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Veröffentlicht am 12.05.2021

Walli die Miss Marple aus dem Allgäu

Die letzte Pille bringt den Tod
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Im beschaulichen Burglbach im Allgäu wird der Apotheker Ludwig Fischlinger tot aufgefunden . Seine 27 Jahre jüngere Frau Ivana ist seither verschwunden . Walburga (62) , genannt Walli , stellt heimlich ...

Im beschaulichen Burglbach im Allgäu wird der Apotheker Ludwig Fischlinger tot aufgefunden . Seine 27 Jahre jüngere Frau Ivana ist seither verschwunden . Walburga (62) , genannt Walli , stellt heimlich Nachforschungen an denn ihr Sohn Wolfi ist Oberwachtmeister in Kempten . Und der ist davon gar nicht begeistert .

Die Protagonisten sind äußerst sympathisch und gerade Walli muss man einfach lieben . Neben ihr erblassen sogar James Bond und Mac Gyver . Dabei ist der Schreibstil bildhaft , sehr locker und leicht zu lesen . Der Spannungsbogen ist genau richtig und der Humor kommt auf jeden Fall nicht zu kurz dabei .

Fazit : Der Regionalkrimi wird in Ich - Form aus Sicht der Walli geschrieben . Der Dialekt kommt öfters zum Vorschein gerade dann wenn die Einheimischen unter sich sind oder geflucht wird . Auch ein kleiner Roadtrip in den Schwarzwald in ein schamanisches Heilzentrum ist mit dabei . Und den fand ich zu köstlich ich habe mich wunderbar amüsiert . Dabei las ich mich von einer Situationskomik zur nächsten . Die ganze Geschichte ist zum schmunzeln , lachen , ist urkomisch und irgendwie abgefahren . Ich habe mich zwischendurch immer mal wieder gefragt wie Wolfi diesen Fall wohl lösen wird in dem ganzen zum Teil doch großen Chaos . Laut seiner Mutter ist er nämlich ein unfähiger Sherlock Holmes . Aber Walli und ihre Freundin haben alles im Griff . Ich bin begeistert von diesem Krimi von seinen Charakteren und von der Kulisse . Gelesen habe ich es fast auf einen Rutsch da ich es kaum aus der Hand legen konnte . Dieser Regionalkrimi zählt auf jeden Fall zu meinen Lieblingsbüchern und ich habe jetzt einen neuen Lieblingsoberwachtmeister .

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2021

Ein spannender und komplexer Krimi

Osterläuten
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Monika verschwand vor 11 Jahren . Es gab keine Spur keinen Anhaltspunkt . Deshalb ist Mia geschockt als sie Monika's Phantombild in den Nachrichten sieht . Waldarbeiter hatten ihren Schädel gefunden . ...

Monika verschwand vor 11 Jahren . Es gab keine Spur keinen Anhaltspunkt . Deshalb ist Mia geschockt als sie Monika's Phantombild in den Nachrichten sieht . Waldarbeiter hatten ihren Schädel gefunden . Kommissar Eyrich von der Mordkommission schaltet sich ein . Für Mia beginnt mit den Befragungen alles wieder von vorn los .

Der Schreibstil flüssig und leicht zu lesen . Die Sätze sind ab und zu wie abgehackt aber das erhöht nochmals die Spannung . Dazu kommen noch die kurzen Kapitel . Die Protagonisten sind ansprechend dargestellt zum Teil sind sie komplex angelegt .

Fazit : Der Regionalkrimi der in Bamberg spielt , fängt Montags in der Karwoche an und hört Karsamstag auf . Schon zu Beginn baut sich die Spannung auf und nimmt dann langsam aber stetig zu . Ich hatte von Anfang an das Gefühl dass die Stimmung bedrückend und bedrohlich ist : Unterschwellig und irgendwie nicht greifbar . Außer immer die Frage was passierte genau vor elf Jahren . Mia macht einen komplexen Eindruck aber auch bei einigen anderen Charakteren wusste ich nie genau was ich von ihnen halten sollte . Die damalige Clique von Mia's Eltern hatten sie alle etwas mit dem Mord damals zu tun ? Und welche Rolle spielten sie dabei ? Deckt hier jeder jeden ? Ich war mir bis zum Schluss nicht sicher wer der Mörder sein könnte . Es ist ein toller Regionalkrimi der viele Fragen aufwirft und komplex angelegt ist . Das Ende kam für mich zu abrupt . Ich hätte mir gerne noch drei , vier Sätze dazugewünscht . Dieses Buch zählt trotzdem zu meinen Highlights .

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.05.2021

Ein humorvoller und leichter Roman

Die Liebe ist ein dicker Hund
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Franziska's Leben steht Kopf : Ihre Mutter zieht Hals über Kopf für drei Monate nach Spanien und lässt ihren Mann und Franziska's Vater allein . Zu allem Überfluss hat sich Manolito , Franziska's Mann ...

Franziska's Leben steht Kopf : Ihre Mutter zieht Hals über Kopf für drei Monate nach Spanien und lässt ihren Mann und Franziska's Vater allein . Zu allem Überfluss hat sich Manolito , Franziska's Mann , in einem Kloster in Nepal für sechs bis acht Monate angemeldet , vorläufig ... und zu guter letzt wird ihr auch noch gekündigt . Und dann zieht ihr Vater bei Franziska ein ...

Die Protagonisten sind chaotisch und schräg angehaucht , besonders Franziska's Vater ist ist urkomisch ich mochte ihn sofort . Der Schreibstil ist flüssig , locker und leicht zu lesen . Die Spannung nimmt im Laufe des Buches zu aber der Humor drängt ihn doch in den Hintergrund .

