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Veröffentlicht am 05.08.2018

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Du wolltest es doch
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Buh, Du wolltest es doch ist alles andere als leichte Kost. Der Titel und das Cover provozieren und machen neugierig. Die Geschichte hat mich wütend und auch traurig gemacht, aber ich bin sehr froh, dass ...

Buh, Du wolltest es doch ist alles andere als leichte Kost. Der Titel und das Cover provozieren und machen neugierig. Die Geschichte hat mich wütend und auch traurig gemacht, aber ich bin sehr froh, dass ich sie gelesen habe.

Emma ist gerade 18 geworden und lebt in einem kleinen Dorf in Irland. Sie achtet sehr auf ihr Aussehen und auch auf das was sie macht, will sie doch vor allen wie die Perfekte Emma da stehen. In der Schule gute Noten, aber bloß nicht zugeben, dass sie dafür gelernt hat, wäre ja uncool. Vor den Freundinnen lieb und einfühlsam, auch wenn ihr egal ist, was diese bedrückt. Und vor den Jungs, ja vor denen möchte sie sexy sein, begehrenswert. Emma will wissen, dass sie sie haben könnte, wenn sie denn wollte. Ihr Selbstwertgefühl zieht sie daraus, was aber auch kein Wunder ist, redet ihre Mutter ihr doch immer ein, wie wichtig das perfekte Aussehen ist. Und ihr Vater behandelt sie wie eine Prinzessin, kein wunder, das Emma so Ich Bezogen ist.

Ihr merkt vermutlich schon, ich mochte Emma nicht, überhaupt nicht. Ich empfand sie als sehr unsympathisch und gerade dies, machte für mich auch einen Knackpunkt an der Geschichte aus. Wäre dies, was passiert ist, dem lieben und netten Mädchen von nebenan passiert, dann hätten die Menschen wohl anderes reagiert. Aber nein, es ist Emma passiert, die ein aktives Sexleben hat, gerne trinkt, kurze Röcke trägt und auch schon mal Drogen nimmt. Und so geben die Menschen Emma die Schuld, sagen "Du wolltest es doch".


Ich werde schon wieder wütend, wenn ich an die Geschichte und an die Menschen denke. Victim Blaming wird hier im ganz großen Stil betrieben. Denn um Emmas Mutter zu zitieren " Im Grunde sind das doch alles anständige Jungs. Die Geschichte ist irgendwie aus dem Ruder gelaufen". Auf einmal trägt Emma die Schuld, sie ist schuld daran, dass der eine keine Profikarriere bekommt, der andere vermutlich kein Stipendium und die Touristen wollten nach der negativen Medienpräsenz auch nicht mehr kommen. Es ist wirklich erschreckend. Aber so bleibt es im Gedächtnis, so spricht man darüber und so denkt man nach und reflektiert seine eigenen Ansichten und Denkweisen.

Aber woran ist Emma den nun schuld? Sie ist auf eine Party gegangen, hat getrunken und auch zu den Drogen nicht Nein gesagt. Ihr Kleid war kurz und der Ausschnitt tief. Sie ging mit einem Jungen mit aufs Zimmer, danach kamen noch andere dazu. Filmriss. Dann sieht sie Bilder auf Facebook, Bilder von sich, nackt, in eindeutigen und entwürdigenden Situationen / Positionen. Sie erinnert sich nicht. Will sich nicht erinnern. Sagt, sie habe sich nur bewusstlos gestellt, will nicht die Kontrolle abgeben, nicht zugeben, was es wirklich war. Eine Gruppenvergewaltigung.

An dieser Stelle eine Trigger-Warnung. Ich glaube, die Geschichte kann einige negative Gefühle hervorholen. Aber da das Thema so wichtig ist und hier auch auf eine oft so provokante weiße dargestellt ist, bietet es auch viel Stoff für Diskussionen und so eignet sich das Buch in meinen Augen auch gut als Schullektüre. Ich finde die Geschichte durchaus realistisch, was es noch trauriger macht. Das Ende, insbesondere die Eltern von Emma haben mich zwar extrem wütend und fassungslos gemacht, aber ich kann der Autorin nur recht geben, das Ende ist stimmig und passt zur Geschichte. Noch erwähnen möchte ich das tolle Nachwort von der Autorin, aber auch vom Verlag.

Einzig der Schreibstil hat mir nicht so gut gefallen. Emma wechselt in Gedanken immer wieder in die Vergangenheit und da bin ich beim Lesen manchmal verkommen und hatte Probleme.

