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Veröffentlicht am 04.03.2021

Liebeskrimi in Frankreich

Deadly Rendezvous – Süßer Kuss der Gefahr
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„Deadly Rendezvous – süsser Küss der Gefahr“ von Sabine Strick dreht sich um die Geschichte von Lara und Bryce. Lara verliert in Deutschland ihre Anstellung als Sekretärin und versucht mit ihrer Malerei ...

„Deadly Rendezvous – süsser Küss der Gefahr“ von Sabine Strick dreht sich um die Geschichte von Lara und Bryce. Lara verliert in Deutschland ihre Anstellung als Sekretärin und versucht mit ihrer Malerei ein wenig Geld zu verdienen. Als ausgerechnet Bryce Montaigneux sein Portrait von ihr kaufen möchte und sie zu sich nach Frankreich einlädt, glaubt sie sich in einem Traum wieder zu finden. Bryce ist Schauspieler, dessen größte Erfolge jedoch schon einige Jahre oder Jahrzehnte zurückliegen. Als er Lara einlädt, weiß er noch nicht, dass sie sein Leben auf den Kopf stellen wird. Ganz nebenbei haben sowohl Lara als auch Bryce ein paar Leichen im Keller, von denen Beide hoffen, dass sie nicht ans Tageslicht gelangen.

Das Cover zeigt bereits, dass es sich bei den Protagonisten nicht mehr um Teenager oder junge Erwachsene dreht, sondern um zwei Personen, die bereits mitten im Leben stehen. Ich habe mich sehr darauf gefreut die Kombination aus Liebesgeschichte und Krimi zu lesen und erhoffte mir einen hohen Spannungsfaktor. Die Geschichte wird wahlweise aus Laras und aus Bryce Sicht geschildert und man konnte ein Gefühl für Beide entwickeln. Im weiteren Verlauf fühlten sich Beide, trotz Liebelei aber sehr ambivalent an. Man merkte nicht wirklich, dass die Zwei zueinander passen könnten und so kamen die Gefühle nicht wirklich zum Tragen. Viele Passagen waren sehr lang gezogen, ohne dass wirklich etwas passiert ist. Der Krimi im Hintergrund nahm auch erst im letzten Drittel des Buches etwas fahrt auf. Trotz der schönen Kulisse Frankreichs und dem Versuch einen Krimi und einen Liebesroman in Einem zu verfassen, konnte mich das Buch nicht wirklich mitreißen. Die Gefühle wurden kaum sichtbar, bzw. ich habe nicht wirklich verstanden was Bryce und Lara aneinander fanden und warum sie überhaupt versuchten zusammen zu sein. Auch die Krimi-Aspekte konnten mich nicht unbedingt fesseln.

Mein Fazit: Ich konnte mich mit den Protagonisten nicht wirklich identifizieren und es kamen kaum Gefühle rüber. Die Idee war schön und auch, dass es sich mal nicht um New Adults handelte gefiel mir sehr gut aber die Umsetzung war nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Cover
Veröffentlicht am 02.03.2021

Nette Geschichte mit viel Luft nach oben

Working Late
4

„Working Late“ der Debütroman von Helena Holmström handelt von der jungen Anwältin Charlotta Kvist und Ignacio Vargas, einem CEO der Bekleidungskette Gaia, die wegen eines Unfalls in einer der Produktionsstätten ...

„Working Late“ der Debütroman von Helena Holmström handelt von der jungen Anwältin Charlotta Kvist und Ignacio Vargas, einem CEO der Bekleidungskette Gaia, die wegen eines Unfalls in einer der Produktionsstätten verklagt wird. Als Charlotta die Chance bekommt einen großen Prozess gegen das Unternehmen Gaia zu führen, greift sie sofort zu, auch wenn der Fall nur pro bono geführt wird. Sie weiß, dass sie, wenn sie diesen Fall gewinnt, gute Chancen hat in der Großkanzlei aufzusteigen und so setzt sie alles daran, genau das zu schaffen. Eines Abends begegnet sie in einer Bar Ignacio, der sofort eine Anziehungskraft auf sie ausübt. Als sie dann erfährt, dass er für die Gegenseite arbeitet, ist das Chaos perfekt. Ignacio ist ebenso engagiert in seiner Arbeit wie Charlotta und versucht zunächst beide Seiten für einen Vergleich zu begeistert. Je öfter sich die Beiden begegnen umso stärker wird die Anziehung zwischen Ihnen, bis beide sie nicht mehr leugnen können.

Die Idee für dieses Buch gefiel mir auf Anhieb, eine junge Anwältin, die versucht ihren Weg in einer Großkanzlei zu gehen und zusätzlich noch eine prickelnde Liebesgeschichte. Der Schreibstil von Helena Holmström hat mich direkt abgeholt und in die Geschichte gezogen. Zusätzlich dazu gefiel mir der Ort, Stockholm in Schweden, eine wundervolle Landschaft und mal etwas ganz Anderes als New York oder London. Leider konnte der erste Eindruck sich nicht durchsetzen und im Verlauf der Geschichte fiel es mir immer schwere weiterzulesen. Charlotta empfand ich als Charakter sehr anstrengend und viele ihrer Handlungen und Denkweisen konnte ich nur bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Die Geschichte zog sich streckenweise sehr hin und das Hin und Her in der Liebesgeschichte störte mich an vielen Stellen. Es gibt viele Haupt- und Nebenhandlungen, welche meiner Meinung nach nicht gut ausgebaut wurden, vermutlich weil es einfach zu viele waren. Das Ende des Rechtsstreits hätte ich mir ebenfalls deutlich imposanter vorgestellt. Zum Ende hin hatte ich nur noch das Gefühl, dass die Autorin gerne alle Handlungen abschließen will, dafür aber zu wenig Seiten zur Verfügung hat. Pluspunkt in diesem Roman war für mich eindeutig Ignacio. Er hat von allen Protagonisten die größte Wandlung durchgemacht. Ignacio war für mich eindeutig der Sympathieträger.

Fazit für mich, eine nette Geschichte, die zwischendurch sehr langatmig und durcheinander wirkt. Nochmal muss ich das Buch nicht lesen und es wird mir vermutlich nicht im Gedächtnis bleiben, schade, es war definitiv Potential für Mehr vorhanden.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 04.01.2021

Kurzweilig Liebesgeschichte mit etwas zu viel Kitsch

A Song For You
3

In "A Song for you" geht es um Ember, eine junge, alleinerziehende Mutter die nach der Trennung vom Vater ihrer Tochter um ihre Existenz kämpft. Sie erbt das Haus ihrer Großmutter und baut es zu einem ...

In "A Song for you" geht es um Ember, eine junge, alleinerziehende Mutter die nach der Trennung vom Vater ihrer Tochter um ihre Existenz kämpft. Sie erbt das Haus ihrer Großmutter und baut es zu einem Bed and breakfast um, damit sie den Lebensunterhalt für sich und Cadance verdienen kann. Eine unbekannte Dame hat sich direkt für 3 Monate eingemietet und Ember ist froh, dadurch wenigstens ein paar Rechnungen begleichen zu können. Womit sie jedoch nicht rechnet ist, dass anstatt der Dame vier junge Männer für die 3 Monate bei ihr einziehen werden. Zu allem Überfluss handelt es sich dabei auch noch um Rockstars, die ihr Leben ganz schön auf den Kopf stellen werden. Besonders zwischen ihr und Frontmann Ash entwickeln sich von Beginn an Spannungen, die beide nicht ignorieren können.

Die Geschichte an sich ist nicht neu, was mich jedoch daran reizte war, dass die Protagonistin alleinerziehende Mutter ist und es so etwas in Liebesgeschichten noch sehr selten gibt. Der Schreibstil war angenehm und ich hatte das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Anfangs gefiel mir die Geschichte auch noch sehr gut, allerdings stellte ich schnell fest, dass es an Tiefe fehlt. Die Protagonisten waren für mich zu oberflächlich beschrieben, einige Wendungen kamen mir zu plötzlich oder waren einfach in den jeweiligen Situationen nicht nachvollziehbar. Leider konnte ich zu keiner der Figuren, mit Ausnahme von Cadance, eine Bindung aufbauen und auch die Beziehung zwischen Ash und Ember war mir zu körperlich. Ich hatte während der gesamten Geschichte das Gefühl, dass die Beziehung der Beiden nur aus körperlicher Anziehung besteht, da kaum tiefgreifende Gespräche geführt wurden. Zudem wurde eine, für mich wichtige, Nebenhandlung zu kurz dargestellt und hinterher einfach aufgelöst. Die Sprache war zwischenzeitlich auch, für meinen Geschmack, zu kitschig, besonders die Epiloge waren mir zu übertrieben.

Fazit: Kurzweilige, nette Geschichte ohne besondere Wendungen oder Tiefgang. Ich bin etwas enttäuscht, denn die Geschichte hätte Potential für weit mehr gehabt.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Cover
Veröffentlicht am 01.01.2021

Schöne Geschichte für gemütliche Stunden

Auch die große Liebe fängt mal klein an
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Bei "Auch die große Liebe fängt mal klein an" geht es um Marie, die das Restaurant "Petit Pauline" von ihren Eltern geerbt hat und alles dran setzt dieses in deren Sinne weiter zu führen. Leider läuft ...

Bei "Auch die große Liebe fängt mal klein an" geht es um Marie, die das Restaurant "Petit Pauline" von ihren Eltern geerbt hat und alles dran setzt dieses in deren Sinne weiter zu führen. Leider läuft das Restaurant nicht sonderlich gut und durch mehrere Probleme ist sie gezwungen es auf unbestimmte Zeit schließen. Um die Schulden abzubezahlen und das Restaurant renovieren zu können, fängt Marie an in einem Brauhaus zu arbeiten. Nicht zur, dass sie dort mit Maggi kochen soll, nein, zu allem Überfluss trifft sie auch noch auf ihren Ex Freunde der dort ebenfalls als Koch arbeitet.

Der Schreibstil war flüssig und hat einen direkt mit in die Geschichte genommen, so dass man von Anfang an Spaß am Lesen hatte. Die Geschichte an sich ist für mich mehr als eine einfache Liebesgeschichte, es geht um Freundschaft, Zusammenhalt, sich auch unangenehmen Dingen zu stellen und über seinen eigenen Schatten zu springen. Neben dem eigentlichen Thema rund um Marie, ihren Ex Freund Anton und das Petit Pauline gibt es noch eine ganze Menge anderer Schauplätze die sich zum Schluss alle aufklären und miteinander verstrickt sind. Diese Masse an Nebenhandlungen fand ich zwischendurch etwas anstrengend da ich immer wieder überlegen musste was jetzt wo passiert ist. Sehr schön und gefühlvoll beschrieben finde ich die zwischenmenschlichen Beziehungen. Es macht Spaß die Dialoge zwischen Marie und ihren Freunden zu lesen, mitzuerleben wie sie gemeinsam die Krisen bestehen und sich gegenseitig auf helfen. Auch Maries Beziehung zu ihrem dementen Opa und ihren verstorbenen Eltern war sehr authentisch beschrieben und hat mich so manches mal wirklich gerührt. Wohingegen ich die Beziehung zwischen Anton und Marie, bzw das Chaos zwischen den Beiden etwas schwieriger zu verstehen fand. Mit Anton wurde ich anfangs nicht wirklich warm, im Gegensatz zu Maries Freunden zu denen ich direkt einen Draht hatte. Im Laufe der Geschichte änderte sich das jedoch und er wurde mir sympathisch. Marie ist ein chaotischer Charakter mit Ecken und Kanten aber auch sehr liebenswürdig, vor allem durch ihre aufopferungsvollen Bemühungen um das Pauline, die Mitarbeiter dort und ihre Freunde. Stellenweise war sie mir, besonders Anton gegenüber, aber zu arrogant und zickig.

Fazit: Wer mehr als eine einfache Liebesgeschichte sucht und sich nicht an zu vielen Nebenschauplätzen stört, der ist hier richtig. Freundschaft wird in diesem Buch ganz groß geschrieben und die Emotionen sind wirklich toll beschrieben. Man kann mit den Protagonisten zusammen lachen, weinen und mitfiebern.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 30.11.2020

Dunkle Familiengeheimnisse

Das Geheimnis von Seynford Hall
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Sam ist eine junge Frau, die es im Leben nicht leicht hatte. Nach dem Tod ihrer Mutter hält sie sich mit zwei Jobs gerade so über Wasser. Sie muss sich gegen Vorurteile und einen aufdringlichen Nachbarn ...

Sam ist eine junge Frau, die es im Leben nicht leicht hatte. Nach dem Tod ihrer Mutter hält sie sich mit zwei Jobs gerade so über Wasser. Sie muss sich gegen Vorurteile und einen aufdringlichen Nachbarn zur Wehr setzen, wobei sie zeigt wie taff sie ist. Nachdem sie ein Privatdetektiv auf der Arbeit in der Bar überrascht und ihr einen ominösen Brief überreicht, der eigentlich an ihre Mutter adressiert war, geht für Sam eine Suche nach ihrer Herkunft los. Ständige Begleiterin auf der Fahrt ins Ungewisse ist ihre Freundin Lisa, die sie stets unterstützt und vorwärts drängt.
In dem kleinen Örtchen Rockdove gibt es für beide Frauen mehr zu entdecken, als sie zunächst vermuten.

Das Cover sprach mich von Anfang an an, es ist schön verträumt und man kann die Landschaft, in der die Geschichte spielt, gut darin wiederfinden.
Die Story ist flüssig und sehr bildlich geschrieben, so dass man leicht ins Lesen kommt und sich vor allem die schönen Landschaften gut vorstellen kann. Wobei ich dazu sagen muss, mich hat der starke Bruch zwischen Sam als Hauptprotagonistin zu Abigail sehr gestört. Ich hatte mich gerade an Sam gewöhnt und musste von einem Kapitel zum Nächsten komplett umdenken. Ich verstehe den Perspektivwechsel und er hat der Geschichte nochmal eine ganz andere Tiefe gegeben, aber ich hatte zunächst meine Probleme damit.
Sam ist eine sehr angenehme Protagonistin, die sowohl sarkastisch als auch sehr tiefgründig sein kann. Man merkt ihr die Schwere an, die bei einigen Themen auf ihr lastet. Besonders der Tod ihrer Mutter hat sie sehr mitgenommen.
Beeindruckt hat mich auch Abigail. Ohne zu viel verraten zu wollen, sie hat sich von der unsympathischen, alten, grantigen Frau sehr schnell zu einer warmherzigen Dame entwickelt, die trotz ihrer eigenen Vergangenheit wieder Hoffnung schöpft.
Die Geschichte ist keine typische Love Story, eher ein Familiendrama mit der Liebesgeschichte als Hintergrundstory. Die tragischen Ereignisse waren zwar fast durchgehend vorhersehbar aber brachten mich doch teilweise zum Schlucken und in mich gehen.  Ich bin sehr froh, dass es hin und wieder auch witzige Dialoge im Buch gab und die Schwere dadurch abgemildert wurde, sonst wäre es mir zu düster gewesen.
Fazit von mir: Wer eine einfache Love Story hier sucht, ist falsch. Auf diese Geschichte muss man sich einlassen, mit allen Höhen und Tiefen und teilweise auch menschlichen Abgründe die darin vorkommen. Ich bin gespalten was das Buch angeht, es war gut zu lesen und hatte eigentlich alles was eine gute Geschichte braucht, jedoch waren mir die Ereignisse teilweise viel zu vorhersehbar, mitunter schon etliche Kapitel vorher. Wen das nicht stört und wer gerne ein Drama mit Happy End liest, der ist hier richtig.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl