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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.07.2019

He's the good guy

Skulduggery Pleasant – Der Gentleman mit der Feuerhand
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Stephanies normales Leben endet nachdem sie den rätselhaften Skulduggery Pleasant kennenlernt. Denn: er ist keine normale Person. Er ist Zauberer und Meister der kleinen schmutzigen Tricks, und jemand ...

Stephanies normales Leben endet nachdem sie den rätselhaften Skulduggery Pleasant kennenlernt. Denn: er ist keine normale Person. Er ist Zauberer und Meister der kleinen schmutzigen Tricks, und jemand der es mit dem Gesetz nicht so genau nimmt. Bonus: er ist ein Skelett.
Um den mysteriösen Tod ihres Onkels zu klären, folgt sie Mr. Pleasant in eine Welt voller Magie, mächtiger Zauberer und Bösen das nur auf die beiden wartet.

Nachdem es nun an die drei Jahre her, ist seit ich diese Reihe das letzte mal gelesen habe, ist es nun wieder Zeit geworden.

Derek Landys Humor und Einfallsreichtum begeistert mich einfach immer wieder. Auch die Charaktere die er erschafft sind der Wahmsinn. "Wie kommt man auf sowas?" Ist eine Frage die ich mir beim Lesen dieser Reihe sehr oft stelle.

Stephanie hat, auch wenn sie erst 12 ist, mehr im Kopf als manche Erwachsene, und sie stellt die richtigen Fragen. Sie ist schlau, humorvoll und hartnäckig. Der perfekte Begleiter für unser Skelett.

Skulduggery passt mit seinem trockenen Humor super in die Geschichte. Und was gibt es besseres als ein Bentley fahrendes Skelett im Anzug?

Auch andere Charaktere wie Grässlich Schneider oder Tanith kommen natürlich nicht zu kurz. Auch hier sind die Charakterzüge gut ausgearbeitet, kein Charakter wirkt blass.

Da es ein Jugendbuch ist, sind die Sätze natürlich relativ einfach gehalten, was hier allerdings überhaupt nicht störend ist.

Ich freue mich definitiv darauf die restlichen Bände zu lesen und kann diese Reihe nur jedem ans Herz legen.

Veröffentlicht am 15.07.2019

Sie haben die Hölle durchlebt...

Final Girls
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Quincy Carpenter ist die einzige Überlebende eines Massakers vor 10 Jahren. Jede Erinnerung an den Abend von damals hat sie komplett aus ihrem Gedächnis gelöscht und sich mühsam ein neues Leben aufgebaut. ...

Quincy Carpenter ist die einzige Überlebende eines Massakers vor 10 Jahren. Jede Erinnerung an den Abend von damals hat sie komplett aus ihrem Gedächnis gelöscht und sich mühsam ein neues Leben aufgebaut. Zwei andere Frauen, Lisa und Samantha, haben ähnlich grauenvommes durchgemacht - Ein Fest für die Medien, in denen die drei die "Final Girls" genannt werden. Dann wird Lida tot aufgefunden, und kurz darauf steht Samantha vor Quincys Tür. Will jemand alle Final Girls töten? Quincy ist gezwungen, die Schrecken der Vergangenheit erneut zu du erleben- denn es sieht so aus, als wollte jemand jetzt zu Ende bringen, was damals in Pine Cottage begann.

"Final Girl" ist normalerweise ein Begriff der in Filmen verwendet wird, hauptsächlich in Horrorfilmen. Damit wird die Person bezeichnet die als einzige überlebt hat.

Der Autor hat es geschafft erfolgreich Verwirrung zu stiften, den eigentlichen Täter hat so niemand im Verdacht. Auch Quincys Charakter ist hervorragend gelungen. Kämpferisch (so meint sie zumindest), durchhalten, stark, aber auch mit Schwächen gespickt, welche man ihr nach dem was sie durchgemacht hat nicht verübeln kann. Samantha wächst einem gegen Ende auch sehr ans Herz, obwohl sie Anfangs anstrengend war und ihr Handeln Großteils keinen Sinn ergab. Ihr ständiges drängen gegenüber Quincy sich an das Massaker zu erinnern, war Großteils sehr nervenaufreibend.