Fazit:
Ein wichtiges Buch mit einem schweren Thema.
Mich hat die Geschichte von Emma bewegt und fassungslos wie auch wütend gemacht.
Das Buch regt zum Nachdenken und Diskutieren an, ich werde es bestimmt nicht so schnell vergessen.
Emotional, authentisch und tiefgründig.
Der Schreibstil hat mir das Lesen öfters erschwert.
4,5 Sterne

Veröffentlicht am 05.08.2018

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Dirty Love: Ich will dir gehören!
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Dirty Love - Ich will dir gehören! ist Band 1 einer Reihe, das Buch ist nicht in sich abgeschlossen und ich für meinen Teil möchte im Moment unbedingt Band 2 lesen. Das Buch endet zwar nicht mit einem ...

Dirty Love - Ich will dir gehören! ist Band 1 einer Reihe, das Buch ist nicht in sich abgeschlossen und ich für meinen Teil möchte im Moment unbedingt Band 2 lesen. Das Buch endet zwar nicht mit einem bösen Cliffhanger, aber trotzdem wird dem Leser etwas Geboten, sodass der Wunsch weiter zu lesen groß ist. Doch zunächst einmal zum Anfang.

Sabrina hat es geschafft, sie hat ein Stipendium für Harvard. Und natürlich verliebt sie sich auch, in einen reichen und sehr gut aussehenden Typen, der sie leider so gar nicht sieht. Sie geht immer wieder auf Partys, um ihn beobachten und vielleicht auch mal mit ihm sprechen zu können.Und auf so einer Party begegnet sie Donovan Kincaid, er bemerkt sie sofort, doch will sie seine Aufmerksamkeit überhaupt? Er ist weder nett noch liebenswert zu ihr und doch verfällt sie ihm. Bis etwas schlimmes passiert und ihre Zukunftspläne sich ändern. 10 Jahre später steht sie ihm wieder gegenüber und die Anziehungskraft ist immer noch da.

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, wobei die Erste in Harvard nur einen kleinen Teil einnimmt, danach geht die Geschichte 10 Jahre später in New York weiter.

Donovan Kincaid, er ist natürlich attraktiv, dazu noch Reich und intelligent. Heraus stechen tut er mit seiner Art, Sabrina gegenüber verhält er sich oft total arschig. Sexistische Kommentare und er sagt einfach gerne Dinge, um sie zu verletzten. Er hat mich so richtig genervt, das schaffen nicht viele männliche Charaktere, der Letzte war Hardin Scott (After Reihe). Nun müsste eigentlich kommen, er hat aber auch eine gute Seite, wie es ja der Standard ist bei solchen Charakteren. Aber hier ist sie in meinen Augen nur ein bisschen zu erahnen, es gibt keinen "Oh, er ist ja doch ein Guter" Effekt. Was mich umso neugieriger gemacht hat.

Sabrina mochte ich. Das Buch ist aus ihrer Sicht geschrieben und der Leser erfährt sehr viel über ihre Gedanken. Die sich oft um Donovan drehen und über die Dinge, die sich gerne mit ihm machen würde, aber nicht machen sollte. Und über die körperlichen Reaktion, die diese bei ihr auslösen. Hätte ich jedes Mal einen Schnaps getrunken, wenn sie ihr nasses Höschen erwähnt, ich hätte die letzten Seiten nicht mehr klar sehen können. Aber ich fand sie sympathisch, weil sie den Leser so offen und ehrlich an ihren Gedanken teilhaben lässt.

Ihr innerer Kampf kommt sehr gut rüber. Wie "Dirty Love" schon vermuten lässt, hier gibt es keinen Kuschelsex. Das Thema ist etwas grenzwertig (Vergewaltigungsfantasien). Es wird aber so in die Geschichte verknüpft und ein Kontext gegeben, sodass es nicht deplatziert wirkt. Ob man so etwas lesen möchte / kann, muss man natürlich für sich selbst entscheiden. Sabrina hadert wegen diesen Fantasien sehr mit sich selbst und auch im Bezug auf Donovan. Die meiste Zeit habe ich mir gewünscht, dass sie ihn einfach links liegen lässt, weil er es mit seiner Art echt verdient hätte, aber sie kann einfach nicht von ihm lassen, was ich auch verstehe.

Fazit:
Die Geschichte war anders wie gedacht. "Dirty Love" ist hier ernst zu nehmen.
Donovan ist wirklich ein Bad Boy, mit so einem Charakter kommt nicht jeder klar, mich hat er genervt, aber auch mein Interesse geweckt, ist da nicht doch etwas Nettes in ihm?
Sabrina mochte ich mit ihrer offenen Art und ihr inneren Konflikt kam gut beim Leser an.
Ich möchte unbedingt Band 2 lesen und erfahren, wie es mit den beiden weiter geht.

