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Veröffentlicht am 03.01.2025

Süße, herzerwärmende und cozy Weihnachtsgeschichte

In a Holidaze – Ihr Weihnachtswunsch führt zu Gefühlschaos unterm Mistelzweig
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Seit 20 Jahren besteht Weihnachten für Mae und ihre Familie aus allerlei Traditionen. Sie verbringen die Feiertagen zusammen mit einer befreundeten Familie in deren Blockhaus im Wald. Dort gibt es immer ...

Seit 20 Jahren besteht Weihnachten für Mae und ihre Familie aus allerlei Traditionen. Sie verbringen die Feiertagen zusammen mit einer befreundeten Familie in deren Blockhaus im Wald. Dort gibt es immer das gleiche Programm: eine Rodeltour, einen Schneefiguren-Wettbewerb, stets dieselben Aktivitäten in denselben Konstellationen. Langeweile? Nicht für Mae! Wenn es nach ihr ginge, könnte alles für immer so bleiben. Doch in diesem Jahr küsst sie unter dem Mistelzweig Theo - und bereut es sofort. Schließlich ist sie seit Jahren in dessen Bruder Andrew verliebt. Als sie dann auch noch erfährt, dass das Haus verkauft werden soll, bittet sie voller Verzweiflung das Universum um Hilfe. Doch man sollte aufpassen, was man sich wünscht.

Was habe ich mir von „In a Holidaze“ erhofft? Eine süße, herzerwärmende und cozy Weihnachtsgeschichte. Sympathische Charaktere, liebevolles Beisammensein, eine winterliche Atmosphäre und viele Emotionen, vielleicht ein bisschen Drama. All das habe ich bekommen und dennoch ist es ganz anders gewesen als erwartet. Es wird irgendwie magisch, regt zum Nachdenken an. Was bedeutet einem Weihnachten? Was macht es aus? Sind es die Traditionen, der Ort? Oder sind es die Menschen, die wichtig sind und dem Fest den besonderen Zauber verleihen? Ich war überrascht, dass es neben der zuckrigen Liebesgeschichte doch etwas tiefgründiger wird.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Winterlich, cozy, spicy und ein bisschen dramatisch

Kisses in the Snow
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Drei Autorinnen. Drei Perspektiven. Drei Lovestories: Ava, die kurz vor ihrer geplanten Abreise einen Liebesbrief an Nolan geschrieben hat. Schließlich dachte sie da noch, dass sie ihn nie wieder sehen ...

Drei Autorinnen. Drei Perspektiven. Drei Lovestories: Ava, die kurz vor ihrer geplanten Abreise einen Liebesbrief an Nolan geschrieben hat. Schließlich dachte sie da noch, dass sie ihn nie wieder sehen wird. Hunter, der nicht nur seine Familie, sondern auch seine Jugendliebe Peyton für seinen Lebenstraum verlassen hat. Doch die Gefühle für sie sind immer noch da. Grace, die sich auf keinen Fall in Mason verlieben darf, weil er vergeben ist. Dabei hat es zwischen ihnen vom ersten Augenblick an gefunkt.

Nachdem ich „Snowflakes & Heartbeats“ sehr geliebt habe, musste ich unbedingt auch dieses Werk des Autorinnen-Trios lesen. Sie entführen uns in ein Bergdorf in den Rocky Mountains. Dort werden sechs junge Menschen von einer Lawine von der Außenwelt abgeschnitten. Damit sind ihre Weihnachtspläne hinfällig. Während ein Blizzard tobt, geraten auch sämtliche Gefühle durcheinander. Doch eingeschneit auf relativ engem Raum kann niemand vor ihnen davonlaufen.

Ich mochte alle sechs Protagonist:innen, aber auch die Nebencharaktere. Der Kleinstadtcharme hat mir gut gefallen. Es wird natürlich auch wieder richtig emotional, denn jede:r hat so seine Probleme. Obwohl die Atmosphäre sehr winterlich und dementsprechend kalt ist, müsste der Schnee spätestens bei der ein oder anderen spicy Szene schmelzen. Es kommt definitiv weihnachtliche Stimmung auf, denn alle versuchen aus der heiklen Situation irgendwie das Beste zu machen, auch für die Bewohner des Dorfes. Sehr herzerwärmend.

