mir auch dort bei der Beschreibung wieder etwas das Gefühl gefehlt. Als Natalie mit der Wahrheit rausrückte, kamen mir zwar doch die Tränen, aber dabei bliebt es dann auch so ziemlich und mich ergriffen die Situationen der beiden Frauen nicht so sehr, wie sie das eigentlich sollten.

Positiv zu erwähnen ist jedoch, dass die Geschichte an sich eine tolle Idee war, die mit mehr Gefühl etwas großartiges hätte werden können. Außerdem besticht die Geschichte wieder durch Sparks leichten Schreibstil, der Lust auf mehr macht, sodass die Geschichte dennoch ihren Sog bekam ich und das letzte Drittel des Buches in einem Rutsch gelesen habe. Mit ein wenig mehr Schliff, ein wenig mehr Gefühl und einem sympatischeren Trevor wäre dieses Buch wieder ein typischer Sparks geworden - so war es eine nette Geschichte, die man lesen kann, aber bei welcher man auch nichts verpasst, wenn man das nicht tut. Und das zu schreiben als jemand, der seine Bücher liebt, fällt mir definitiv nicht leicht, denn all die anderen Geschichten würde ich ohne mit der Wimper zu zucken jedem empfehlen.

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