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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2018

Absolut lesenswert

Das Leben ist zu kurz für später
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Selten bin ich total überzeugt von Büchern, die aus dem Bereich Lebenserfahrung, Ratgeber etc. kommen. Auch bei diesem Buch war ich erst skeptisch. Dementsprechend haben mir die ersten Seiten auch nicht ...

Selten bin ich total überzeugt von Büchern, die aus dem Bereich Lebenserfahrung, Ratgeber etc. kommen. Auch bei diesem Buch war ich erst skeptisch. Dementsprechend haben mir die ersten Seiten auch nicht so besonders gut gefallen. Je mehr ich aber gelesen und auch mitgedacht habe, desto überzeugter wurde ich. Ich kannte die Autorin Alexandra Reinwarth bisher nicht. Zwar hatte ich von einem anderen Buch von ihr viel gehört und gelesen, aber es selbst nicht gelesen. Nun bin ich froh, dieses Buch entdeckt zu haben. Ich fand die Fragestellung bzw. Aufgabenstellung „Stell dir vor, du hast nur noch ein Jahr“ und die daraus resultierenden Antworten und Aktionen wirklich interessant. Im Angesicht des Todes kann man plötzlich mutig sein, sich Wünsche und Träume erfüllen, seine Ziele neu justieren, Menschen seine wahre Meinung sagen und selbstlos sein. Wa-rum können wir das sonst nicht? Was wäre so verkehrt daran, jeden Tag zu genießen und sich zu freuen, glücklich zu sein, den Moment zu leben und die Zeit mit denen zu verbringen, die einem wirklich am Herzen liegen? Angst, Unsicherheit, Scham und Hilflosigkeit sind keine guten Ratge-ber für ein erfülltes Leben.
Mich hat dieses Buch fasziniert, weil es Fragen sind, die ich mir auch schon öfter gestellt habe. Und eigentlich sind die Antworten ganz einfach – sie liegen bereits in uns. Fast jeder weiß ganz genau, was er ändern würde und warum, was er dann nie wieder oder nur noch tun würde. Lassen wir es uns doch gutgehen, machen wir, was unser Herz sagt und hören wir auf unsere Leiden-schaften, Wünsche und Träumen!
Dieser Absatz hat mich besonders angesprochen: „Ich würde mehr Geld ausgeben für Momente, in denen ich mich frei fühle: auf einem Pferd durch den Wald galoppieren, in einem Segelflugzeug über den Wolken schweben und auf Konzerten laut mitsingen. Tauchen und tanzen und einen Tag blau machen, um mit dem Kind in einem Mohnblumenfeld zu liegen. Solche Dinge. Wenn ich sie nicht auf der Prioritätenliste nach oben schiebe, werden sie nicht passieren vor lauter Alltag.“ Denn am Ende bereuen wir das, was wir nicht getan oder wenigstens versucht haben, die Fehler, die wir nicht begangen haben.
Für dieses Buch gibt es eine absolute Leseempfehlung von mir. Ich werde es mehrfach kaufen und verschenken, weil man die kurze Zeit nutzen sollte, die man hat.

Veröffentlicht am 15.07.2018

Gelungener dritter Teil

Der Flüstermann: Thriller
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Nachdem ich bereits den Vorgänger „Engelsschlaf“ kannte, war ich sehr neugierig, wie Autorin Catherine Shepherd die Serie um Spezialermittlerin Laura Kern weiterführt. Ich mochte sie schon in „Engelsschlaf“ ...

Nachdem ich bereits den Vorgänger „Engelsschlaf“ kannte, war ich sehr neugierig, wie Autorin Catherine Shepherd die Serie um Spezialermittlerin Laura Kern weiterführt. Ich mochte sie schon in „Engelsschlaf“ sehr, weil sie für mich einfach authentisch und sympathisch ist. Auch ihre ent-stehende Beziehung zum geheimnisvollen Kollegen Tylor finde ich interessant. Ich mag es, wenn Genre ein bisschen in einander verschmelzen und ein bisschen Liebe und Romantik passt wun-derbar in diesen Thriller.
Ich fand diesen dritten Teil noch spannender und interessanter als den zweiten Teil. Mir hat die Story sehr gut gefallen. Ich mag es, wenn Romane auf zwei Ebenen erzählt werden. Auch hier spielt eine Begebenheit aus der Vergangenheit eine große Rolle und beide Erzählstränge verbin-den sich im Laufe der fortschreitenden Geschichte mehr und mehr. Das macht neugierig und er-höht die Spannung. Auch wenn ich dann schon einen Verdacht hatte, der sich auch bestätigt hat, fand ich das Buch bis zum Ende spannend und interessant. Es ist in einem flotten Tempo und an-sprechender Sprache geschrieben.
Nun bin ich froh, dass Teil 1 der Serie schon hier bei mir liegt und ich damit die Wartezeit bis zum ersehnten vierten Band überbrücken kann.

Veröffentlicht am 15.07.2018

Spannende Fortsetzung mit Abschluss

DREAM ON - Marionetten
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Nachdem mich bereits Teil 1 so fasziniert und begeistert hatte, war ich wirklich sehr gespannt und neugierig auf den zweiten Teil und damit auch den Abschluss der kleinen Reihe. Auch dieses Buch hat mich ...


Nachdem mich bereits Teil 1 so fasziniert und begeistert hatte, war ich wirklich sehr gespannt und neugierig auf den zweiten Teil und damit auch den Abschluss der kleinen Reihe. Auch dieses Buch hat mich sofort wieder in seinen Bann gezogen. Es hat mir großen Spaß gemacht, weiter zu lesen und zu erfahren, wie es weiter geht bzw. endet.
Auch dieses Buch ist wieder faszinierend und erschreckend zugleich.
Der Autor weiß, wie man schreibt und die Leser begeistert. Die Figuren sind gut beschrieben und wirken sehr lebendig. Man ist als Leser mitten drin und kann kaum atmen vor Spannung.
Gut finde ich, dass der Autor so schreibt, dass man diesen Teil auch unabhängig vom ersten lesen kann, für die genussvollere Lektüre empfehle ich allerdings, „Dream On – Tödliche Träume“ zu-erst zu lesen.
Begeistert und erschreckt zugleich hat mich die Realitätsnähe dieses Buches. Es klingt an vielen Stellen so als wären wir gar nicht weit weg davon oder schon da...
Ein tolles Buch, das eine würdige und spannende Fortsetzung bildet. Ich habe es gerne und mit viel Spaß gelesen.

Veröffentlicht am 08.07.2018

Noch spannender und härter

Brandzeichen
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Zartbesaitete Gemüter sind bei H.C. Scherf total falsch! Wer es aber spannend bis zum Ende mag und auch mal eine Gänsehaut beim Lesen, der ist hier genau richtig. Dieser vierte Band ist noch härter und ...

Zartbesaitete Gemüter sind bei H.C. Scherf total falsch! Wer es aber spannend bis zum Ende mag und auch mal eine Gänsehaut beim Lesen, der ist hier genau richtig. Dieser vierte Band ist noch härter und brutaler, aber auch spannender und emotionaler als seine drei Vorgänger. Er hat mich tief berührt, vielleicht auch weil man dem Bösen so nah kommt, weil es unverstellt und ganz klar beschrieben wird. Gleichzeitig zeigt der Autor auch immer wieder, dass das Böse und das Gute oft ganz nah beieinander liegen, dass jeder Mensch beides in sich vereint. Das fand ich sehr stark und wirklich gut beschrieben.
H.C. Scherf schreibt unglaublich authentisch, mitreißend und nah, sodass man als Leser wirklich mitten im Geschehen ist. Man fiebert regelrecht mit. Man leidet mit den Opfern, versteht die pure Verzweiflung des Ermittlers Sven Spelzer und die Angst seiner Freundin Karin Hollmann. Der Tod einer von mir sehr geschätzten Figur tat mir sehr leid. Gleichzeitig habe ich mich mit dem Serienmörder Elmar Pehling gefreut, der seine schlimme Vergangenheit überwunden und ein neues Le-ben begonnen hat. Oder doch nicht?
Den ersten Band fand ich schon ziemlich gut, Band zwei und drei jeweils noch stärker und nun muss ich sagen, dass Band vier noch besser ist! Scherf ist ein Wahnsinnsautor, der mich wirklich begeistert hat, auch wenn ich hier an meine Grenzen kam. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht, denn der Autor hat – auf Bitten der Fans – bereits einen weiteren Roman mit dem Ermittlerteam und dem Serienmörder angekündigt.

Veröffentlicht am 08.07.2018

Authentisch und berührend

Glaube Liebe Tod (Ein Martin-Bauer-Krimi 1)
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich schon zahlreiche Krimis und Thriller gelesen ha-be, aber immer auf der Suche nach etwas Neuem, Anderem und Mutigem bin. Das Autorenduo Peter Gallert und ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich schon zahlreiche Krimis und Thriller gelesen ha-be, aber immer auf der Suche nach etwas Neuem, Anderem und Mutigem bin. Das Autorenduo Peter Gallert und Jörg Reiter hat im Kriminalroman „Glaube, Liebe, Tod“ einen Seelsorger in den Mittelpunkt gestellt. Ein ganz anderer, neuer Ansatz, der mir sehr, sehr gut gefallen hat. Martin Bauer ist eine tolle Hauptfigur, die mich schnell für sich eingenommen hat. Er versteht sich als Helfer und Mittler und möchte den Menschen dienen. Er will nicht die moralische Keule schwingen oder es besser wissen – das fand ich richtig toll. Gleichzeitig erfährt man auch nach und nach von seinem Vorleben, in dem er als Gemeindepfarrer „versagt“ hat. Er liebt seinen Job und die Her-ausforderungen, die er als Polizeiseelsorger zu meistern hat. Manchmal kommt aber auch er an seine Grenzen. Das fand ich richtig gut geschildert und dargestellt.
Auch ein bisschen Lokalkolorit fehlt in diesem Buch nicht. Das hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, da es sehr gekonnt und authentisch wirkt.
Schön fand ich auch, dass auch das Privatleben von Martin Bauer eine Rolle spielt. So kann er als Vater einer Teenietochter dem Schmerz des Sohnes, dessen Vater Selbstmord begangen haben soll, sehr gut nachvollziehen. Und auch als Ehemann wird er gefordert. Diese Einblicke in sein Privatleben haben das Buch für mich gelungen abgerundet.
Gut, dass der zweite Band „Tiefer denn die Hölle“ schon bei mir zur Lektüre bereit liegt. Bin wirk-lich neugierig, wie es weitergeht.