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Veröffentlicht am 29.12.2024

Wenn Gegensätze sich anziehen

Love Songs in London – All I (don’t) want for Christmas
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Um Weihnachten nicht alleine mit ihrem Hund feiern zu müssen und weil sie eindeutig knapp bei Kasse ist, lässt Febe sich auf einen ungewöhnlichen Deal ein: sie spielt Liams neue Freundin und begleitet ...

Um Weihnachten nicht alleine mit ihrem Hund feiern zu müssen und weil sie eindeutig knapp bei Kasse ist, lässt Febe sich auf einen ungewöhnlichen Deal ein: sie spielt Liams neue Freundin und begleitet ihn zum alljährlichen Familienweihnachtsfest. Dort wollen sie seine Exfreundin Charlotte eifersüchtig machen, die inzwischen mit seinem Bruder Nelson zusammen ist. Dies scheint auch zu klappen, denn je näher sich Febe und Liam kommen, desto interessierter zeigt sich Charlotte.

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Wie krass ist denn alleine die Vorstellung, dass der eigene Bruder einem die Freundin ausspannt? Da braucht man echt keine Feinde mehr. Dafür waren die Feierlichkeiten eigentlich relativ entspannt und friedlich. Abgesehen von Charlotte, die irgendwie eine unangenehme Person ist und alle um sich herum in merkwürdige Situationen bringt. Mir tun da vor allem Nelson und Liam leid. Und wäre Febe tatsächlich Liams neue Partnerin, wäre ihr Verhalten mehr als unangebracht.

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Dafür sind alle anderen Familienmitglieder sehr liebenswert. Ich mochte besonders Matt. Auch Febes Hund Hamlet hat es mir angetan. Bei Febe und Liam zeigt sich wieder einmal, dass Gegensätze sich anziehen: SIE zitiert bei jeder Gelegenheit Shakespeare und ER ist aufstrebender Spieleentwickler. Den Trope Fake Dating finde ich immer spannend, wenn man beobachten kann wie beiden langsam klar wird, dass sich etwas verändert hat. Zum Ende hin gibt es meiner Meinung nach allerdings noch ein bisschen überzogenes Drama von Seiten Febes. Dennoch kam insgesamt definitiv Weihnachtsfeeling auf.

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Veröffentlicht am 29.12.2024

Charmant, spicy, voller Nächstenliebe

The Christmas Fix
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Nachdem ein Sturm die Kleinstadt Merry übel zugerichtet hat, möchte Catalina mit ihrer Reality-Show das historische Stadtzentrum wieder aufbauen. Damit möchte sie auch das hiesige traditionelle Weihnachtsfest ...

Nachdem ein Sturm die Kleinstadt Merry übel zugerichtet hat, möchte Catalina mit ihrer Reality-Show das historische Stadtzentrum wieder aufbauen. Damit möchte sie auch das hiesige traditionelle Weihnachtsfest retten, das einen Großteil der städtischen Einnahmen ausmacht. Alle sind ganz aus dem Häuschen, mit Ausnahme von Noah Yates. Der Bürgermeister und alleinerziehende Vater will unbedingt verhindern, dass die Probleme der Geschädigten durch irgendwelche rücksichtslosen und geldgierigen Möchtegern-Fernsehstars ausgeschlachtet werden. Und so fliegen jedes Mal die Fetzen, wenn Cat und Noah aufeinander treffen. Bis irgendwann die Funken fliegen.

