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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2021

etwas unglaubwürdig, aber trotzdem nett zu lesen

Dare to Trust
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Früher war sie die Königin der Schule und er der verliebte Loser, den sie nicht beachtet hat. Heute ist er der erfolgreiche Geschäftsmann und sie braucht dringend einen Job.

Hayden und Tori haben eine ...

Früher war sie die Königin der Schule und er der verliebte Loser, den sie nicht beachtet hat. Heute ist er der erfolgreiche Geschäftsmann und sie braucht dringend einen Job.

Hayden und Tori haben eine gemeinsame Vergangenheit, jedoch kann sich Tori nicht an ihn erinnern und er beschließt dies zu nutzen, um ihr heimzuzahlen, was sie ihm während ihrer Schulzeit angetan hat. Während er seine Rachepläne verfolgt, muss Hayden jedoch merken, dass seine frühere Verliebtheit gegenüber Tori nicht nachgelassen hat und sein Herz etwas anderes möchte, als das was er durch seine Pläne zu erreichen versucht.

Den Beginn des Buches fand ich super. Ich mochte die Charaktere und die Ausgangssituation, jedoch nahm dieses Gefühl relativ schnell ab und bliebt dann eher mittelmäßig erhalten. Die Charaktere blieben mir weiterhin sympathisch, jedoch konnte ich im weiteren Verlauf der Geschichte ihre Handlungen eher schlecht als recht nachvollziehen.
Für mich war der Wandel der Gefühle von Hayden und Tori zu schnell und auch etwas unglaubwürdig. Tori hat große Probleme Vertrauen gegenüber anderen Personen zu fassen und doch ist sie sehr schnell dazu bereit sich Hayden zu öffnen, anstatt vorsichtiger zu sein, wie ich es von einer Person mit Vertrauensproblemen erwarte hätte. Hayden hingegen, der zurecht am Anfang an Tori und ihrem netten Verhalten zweifelt öffnet sich dann ebenfalls sehr schnell und vertraut ihr Dinge an, über die er mit sonst niemandem spricht.

Im Verlaufe des Buches geschehen immer wieder Zufälle, die die beiden zueinander bringen, aber für mich die ganze Sache etwas unglaubwürdig machen. Sich mehrfach zufällig in einer großen Stadt zu begegnen finde ich glaubwürdig, da dies durchaus vorkommt, aber zufällig das gleiche Tattoo an der gleichen Stelle zu haben, ist mir dann doch etwas zu viel des Guten. Generell sind für mich in der Geschichte ein paar zu viele glückliche Zufälle aufgetaucht, die die Geschichte für mich sehr unglaubwürdig gemacht haben.

Und obwohl mir die Gefühle etwas zu schnell und die Zufälle etwas zu gehäuft waren, mochte ich das Buch in seiner etwas kitschigen Weise dann doch recht gern und habe es genossen es zu lesen. Die anderen Charaktere unterstützen Hayden und Toris Geschichte auf eine angenehme Weise und sind weder zu aufdringlich in die Geschichte eingebunden noch zu flach beschrieben, sondern für meinen Geschmack in genau der richtigen Weise präsent. Außerdem mochte ich auch den generell sehr flüssig zu lesenden Schreibstil der Autorin, der das Lesen sehr angenehm gemacht hat.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, dem nach einer süßen und etwas kitschigen Story mit ein bisschen Humor und recht viel Drama ist, dem es aber nichts ausmacht, wenn die Situationen manchmal etwas übertrieben oder unglaubwürdig erscheinen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Cover
Veröffentlicht am 02.11.2020

Ein Neuanfang in Kanada

What if we Drown
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Im ersten Band der New-Adult-Reihe an der University of British Columbia, geschrieben von Sarah Sprinz, geht es um Laurie, die dreieinhalb Jahre nach dem Tod ihres Bruders für einen Neuanfang nach Vancouver ...

