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Veröffentlicht am 04.02.2017

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Das Schweigen der Hyazinthen
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Ganz zufällig bin ich auf das Buch gestoßen. Der Titel hat mich neugierig gemacht " Das Schweigen der Hyazinthen" was kann man sich darunter vorstellen? Auch das Cover weckte mein Interesse, jemand der ...

Ganz zufällig bin ich auf das Buch gestoßen. Der Titel hat mich neugierig gemacht " Das Schweigen der Hyazinthen" was kann man sich darunter vorstellen? Auch das Cover weckte mein Interesse, jemand der im Wasser treibt, dunkle Harre die im sich spiegelnden Wasser schwimmen. Der Klappentext dazu versprach eine Geschichte über Mobbing. Alles in allem habe ich nicht recht gewusst, was ich erwarten soll. Doch der Sprung ins kalte Wasser hat sich gelohnt.

Ganz leise kommt das Buch daher, man fängt an zu lesen, lässt sich von der Geschichte treiben und dann "Bäm" wird man umgehauen und in seinen Zog gezogen.

Lauren Frankel hat hier ein beeindruckendes Debüt hingelegt. Ihr Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Sie hat geschafft, woran viele Autoren scheitern. Das Buch wird aus 2 Perspektiven erzählt, zum einen aus der Sicht der Pflegemutter Rebecca, einer Erwachsenen Frau und dann zum anderen aus der Perspektive von Callie, einem Mädchen mitten in der Pubertät. Man hat beim Lesen sehr deutlich den Unterschied zwischen den beiden gemerkt. So waren zum Beispiel die Kapitel aus der Sicht von Callie sehr poetisch und verträumt. Rebeccas Sicht hingegen war eher kopflastig. Zu keiner Zeit, war ich mir im unklaren wen von den beiden ich gerade begleiten darf. Es gab auch immer wieder Abstecher in die Vergangenheit, diese waren aber auch sehr gut untergebracht und klar zu erkennen.

Er würde Rinde über meine Hände und mein Gesicht nähen und dann Setzlinge in meine rasierte Kopfhaut pflanzen. Nach der OP würde ich in den Wald laufen und nie mehr wiederkommen. Seite 226.

Nachdem Prolog denkt man, man wisse was passiert. Dann liest man die ersten Kapitel, bildet sich seine Meinung. Und erwartet keine großen Überraschungen, doch dann wechselt die Perspektive und man fängt an seine Meinung zu ändern. Erlebt das Geschehene aus einer anderen Sicht. Man begreift, was wirklich dahinter steckt. Fängt an zu verstehen. Ich war geschockt beim Lesen, habe mich gefragt " Sind Teenager wirklich so schlimm" doch dann habe ich mich erinnert und ja, sie sind es.

Meine Adern waren wie Wurzeln, und ich war bereit, sie zu zerschneiden. Rote Äste in der Form eines Y. Gleichungen, Symbole, Werte. Auf meinem Handgelenk, unter meiner Haut fand ich die Antwort. Es gab keine Fragen mehr. Seite 288.


Das Buch war ein Wechselbad der Gefühle. Zuerst konnte ich Callie nicht leiden, doch dann wird aus ihrer Sicht erzählt und ich konnte sie immer besser feststehen. Aus Abscheu wurde Mitleid. Beim Lesen ihrer Kapitel habe ich sehr deutlich gemerkt, wie Jung sie noch ist, diese Charakterisierung kam sehr gut raus. Auch meine Meinung über Rebecca hat sich im Verlauf der Handlung geändert. Ich habe gemerkt, dass sie nicht alles unter Kontrolle hat, auch Fehler macht. Auch sie war sehr interessanter Charakter.


Müsste ich das Buch mit einem Wort beschreiben, wäre es melancholisch. Hat mich richtig umgehauen, für mich ein Überraschungshit. Sehr viel Tiefgang und Gefühl. Poetisch und bezaubernd. Leise und zart kommt es daher und doch hat es mich gefesselt und ich fand es sehr spannend.

Veröffentlicht am 04.02.2017

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Harry Potter: Magische Orte aus den Filmen
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In dieser Ergänzung zu den Harry Potter Filmen / Büchern findet man allerlei Informationen über die Magischen aber auch nicht ganz so magischen Orte im Harry Potter Universum. Da dieser Bildband alle Filme ...