Fazit : Komisch , humorvoll , witzig und ein klein wenig schräg so kann ich diesen Roman beschreiben . Die Charaktere muss der Leser*in einfach mögen . Mir ging es jedenfalls so . In einem lockeren Ton , der mir sehr gefallen hat , erzählt die Autorin von Franziska's Erlebnissen und da ist einiges los . Ich musste immer weiterlesen weil ich unbedingt wissen wollte wie es auch mit ihrem Vater weitergeht . Da die Kapitel nicht allzu lang sind wurde es für mich ein vergnügliches und kurzweiliges Leseerlebnis das Spaß machte . Zum Ende hin hat mir allerdings das witzige etwas gefehlt . Trotzdem ist war es für mich ein toller Roman dem ich gerne fünf Sterne gebe .

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 07.05.2021

Ein Krimi der mich auf jeden Fall überzeugt hat

Verhängnisvolles Lavandou
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Es ist Sommer in Le Lavandou . Louisa die an einem abgelegenem Stück Strand für ihren Instagram - Account einen kleinen Videoclip von sich aufnehmen möchte findet in einem Müllsack eine Leiche . Es ist ...

Es ist Sommer in Le Lavandou . Louisa die an einem abgelegenem Stück Strand für ihren Instagram - Account einen kleinen Videoclip von sich aufnehmen möchte findet in einem Müllsack eine Leiche . Es ist ein Junge der um die Augen schwarzen Kajalstift und an den Lippen einen verschmierten Lippenstift trägt . Zudem hat er ein Sommerkleid an . Die Spuren führen Rechtsmediziner Leon Ritter zu einem katholischen Internat .

Die Spannung wird schon auf den ersten Seiten greifbar und sie steigt stetig weiter an . Die Protagonisten sind ansprechend und besonders Leon Ritter war mir mit seiner Art gleich sympathisch . Der Schreibstil ist bildhaft und flüssig zu lesen .

Fazit : Da die Kapitel nicht allzu lang sind bleibt die Spannung immer erhalten . Die Handlung in diesem Buch ist aktuell und dreht sich um junge Flüchtlinge in Frankreich . Es wird dabei aus Sicht der verschiedenen Charakteren erzählt . Es stellt sich heraus dass es sich nicht nur um einen Mord handelt . Dabei gibt es ein paar Szenen die eventuell nichts für schwache Nerven sind . Die Story war auch für mich mehr als einmal schockierend . Es gibt zwei Handlungsstränge : Einmal die Ermittlungen und dann das Privatleben von Leon Ritter das sich ereignisreich entwickelt . Im letzten Drittel geht es dann Schlag auf Schlag . Ab da konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen . Das Ende war für mich aufregend und fesselnd .
Es ist ein gelungener Krimi mit ausdrucksstarken Charakteren der mich in seinen Bann zog .
Dieses Buch ist der siebte Band einer bisher siebenteiligen Reihe . Er ist in sich abgeschlossen .

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2021

Ein guter Regionalkrimi aus dem Schwarzwald

Schwarzwälder Morde
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Justin Schmälzle , Hauptkommissar und tätig in Bad Wildbad , bekommt es mit einer weiblichen Moorleiche zu tun . Der Gerichtsmediziner bestätigt dass sie ermordet wurde ... aber im letzten Jahrhundert ...

Justin Schmälzle , Hauptkommissar und tätig in Bad Wildbad , bekommt es mit einer weiblichen Moorleiche zu tun . Der Gerichtsmediziner bestätigt dass sie ermordet wurde ... aber im letzten Jahrhundert . Dazu kommt noch der aktuelle Fall hinzu . Ein Investor möchte eine Ferienanlage neben einer Schnapsfabrik erbauen . Aber dem Fabrikanten passt das gar nicht ...

Der Schreibstil ist etwas dichter und er liest sich nicht ganz so leicht . Er hat etwas ganz eigenes an sich . Die Protagonisten passen dagegen sehr gut in die Geschichte und sind überzeugend dargestellt . Da gefiel mir die Putzfrau vom Polizeiposten sehr gut . Schade dass ich nicht mehr von ihr zu lesen bekommen habe . Die Spannung hat sich zwar langsam aber sicher erhöht aber in meinen Augen hätte es gerne noch etwas mehr sein können .

Fazit : Der schwäbische Dialekt ist allgegenwärtig in diesem Regionalkrimi . Er wird zwar ab und zu übersetzt aber nicht alles . Der Schreibstil hat mir zu Beginn nicht ganz so gelegen mit der Zeit hatte ich mich aber daran gewöhnt . Die Konversationen zwischen den Charakteren entwickeln sich zuweilen zu richtigen Wort- oder Satzgefechten . Da geht es als Schlag auf Schlag und ich musste mich öfters konzentrieren und dadurch gab es zuweilen auch mal die eine oder andere Länge . Es gibt zwei Handlungsstränge , einmal die in unserer heutigen Zeit und außerdem geht es immer mal wieder ins Jahr 1869 zurück . Was ich interessant fand die Rückblenden sind in Ich Form geschrieben . Ich finde es ist ein guter Regionalkrimi aus dem Schwarzwald der sich aber doch etwas hinzog . Die Autorin beschreibt sehr genau die Landschaft mit ihren Bewohnern . Der Krimi nimmt seinen Anfang am 6 . Mai und endet am 17 . Juni . Im Anschluss gibt es noch eine vegane Schwarzwälder Kirschtorte zum nachbacken . Es ist der zweite Band einer bisher zweiteiligen Reihe . Das Buch ist in sich abgeschlossen so dass man das Vorgängerbuch nicht unbedingt zu kennen braucht

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere