Weil C minus B grösser Null war
Tage wie Salzwasser „Tage wie Salzwasser“ ist ein nachdenkliches und sehr einfühlsames Buch über Liebe, Verlust und Vergebung.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Atlanta, eine Mathematikerin, deren Leben völlig aus den ...
„Tage wie Salzwasser“ ist ein nachdenkliches und sehr einfühlsames Buch über Liebe, Verlust und Vergebung.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Atlanta, eine Mathematikerin, deren Leben völlig aus den Fugen gerät, als ihr Freund Malte Suizid begeht und sie schwanger und allein zurück lässt. In dieser Zeit trifft sie auf Enza und entschließt in einer Übersprungshandlung sie auf einen Roadtrip zu begleiten, der die Beiden durch Südeuropa und zu den 4 rätselhaften Adressen führen wird, die Malte Atlanta hinterlassen hatte.
Der Stil von Frey ist sanft und ruhig und kraftvoll. Sie umschreibt Momente und Gefühle der Charaktere auf emphatische und sehr persönliche Weise in der ich mich rasch verloren habe. Dabei changiert die Atmosphäre zwischen Tragik, Trauer und Leichtigkeit.
Mich selbst hat dieses Buch tief bewegt und ich konnte mich mit Leichtigkeit in beide Frauen einfühlen, wobei hier Atlantas Schicksal gegenüber dem Enzas etwas ausführlicher beleuchtet wird und mir daher auch näher ging. Die Schwangerschaft war dabei ein alles verbindendes Glied, das sich selbst auf den Erzählstil des Buches auswirkte. Lange Zeit blieb trotz leichter Andeutungen ungewiss, welche Intentionen Malte in den Suizid führten und auch die Reise erwies sich als holpriger als gedacht. Ein Umstand, der dieses Buch sehr glaubhaft und realistisch wirken und die Handlung mit all ihren Facetten noch lange nach der Lektüre in mir nachschwingen lies.