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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2022

Bildgewaltig, doch ausschweifend erzählt

Der schwarzzüngige Dieb (Schwarzzunge, Bd. 1)
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Die Grundidee der Geschichte hatte mich sofort für sich begeistert, doch machte es mir der ausschweifende Schreibstil schwer dem Geschehen zu folgen. Warum das so war, werde im Text spoilerfrei ausführen.

Meine ...

Die Grundidee der Geschichte hatte mich sofort für sich begeistert, doch machte es mir der ausschweifende Schreibstil schwer dem Geschehen zu folgen. Warum das so war, werde im Text spoilerfrei ausführen.

Meine Meinung zum Cover:
Das Cover war der Grund, warum ich auf das Buch aufmerksam wurde. Mir sprang sofort die Detailverliebtheit ins Auge, mit der es gestaltet wurde. Die Motive wurden der Geschichte entsprechend gewählt und stimmig miteinander kombiniert. Die Szene in der Mitte wirkt deshalb fast, als wäre sie aus der Geschichte gegriffen worden. Ich kenne leider nur die Ebook Version, doch als Print müsste das Cover regelrecht strahlen.

Meine Meinung zum Inhalt:
Auf dieses eBook freute ich mich ganz besonders. Der Klappentext war vielversprechend und das Setting sollte genau mein Fall sein. Schnell stellte ich fest, dass der Autor einen sehr ausgeprägten und umfangreichen Schreibstil hat. Zu Anfang war das noch gut, doch schon bald sollte es mir Schwierigkeiten bereiten.

Die Grundidee baut auf einer soliden Idee auf, die vom Autor mit enormer Liebe zum Detail ausgearbeitet wurde. Er dachte sich eigene Länder und Völker aus. Er gab einigen eine Identität andere wurden nur gestreift. Außerdem schuf er eine neuntätige Woche mit eigenen Namen (z.B. Lümtag, Ringtag etc.) und 5 Jahreszeiten mit 10 Unterteilungen (z.B. Lammas, Ascher, Flora etc.). Zudem erfand er eine eigene Währung für fast jedes Land, was dermaßen kompliziert war, dass ich kein Gefühl für sie bekam. Auch mit den Jahreszeiten und den Wochentagen hatte ich Verständnisprobleme, weil ich zuerst keinen Bezugspunkt hatte. Erst als ich verzweifelt nach einem Glossar schaute, fand ich eine Karte und einen Kalender am Ende der Geschichte. Ein Glossar fand ich nicht, was mir überhaupt nicht gefiel. In der ersten Hälfte erzähltw Kinsch in seinen Gedanken dermaßen viel über die Götter, Völker, Länder und die Gilde, dass ich den Überblick verlor. Vieles hätte ich gerne nachgeschlagen. Der Autor kreierte eine große und komplexe Fantasywelt mit enorm viel Hintergrund. Doch integriere er für mich zu viel Wissen in den Fließtext.

Diese ausschweifenden und oft, langwierigen Abschnite ließen den roten Faden der Geschichte fast verschwinden. Im letzten Moment wurde er jedes Mal doch noch ergriffen und die Ereignisse nahmen ihren Lauf. Ich hatte beim Lesen ziemlich zu kämpfen und musste mich zwingen, nicht quer zu lesen. Viele der Informationen waren vollkommen unnötig für die Geschichte. Teilweise hätten es eine wesentlich kürzere Szene genauso gut getan. Obwohl mir das Lesen dermaßen schwer viel, wollte ich wissen, wie es weitergeht. In der Geschichte steckte so viel Potenzial, da musste es doch spannend werden.

