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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2022

Band 3 der Begine Almut Bossart Reihe

Die Sünde aber gebiert den Tod
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Der dritte Band um Almut und Ivo knüpft zeitlich relativ schnell an Das Werk der Teufelin an.

Wie schon in den ersten beiden Bänden wird Almut zufällig in das aktuelle Geschehen hineingezogen. Auch hier ...

Der dritte Band um Almut und Ivo knüpft zeitlich relativ schnell an Das Werk der Teufelin an.

Wie schon in den ersten beiden Bänden wird Almut zufällig in das aktuelle Geschehen hineingezogen. Auch hier kann sie nicht aus ihrer Haut heraus und beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen.

Mir hat es wieder viel Spaß gebracht, diese Geschichte zu lesen und den Streitgesprächen zwischen Almut und Ivo zu folgen. Dennoch war für mein Empfinden die Interaktion zwischen Almut und Ivo dieses Mal geringer als in den Vorgängerbänden. Trotzdem kommt Ivo natürlich nicht zu kurz und wir erfahren auch wieder kleine Schnipsel aus seiner Vergangenheit.

Natürlich ist die Handlung hin und wieder worhersehbar, aber diese Reihe ist mit liebenswerten Charakteren und einer großen Liebe zum Detail geschrieben worden, dass es einfach jedes Mal wieder Spaß macht, mit Almut und Ivo unterwegs zu sein.

Für mich ein solider Roman, aber schwächer als die beiden Vorgänger.

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Veröffentlicht am 10.03.2022

Teil 2 der Sieben Schwestern Reihe

Die Sturmschwester
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Mit Ally lernen wir nun die zweite Schwester kennen. Sie muss nicht nur Pa Salts Tod verarbeiten, nein, es dauert nicht lange und sie erfährt einen weiteren harten Schicksalsschlag. Aber Ally ist stark ...

Mit Ally lernen wir nun die zweite Schwester kennen. Sie muss nicht nur Pa Salts Tod verarbeiten, nein, es dauert nicht lange und sie erfährt einen weiteren harten Schicksalsschlag. Aber Ally ist stark und macht sich nach anfänglichem Zögern doch auf die Suche nach ihren Wurzeln.

Zu Beginn erfahren wir die Geschehnisse um Pa Salts' Tod, die wir ja schon durch den ersten Band kennen, sozusagen als Wiedereinstieg aus Allys Sicht kennen. Der Roman beginnt recht ruhig und langsam, die Story nimmt aber mit der Zeit an Fahrt auf und hat mich in ihren Bann gezogen.

Beide Erzählstränge waren interessant, wobei mir die Gegenwart besser gefallen hat. Hier fand ich vor allem die Schilderungen Griechenlands wunderschön und es wurde eine tolle Stimmung transportiert. Norwegen als Schauplatz kommt für mich nicht so richtig rüber. Die Schilderungen des Landes, seiner Mentalität und Kultur kamen irgendwie zu kurz bzw fühlen sich nicht komplett an.

Wahrscheinlich fand ich dadurch auch die Vergangenheit weniger überzeugend als die Gegenwart.

Dennoch hat mir das Buch gut gefallen.

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Veröffentlicht am 07.03.2022

Tolle Familiengeschichte rund um die Welt der Düfte

Das Haus der Düfte
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Anouk ist ein junges Mädchen, deren Weg vorbestimmt zu sein scheint. Dennoch lässt sie nichts unversucht, ihren Traum vom eigenen Parfum zu verwirklichen. Sehr gelegen kommt da Bruder Zufall, der ihr dann ...

Anouk ist ein junges Mädchen, deren Weg vorbestimmt zu sein scheint. Dennoch lässt sie nichts unversucht, ihren Traum vom eigenen Parfum zu verwirklichen. Sehr gelegen kommt da Bruder Zufall, der ihr dann die größte Chance ihres Lebens eröffnet. Und schon wird sie hineingeschleudert in eine Geschichte über die Welt der Düfte und zwei rivalisierende Familien, die doch irgendwie zusammengehören.

Die Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn hier und da zu sehr der Zufall in Anouks Leben Einzug gehalten hat. Ich fand es sehr schön, Anouk bei ihrer Reise zum perfekten Duft zu begleiten, welche Irrungen und Wirrungen damit verbunden sind und auch, wie viel Arbeit eigentlich hinter der Duftkonstruktion eines Parfums stecken.
Auch wenn Anouk mir hier und da zu naiv wirkte, habe ich sie schnell in mein Herz geschlossen und habe gerne ihre Entwicklung vom jungen Mädchen mit großem Traum zur selbstbewussten Frau mit sensationeller Nase verfolgt.

Die zwei Zeitebenen werden schön miteinander verwoben, sodass nicht ein Erzählstrang die Oberhand behält und man dennoch die ganze Familiengeschichte erfassen kann.
Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, sticht aber nicht erschlagend oder übertheatralisch hervor. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und schön komponiert wie ein tolles Parfum.

Der Schreibstil war flüssig und schön zu lesen, man hat sich nicht in ewigen Naturbeschreibungen verloren und auch die Darstellung der Duftherstellung war nie zu viel oder drüber.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen

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Veröffentlicht am 23.02.2022

Solider Reihenauftakt

Talberg 1935
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Talberg 1935 ist ein Roman der anderen Art. Der Nationalsozialismus wird zwangsweise angerissen, bekommt aber keine große Plattform. Es geht hauptsächlich um das Dorf Talberg und seine Bewohner. Wer rasante, ...

Talberg 1935 ist ein Roman der anderen Art. Der Nationalsozialismus wird zwangsweise angerissen, bekommt aber keine große Plattform. Es geht hauptsächlich um das Dorf Talberg und seine Bewohner. Wer rasante, emotionale, mitreißende Kriminalromane liebt, wird hier sicherlich enttäuscht werden.

Ja, die Handlung nimmt im Verlauf an Geschwindigkeit zu, dennoch wird alles sehr gemächlich aufgebaut. Dieser Roman besticht durch seine Erzählweise, die eher emotionslos denn emotionsgeladen daherkommt, dafür aber umso atmosphärischer ist. Die Seilschaften innerhalb der Familien des Dorfes werden sehr authentisch dargestellt, damit einhergehend auch der ganze Klatsch und Tratsch und natürlich auch Befindlichkeiten.

Zum einen dürfen wir mit dem eigenszur Aufklärung des Lehrertods geschickten Polizeibeamten miträtseln und ermitteln. Was natürlich nach den damaligen Maßstäben viel mit eigenen Eindrücken und Befragungen zu tun hat. Gleichzeitig lernen wir auch seine Gefühlswelt kennen. Aber wir erfahren auch viel aus Sicht Elisabeths und anderen, sodass man als Leser gefühlt einen Gesamteindruck hat und dennoch Fragen offen bleiben. Elisabeth scheint der Dreh- und Angelpunkt zu sein, bleibt dabei aber immer recht geheimnisvoll.

Für mein Empfinden hätten dem Buch ein paar Seiten weniger oder aber etwas mehr Spannung gut getan.

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Veröffentlicht am 13.01.2022

Die Idylle trügt

Die Bosheit
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Bei diesem Buch bin ich recht zwiegespalten. Wer eine sich ruhig entwickelnde Geschichte mit einigen Spannungsentladungen sucht, ist hier genau richtig.

Der Roman spielt mit dem Alltäglichen, stellt ...

Bei diesem Buch bin ich recht zwiegespalten. Wer eine sich ruhig entwickelnde Geschichte mit einigen Spannungsentladungen sucht, ist hier genau richtig.

Der Roman spielt mit dem Alltäglichen, stellt es gleichzeitig recht überspitzt dar und führt doch einige Personen mit belastender Vergangenheit zusammen. Dies führt im Verlauf immer wieder zu Spannungen.
Die vermeintliche friedliche Siedlungsidylle wird jäh durch einen tragischen Unfall zerrissen. Um diesen Unfall herum baut der Autor die Geschichte auf. Wir werden immer wieder zwischen der Zeit vor dem Unfall und der Zeit nach dem Unfall hin und her geworfen, was aber so geschickt aufgebaut ist, dass man der Story dennoch gut folgen kann.

Es werden wichtige Themen angerissen und dargestellt, ohne wirklich tief hineinzutauchen. Es wird von psychologischen Problemen, Alkoholismus und auch Mobbing gesprochen, Episoden aus dem Alltag der Betroffenen geschildert und auch in einigen Zügen deren Gedanken und Gefühle dargestellt, aber gleichzeitig werden die Geschehnisse auch abgemildert und verharmlost.

So wird in einer Episode Mikaels Sohn zu etwas genötigt zu tun, was den Nachbarssohn Fabian demütigt. Dieser nimmt es hin, findet es auch ganz schrecklich, aber gleichzeitig wird durch seine dargestellten Gedanken impliziert, dass er das Handeln ja versteht und dass Mikaels Sohn nichts dafür kann, weil er ja sozusagen gezwungen wurde. Nur kennen wir das vorangegangene Geschehen, dass zu dieser Episode führte, nicht und wissen somit auch nicht, ob Mikaels Sohn gezwungen wurde, es aus freien Stücken gemacht hat oder dieser gesellschaftlich schreckliche Gruppenzwang ihn dazu genötigt hat, den Mitschülern imponieren zu wollen.

Ich kann es noch nicht mal richtig greifen, was mich hier störte, aber die Geschichte entwickelt sich schon recht langsam und dennoch ist man sich recht schnell sehr sicher, worauf das alles hinauslaufen wird. Die letztendlichen Hintergründe sind dennoch etwas überraschend extrem. Die Charaktere waren gut entwickelt und durch den Aufbau der Story konnte man jede frisch gewonnene Sympathie zu einzelnen Charakteren spätestens im übernächsten Kapitel wieder über Bord werfen. Letztendlich konnte keiner der Personen meine Sympathie gewinnen.
Durch die kurzen Kapitel und das Spielen mit den psychologischen Aspekten haben dennoch eine gewisse Spannung aufgebaut, sodass man einfach wissen wollte, was denn nun die Geheimnisse eines jeden einzelnen der Siedlung ist und somit hat sich das Buch dennoch zu einem Pageturner entwickelt, auch wenn die Story als solches mich nicht recht überzeugen konnte.

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