In dieser Ergänzung zu den Harry Potter Filmen / Büchern findet man allerlei Informationen über die Magischen aber auch nicht ganz so magischen Orte im Harry Potter Universum. Da dieser Bildband alle Filme / Bücher umfasst, empfiehlt es sich diese vorher zu sehen / zu lesen. Da sonst eine große Spoiler Gefahr besteht. Und andernfalls vieles auch nicht richtig verstanden werden kann, da der Kontext fehlt.

Das Cover finde ich bezaubernd, es ist schlicht, aber auch elegant. Die Farbwahl ist gut gewählt und verleiht dem Buch einen edlen Touch.Und es liegt sehr gut in der Hand. Durch den dicken Hardcover Einband hat das Buch etwas Robustes und die 208 Fotodruck Seiten sind sicher umschlossen. Nachdem ersten Aufschlagen ist mir gleich die hohe Qualität aufgefallen und der wunderbare Geruch. Ich finde Fotobücher riechen immer so toll. Die ganze Gestaltung ist sehr liebevoll und detailreich, man merkt, hier hat sich jemand mühe gegeben.


Zu Beginn findet man ein Inhaltsverzeichnis. Gegliedert ist das Buch in 9 Kapitel. Welche jeweils unterschiedliche Gebiete/ Orte behandeln und deren unter Orte. So findet man zum Beispiel das Kapitel " Schloss Hogwarts" welches unter anderen die verschiedenen Klassenzimmer umfasst. Der Aufbau dieser Unterkapitel ist identisch. So gibt es immer eine Aufzählung der Akteure, Drehorte und Auftritte und ein Zitat. Gespickt ist dies mit vielen Bildern. Diese zeigen, Skizzen, Filmaufnahmen, Konzeptentwürfe und Drehaufnahmen. Es wird erläutert, wie der Drehort zustande kam, Requisiten aufgetrieben wurden und die Ideen entstanden sind. Auch wird auf Änderungen zu den Büchern eingegangen.


Diese Informationen fand ich sehr interessant. Vieles davon war mir gar nicht bewusst. So wäre mir zum Beispiel nie in den Sinn bekommen, dass es Hagrids Hütte zwei Mal als Drehort gab, einmal in groß, damit alles überdimensional wirkt, wenn Harry und Co. dort sind und einmal in klein, um Hagrids Größe zu verdeutlichen. Nach Beenden des Buches, habe ich gleich den ersten Film noch einmal angesehen. Nun aber mit viel mehr Blick auf die Details, mit denen sich die Crew solche Mühe gegeben hat.

Als Extra gibt es eine Karte der Winkelgasse und Porträtfotos, die heraus genommen werden können.




Ein Schmuckstück für die Harry Potter Sammlung.

Wunderbare Qualität und ein hohes maß an Informationen.

Für alle die gerne hinter die Kulissen sehen möchten.


Veröffentlicht am 04.02.2017

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Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer
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[Spoiler frei]

Diese Graphic Novel aus dem Game of Thrones / Das Lied von Eis und Feuer Universum umfasst das Ende von Band 1 im Original bzw. die letzte Hälfte von Band 2 "Das Erbe von Winterfell" und ...

[Spoiler frei]

Diese Graphic Novel aus dem Game of Thrones / Das Lied von Eis und Feuer Universum umfasst das Ende von Band 1 im Original bzw. die letzte Hälfte von Band 2 "Das Erbe von Winterfell" und somit auch das Ende der erste TV Staffel. Zum Inhalt an sich, möchte ich gar nicht viel sagen, der Klappentext umreißt schon grob die Vorkommnisse. Nur so viel, ich bin ein großer Fan der Reihe und finde die Geschichte großartig. Es gibt jede Menge Intrigen, Machtkämpfe und Kriege. Die Charaktere sind Facettenreich und Entwickeln sich stetig weiter.


Der geneigte Fan erkennt durch das Cover gleich, dieser Comic orientiert sich an der Buchvorlage. Da mir die Buchvorlage mehr zusagt, war ich darüber natürlich begeistert. Ich habe vorher nicht Band 1 bis 3 gelesen, trotzdem hatte ich keinerlei Probleme in die Geschichte einzusteigen. Was wohl daran liegt, dass ich die erste Staffel drei Mal gesehen habe und Band 1&2 schon zwei Mal von mir gelesen wurde. Trotzdem empfand ich diese Lektüre keineswegs als langweilig. Gibt es doch interessante und anregende Interpretationen. So fand ich z.B die grafische Darstellung des Eisernen Thrones als sehr gelungen in seiner Unterscheidung zur Serien Adaption.



Natürlich kann nicht alles aus den Büchern übernommen werden. Doch fand ich, die elementaren Dialoge und Szenen wurden sehr gut herausgepickt. So können sich die Charaktere richtig entfalten und kommen originalgetreu beim Leser an. Die Szenen, welche für den Fortbestand der Handlung relevant sind alle untergebracht worden. Somit kann man dieser Graphic Novel Reihe auch sehr gut lesen, ohne vorher die Serie gesehen bzw. gelesen zu haben. Nur sollte man dann natürlich mit Band 1 anfangen.


Die Zeichnungen stammen von Tommy Patterson und haben mir sehr gefallen. Die Charakterrisstischen Merkmale kommen deutlich raus. Und auch der Stil passt gut zur Geschichte an sich, brutal, kantig und direkt. Geschrieben wurde der Comic von Daniel Abraham, der den High Fantasy Fans evtl. durch seine "Die magischen Städte" Reihe ein Name ist.




Eine gelungene Ergänzung für die Got / dLvEuF Sammlung.

Bietet auch den vertrauten Fans interessante grafische Interpretationen.

Durch das Einbringen aller wichtigen Elemente, auch gut für diejenigen geeignet, die weder TV Serie noch Bücher kennen.


Veröffentlicht am 04.02.2017

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Spinnenfieber
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Nachdem ich Band 3 verschlungen hatte, wollte ich gleich mit Band 4 weiter machen. Ein neues Abenteuer von Gin erleben und wissen, wie die Geschichte weiter geht.


Zuerst wird der Leser noch mal daran ...

Nachdem ich Band 3 verschlungen hatte, wollte ich gleich mit Band 4 weiter machen. Ein neues Abenteuer von Gin erleben und wissen, wie die Geschichte weiter geht.


Zuerst wird der Leser noch mal daran erinnert, was alles passiert ist. Die verschiedenen Charaktere werden vorgestellt und dann begingt die Party, um es in Gins Worten zu sagen. Die Geschichte baut immer mehr Spannung auf, bis zum Showdown am Ende. Dazwischen gibt es immer mal wieder kleine Action / Kampf Szenen. Und natürlich muss auch wieder jemand gerettet werden. Dafür, dass Gin doch die böse ist, hilft sie den Menschen doch recht gerne

Das ist das erste Mal, dass ich mit einer Profilkillerin ausgehe, Ich will sie auf keinen Fall gegen mich aufbringen. Seite 38

Selten habe ich ein Buch ( eine Reihe ) gelesen, bei der mir so viele Charaktere sympathisch waren. Ganz oben steht bei mir Gin. Ihr Humor ist vortrefflich, sie ist direkt, zynisch und sarkastisch. Außerdem hart im nehmen und trotzdem hat sie einen weichen Kern. Auch Owen Grayson habe ich in mein Herz geschlossen, wie könnte ich auch nicht. Er ist einfach ein toller Mann, selbstbewusst, stark und doch einfühlsam und fürsorglich. Die anderen Nebencharaktere mag ich mittlerweile auch sehr gerne. Ich kann sie mir alle sehr gut vorstellen, da Frau Estep klare Charakterisierungen hervorhebt, dabei dem Leser aber genug Spielraum für die eigene Phantasie lässt. So habe ich beim Lesen nun das Gefühl, sie alle zu kennen. Auch die Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie ist dezent und nimmt nicht zu viel Raum ein, trotzdem kamen sehr viele Emotionen bei mir an. Meistens stören mich Lovestory eher, hier aber nicht.

Besonders ist auch dieser Comic Buch Flair. Beim lesen stellte sich bei mir oft ein Kopfkino in Form von Comicsstrips ein. Die Atmosphäre ist gelegentlich dicht und erdrückend. Es herrscht Gewalt und Korruption, Prostituierte und Schläger trifft man an jeder Straßenecke. Noch dazu hat die Böse Widersacherin in diesem Band den Namen Elektra. Dieser Flair macht das Buch für mich zu einen ganz besonderen und ungewöhnlichen Leseerlebnis.

Mir fiel es viel leichter, Leute umzubringen, als höfliche Konversation zu machen. Seite. 150

Es gab immer wieder Momente, bei denen ich eine Gänsehaut bekommen habe, vor Rührung seufzten musste oder vor Spannung den Atem angehalten habe. Oder schmunzeln musste über den Humor. Das Buch hat mich auf eine berauschende Reise mit genommen und hat für mich alles, was ich an einem guten Buch schätze. Deswegen warte ich nun sehnsüchtig auf Band 5, der im Frühjahr 2016 erscheint.


Auch Band 4 konnte mich auf eine Abenteuerliche Reise entführen. Die Charaktere wachsen mir durch ihre sympathische Darstellung immer mehr ans Herz. Ein berauschendes Kopfkino.

Veröffentlicht am 04.02.2017

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Jeden Tag ein bisschen mehr
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Dies ist der zweite Roman von Louisa Reid, ihren ersten "In deinem Licht und Schatten" habe ich zwar nicht gelesen, er ist mir aber durch das Cover schon öfters aufgefallen. Hier hat mich der Klappentext ...

Dies ist der zweite Roman von Louisa Reid, ihren ersten "In deinem Licht und Schatten" habe ich zwar nicht gelesen, er ist mir aber durch das Cover schon öfters aufgefallen. Hier hat mich der Klappentext gleich angesprochen, er deutet an verrät aber nicht viel.

Für alles gab es eine Tablette. Bloß nicht für Freiheit: Seite187


Ich empfand das Buch als sehr aufwühlend. Für das Lesen habe ich länger gebraucht. Aber nicht weil es schlecht war oder langweilig. Sonder weil mich die Thematik mit genommen hat. Audrey ist depressiv und sie verletzt sich selbst, doch dies ist nur die Spitze des Eisberges, es versteckt sich noch viel mehr dahinter. Dieses Thema und die Umsetzung machen dieses Buch zu keiner leichten Kost. Man muss sich darauf einlassen können.

Mir war schon recht früh klar, was sich hinter Audrey Krankheit verbirgt. Und so hatte ich es beim Lesen nicht leicht. Am liebsten wäre ich in das Buch hinein gesprungen und hätte Audrey da heraus geholt. Und jemand anderen mal Kräftig die Meinung gesagt. Audrey ist ein sehr nettes, ruhiges und in sich gekehrtes Mädchen. Alle halten sie für verrückt, sie selbst hält sich für verrückt und besonders ihre Mutter denkt sie sei verrückt. Doch ich hätte ihr gerne gesagt, sie solle doch mal was verrücktes machen, aus ihrem Leben ausbrechen, mal alles hinter sich lassen. Denn sie kümmert sich nicht nur um ihren kleinen Bruder, sondern auch um ihre Mutter. Jede Menge Verpflichtungen, aber keinen Spaß. Bis Leo in ihr Leben kommt.Er ist der andere Hauptcharakter des Buches. Für mich war er ein Lichtblick, ist er doch der einzige, der die Dinge einigermaßen klar sieht.

Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Audrey und Leo erzählt. Louisa Reid gelingt es diesen Unterschied deutlich zu machen, sodass keine Verwechslungen aufdrehten. Die Abwechslung hat mir gut gefallen, so hat man als Leser einen besseren Überblick und kann beide Charaktere besser verstehen. Außerdem wäre es zu bedrückend gewesen, wenn man immer nur Audrey begleitet hätte. Unterteilt ist das Buch auch noch in die verschiedene Monate. Dadurch wird die Zeit, die vergeht noch mal deutlich hervorgehoben, was die Stimmung auch noch mal vertieft.


Das war mein Körper, und er war kaputt. Tat weh. Der Schmerz gehörte nur mir, Mum hatte kein Recht, ihn mit dem Rest der Welt zu teilen. Seite 153

Die Atmosphäre des Buches ist wirklich toll und auch ungewöhnlich. Ich war wütend, geschockt, hatte Mitleid und habe Abscheu empfunden. Und doch fand ich es etwas unrealistisch. Ich kann mir sehr gut Vorstellen, dass jemand so etwas tut. Menschen können grausam sein. Ich kann und möchte aber nicht glauben, dass es so viele Inkompetente Menschen im Gesundheitswesen gibt und auch in im Lehrberuf. So etwas muss doch auffallen. Zumindest hoffe ich das sehr......

Trotz dieser bedrückenden Atmosphäre und den ganzen negativen Dingen im Buch. Ist es doch auch voller Hoffnung und Lebenslust. Kennt ihr das Bild von dem Löwenzahn, der sich durch den Asphalt nach oben drückt, wächst obwohl er nicht wachsen sollte, so ist Audrey.


Keine Leichte Kost, sehr ergreifend und aufwühlend. Liebevoll gezeichnete Charaktere. Ein Buch, dass im Gedächtnis bleibt, so schnell vergessen kann man es nicht mehr. Sehr interessante Thematik. Und auch ein bisschen ein Armutszeugnis an unsere Gesellschaft.