Die Protagonisten blieben lange Zeit oberflächlich. Auch Kinsch, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist. Ständig macht er Scherze und kann nicht ernst sein. Er hat zwar viele gute Fähigkeiten und manchmal ein schlechtes Gewissen, doch war er schon etwas schwer zu ertragen. Auch Galva bekam nicht viel Tiefe. Am liebsten mochte ich Norrigal. Zu meiner Überraschung wurde irgendwann auch eine Liebesgeschichte miteingewoben. Diese bekam in meinen Augen viel zu viel Raum und lenkte erneut von der Geschichte ab. Der zuvor gelungene Fokus begann zu schwinden. Ich wollte beim Hauptgeschehen bleiben und dort vorankommen, nicht ein Liebesritual lesen. Trotzdem gab es viele gute Szenen und unerwartete Wendungen. Kater Karl gehörte hier definitiv dazu. Es kam auch zu blutigen Kämpfen und makabren, sowie gewalttätigen Ereignissen.

Ich war froh, als die letzten 12 Prozent begannen. Endlich ging die Geschichte in die heiße Phase und der Verlauf kam mit einem großen Ruck voran. Es gelang mir sogar mit zu fiebern und die letzten Kapitel mit Neugier zu lesen. Das Geschehen wurde richtig gut und die finalen Kapitel konnte noch etwas herausholen. Ohne diese hätte ich dem Buch wohl nur zwei Sterne gegeben. Ob ich den Ausgang mag, kann ich nicht genau sagen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, etwas würde fehlen. Dabei waren die vergangenen Momente wahrlich aufregend. Der Grundstein für Band 2 wurde jedenfalls gelöst.

Mein Fazit:
Die Grundidee von Christopher Buehlmans Geschichte begeisterte mich für sich. Schnell stellte ich fest, dass er einen detailreichen und enorm umfangreichen Schreibstil hatte. So war der Einstieg sehr bildhaft, doch die Informationen wurden zu viel. Die selbst erfundenen Elementen, wie Währung, Völker, Götter, Wochentage und Jahreszeiten bereiten mir ohne ein Glossar zum Nachlesen für das Verständnis Probleme. Im Fließtext wurden die Beschreibungen von Göttern, Völkern usw. sehr ausschweifend, weshalb der roten Faden zu verschwinden drohte. Ich hatte das Gefühl, dass man zwanghaft versuchte eine riesige Fantasy-Welt wie die von J.R.R. Tolkien auf zu bauen. Doch hier war es zu viel Information auf einen Fleck, weniger ist oft doch mehr. Obwohl die Welt des Autors unglaublich viel Potenzial hat. Lange Zeit war mir die Handlung zu langatmig, trotzdem wollte ich wissen, wie die Geschichte enden wird. Die letzten 12 % konnten noch einiges retten und waren voller Spannung.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!

Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Veröffentlicht am 30.09.2022

Eine Geschichte von besonderer Art

Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit
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Diese Geschichte ist von ganz besonderer Art und zeigt dabei eine Intensität, die ihresgleichen sucht. Was mir genau gefiel, berichte ich dir im Text.

Meine Meinung zur Geschichte:
Ich begann diese Geschichte, ...

Diese Geschichte ist von ganz besonderer Art und zeigt dabei eine Intensität, die ihresgleichen sucht. Was mir genau gefiel, berichte ich dir im Text.

Meine Meinung zur Geschichte:
Ich begann diese Geschichte, weil mich der Klappentext sofort angesprochen hat. Was ich dann zu hören bekam, war anders als erwartet. Dennoch überzeugte mich das Hörbuch mit der tiefsinnigen Story und den komplexen Fäden, die mit Raffinesse zusammengeführt wurden. Die Erzählweise der Autorin ist wortgewandt und umfangreich.

Der Mittelteil zog sich für mich leider massiv in die Länge. Viele Szenen waren mir zu ausführlich beschrieben und wirkten langwierig. Das facettenreiche Gefühlschaos von Joe war berührend, doch hätten man aus meiner Ansicht die Gedankengänge und die verschiedenen Geschehnisse kompakter erzählen können. Denn das was passiert ist Besonders. Das Buch setzt sich mit Identitäts- und Zugehörigkeitskonflikten auseinander. Ängste vor einer Invasion und Krieg, Verluste und Schmerz werden ebenso behandelt. Joe versucht in dem Buch herauszufinden, wer er ist oder war.

