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Veröffentlicht am 05.10.2021

Die Geschichte einer junge Frau im Jahr 1830

Atelier Rosen
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Die Geschichte „Atelier Rosen“ von Maria Lamballe spielt im Jahr 1830 in Kassel und handelt von der jungen Elise Rosen die als Putzmacherin im Atelier ihrer Mutter arbeitet. Durch ihre Arbeit lernt sie ...

Die Geschichte „Atelier Rosen“ von Maria Lamballe spielt im Jahr 1830 in Kassel und handelt von der jungen Elise Rosen die als Putzmacherin im Atelier ihrer Mutter arbeitet. Durch ihre Arbeit lernt sie die Adelige Sybilla von Schönhoff kennen und freundet sich mit ihr an. Zu Elises Leidwesen verliebt sie sich ausgerechnet in deren Verlobten Johann-Georg von Haynau und fühlt sich zwischen ihrer Freundschaft zu Sybille und der Liebe zu Johann-Georg zerrissen. Neben dieser schwierigen Situation stellt eine Verkettung unglücklicher Umstände ihr Leben komplett auf den Kopf und sie ist gezwungen sich ihrer Vergangenheit und der Zukunft zu stellen, die mehr miteinander zu tun haben, als sie ahnt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und sie hat es geschafft mich mit ihren liebevollen Beschreibungen der Charaktere und der damaligen Zeit ins Kassel von 1830 mitzunehmen. Dadurch ist es mir sehr leicht gefallen im Lesefluss zu bleiben und der Geschichte zu folgen. Nach anfänglicher Freude über die schön ausgearbeiteten Charaktere habe ich mich im Verlauf des Buches jedoch öfter gewundert, dass diese, für mich, keine richtige Weiterentwicklung hatten. Einige Wendungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar und zum Schluss tat mir Elise als Hauptprotagonistin einfach sehr leid. Da die Geschichte sich im nächsten Band fortsetzen wird, hoffe ich, dass die Autorin da wieder die Kurve bekommt und ich mich auch mal mit Elise freuen darf.

Fazit: Ein Buch mit viel Potential, welches leider nicht komplett ausgeschöpft wurde. Dennoch eine schöne, liebevolle Geschichte für Zwischendurch, die einen in die Zeit um 1830 entführt und sich leicht lesen lässt. Alles in Allem fand ich es trotzdem spannend und rührend und werde mir wohl auch das nächste Buch der Reihe durchlesen, wenn es veröffentlicht wird, um zu erfahren wie es weiter geht.

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  • Thema
Veröffentlicht am 02.08.2021

Humorvolle Liebesgeschichte mit ernsten Themen

Dich hab ich nicht kommen sehen
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Das Buch „Dich hab ich nicht kommen sehen“ von Ina Resinek handelt von Mari, Leo und einigen interessanten Persönlichkeiten drumherum. Mari zieht nach einem Schicksalsschlag nach Berlin und versucht sich ...

Das Buch „Dich hab ich nicht kommen sehen“ von Ina Resinek handelt von Mari, Leo und einigen interessanten Persönlichkeiten drumherum. Mari zieht nach einem Schicksalsschlag nach Berlin und versucht sich dort ein neues Leben aufzubauen. Bereits zu Beginn lernt sie bei ihrer Wohnungssuche die etwas verrückte Familie ihrer Vermieterin kennen und wird sogleich von ihnen in den Familienkreis mit aufgenommen. Dabei kommt sie Leo, dem Bruder ihrer Vermieterin, näher.

Der Schreibstil der Autorin ist speziell, entweder man mag ihn oder man kann mit ihm nichts anfangen. Ich für meinen Teil fand den Anfang des Buches sehr gut und konnte mich sofort auf die schrägen Persönlichkeiten, sowie die manchmal verworrenen Gedankengänge von Mari einlassen. Die Charaktere waren schön ausgearbeitet, überspitzt aber durchaus sympathisch, eben gerade wegen den schrägen Charakterzügen. Trotz allen Humors und aller Komik behandelt das Buch einige schwere und emotionale Themen, die durch den Schreibstil der Autorin abgemildert werden. Dadurch, dass man die Geschichte nur aus Maris Sicht liest, erfährt man viel von ihr und ihren Gedankengängen, die manchmal einfach urkomisch sind. Leider wurde die Geschichte im Verlauf des Buches für mich immer weniger nachvollziehbar und es ergaben sich einige Handlungsstränge und Persönlichkeitswandel, gerade von Mari, die mir negativ aufgestoßen sind. Ich hatte nach ungefähr 75% des Buches das Gefühl, dass die Autorin sich irgendwie verzettelt hat und plötzlich eine ganz neue Thematik behandeln wollte, die sich für mich nicht harmonisch ins Bild einpassen lies. Ohne diesen Knick gegen Ende des Buches könnte es eine wirklich schöne Liebeskomödie sein, nur gehört zu einer starken Geschichte auch ein entsprechendes Ende, was der Autorin hier, meiner Meinung nach, leider nicht gelungen ist.

Alles in Allem kann ich nur sagen, ein für mich sehr starker, humor- und gefühlvoller Beginn der im Verlauf leider nicht fortgeführt wurde. Ich würde diese Geschichte nicht unbedingt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 23.05.2021

Das Ende einer Ära

Die Quellen von Malun - Blutschicksal
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„Blutschicksal“ ist der dritte und somit letzte Teil der Trilogie „Die Quellen von Malun“. In diesem Band geht es um die letzte, große Schlacht und das Schicksal von Ruann. Während Feyla und die Wüstenfrauen ...

„Blutschicksal“ ist der dritte und somit letzte Teil der Trilogie „Die Quellen von Malun“. In diesem Band geht es um die letzte, große Schlacht und das Schicksal von Ruann. Während Feyla und die Wüstenfrauen versuchen Dorgens Frauen und Kinder aus den Fängen von Walerius zu retten, müssen Alia und Dorgen sich den Herrschern von Sapion stellen und versuchen das Heer aufzuhalten, welches unweigerlich Richtung Malun schreitet. In Malun selbst versuchen Leymon und Tailin gemeinsam Maluna zu finden und das Schicksal zum Gutem zu wenden.

Dieser letzte Teil gefiel mir nicht so gut wie die vorherigen Bände, was vermutlich daran liegt, dass ich mir etwas anderes erhofft habe. Positiv anzumerken ist, dass bei jedem Kapitel ein Vortext geschrieben ist, welcher die Zusammenhänge und die Vergangenheit von Ruann aufschlüsselt und einem mehr Informationen zum großen Ganzen gibt. Einige dieser Informationen hätte ich mir schon früher gewünscht aber so wurden diese „Rückblenden“ für mich zu einem Highlight des Buches. Durch diese Einblicke merkte man auch, dass selbst die Protagonisten ihre eigene Welt und die Personen um sie herum, nicht so gut kannten und einschätzen konnten, wie sie gedacht haben. Einige Wendungen konnten mich auch in Band 3 überraschen aber ich muss gestehen, dass es für meinen Geschmackt trotzdem irgendwie zu wenig war um mich richtig zu fesseln. Einige Begebenheiten wiederholen sich, gefühlt, ständig und die abschreckende, schockierende Wirkung der Umstände verschwindet hinter einem „oh schon wieder“, was weder dem Sachverhalt noch den Charakteren gerecht wird. Am Ende laufen alle Stricke zusammen, es bleibt zwar für mich ein einzelnes loses Ende bestehen, was mich etwas frustriert hat, aber alles in allem konnte die Autorin mit dem Ende (fast) alles Fragen beantworten.

Mit dem Schreibstil ist die Autorin sich in allen Bänden treu geblieben, die Sachverhalte waren in sich schlüssig und am Ende wurden so gut wie alle Fragen beantwortet. Auch wenn ich mir ein größeres Ende vorgestellt habe und mir dieser Band nicht so zusagte wie die davor, war die Trilogie es wert gelesen zu werden und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 14.05.2021

starker zweiter Teil der Malun Trilogie

Die Quellen von Malun - Blutsohn
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„Blutsohn“ ist der zweite Teil der Fantasy-Trilogie „Die Quellen von Malun“ von Daniela Winterfeld. Hier werden wieder wieder direkt mit reingezogen in die raue Welt von Ruann und begleiten erneut Dorgen, ...

„Blutsohn“ ist der zweite Teil der Fantasy-Trilogie „Die Quellen von Malun“ von Daniela Winterfeld. Hier werden wieder wieder direkt mit reingezogen in die raue Welt von Ruann und begleiten erneut Dorgen, der zum Heerführer von Sapion ernannt wurde, sowie Alia deren Fluchtplan kurz vor der Ausführung steht und Tailing, der mittlerweile in Malun angekommen ist und dort ausgebildet wird.

Band Zwei hat deutlich mehr Wendungen und viel mehr Tempo als Band Eins. Die Autorin bleibt sich in ihrem Schreibtstil treu, welcher einfach perfekt zur Welt von Ruann passt. Die Charaktere entwickeln sich, manche zum Positiven, andere zum Negativen aber immer gut nachvollziehbar. Die Welt verändert sich, Freund und Feind sind kaum auseinander zu halten und viele Wendungen sind nich vorhersehbar. Genau das macht diesen zweiten Teil aus und hat mir sehr viel Spaß beim Lesen bereitet. Ich kam kaum dazu das Buch aus der Hand zu legen, weils fast jedes Kapitel mit einer Überraschung endete und ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht.

Ein Punkt, den ich bei Band 1 kritisiert habe, wurde hier nachgebessert, man hat ein Glossar in dem die Götter, die unterschiedlichen Völker und Personen, sowie die Länder beschrieben werden.

Fazit für mich: So fühlt sich für mich ein gutes Buch an, man bleibt im Lesefluss und wird einfach mitgezogen, kann es kaum aus der Hand legen und fühlt mit den Protagonisten mit.

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Veröffentlicht am 14.05.2021

blutiger Auftakt der "Quellen von Malun" Trilogie

Die Quellen von Malun - Blutgöttin
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Bei „Blutgöttin“ von Daniela Winterfeld handelt es sich um den ersten Teil der Trilogie „Die Quellen von Malun“. Das Wasser in der Welt Ruann ist weitgehend versiegt und längst hat das Volk von Sapion ...

Bei „Blutgöttin“ von Daniela Winterfeld handelt es sich um den ersten Teil der Trilogie „Die Quellen von Malun“. Das Wasser in der Welt Ruann ist weitgehend versiegt und längst hat das Volk von Sapion die Welt mit Krieg überzogen um an die wertvolle Ressource zu gelangen. Nach und nach fallen die Länder Ruanns der rohen Gewalt der Sapioner zum Opfer, werden versklavt oder getötet. In dieser rauen, von Brutalität und Gewalt gezeichneten Welt versuchen sich Alia die Sklavin, Dorgen der Offizier, Tailin der Soldat und Feyla die Tochter des wichtigsten Politikers aus Sapion zu behaupten.

Der Schreibstil der Autorin passt sehr gut zu der Welt die sie geschaffen hat, sie beschönigt nichts, im Gegenteil, die Gewalt und Intrigen werden durch die unverblümte Sprache sehr nahe an den Leser herangetragen. Daniela Winterfeld erschafft in ihrem Fantasy Roman eine ganze Welt mit unterschiedlichen Völkern, Glaubensrichtungen und Zeitrechnungen. Sie schafft es einen mit in die Welt von Ruann zu nehmen und lässt einen oftmals schockiert und etwas fassungslos auf die dortigen Zustände schauen. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und klug gewählt. Durch die unterschiedlichen gesellschaftlichen Rollen und Lebenslagen in denen die Protagonisten stecken, erfährt man sehr viel über die einzelnen Völker und bekommt einen guten Eindruck in deren Lebens- und Denkweisen.Das Ende des Buches ist offen gestaltet, was aber perfekt zum Buch passt und einen dazu animiert direkt mit Buch 2 zu beginnen.

Einziges Manko ist für mich, dass es mir sehr schwer viel mich mit den vielen verschiedenen Göttern und Zeitrechnungen zurecht zu finden, hier hätte ich mir ein Glossar gewünscht bei dem dies erklärt wird und man es bei Bedarf nachlesen kann.

Alles in Allem ein toller Auftakt zu einer Fantasy Serie, der sich nicht verstecken muss. Man muss sich nur im Klaren darüber sein, dass die Autorin hier kein Blatt vor den Mund nimmt und die Welt von Ruann genauso brutal und mitunter wirklich abartig beschreibt wie sie ist, für zartbesaitete würde ich das Buch daher nicht empfehlen.

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