Ich liebe das Setting der (einst) gemütlichen Kleinstadt, in der alle sich untereinander kennen und einander beistehen. Auch in den Zeiten einer Tragödie halten sie zusammen. Selbst der mürrische Noah hat seine Gründe für sein merkwürdiges und abweisendes Auftreten. Schließlich möchte er nur die Bewohner:innen vor noch mehr Leid schützen. Man könnte sich natürlich fragen, ob es besser wäre, wenn diese obdachlos oder in zerstörten Behausungen leben würden. Immerhin wird der Stadt hier ein kostenloser Wiederaufbau angeboten. Da sollte er seine persönlichen Befindlichkeiten und Bedenken für das Wohl aller zurückstellen. Gut, dass Catalina weiß was sie will und was gut für die Stadt ist. Wobei ich ihr Verhalten anfangs tatsächlich als eher übergriffig empfunden habe. Sie akzeptiert seine Meinung einfach überhaupt nicht und macht ihr Ding. Schwierig.

Das Thema Showbusiness interessiert mich ehrlicherweise generell eigentlich nicht besonders. Hier wurde es aber gut und spannend umgesetzt. Wir erhalten Einblick hinter die Kulissen, auf Sonnen- und Schattenseiten, lernen Schauspieler, Produzenten und Mitarbeitende kennen. Ich finde es toll, wie bodenständig Cat trotz all dem Ruhm geblieben ist. Ihr vorrangiges Ziel ist es mit ihrer Arbeit Gutes zu tun und anderen zu helfen. Dabei ignoriert sie gerne jegliche Einwände (vor allem von renitenten Bürgermeistern).

Für mich ist es ein herzerwärmendes Winter- und Weihnachtsbuch. Grade die familiären und freundschaftlichen Beziehungen, besonders auch zu Noahs Tochter haben es mir angetan. Außerdem wird es ganz schön spicy, da wird uns trotz der kalten Jahreszeit kräftig eingeheizt.

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Süße, weihnachtliche Liebesgeschichte für Jugendliche

Talk Santa to Me
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Francie liebt die Weihnachtszeit und den Zauber rund um Santa. Kein Wunder, schließlich wurde ihr das quasi in die Wiege gelegt, denn ihre Familie führt einen Weihnachtsshop samt Santa-Schule. Klar, dass ...

Francie liebt die Weihnachtszeit und den Zauber rund um Santa. Kein Wunder, schließlich wurde ihr das quasi in die Wiege gelegt, denn ihre Familie führt einen Weihnachtsshop samt Santa-Schule. Klar, dass sie sich da voll reinhängt: dazu gehören knallbunt-glitzernde Arbeitsuniformen sowie der ungeplante Einsatz als Santas Praktikantin. So souverän sie all dies meistert, umso unsicherer wird sie, wenn es um ihren Mitschüler Hector geht. Sie würde ihm gerne unter einem Mistelzweig näher kommen. Allerdings sorgt ein verpatzter Kuss bereits für genug Spott. Das kann sie doch besser, oder?

Alles rund um Weihnachten, Santa, die Arbeit im Shop und was all das der Familie bedeutet, hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte ihren Vater, ihren Onkel und die Erzählungen über ihren verstorbenen Opa, der Santa jahrelang perfekt verkörpert hat. Ich glaube, dass Francie so an alten Traditionen festhält, weil sie ihn sehr vermisst und alles in seinem Sinne weitermachen möchte. Das ist eine ebenso schöne, wie traurige Vorstellung. Außerdem hat Francie unheimlich tolle Freunde, was ihr anfangs vielleicht gar nicht so bewusst ist.

Francie ist erst 15 Jahre alt, handelt dementsprechend nicht immer ganz durchdacht und etwas impulsiv. Sie schwärmt für einen Klassenkameraden. Die Sache mit dem Kussdebakel hängt ihr noch ganz schön nach. Und wir wissen alle, dass Jugendliche ziemlich fies sein können. Aber es ist irgendwie unterhaltsam und süß zu beobachten wie sich im Verlauf eine zarte Liebesgeschichte entwickelt. Lesende in dem Alter werden bestimmt begeistert sein.

Ganz besonders gestört haben mich hingegen Francies Tante und ihre Praktikantin. Unglaublich, wie wütend beide mich gemacht haben. Ihr Verhalten ist dermaßen unmöglich und ungerecht, wirkt gleichzeitig aber auch völlig überspitzt dargestellt. Selbst eine späte Erklärung für alles hat da bei mir diesbezüglich nichts mehr wieder gut machen können.

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