Ich fand mich als Hörerin auf einer Reise wieder, die mich sehr tief in die Geschichte hineinzog. Durch mehrere Handlungsstränge wurde das Gesamtbild sehr umfangreich. Immer mehr Vergangenes und Gegenwärtiges ergab Sinn. Was einen bestimmten Protagonisten anging, schockierte mich die Art und Weise, wie er behandelt wurde – selbst von einer nahen Verwandten. Da wundert es kaum, was aus ihm wurde. Was sollte ich mit den Persönlichkeiten der anderen Figuren anfangen? Sie entsprachen erschreckend realitätsnah dem Denken und Verhalten der Menschen im 18. und 19. Jahrhundert. Vor allem sieht man, was der Krieg aus einem macht.

Es ist schwierig über die Geschichte zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Ich denke, du musst sie selbst erleben. Das einzige Fantasy-Element ist die Zeit, welche eine wichtige Rolle im Geschehen hat. Es dreht sich um die Schicksale und den Erlebnisse der Protagonisten. Es werden Erinnerungen aus der Sicht wechselnder Protagonisten erzählt und heftige, vor allem blutige Kämpfe beschrieben. Krieg und Tod beherrschen einen bitteren Kampf um den Sieg. Joe stand vor moralischen und persönlichen Problemen.

Das Ende erleichterte mein Hörerinnenherz. Natasha Pulley gehört zu den wenigen Autoren, die derart viele Fäden so stimmig und beeindruckend zusammenführen können. Ich war erleichtert, dass sie die Geschichte es auf diese bestimmte Weise zum Abschluss brachte.

Meine Meinung zum Sprecher:
Jonas Minthes Vorlesen gefiel mir bereits bei »Der Uhrmacher in der Filigree« sehr gut. Seine ruhige und neutrale Art den Text zu sprechen, führte mich durch das gesamte Geschehen. Ohne ihn hätte ich es über den langatmigen Mittelteil nicht hinausgeschafft. Er holte mich an die Seite von Joe und ließ mich dessen Kampf um Erinnerungen und seinem Ich miterleben.

Mein Fazit:
Die Geschichte um den Leuchtturm an der Schwelle der Zeit entpuppte sich als tiefsinniges Buch, dass von Schicksalen, Kämpfen und verschiedener Leben erzählte. Ich hatte etwas anderes erwartet, dennoch wollte ich mehr erfahren und hörte mit Bedacht zu. Der Mittelteil zog sich leider massiv in die Länge und ich hatte Probleme meine Aufmerksamkeit darauf zu fokussieren. Dank Jonas Minthe gelang mir dies jedoch ganz gut, sodass ich im letzten Drittel mitfiebern konnte. Die Sache mit der Zeit ist von großer Bedeutung und auch Wissen spielt eine Rolle. Das Ende ist ein passender Abschluss, der unerwartet zu einem Happy End führte und alle Fäden zusammenlaufen ließ.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Veröffentlicht am 28.09.2022

Genialer Weltenbau mit spannender Geschichte

Emily Seymour, Band 1 - Totenbeschwörung für Anfänger
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Der erste Band der Dilogie war dermaßen spannend, dass ich kaum vom Buch ablassen konnte und deshalb mehr als die Hälfte an einem Tag las. Du willst wissen warum? Lies weiter und erfahre mehr.

Meine Meinung ...

Der erste Band der Dilogie war dermaßen spannend, dass ich kaum vom Buch ablassen konnte und deshalb mehr als die Hälfte an einem Tag las. Du willst wissen warum? Lies weiter und erfahre mehr.

Meine Meinung zum Cover:
Das Cover ist durch die lebendige, fröhliche und vor allem einladende Gestaltung ein wahrer Hingucker. Die Motive harmonieren auf eine besondere Weise miteinander und haben eine starke Aussagekraft. Gleichzeitig erkennt man nach dem Lesen, dass sie mit Bedacht gewählt wurden. Durch die Farben entstand ein auffallendes Gesamtbild.

Meine Meinung zum Inhalt:
Die Geschichte um die junge Emily zog mich dermaßen in den Bann, dass ich das Lesen nur ungern unterbrach. Nach kurzer Zeit überzeugte mich der moderne, spritzige und humorvolle Schreibstil der Autorin. Der Text ist so flüssig geschrieben, dass ich geradezu durch die Kapitel flog. Aufhören oder eine Pause einlegen? Das fiel mir besonders schwer.

Die Geschichte wurde aus der ICH-Perspektive von Emily erzählt. Sie war mir mit ihrer tollpatschigen und bodenständigen Art sogleich sympathisch. Schwer tat ich mir mit ihrer Familie. Die meisten Mitglieder wirkten abgehoben und komplett von sich selbst überzeugt. Emily stand immer im Abseits und schien nie genug zu sein. Ihr Selbstbewusstsein war deshalb nicht das Beste, doch schlummerte in ihr ein kämpferisches Herz. Die Granny mochte ich als einzige. Ashton umgab bereits am Anfang eine Aura des Mysteriösen. Seine Persönlichkeit musste sich ernst noch offenbaren.

Nach einem ersten schicksalsbehafteten Ereignis, war mir klar, dass etwas nicht stimmte. Doch lag ich mit meinem Verdacht richtig? Ich musste es herausfinden. Jedenfalls fand ich den gefassten Plan nicht gut und verstand Emily deshalb sehr. Kurz darauf weckte ein bestimmter Ort in der Villa der Seymours mein schwärmerisches Herz. Natürlich wurden schnell weitere Geschehnisse in Gang gesetzt, mit einem Auslöser. Staunend verfolgte ich das Geschehen an zwei unwirklichen Orten und erlebte faszinierende Szenen. Kurz bangte ich um ein Gelingen und musste eine bittere Wahrheit erkennen. Das weitere Verhalten der Protagonisten war nachvollziehbar. Es war eben etwas Heftiges mit Folgenschwerem passiert. Spannung und Nervenkitzel sind dermaßen stark vorhanden, dass ich die zweite Hälfte des Buches an einem Tag las. Über den Verlauf muss ich leider schweigen, denn ich möchte dich keinesfalls spoilern. Es passierte unglaublich viel, das mich stets mitfiebern ließ.

Neue Orte und Informationen erweiterten die magische Welt und verbesserten damit mein Verständnis des Ganzen. Ich erfuhr immer wieder Dinge, die mir zeigten, dass es noch viel mehr als die Totenbeschwörung gab und dass auch diese andere Facetten hat. Die Ideen der Autorin zum Weltenbau begeisterten mein Leserinnenherz. Am liebsten würde ich dir mehr darüber berichten, doch du sollst die Faszination selbst erleben. Die Story nahm ein gutes Tempo auf und Langweile gab es in keiner einzigen Szene. Dem Genre entsprechend knisterte es auch zwischen den Protagonisten, was ich jedoch nicht als zu viel empfand, sondern wohl dosiert. Die Autorin fand ein gutes Maß dazu und ließ das Geschehen im Vordergrund bleiben. Mehrere überraschende Wendungen sorgten für einen Spannungsanstieg. Genauso erging es meiner Neugier, weil ich herausfinden wollte, was hinter allem steckte. Verdachtsmomente, Verdächtige und Motive gab es einige.

Gegen Ende landete ich an einem Ort, denn ich wunderschön fand und der uns einen kurzen Moment des Durchatmens ermöglichte. Im selben Moment wurde klar, wie stark die Magie bei einer bestimmten Person wirklicg ist. Schließlich kam der entscheidende Moment und der „finale Showdown“ begann. Meine Augen klebten an den Zeilen, weshalb ich vollkommen im Geschehen versunken war. Der Cliffhanger am Ende war dermaßen fies, dass das sich das Warten auf Band 2 gefühlt ewig ziehen wird.

Mein Fazit:
Für mich ist der Auftakt der Dilogie ein absolutes Jahreshighlight von 2022. Mit dem genialen Weltenbau, der vielen Spannung, dem humorvollen und modernem Schreibstil, sowie den aufregenden Wendungen ist die Geschichte etwas Besonderes. Sie sticht aus der Maße hervor und überzeugt mit allen Elementen. Selten habe ich so viel an einem Stück gelesen, wie bei diesem Buch. Mich haben nicht nur die Protagonisten überzeugt, sondern auch die realistischen Verhaltensweisen gepaart mit dem Zauber der Magie und der Vielseitigkeit des Möglichen. Ich kann es kaum erwarten, dass der 1. April kommt und Band 2 erscheint.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Das Buch wurde mir über eine Leserunde als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Veröffentlicht am 20.09.2022

Für mich eines der besten Kinderhörspiele

Skibbie und der mutige Plan der Barmbeker Tiere
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Skibbies erste Geschichte ist liebevoll und aufregend geschrieben, sowie mit Herz von u.a. 48 Kindern zum Leben erweckt worden. Unten im Text werde ich dir mehr darüber erzählen.

Meine Meinung zur Geschichte:
Skibbies ...

Skibbies erste Geschichte ist liebevoll und aufregend geschrieben, sowie mit Herz von u.a. 48 Kindern zum Leben erweckt worden. Unten im Text werde ich dir mehr darüber erzählen.

Meine Meinung zur Geschichte:
Skibbies erste Geschichte wurde von Christopher Reit mit wortgewandtem und kindergerechtem Stil geschrieben. Schon nach kurzer Hörzeit befand ich mich mitten im Geschehen und konzentrierte mich darauf. Das Hörspiel ist für Kinder und deren gesamte Familie wunderbar geeignet.

Es hat eine Laufzeit von 114 Minuten. In diesen lernte ich nicht nur Skibbie kennen, sondern auch seine Freunde und seine Heimat. Schnell konnte ich mir vorstellen, wie die kleine Maus lebte. Schmunzeln musste ich bei der Erklärung, warum manche Kinder Tiere verstehen können. Schließlich hat Skibbie auch einen menschlichen Freund. Ich verliebte mich augenblicklich in das Setting und den Aufbau. Schnell wurde erste Neugier geweckt, weil Skibbie etwas Wichtiges beobachtet hatte und Rotkehlchen Emma sich auf den Weg machte. Bald darauf erfuhr ich, dass wir Hannah retten mussten.

Bei der Planung der Rettungsmission gab es viele schöne Szenen und Momente zum Lachen. Es machte mir Spaß, weitere Tiere kennenzulernen. Der Autor hatte sich auch die Zeit genommen, ihnen ihre eigene Persönlichkeit zu verpassen. Die Tiere sind alle verschieden und haben ihre Stärken, sowie Schwächen. Parallel dazu begann die Spannung anzusteigen, weil der Tag der „Tat“ immer näherkam. Ich merkte schnell, dass für Hannahs Rettung eine gehörige Portion Mut und genauso starker Zusammenhalt nötig war.

Frau Zauster ist eine gruselige und böse Frau, der man lieber nicht begegnen möchte. Manchmal gab es klitzekleine Unstimmigen bei Details der Geschichte. Meinem Hörerlebnis tat dies keinen Abbruch. Vielmehr fieberte ich bis zur letzten Hörminute mit. Manchmal musste ich mir während dem Hören ein leises Lächeln verkneifen.

Das Ende brachte schließlich ans Licht, was ich schon lange vermutet hatte. Es war gar nicht so leicht, der bösen Frau Zauster das Handwerk zu legen. Ob es gelungen ist, musst du allerdings selbst herausfinden.