Sehr erfrischend sind die Rückblicke in Quincys Vergangenheit, diese treiben die Geschichte voran. Auserdem geben sie einen tieferen Einblick in den Charakter der Protagonistin und machen so ihr Handel verständlicher.

Ich muss sagen das ich dem Buch anfangs etwas skeptisch gegenüber stand - eben weil es so gehypt wurde. Und Hypes und ich sind keine soo guten Freunde. Aber ich bin froh letzten Endes doch dazu gegriffen zu haben, sonst hätte ich einen großartigen Thriller verpasst.

Veröffentlicht am 13.07.2019

Nette Unterhaltung für Zwischendurch

Das Schweigen der Toten
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In Perry Hollow, einer verschlafenen Kleinstadt, gibt es normal nicht viel zu tun. Der Diebstahl eines PKW zählt hier schon als Highlight. Doch als Sheriff Kat Cambell einen Holzsarg auf der Straße findet, ...

In Perry Hollow, einer verschlafenen Kleinstadt, gibt es normal nicht viel zu tun. Der Diebstahl eines PKW zählt hier schon als Highlight. Doch als Sheriff Kat Cambell einen Holzsarg auf der Straße findet, ändert sich alles Schlagartig. Schon bald findet sich Perry Hollow im Auge eines Serienkillers wieder, der seine Opfer in Särge steckt und Todesanzeigen verschickt.

Auch wenn dieser Thriller als "äußerst überzeugendes, vor Blut nur so triefendes Debüt" beschrieben wird, möchte ich das so nicht ganz unterschreiben.
Der Kontrast zwischen Idyllischer Kleinstadt und Mord und Totschlag ist an sich ja nix Neues.
Kat ist allerdings eine Erfrischung, ein Chief der es schafft sich ohne Murren in die Ermittlungen einzureihen, und der nicht die ganze Zeit versucht sein eigenes Ding durchzuziehen. Die Idee mit den Todesanzeigen war auch ganz schön, hab ich so vorher noch nicht gesehen, bzw gelesen.
Aber das war's dann auch schon. Das Motiv des Täters ist auch nicht einleuchtend, wenn nicht sogar extrem unlogisch.

Nette Unterhaltung für Zwischendurch, aber nichts was man unbedingt gelesen haben muss.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Ein Doppelleben

Strobo
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Airen führt ein Doppelleben: Tagsüber arbeitet er bis zu 14 Stunden in einer Berliner Unternehmensberatung, nachts feiert er nicht minder heftig in den Technoclubs der Stadt, meist im Berghain, das als ...

Airen führt ein Doppelleben: Tagsüber arbeitet er bis zu 14 Stunden in einer Berliner Unternehmensberatung, nachts feiert er nicht minder heftig in den Technoclubs der Stadt, meist im Berghain, das als bester und härteste Club der Stadt gilt. Ohne Rücksicht auf Körperliche und seelische Gesundheit, ohne Gedanken an den nächsten Tag gibt sich Airen ganz dem Augenblick hin, verschreibt sich mit Haut und Haar dem ultimativen Kick. Er berauscht sich an Alkohol und anderen Drogen, nimmt alles von Haschisch bis Heroin, schluckt Pillen, schmeißt Trips, tanzt bis zur totalen Erschöpfung, hat in den Darkrooms des Berghain anonymen, harten Sex mit Männern, geht zu H*ren, kassiert Hausverbote, und mehr als einmal wacht er mit einem totalen Filmriss auf. Die Momente absoluten Glücks bei Nacht, die Stunden voller Selbstekel und Reue bei Tag, all das verarbeitet er- oft noch berauscht von den Ereignissen der vorangegangenen Nacht- in seinem Blog.


"Das Unerträgliche erträglich machen", beschreibt Airen den Morgen, als er auf einer Afterhour mit drei Unbekannten zu sich kommt, "darum geht es doch im Leben." Airen hat fünf verschiedene Drogen im Blut, wird sich gleich mit Valium in den Schlaf zwingen und später gefühllosen Sex mit einer alten Bekannten haben. Im Laufe des Buches wird Airen zweimal verhaftet, sitzt elf Tage im Gefängnis, verkauft Drogen auf der Loveparade, nimmt beinahe am Berliner Firmenlauf teil, hat Sex mit Frauen, Männern, Prostituierten und Transsexuellen und arbeitet jeden Tag in einer Unternehmensberatung.
Der Blogger Airen hat zwei Jahre Berlin mitgeschrieben. Eine Zeit, in der sein Leben zwischen Wirtschaftsstudium und Gefängnis, zwischen Beratungsfirma und Darkroom nur zwei Konstanten kennt: Techno und Drogen. Wie lebt es sich im Techno-Fieber? Wie sieht das Leben eines Menschen aus, der nach zwei Tagen Party am Montag wieder zur Arbeit geht? Die Spirale aus Ekstase und Ernüchterung, aus Party und Zusammenbruch dreht sich für Airen immer schneller. Am Ende scheint es für ihn nur einen Ausweg zu geben: Mexiko.

"Das Buch ist im Rausch erlebt und im Rausch erzählt" -Airen.

Der Roman ist schnell erzählt und trägt leichte Autobiographische Züge. Auserdem merkt man, dass der Autor Blogger ist.
"Strobo" ist rasant, hemmungslos, authentisch, gnadenlos ehrlich und zerrissen.
"Strobo" ist das Protokoll eines exzessiven Trips ans Ende der Nacht. Das Zeugnis einer verzweifelten Siche nach Sinn und Liebe.

Veröffentlicht am 22.06.2019

Umsetzung mehr so naja

Infarkt
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Dem millionenschweren Unternehmer NJib Aysha wurden drei wertvolle Kunsteerke gestohlen. Mehrere Jahre später tritt eine Reihe von Herzversagen bei prominenten Sportler in Ayshas Fußballclub auf. Die Kardiologin ...

Dem millionenschweren Unternehmer NJib Aysha wurden drei wertvolle Kunsteerke gestohlen. Mehrere Jahre später tritt eine Reihe von Herzversagen bei prominenten Sportler in Ayshas Fußballclub auf. Die Kardiologin Sara Zuckermann wird durch ihren alten Freund Ola Farmen auf diesen Fall aufmerksam. Der Verdacht fällt auf Doping.
Außerdem hat Sara ein gutes Gedächnis: ihr fällt ein Foto ein, das sie vor vielen Jahre gesehen hat und das der Schlüssel zu diesem Fall sein könnte.


"Infarkt" ist der zweite Teil aus der Reihe der Kardiologin Sara Zuckermann.

Es gibt ja viele Bücher die langsam und eher langweilig anfangen und sich erst ab der Mitte steigern, doch dies hat "Infarkt" leider nicht geschafft. Es hat sich durchgehend auf einem Mittelweg bewegt, der zwar nicht schlecht war, aber gut war er auch nicht. Dabei wäre die Idee von diesem Buch nicht langweilig gewesen.
Der Spannungsbogen war allerdings ziemlich flach.

Es gibt mehrere Handlungsstränge, diese sind aber unübersichtlich und man muss meistens erstmal drei Seiten lesen, bis man überhaupt weiß aus welcher Sicht das Kapitel überhaupt geschrieben ist.

Der Schreibstil war wenigstens flüssig und einfach zu lesen. Zusammen mit der Idee der Geschichte hat es dieses Buch doch noch auf drei Sterne geschafft.

Vielleicht wird der Folgeband ja besser.