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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2025

Herzklopfen und dramatischen Wendungen

Faircoast: Lovely Ride | Aufwendig gestaltete Ausgabe mit Farbschnitt
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Vanessa-Sophie Peks liefert mit Faircoast – Lovely Ride einen fesselnden zweiten Band, der sich mühelos auch ohne Vorkenntnisse lesen lässt. Die Autorin verbindet klassische Romance-Tropes wie „Haters ...

Vanessa-Sophie Peks liefert mit Faircoast – Lovely Ride einen fesselnden zweiten Band, der sich mühelos auch ohne Vorkenntnisse lesen lässt. Die Autorin verbindet klassische Romance-Tropes wie „Haters to Lovers“ und „Right Person Wrong Time“ mit einer aufregenden Kulisse: einem entstehenden Freizeitpark. Maelyn und Xander sind glaubwürdig gezeichnet – ihre Vergangenheit sorgt für prickelnde Spannung und emotionale Tiefe. Besonders stark sind die Dialoge und die Balance zwischen Herzklopfen und dramatischen Wendungen. Die Mischung aus Liebesgeschichte, familiären Konflikten und einem dunklen Geheimnis macht das Buch zu einem Pageturner.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Spritzige Dialoge, lebendige Figuren und ein Hauch Schicksalsmagie

Glück aus heiterem Himmel
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Nelly Berlin liefert mit „Glück aus heiterem Himmel“ eine zauberhafte Mischung aus Romantik, Witz und Wissenschaft. Die Biologin Elsie stolpert nach einem Schicksalsschlag orientierungslos durchs Leben, ...

Nelly Berlin liefert mit „Glück aus heiterem Himmel“ eine zauberhafte Mischung aus Romantik, Witz und Wissenschaft. Die Biologin Elsie stolpert nach einem Schicksalsschlag orientierungslos durchs Leben, bis der charmante Biochemiker Bo alles durcheinanderwirbelt. Zwischen Berliner Großstadtflair, Labor-Chaos und wissenschaftlichen Zweifeln entfaltet sich eine Geschichte, die gleichermaßen zum Lachen, Mitfühlen und Nachdenken anregt. Berlin gelingt es, ernste Fragen nach Liebe und Zufall mit Leichtigkeit zu verbinden. Spritzige Dialoge, lebendige Figuren und ein Hauch Schicksalsmagie machen diesen Roman zu einem Feel-Good-Highlight, das Herz und Hirn gleichermaßen anspricht.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Sehr gutes Buch mit ganz kleinen Schwächen

Until I Get You (Fairview Hockey, Band 1)
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Until I Get You beginnt mit einer kraftvollen Ausgangssituation: Drei Jahre nach einem traumatischen Verlust steht Lachlan, ein gefeierter Eishockeystar, seinen inneren Dämonen gegenüber – und vor allem ...

Until I Get You beginnt mit einer kraftvollen Ausgangssituation: Drei Jahre nach einem traumatischen Verlust steht Lachlan, ein gefeierter Eishockeystar, seinen inneren Dämonen gegenüber – und vor allem Lyla, der Frau, die ihm am meisten Schmerz zugefügt hat. Lyla ist längst nicht mehr das schüchterne Mädchen von früher, und diese Entwicklung wird überzeugend dargestellt: selbstbewusst, verletzlich und vielschichtig zugleich.

Die Autorin kombiniert geschickt Elemente wie „Second Chance“, „Fake Marriage“ und „Stalker-Romance“ zu einem intensiven Geflecht aus Leidenschaft, Rache und Vertrauen. Besonders beeindruckend ist, wie Contreras mit moralischen Grauzonen spielt: Man empfindet Mitgefühl, obwohl man weiß, dass nicht alles richtig ist. Dabei gelingt ihr der Balanceakt zwischen Spannung und emotionaler Tiefe – vor allem die dunklen Schatten aus Lylas Vergangenheit werden nicht oberflächlich behandelt, sondern wirken nachhaltig auf ihre Gegenwart.

Trotz dieser Stärken hat das Buch auch kleinere Schwächen: Mit fast 560 Seiten (je nach Ausgabe) zieht sich die Handlung an manchen Stellen, einige Konflikte und Wiederholungen hätten gestrafft werden können. Zudem sind die Zeitsprünge und Perspektivwechsel stellenweise verwirrend – manche Ereignisse werden erst später oder nur teilweise erklärt, was Geduld von den Leserinnen erfordert.

Der Schreibstil ist leidenschaftlich, bildreich und körperlich intensiv. Wer also Romance mit viel „Spice“, tiefen Emotionen und dramatischen Momenten sucht, wird hier fündig. Leser
innen, die eher ruhige Liebesgeschichten ohne düstere Elemente bevorzugen, könnten hingegen überfordert sein.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Und wenn ich mich WIRKLICH selbst liebe

Und wenn ich mich selbst liebe
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Teresa arbeitet Tag für Tag an der Supermarktkasse, freundlich, mechanisch – und tief in sich unzufrieden. Bücher sind ihr Rückzugsort, der einzige Raum, in dem sie sich spürt. Doch ihr Leben außerhalb ...

Teresa arbeitet Tag für Tag an der Supermarktkasse, freundlich, mechanisch – und tief in sich unzufrieden. Bücher sind ihr Rückzugsort, der einzige Raum, in dem sie sich spürt. Doch ihr Leben außerhalb dieser Seiten ist eng: eine Beziehung, die ihr wenig Raum lässt, eigene Träume, die kaum Klang in ihrem Alltag haben, und Grenzen, die sie selbst längst unscharf gemacht hat.
Andrea Wilk schildert das in „Und wenn ich mich selbst liebe“ mit berührender Klarheit: Die Figuren wirken authentisch, ihre Gedanken und Ängste spürbar. Gerade Teresas Entwicklung – vom leisen Schweigen in sich selbst hin zu den ersten mutigen Impulsen – ist liebevoll gestaltet. Der Plot vermeidet große dramatische Wendungen zugunsten kleiner, subtiler Einsichten: ein Gespräch, ein Blick, ein Zweifel – und langsam wächst das Bewusstsein, dass wahre Liebe nicht primär von außen kommt, sondern im Inneren gewagt werden will.
Stilistisch überzeugt das Buch durch klare Sprache, die dennoch Raum lässt für Emotion, für Geständnisse des Herzens. Manche Passagen wirken allerdings etwas direkt in ihrer Botschaft – wer subtilere Andeutungen bevorzugt, könnte hier kritisieren, dass die Lyrik gelegentlich der Moral weicht. Aber das mindert den Wert nicht: Gerade wer nach Orientierung sucht, wird die Offenheit Wilks schätzen.
Das aufwendig gestaltete Taschenbuch mit limitiertem Farbschnitt verleiht dem Werk einen schönen Rahmen – eine Hülle, die dem Inhalt gerecht wird.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Wer definiert, was schön ist – und zu welchem Preis?

Mirror: Schön wie Rosen
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Rosalie, eine Münchner Influencerin, erlebt in Mirror: Schön wie Rosen einen schmerzhaften Bruch mit ihrer Außenwelt: Ein verletzender Kommentar live, ein unerbittlicher Shitstorm – und plötzlich wünscht ...

Rosalie, eine Münchner Influencerin, erlebt in Mirror: Schön wie Rosen einen schmerzhaften Bruch mit ihrer Außenwelt: Ein verletzender Kommentar live, ein unerbittlicher Shitstorm – und plötzlich wünscht sie sich einfach fort aus der Realität. Sie erwacht im Märchenreich von Die Schöne und das Biest, doch dort gelten ganz andere Regeln der Schönheit. Diese Prämisse liefert Lucia Herbsts Urban Fantasy einen starken Konflikt: Wer definiert, was schön ist – und zu welchem Preis?
Besonders gelungen finde ich, wie Herbst typische Märchenmotive und die Welt der sozialen Medien miteinander verknüpft: Die Influencer-Kultur als Spiegel (im wörtlichen und übertragenen Sinn), Performance, Selbstbild und Erwartungen – all das wird nicht bloß als Kulisse eingesetzt, sondern als Schmerzpunkt, der Rosalie herausfordert und verändert.
Die Figuren sind meist klar gezeichnet, manche sind etwas stereotyp – aber gerade Rosalie entwickelt sich; ihr innerer Konflikt wirkt nachvollziehbar. Erzählerisch ist das Buch flüssig, lebendig, mit überraschend modernen Dialogen und Szenen, die sowohl märchenhaft schmiegen als auch Kritik üben.
Ein kleiner Wermutstropfen: Manche Wendungen fühlen sich vorhersehbar an, und gelegentlich schießen die Schönheitsideale zu plakativ überzogen in Richtung Klischee. Wer aber bereit ist, mit diese Unwuchten zu akzeptieren, bekommt eine warmherzige Geschichte, die dazu anregt, über Schönheit, Selbstvertrauen und Außenseiterrollen nachzudenken.

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