Meine Meinung zu den Sprecherinnen und Sprechern:
Ich war sehr erstaunt, als ich hörte, dass 48 Kinder das Hörspiel gemeinsam mit 9 prominenten Sprecherinnen und Sprechern eingesprochen hatten. Es war eine Meisterleistung und ist den Kindern dermaßen gut gelungen, dass ich das Gefühl hatte, sie hätten sowas schon oft gemacht. Dabei war es von allen ihr Synchrondebüt. Zu meinen Lieblingsstimmen gehören die der Erzählerin, von Tom, Hannah, Emma und vielen mehr. Jede/jeder einzelne Mitwirkende hat das Beste getan und das hört man heraus. Gemeinsam mit Ton, Schnitt, Sounddesign und vielem mehr, wurde ein Hörspiel geschaffen, an das ich mich noch sehr lange erinnern werde.

Mein Fazit:
Die Geschichte von Skibbie gehört für mich zu den besten Hörspielen, die ich mir bisher angehört habe. Mit den 48 Kindern wurde es so lebhaft, dass ich schnell mitfiebern konnte. Autor Christopher Reit verpasste seiner Geschichte Tiefe, indem er den Tieren Persönlichkeiten gab und das Geschehen mit Spannung versah. Das Grundthema ist nicht neu, doch wurde es mit Genialität und guten Wendungen umgesetzt. Zeitgleich war eine Steigerung der Spannung ohne Probleme möglich. Dieses Hörspiel solltest du dir definitiv nicht entgehen lassen. Neben einem wahnsinnig guten Hörerlebnis, dass du haben wirst, tust du auch etwas Gutes. Denn alle Einnahmen gehen an einen guten Zweck. Jung und Alt werden die Figuren lieben. Ich habe das Hören genossen und freue mich schon darauf, es meiner Nichte zu zeigen.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Veröffentlicht am 17.09.2022

Ein zweiter Band mit Potenzial, das sich entfalten konnte

Die Herrin der Regenmacher
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Der zweite Teil überraschte mich vor allem im letzten Drittel der Geschichte mit seinem Verlauf und dem actiongeladenen Geschehen. Im Text vertraue ich dir mehr von meiner Meinung an.

Meine Meinung zum ...

Der zweite Teil überraschte mich vor allem im letzten Drittel der Geschichte mit seinem Verlauf und dem actiongeladenen Geschehen. Im Text vertraue ich dir mehr von meiner Meinung an.

Meine Meinung zum Cover:
Das Cover hat mir genauso wie bei Band 1 auf Anhieb gefallen. Die Gestaltung ist mystisch und magisch zugleich. Durch die Farbwahl kommen die Motive gut zur Geltung, wobei der Titel durch die Schriftgröße hervorsticht.

Meine Meinung zum Inhalt:
Nachdem Band 1 dermaßen gut war, dass ich ihn sogar zu einem meiner Jahreshighlights von 2021 kürte, musste ich natürlich auch die Fortsetzung lesen. Timo Leibig bewies erneut, dass er das Genre Fantasy beherrscht. Mit seiner äußerst bildhaften Erzählweise schuf er Bilder in meinen Gedanken, die absolut eindrücklich waren.

Schon das erste Kapitel weckte meine Neugier. Sofort wollte ich wissen, was hier los war. Steckten die Jundar dahinter? Noch war alles offen. Es gab mehrere Handlungsstränge, die ich als höchst spannend empfand. Die Kapitel wurden aus der Sicht wechselnder Protagonisten erzählt, wobei natürlich Leyna, Henning und Nante im Mittelpunkt standen. Bald wurde klar, dass sich die Drei dem Geschehen in den Südlanden nicht entziehen konnten. Vielmehr waren sie gezwungen einzugreifen. Es ging weg von der See, hinein ins Landesinnere. Damit verbunden war natürlich auch eine Reise, die neue Informationen und große Gefahren mit sich brachte. Leyna und auch Nante nutzten ihre Magie zu verschiedenen Zwecken.

