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Veröffentlicht am 18.11.2018

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The Ivy Years - Solange wir schweigen
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So lange wir schweigen ist Band 3 der The Ivy Years Reihe. Ich habe die vorherigen Bände nicht gelesen und hatte keine Probleme mit der Geschichte. Die Charaktere sind zwar alle am gleichen College bzw. ...

So lange wir schweigen ist Band 3 der The Ivy Years Reihe. Ich habe die vorherigen Bände nicht gelesen und hatte keine Probleme mit der Geschichte. Die Charaktere sind zwar alle am gleichen College bzw. spielen Eishockey, aber davon abgesehen bauen die Bücher nicht aufeinander auf.

Rikker und Graham kennen sich aus ihrer Jugend, doch nach einem einschneidenden Erlebnis bricht der Kontakt ab. Rikker zieht weg und erst Jahre später sehen sie sich wieder. Als Rikker plötzlich vor Graham in der Umkleide des Eishockey Teams steht, als neuer Team Kamerad. Für Graham der mit seiner eigenen Sexualität kämpft, und sich bloß nicht anmerken lassen will, dass er auf Männer steht, ist das ein Schock. Aufgrund seiner religiösen Erziehung, aber auch weil er nicht anders gesehen werden will, möchte er nicht, dass irgendjemand weiß, wie es wirklich in ihm aussieht. Er will sich nicht durch seine sexuelle Orientierung definieren lassen. Rikker hin gegen ist geoutet, was nicht unbedingt freiwillig verlief, aber auch er hängt es nicht an die große Glocke. Die beiden standen sich früher sehr nahe und auch nun, 5 Jahre später sind da immer noch Gefühle im Spiel.....

Ich war sehr gespannt auf diese Gay Romance Geschichte. College Geschichten haben es bei mir nicht so leicht und Geschichten in denen Sport eine Rolle spielt, habe ich bis jetzt nur eine gelesen. Ich fand das Eishockey Thema gut eingebracht, am Anfang jedes Kapitels wird ein Begriff erklärt und auch so kam der Sport gut raus, also nicht nur ein bisschen im Hintergrund. Was mir sehr gefallen hat, war auch der Bezug zur Homosexualität im (Profi) Sport. Was ich leider nicht so schön fand war, dass es wohl völlig in Ordnung ist wenn Bella, die Managerin des Teams, allen Männern an den Po fast. Nein es wird sogar noch als toll dargestellt, da sie so ein offener Typ ist und macht was sie will, was beinhaltet, dass sie alle Männer einfach begrapscht. Geht für mich gar nicht. Man kann auch eine sexuelle aufgeschlossene Frau darstellen, ohne dass diese andere sexuell belästigt.

Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Rikker und Graham erzählt, was ich toll fand. Die von Rikker habe ich sehr gerne gelesen, er hat einige tolle und witzige Sprüche gebracht. Bei Graham war es manchmal etwas schwierig, er verleugnet sich selbst und das mit anzusehen, tat einem weh und leid. Ich habe die Geschichte über die beiden gerne gelesen. Doch bin ich immer wieder etwas raus gefallen. Vieles ging mir zu schnell bzw. haben die Zeitsprünge mich rausgerissen. Da haben die beiden einen Moment und schwupps sind im nächsten Kapitel schon wieder Wochen vergangen. Ich hätte mir hier wirklich eine Dilogie gewünscht, sodass man sich mehr Zeit hätte lassen können für die Geschichte der beiden. Die erotischen Szenen fand ich sehr schön geschrieben. Allgemein gab es ein paar sehr süße und auch witzige Szenen zwischen den beiden. Und gefallen hat mir auch, wie deutlich eingebracht wurde, dass ein Mensch sich nicht nur durch seine sexuelle Orientierung definiert, sie ist ein Teil von einem, ein Teil von vielen, die einen Menschen ausmacht.


Fazit:
Eine schöne Gay Romance Sport Geschichte.
Rikker mochte ich total gerne, er war richtig toll.
Das Thema Eishockey wurde schön mit eingebracht und auch das Thema Outing.
Ich hatte zwar ein paar kleine Kritikpunkte, aber im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte gefallen, sie hätte nur gerne 2 Bände umfassen dürfen.

Veröffentlicht am 18.11.2018

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Trust
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Warum ich das Buch lesen wollte war eindeutig eine Cover Entscheidung, ich meine, schaut es euch an. Aber das Buch hat auch noch mehr zu bieten. Gleich der Beginn hat mich überrascht, ja ich habe vorher ...

Warum ich das Buch lesen wollte war eindeutig eine Cover Entscheidung, ich meine, schaut es euch an. Aber das Buch hat auch noch mehr zu bieten. Gleich der Beginn hat mich überrascht, ja ich habe vorher nicht mal den Klappentext gelesen, weil ich so angetan von dem Cover war.

Edie und ihrer Freundin gehen beim Harry Potter Marathon die Süßigkeiten aus, also ab in den nächsten Laden. Eine folgen schwere Entscheidung, denn Edie gerät in einen Überfall. Dort trifft sie auf John, der sehr viel Mut beweist. Nach dem Überfall ist alles anders, Edie sieht es nicht mehr ein, vor allem Angst zu haben und sich wegen ihrem Gewicht mobben zu lassen. Doch auch Albträume und die Schuld des Überlebens plagen sie, John ist der Einzige, der sie verstehen kann, doch hat er keine blütenweiße Vergangenheit.

Die Geschichte hatte für mich ihre Höhen und Tiefen. John fand ich ganz zauberhaft, er ist ein toller Typ und versucht sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Gerne hätte ich auch aus seiner Sicht gelesen, denn irgendwie kam bei mir nicht durch, wieso er Edie so mag. Abgesehen davon, das der Überfall sie verbindet. Bei Edie hingegen kam sehr gut raus, was sie an John so toll findet. Die Hormone schwappen bei ihr über, was ich aber durchaus auch sympathisch fand. Und ich mochte es auch, dass sie keine Modelmaße hat, wobei ich Probleme hatte, sie mir vorzustellen, da für mich nie klar raus kam, ob sie nun wirklich übergewichtig ist, oder einfach nur nicht Größe Zero trägt.

Ihr Verhalten nach dem Überfall und wie sie damit umgegangen ist, fand ich realistisch dargestellt. Und auch wenn manche Reaktionen von ihr überzogen waren, fand ich es toll, wie sie sich nicht mehr rumschubsen lässt.

Fazit:
Eine süße Geschichte mit mehr tiefe wie anfänglich vermutet.
Trust konnte mich fesseln und John fand ich toll.
Edie ist zwar sehr Hormongesteuert, aber durch ihre Art und ihren Humor sympathisch.

Veröffentlicht am 18.11.2018

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Queer London
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Queer London - Von der Antike bis heute ist eine sehr interessante Zusammenfassung von Peter Ackroyd. Unterteilt ist das Buch in 18 Kapitel, welche mit einem Bild eingeleitet werden. Noch dazu gibt es ...

Queer London - Von der Antike bis heute ist eine sehr interessante Zusammenfassung von Peter Ackroyd. Unterteilt ist das Buch in 18 Kapitel, welche mit einem Bild eingeleitet werden. Noch dazu gibt es zwei Mal mehrere Seiten, auf denen Bilder abgebildet sind. Diese sind dann auf einem hochwertigeren Papier gedruckt, sodass die Bilder besser raus kommen. Ich hätte es schöner gefunden, wenn die Bilder passend im Text untergebracht gewesen wären, sodass man den direkten Bezug hat, verstehe aber auch, wieso man sich für das Sammeln und hochwertiger drucken entschieden hat.

Ich empfand Queer London als sehr informativ. Nicht nur was die queere Geschichte von London angeht, sondern auch allgemein, was das Lebensgefühl in London angeht in den einzelnen Epochen. Und auch die Queere Geschichte im Allgemeinen. London steht zwar im Mittelpunkt, aber unweigerlich lernt man auch etwas über die anderen Länder / Gebiete im Bezug auf das Thema.

Zum Lesen des Buches habe ich etwas länger gebraucht, da ich die vielen Informationen zunächst verdauen musste und auch den Inhalt. Manches hat mich sehr geschockt, da es mir einfach nicht bewusst war. Der Autor bezieht sich auf Quellen, welche am Ende aufgelistet sind, eine persönliche Wertung bringt er nicht ein. Es ist einfach nur eine Zusammenfassung der Geschichte. Ich persönlich hätte mir manchmal weniger Details, was die genauen Orte angeht gewünscht und dafür mehr eingehen auf die einzelnen Schicksale wenn möglich bzw. auch vergleiche, sodass man das Ausmaß von Strafen besser begreift. Das Strafmaß, was homosexuelle Handlungen angeht, wandelt sich mit der Zeit und mich hätte in diesem Zusammenhang auch interessiert, wie es sich mit anderen Gesetzen verhält.

Davon abgesehen fand ich das Buch sehr bereichernd. Ich mag Geschichte und ich finde London toll. Wer kein Interesse an Geschichte hat und auch keinerlei Bezug zu London oder LGBT, wird das Buch wohl eher als langweilig empfinden. Ich hingegen fand es spannend und habe mich zu keiner Zeit gelangweilt.

Fazit:
Trotz kleiner Kritikpunkte Daumen hoch.
Sehr informativ und interessant.
Wer sich für die Geschichte von London interessiert und dazu auch noch für die Queere ist hier genau richtig.
Man kann durch das Buch wirklich viel lernen und trotz der sachlichen Erzählung wird es nicht langweilig.
Für mich sehr bereichernd, da mir einiges so nicht bewusst war.
4,5 Sterne

Veröffentlicht am 06.11.2018

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Einen Rosengarten versprach ich nie
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Einen Rosengarten Versprach ich nie - Eine Dokumentation des Bundesamtes für magische Wesen zu interspezifischen Balz- und Paarungsritualen ist eine Kurzgeschichtensammlung. Und wie der Titel schon erahnen ...

Einen Rosengarten Versprach ich nie - Eine Dokumentation des Bundesamtes für magische Wesen zu interspezifischen Balz- und Paarungsritualen ist eine Kurzgeschichtensammlung. Und wie der Titel schon erahnen lässt, geht es dabei nicht nur um Menschen. Nein es kommen allerhand magische Wesen vor, von Geistern, über Wasserwesen und Vampire bis zu einem Incubus oder einem Nachtmahr. Die Mischung hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn man mal das eine Wesen nicht so interessant findet, gibt es doch genug andere, über die man noch nie oder nur selten gelesen hat.

Die 14 Kurzgeschichten stammen von 14 deutschsprachigen Autoren, dass hier zum Teil auch neue / unbekannte Autoren und Autorinnen dabei sind, hat mir gefallen. So bekommen diese auch eine Chance. Der Stil ist so sehr vielfältig. Manche Geschichten fand ich schön rund, bei anderen fehlte mir aber etwas bzw. hätten es da gerne ein paar Seiten mehr sein dürfen. Aber diese Gefahr hat man wohl immer bei Kurzgeschichten, dass man gerne noch weiter lesen möchte. Einige Geschichten wie z.B. die über Carl den Yeti, der im Zoo mit seinem Popo die Eisbären Urlaubsvertretung ist, fand ich richtig süß und witzig. Andere wie die über den Incubus gingen nicht so süß aus.


Die Vielfalt spiegelt sich nicht nur in den Wesen, sondern auch in der Sexuelle Orientierung wieder, so gab es nicht nur Geschichten mit heterosexuellen Paaren, sondern auch mit Homosexuellen und auch Transsexualität wurde aufgegriffen. Was mit sehr gefallen hat. Ach, und ich habe noch gar nicht von dem Cover geschwärmt, es sieht wirklich toll aus.


Fazit:
Eine Kurzgenschichtensammlung die nur so vor Vielfalt strotzt.
Es kommen allerhand Wesen in den Geschichten vor, sodass für jeden etwas dabei ist und auch verschiedene Sexualität.
Einige Geschichten fand ich richtig toll, andere nicht so sehr. Aber so ist es wohl bei fast allen Sammlungen mit Kurzgeschichten.
Unterhaltsam und interessant, besonders weil es nicht nur um die typischen magischen Wesen ging.

Veröffentlicht am 06.11.2018

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Tempting the Beast
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Kurzmeinung

Ich liebe ja das Märchen von der Schönen und das Biest und auch mag ich düstere Geschichten, so klang diese Geschichte hier sehr interessant für mich. Leider scheitere es dann für mich bei ...

Kurzmeinung

Ich liebe ja das Märchen von der Schönen und das Biest und auch mag ich düstere Geschichten, so klang diese Geschichte hier sehr interessant für mich. Leider scheitere es dann für mich bei der Umsetzung.

Zunächst fand ich die Geschichte echt spannend. Der Bruder von Celeste verschwindet einfach und sie begibt sich in die Fänge von Braden um ihn zu finden. Den ersten Abschnitt fand ich spannend und fesselnd, die Charaktere waren interessant und sympathisch. Doch dann kam Celeste bei Barden an und von dort ging die Geschichte für mich in eine negative Richtung. Es gab einige erotische Szenen, die dicht auf dicht folgten, so dass ich sie dann nur noch nervig fand. Auch kamen die Gefühle der beiden nicht bei mir an. Barden ist ein zerbrochener Charakter, darauf springe ich eigentlich immer total an. Aber hier, leider nichts, er tat mir nicht mal wirklich Leid, ging mir nicht ans Herz. Teilweise hat er Sprüche gebracht, die einfach so Klischee waren, dass er mich genervt hat. Eine dominante Art ist für in so einem Buch völlig ok., aber er hat es übertrieben. Und auch Celeste wurde mir immer unsympathischer. Die Story an sich, also wenn man die ganzen erotischen Szenen abzieht, fand ich interessant und auch die Idee hat mir zu gesagt.

Fazit:
Leider nicht meins.
Die Charaktere fand ich unsympathisch und die anfängliche Spannung ging in den vielen erotischen Szenen unter.
Die Idee der Handlung hat mir gefallen, die Umsetzung leider nicht.
Gefühle kamen keine bei mir an und die Charaktere blieben für mich farblos.
Das Ende des Buches ist ziemlich böse und macht trotzdem neugierig, wie es weiter geht.