Veröffentlicht am 05.08.2018

Richtig genial

Gus - Für immer mit dir
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Gus ist Band 2 von Bright Side. Man könnte Gus eigenständig lesen und würde das Buch auch verstehen, aber es würde auch ganz viel verloren gehen. Außerdem würde man sich richtig schlimm wie Band 1 spoilern, ...

Gus ist Band 2 von Bright Side. Man könnte Gus eigenständig lesen und würde das Buch auch verstehen, aber es würde auch ganz viel verloren gehen. Außerdem würde man sich richtig schlimm wie Band 1 spoilern, deswegen würde ich Euch Empfehlen, wenn euch das Buch anspricht, auch Band 1 zu lesen, das Buch ist genauso toll und das Lesen lohnt sich.

Nun zum Inhalt.Gus kennen wir schon aus dem Buch Bright Side, er ist der coole und gechillte Rocker, sehr gut aussehend aber auch extrem liebenswert. Leider musste er vor kurzem einen großen Verlust verkraften und das macht ihm zu schaffen. Doch ist seine Band gerade dabei richtig groß raus zukommen, da kann er sich nicht einfach verkriechen. Er muss auf die Bühne und eine Show abziehen, egal wie, doch er leidet und nimmt vieles nicht sehr ernst. So kommt Scout zu der Band, sie soll auf Gus aufpassen, schauen, dass er alle Termine einhält und nicht völlig untergeht. Gus ist davon natürlich nicht begeistert. Scout ist reserviert, redet kaum mit ihm, so gehen sich die beiden meistens aus dem Weg.....

Das Buch wird aus der Perspektive von Gus und Scout erzählt, bei jedem neuen Kapital findet man eine Datumsangabe und so lässt sich schon erahnen, das Buch spielt über einen größeren Zeitraum, wir sprechen hier nicht von Jahren, aber es sind doch ein paar Monate. So wirkte die Geschichte auf mich authentischer, die Autorin lässt sich Zeit mit den beiden, kein Ich Liebe dich nach 50 Seiten. Der Leser lernt erst in aller Ruhe die Charaktere kennen und lieben und die Autorin gibt ihnen auch die Zeit zu reifen. Der eine mag dies langweilig finden, für mich war es eine schöne Abwechslung zu den ganzen übereilten Liebesgeschichten.

Es gab so einige schöne Szenen und wie auch schon in Bright Side, geht es auch viel ums Leben. Darum wie schön es ist, andere Menschen glücklich zu machen. Was man im Leben erreichen will und wie schön Familie und Freundschaft sein kann. Die Charaktere sind sehr liebenswert und stechen mit ihren positiven Schwingungen heraus. Und das "Alter" Leser von Bright Side, werden sich daran erinnert, hat mich in diesem Band gar nicht mehr gestört. Vermutlich habe ich mich schon daran gewöhnt und ich habe mich auch schon dabei ertappt, wie ich, während ich das Buch gelesen habe, auch "Alter" gesagt habe^^

Fazit:
Gus ist für mich, wie auch schon Bright Side ein ganz besonderes Buch.
Die Geschichte ist weder seicht, noch mit unnötigen Drama angereichert.
Die Lovestory baut sich sehr langsam auf, ist aber nicht langweilig, sondern so haben die Charakteren Raum sich zu entwickeln.
Und Gus und Scout sind zwei tolle Charaktere.
Das Buch hat etwas unheimlich positives und Bereicherndes.
Do Epic
Einziges Manko, es gibt die Geschichte nur als eBook.

Veröffentlicht am 05.08.2018

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MARCO POLO My Way Reisetagebuch Faultier
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Ich führe schon seit meiner ersten Reise immer ein Reisetagebuch. Zum einen um meine Gedanken und Erlebnisse festzuhalten, aber auch um sie zu verarbeiten, da ich in der Regel alleine unterwegs bin und ...

Ich führe schon seit meiner ersten Reise immer ein Reisetagebuch. Zum einen um meine Gedanken und Erlebnisse festzuhalten, aber auch um sie zu verarbeiten, da ich in der Regel alleine unterwegs bin und so oft niemanden habe, dem ich alles erzählen kann. So ist ein Reisetagebuch eine schöne Möglichkeit sein Erlebtes festzuhalten. Normalerweise habe ich immer schöne Notizbücher genommen, dies ist mein erstes offizielles Reisetagebuch.

Auf dem Cover befindet sich, wie ihr sehen könnt ein Faultier, wer mag sie nicht. Ansonsten gibt es das Reisetagebuch aber auch noch mit vielen anderen Motiven. Der Einband ist flexibel und das Buch hat eine handliche Größe und vom Gewicht her ist es sehr leicht. Es ist also gut für unterwegs geeignet. Es gibt eine Unterteilung in Vor, Auf und Nach der Reise, was ich sehr praktisch finde, da ich mir meine Notizbücher auch so aufgeteilt hab.

Am Ende befinden sich Sticker, mit denen man seine Einträge aufpeppen kann. Es gibt Sterne, Smilies, Herzen etc. und auch welche mit Sprüchen wie, Mein Geheimtipp. Es gibt auch noch eine Sammelmappe am Ende, in die man Tickets usw. stecken kann. Was ich auch sehr praktisch finde, ich stopfe solche Sachen für gewöhnlich lose in meinen Rucksack, hier haben sie definitiv die bessere Lebenserwartung.

Das Büchlein umfasst 160 Seiten zum Eintragen. Die Seiten haben Punkte, keine Linien oder Kästchen. So ist man flexibel, falls man nur schreiben möchte oder dann noch eine Skizze zeichnen will. Es gibt auch noch ein Lesebändchen und ein Gummiband, sodass das Buch zusammengehalten wird.

Mich stört leider etwas das Gelbe Marco Polo Logo am Cover, der farblich nicht so passt. Ansonsten finde ich es optisch auch sehr ansprechend.

Fazit:
Ein süßes und handliches Reisetagebuch, besonders die Sammelmappe am Ende finde ich praktisch und auch das Gummiband, so kann man auch noch so lose Dinge in das Buch stecken, ohne dass sie verloren gehen.
4,5 Sterne

Veröffentlicht am 05.08.2018

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Achtsam reisen
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Was macht man, wenn man im Moment nicht vereisen kann? Man liest ein Buch über das Reisen. Achtsam reisen hat mich durch die ansprechende Gestaltung neugierig gemacht und weil es darum geht, beim Reisen ...

Was macht man, wenn man im Moment nicht vereisen kann? Man liest ein Buch über das Reisen. Achtsam reisen hat mich durch die ansprechende Gestaltung neugierig gemacht und weil es darum geht, beim Reisen die Dinge bewusster wahrzunehmen. Das Buch ist wie folgt aufgebaut.

Die Reiseplanung

Alles vorbereiten und packen

Den Stecker ziehen

Den Weg finden

Sich mit Menschen verbinden

Tauche ein!

Essen und Trinken

Bildschönes Reisen

Wenn etwas schief geht

Reisen mit Kindern
# Die Heimkehr

Es gibt jede Menge Illustrationen, die wirklich sehr schön sind. Sie passen zum Inhalt und haben den Text untermalt. Ich habe sie mir gerne angesehen und ohne diese schöne Gestaltung wäre die Bewertung nicht ganz so gut ausgefallen.

Der Untertitel lautet "Kabellos glücklich" und darum geht es auch stark, das Handy ausschalten und sich seiner Umgebung bewusst werden. Hierfür gibt es einige Tipps, die aber nicht wirklich neu sind und auf die man auch so kommt. Zum Beispiel, dass man eine Armbanduhr mit nimmt, sodass man nicht aufs Handy sehen muss, um die Uhrzeit zu erfahren. Es werden aber auch wichtige Dinge aufgegriffen, wie dass es beim Reisen nicht nur darum geht, danach das beste Bild auf Facebook zustellen.

Die Autorin versucht ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass man die Momente genießen soll und Fotos zwar gut und schön sind, es aber nicht nur darum geht. Und wie schön es sein kann, einfach mal von allen mit dem Handy einhergehenden Verpflichtungen abzuschalten. Ich hätte mehr etwas mehr über das bewusste Reisen gewünscht und etwas weniger darum, wie es am besten klappt, das Handy wegzulassen. Wobei ich eh nicht so der Handy-Typ bin und deswegen diese Ratschläge wohl auch anders wahrgenommen habe, wie jemand der wirklich permanent am Handy sitzt.

Fazit:
Ein wirklich sehr schön gestaltetes Buch, welches einem Tipps gibt, wie man auch ohne Handy und Co. seine Reise gestalten kann und auch, wie man es schafft, nicht immer nur das Handy in der Hand zu halten.
Ich hätte mir noch mehr Impulse für das bewusste Reisen gewünscht.