Im ersten Band der New-Adult-Reihe an der University of British Columbia, geschrieben von Sarah Sprinz, geht es um Laurie, die dreieinhalb Jahre nach dem Tod ihres Bruders für einen Neuanfang nach Vancouver zieht und dort bereits vor der ersten Vorlesung ihres Medizinstudiums auf Sam trifft. Die beiden fühlen sich schnell zueinander hingezogen, doch Lauries Vergangenheit hindert sie daran sich gänzlich auf Sam einzulassen, nachdem sie erfährt, dass er in die Ereignisse um den Tod ihres Bruders verstrickt ist.
Während Laurie versucht sich in ihrer neuen WG, ihrem neuen Job und dem Studium zurecht zu finden, kämpft sie gleichzeitig mit den verschiedenen Gefühlen gegenüber Sam und den Umständen des Todes ihres Bruders.

In „What if we Drown“ lernt man die angehende Medizinstudenten Laurence (oder auch Laurie) als Protagonistin kennen, die in ihrer Vergangenheit gefangen ist und sich nach einem Neuanfang sehnt. Kurz nachdem Laurie in Vancouver ankommt, treten Emmett und Hope auf und haben mit ihren Persönlichkeiten und gegenseitigen Neckereien sowohl Laurie als auch mich sofort für sich eingenommen. Neben Lauries neuen Mitbewohnern lernt man auch schnell ihre anderen neuen Freunde zu schätzen wie zum Beispiel ihre Kommilitonin Kian.
Sam überzeugte mich sofort mit seiner humorvollen, aber trotzdem ernsten und verständnisvollen Art. Ebenso wie Laurie wird er von Ereignissen seiner Vergangenheit verfolgt und hadert mit sich und seinen Gefühlen, ist aber trotzdem hilfsbereit und möchte anderen zur Seite stehen.
Neben den Charakteren ist auch der flüssige, leichte aber gleichzeitig fesselnde Schreibstil, welcher die Geschichte aus Lauries Sicht erzählt und einem ihren inneren Konflikt nahebringt, ohne langweilig oder eintönig zu sein, sehr gut durch die Autorin umgesetzt worden.
Trotz Lauries immer wiederkehrenden Zweifeln hat das Buch keinen stark wiederholenden Charakter, sondern baut Spannung an genau den richtigen Stellen auf, um den Leser zu fesseln.
Im Verlauf der Geschichte durchläuft man mit Laurie eine Bandbreite der Gefühle und am Ende kann es durchaus passieren, dass man sich eine Träne aus den Augen wischt und ein oder zwei Taschentücher verbraucht.
Die ernsten Themen, die in diesem Buch vertreten sind werden nicht in den Vordergrund gezerrt, aber trotzdem wird deutlich, wie ernst und wichtig sie sind, obwohl sie im echten Leben nicht immer direkt erkennbar sind.
Zusätzlich zu den Charakteren, dem Schreibstil und der Geschichte im Allgemeinen lädt auch das Cover mit seiner Gestaltung zum Lesen ein und ist mit seiner bläulichen Färbung auf das immer wiederkehrende Symbol des Meeres und somit auf die Geschichte abgestimmt.
In der zweiten Hälfte des Buches rücken leider die meisten Nebencharaktere sehr stark in den Hintergrund oder verschwinden ganz, da sich die Geschichte sehr auf Laurie, Sam und ihre Beziehung konzentriert. An dieser Stelle hätte ich mir etwas mehr Präsenz anderer Personen gewünscht.

Alles in Allem ist „What if we Drown“ ein wunderbarer Auftakt für die Reihe rund um die University of British Columbia. Mit ihrem gefühlvollem, emotionalem und fesselndem Schreibstil hat Sarah Sprinz einem nicht nur die Geschichte, sondern auch die Personen (vor allem Laurie) nahegebracht, sodass man nicht anders kann, als mit Laurie mitzufühlen. Man ist von den Ereignissen im Buch gefesselt und bekommt nicht mit wie die Zeit vergeht, sodass man sich, wenn man das Buch durchhat durchaus fragen kann, wie die Zeit so schnell vergehen konnte. Zudem wachsen die Charaktere, die Laurie und Sam begleiten, einem schnell ans Herz, sodass man sich automatisch auf die zwei Folgebände freut und es kaum erwarten kann auch diese in den Händen zu halten und die Geschichten von Lauries Freunden und Mitbewohnern Emmett und Hope zu lesen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl