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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2020

Was will der Autor mir sagen?

Acht Berge
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"Das Buch ist sooo schön, du MUSST es einfach lesen" habe ich gleich mehrfach aus meinem Freundeskreis gesagt bekommen. Gesagt, getan. Allerdings kann ich die Meinung leider so gar nicht teilen. Ich weiß ...

"Das Buch ist sooo schön, du MUSST es einfach lesen" habe ich gleich mehrfach aus meinem Freundeskreis gesagt bekommen. Gesagt, getan. Allerdings kann ich die Meinung leider so gar nicht teilen. Ich weiß bis jetzt nicht, was der Autor mir mit dem Buch sagen möchte. Womöglich einfach eine Sorte Buch, mit der ich nicht warm werde.
Aber dafür sind Geschmäcker bekanntlich auch zurecht verschieden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2020

Zwischen Top und Flop

The future is female!
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In "The Future is Female" kommen viele unterschiedliche Frauen zur Sprache: Wie sehen sie das Thema Feminismus? Sowohl von ihrer Herkunft als auch von ihren Kernaussagen oder Herangehensweisen sind sie ...

In "The Future is Female" kommen viele unterschiedliche Frauen zur Sprache: Wie sehen sie das Thema Feminismus? Sowohl von ihrer Herkunft als auch von ihren Kernaussagen oder Herangehensweisen sind sie unterschiedlicher als Tag und Nacht. Sehr viele Facetten werden angesprochen und auch die Form des Erzählens variieren von Tagebuch-ähnlichen Einträgen über "normale" Berichte bis hin zu Gedichten. Auch die inhaltlichen Schwerpunkte, die die Frauen setzen, sind meilenweit voneinander entfernt. Während sich die einen um das Wort "Feminismus" kümmern, beschäftigen sich andere mit "Frauen als Gründerin / Business-Frauen". Sehr spannende Aspekte, die an mancher Stelle aber deutlich zu kurz kommen, um ein solch komplexes Thema aus meiner Sicht wirklich gerecht zu werden.


Fazit: Einige Kapitel finde ich wirklich herausragend. Andere dagegen habe ich überflogen oder gar überblättert. Ein wichtiges Thema, das im Buch mit sehr vielen verschiedenen Facetten beleuchtet wird. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass von der Form von kurzen Kapiteln abgewichen wird und sie ausführlicher beleuchtet werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2020

Untypisch, unrealistisch und unverstanden?

Vierundzwanzig Stunden
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Arthur Costello ist ein außergewöhnlicher Mann. Von seinem Vater erbt er ein Grundstück mit einem Leuchtturm - doch das Erbe wird ihm vermeintlich zum Verhängnis. Gemeinsam mit seiner Bekanntschaft Lisa, ...

Arthur Costello ist ein außergewöhnlicher Mann. Von seinem Vater erbt er ein Grundstück mit einem Leuchtturm - doch das Erbe wird ihm vermeintlich zum Verhängnis. Gemeinsam mit seiner Bekanntschaft Lisa, einer angehenden Schauspielerin, befreit er seinen Großvater aus der Psychatrie - ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Und das nicht nur im übertragenen Sinne.

Eine spannende Geschichte inklusive Zeitreise durch 25 Jahre amerikanischer Zeitgeschichte beginnt. Sie wirkt zunächst unrealistisch und für mich daher untypisch für Musso, von dem ich schon einige weitere Fälle gelesen habe. Der Erzählstil ist typisch für Musso, die Charaktere sympathisch und laden zur Identifikation ein. An vielen Stellen dachte ich mir allerdings: das ist viel zu unrealistisch. Ich muss zugeben: Ich habe mich täuschen, aber auch in den Bann der Geschichte ziehen lassen.


Fazit: Schlussendlich kann ich für mich ganz persönlich resümieren, dass ich mir, aufgrund meiner bisherigen Lese-Erfahrungen mit Musso, selbst im Weg stand. Ich habe es als "untypisch" für seinen Stil empfunden, aber erst im allerletzten Kapitel verstanden, dass es eigentlich um etwas ganz anderes ging als ich die ganze Zeit gedacht habe. Der Fall war von Seite eins bis zum Ende spannend und hat mich gefesstelt, sodass ich das Buch in weniger als drei Tagen durchgewälzt habe. Auch das empfinde ich als deutliches Qualitätsmerkmal
Künftig sollte ich mir selbst zu Herzen nehmen, Bücher von einem Autoren, den ich meine zu kennen, befreiter anzugehen und keine Erwartungen zu haben. Dann wäre es in diesem Fall ganz sicher auch mit fünf statt vier Sternen geendet.

  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 14.02.2020

Für Fahrrad-Freunde und Liebes-Liebhaber

Ein Fahrrad für zwei
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Zuerst dachte ich: 500 Seiten für einen Liebesroman? Puh. Ganz schön lang. Als passionierte Rennradfahrerin hat mich der Klappentext aber überzeugt. Ein Dorf, dass sich für einen Abschnitt der Tour de ...

Zuerst dachte ich: 500 Seiten für einen Liebesroman? Puh. Ganz schön lang. Als passionierte Rennradfahrerin hat mich der Klappentext aber überzeugt. Ein Dorf, dass sich für einen Abschnitt der Tour de France bewerben möchte? Genau mein Ding. Dann noch mit einer Liebesgeschichte verwoben? Klingt umso besser.

Lana und Tom Donati verlieren ihren Vater nach langer Krankheit. In einem kleinen Ort führen sie ein Restaurant, dessen Umsatz zwar zum Überleben reicht - es könnte aber durchaus besser laufen. Lana kommt auf die Idee, dass sich der Ort für einen Streckenabschnitt der Tour der France bewerben könnte und schon nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Das Dorf rottet sich zusammen, überlegt viele verschiedene Aktionen und wie soll es anders sein: Im Veranstaltungs-Kommittee trifft Lana auf einen Mann, den sie vor einem Jahr gedatet, er sich aber nie wieder gemeldet hat.

So absehbar die Geschichte an manchen Stellen war, so schön war es dennoch zu lesen. Durch das Engagement des Dorfes war die Handlung nicht allein fixiert auf die "platte" Liebesgeschichte, sondern man fieberte schon etwas mit, wie die Bewerbung um den Streckenabschnitt ausgeht. Bekommen sie das Geld zusammen? Dürfen sie die baulichen Maßnahmen wirklich ausführen?

Fazit: Es liest sich wirklich gut und macht einfach Spaß. Wie bei vielen Liebesromanen ist es meist abzusehen, wo es am Ende hinführen wird, aber die Geschichte drum herum, das sympathische Dorf und die tollen Charaktere haben mir wirklich viel Freude beim Lesen bereitet. Und das, obwohl das Buch mit über 500 Seiten doch recht lang ist.

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  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 03.02.2020

Typischer Schlink

Olga
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Eine Geschichte, die sich vor einigen Jahrzehnten in Deutschland wohl häufiger vorgefunden hat: Mann und Frau die sich lieben, aber eigentlich nie lieben dürfen. Frau und Mann, die voneinander getrennt ...

Eine Geschichte, die sich vor einigen Jahrzehnten in Deutschland wohl häufiger vorgefunden hat: Mann und Frau die sich lieben, aber eigentlich nie lieben dürfen. Frau und Mann, die voneinander getrennt werden - sowohl durch Krieg als auch durch das Streben nach mehr.

Bernhard Schlink nimmt uns mit auf eine spannende Reise durch die Zeit und das Leben von Olga, die früh erkennen muss: Herbert wird sie nie heiraten und früh verlieren. Von Problemen, die man als Frau in der damaligen Zeit hatte bis hin zu Größenwahnsinn des Mannes - die Geschichte wird nie langweilig. Und wenn man denkt, jetzt flacht es ab, kommt eine Wendung um die Ecke. Auch wenn ich mir nach "Der Vorleser" mehr erhofft hatte, ist dieses Buch ganz sicher etwas für jemanden, der sich gerne mit der Rolle der Frau, Geschichte und dem damaligen Leben beschäftigen möchte.

Fazit: einfach nett. Die Geschichte ist zwar nicht herausragend, aber kleine Sätze zwischen drin haben mich wirklich fasziniert. Typisch Schlink - ich mag es einfach.

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