Von den Südländern wusste ich nicht so richtig was ich halten sollte. Arthur mochte ich, doch auch Gallus und Endres hatten es mir angetan. Andere beobachtete ich mit mit Misstrauen. Hennings Liebe zu Leyna war immer zu spüren. Leyna selbst war auf aufrichtig, wirkte aber auch enendlich müde und ein wenig bedrückt. Es war beeindruckend, wie stark sie mittlerweile geworden war. Nante war gruselig wie immer und ein bisschen von einem Wahn getrieben. Schließlich trennten sich Wege durch ein heftiges Ereignis. Die sogenannten Traumpfade erschreckten und faszinierten mich gleichzeitig. Parallel dazu erfreuten mich wiedergekehrte Protagonisten aus Band 1.

Der Handlungsstrang um Letti war aufregend, obwohl ich zuerst nicht wusste, wohin er mich führen wird. Doch irgendwann gelangte ich an einen Punkt, an dem alles einen Sinn ergab. Dann kreuzten sich sogar einige Wege, mit denen wohl kaum jemand gerechnet hatte. Gebannt und mit Vorsicht verfolgte ich das weitere Geschehen. Dabei durchlebte ich starke Gefühle auf allen Seiten. Hoffnung, Angst, Panik, Unglaube, Zuversicht, Kampfeswille, Vertrauen und einiges mehr wechselten sich ab. Es war tatsächlich ein Wechselbad der Gefühle. Nie hätte ich gedacht, dass die Jundar das tun würden. Mit dem Hintergrundwissen, das ich nach und nach erfahren hatte, kam ich ins Staunen. Niemals hätte ich erwartet, dass das der Grundstein für all die schlimmen Geschehnisse war. Endres vermittelte mir mit seinem Wissen ein Gesamtbild und füllte Lücken. Unerwartete Wendungen, bildgewaltige Szenen und beeindruckende Taten steigerten die Spannung im letzten Drittel immens.

Auf den letzten Seiten fieberte ich besonders stark mit und litt gleichzeitig mit Hennig. Auf keinen Fall hätte ich mit einem derartigen Ausgang gerechnet und kann dem Autor für den genialen Plotttwist nur gratulieren. So stark werde ich wirklich selten überrascht. Am Ende wusste ich nicht, ob ich fröhlich oder traurig sein sollte. Es gab ein Happy End und doch war es bedrückend. Im Grunde ist die Geschichte abgeschlossen und doch bietet sich die Möglichkeit für eine Fortsetzung. Wer weiß, vielleicht wird es ja eine geben. Ich würde es mir wünschen.

Mein Fazit:
Der zweite Band trug ein gewaltiges Potenzial mit sich, das sich durch die Erzählweise des Autors entfaltete und sich in einem bildgewaltigen Finale entlud. Schon der Beginn weckte meine Neugier, diese wurde durch einen guten Verlauf und aufregende Wendungen zu großer Spannung gesteigert. Ich konnte durch die verschiedenen Handlungsstränge mitfiebern und erlebte eine breite Palette an Gefühlen von den Protagonisten. Das letzte Drittel des Buches fand ich besonders aufregend, weil Dinge geschahen mit denen ich niemals gerechnet hatte. Voller Erstaunen konnte ich das Lesen nicht mehr unterbrechen. Leynas Kräfte waren immens und auch Nante trug besonderes in sich. Hennig war der Fels, der alles hielt und unerschütterlich hinter Leyna stand. Die Jundar boten viel Macht auf und zeigten, zu was sie bereit waren. Doch es gab etwas, das sie aufhalten konnte oder besser gesagt jemand. Du wirst jedoch nicht ahnen, wie das Geschehen könnte. Das Ende hatte ein Happy End, war aber auch traurig für mich.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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