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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2025

Das Versprechen

Schwestern des brennenden Himmels
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Es ist das Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945. In Potsdam, im Schloss Cecilienhof, entscheiden Churchill, Truman und Stalin über die Einigkeit und das weitere Schicksal Deutschlands. Ann ist Mitglied ...

Es ist das Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945. In Potsdam, im Schloss Cecilienhof, entscheiden Churchill, Truman und Stalin über die Einigkeit und das weitere Schicksal Deutschlands. Ann ist Mitglied der englischen Delegation und kümmert sich gemeinsam mit anderen jungen Frauen um die Betreuung von Churchill und seiner Begleitung. Doch Ann trägt ein Geheimnis mit sich: Sie muss unbedingt nach Potsdam, in die von den Russen besetzte Stadt, um ihre Cousine Charlie zu finden. Das Versprechen, das sie ihr vor vielen Jahren gab und dass sie damals gebrochen hatte, lastet schwer auf ihr.

Unterstützung erhält sie dabei von Jackson Power, einem amerikanischen Soldaten. Mit seiner Hilfe hofft sie, in den russisch besetzten Teil Deutschlands zu gelangen, um Charlie zu finden. Doch schnell wird ihr klar, dass sie sich in einem großen Konflikt befindet: Auf der einen Seite darf Jackson niemals erfahren, wer Ann wirklich ist. Auf der anderen Seite kommen sich die beiden immer näher, und Jackson beginnt, Hoffnungen auf eine gemeinsame Zukunft zu entwickeln. Doch in diesen Zeiten – ist eine solche überhaupt möglich?

Diese Geschichte fasziniert durch ihre akribische Recherche und die emotional tiefgehende Erzählweise. Hanna Caspian gelingt es meisterhaft, die historischen Ereignisse rund um die Potsdamer Konferenz lebendig und authentisch darzustellen, während sie gleichzeitig die persönlichen Schicksale ihrer Figuren eindrucksvoll in den Mittelpunkt rückt. Besonders beeindruckend sind die komplexen Gefühle und Konflikte von Ann und Jackson, die das Buch zu einem bewegenden Leseerlebnis machen.

Mir hat dieser auf wahren Ereignissen basierende historische Roman sehr gut gefallen. Vor allem den Zeitpunkt der Veröffentlichung finde ich geschickt gewählt. Hier habe ich persönlich noch selbst viel Neues erfahren dürfen. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 12.07.2025

AMOR - die perfekte Verbindung?

Ausgespielt
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„AMOR“ ist die neue Partnervermittlung, die mittels KI die perfekten Partner für alle suchenden Menschen finden soll. So verspricht es die Werbung. Doch ist das wirklich so? Funktioniert KI hier besser ...

„AMOR“ ist die neue Partnervermittlung, die mittels KI die perfekten Partner für alle suchenden Menschen finden soll. So verspricht es die Werbung. Doch ist das wirklich so? Funktioniert KI hier besser als bei anderen Partnervermittlungen?

Die Mordkommission wird auf „AMOR“ aufmerksam, weil eine Kundin der Partnervermittlung tot aufgefunden wurde. Sie hatte vor ihrem Tod mehrere Dates mit potenziellen Partnern. Ist einer dieser Männer der mögliche Täter?
Kommissarin Liv Dorn soll sich bei „AMOR“ einschleusen, um verdeckte Ermittlungen durchzuführen. Das gestaltet sich jedoch alles andere als einfach. Schnell merkt sie, dass sie für einen der Verdächtigen Gefühle entwickelt.
Doch es gibt noch einen weiteren Fall, der Ende der achtziger Jahre spielt. Damals ging es ebenfalls um Mordermittlungen bei „Cupido“, und die Umstände ähnelten heute bei „AMOR“ sehr. Nur hatte damals die ermittelnde Kommissarin den Fall gelöst. Haben diese beiden Fälle und die Ermittlungen der beiden Protagonistinnen Liv Dorn und Alice Gerber etwas miteinander zu tun?

Die Verknüpfung der beiden Handlungsstränge macht einen großen Teil der Spannung aus. Geschickt wechseln sich die Kapitel zwischen den damaligen und den aktuellen Ermittlungen ab. Dabei teilen Liv Dorn und Alice Gerber ihre Ermittlungen, und obwohl sie anfangs Schwierigkeiten miteinander haben, gelingt es ihnen, gemeinsam voranzukommen.

Der Schluss ist raffiniert gestaltet. Es gab Momente, in denen ich mir ziemlich sicher war, wer der Täter sein könnte – doch natürlich war das nur ein kurzer Gedanke.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Auris - Der letzte Teil

Auris. Puls der Angst
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In diesem, nunmehr sechsten Teil der Auris-Reihe, wird alles, was bisher war, auf den Kopf gestellt. Nichts ist mehr so, wie man es kannte. Jutta Ansorge, die demente Mutter von Jula, ist plötzlich wieder ...

In diesem, nunmehr sechsten Teil der Auris-Reihe, wird alles, was bisher war, auf den Kopf gestellt. Nichts ist mehr so, wie man es kannte. Jutta Ansorge, die demente Mutter von Jula, ist plötzlich wieder klar im Kopf und konfrontiert ihre Tochter mit den größten Geheimnissen ihrer Jugend. Alle – Hegel, Moritz, Paul und Jutta – scheinen Bescheid zu wissen.

Doch wie kam es dazu? Was hat die Ereignisse ins Rollen gebracht? Es begann mit dem Angriff auf Benno, den Vater von Jula, der jetzt so schwer verletzt im Krankenhaus liegt, dass um sein Leben gefürchtet wird.

Die Bedrohungen nehmen kein Ende, und das Leben aller Beteiligten ist in Gefahr.

Dies ist der letzte Teil der Auris-Reihe. Hier werden alle offenen Fragen aufgelöst, und es ist klar, dass es keine weiteren Teile geben wird. Im Nachhinein ist mir jedoch aufgefallen, dass man ohne die Kenntnis der vorherigen Bände Schwierigkeiten gehabt hätte, sich zurechtzufinden.

Das Buch lässt sich gut lesen. Durch die kurzen Kapitel und die wechselnden Perspektiven der Protagonisten entsteht Spannung und Dynamik in der Handlung. Dennoch muss ich sagen, dass ich am Ende nicht ganz zufrieden bin. Mir war das Ganze zu viel – zu viel Handlung, zu viel Spektakel um die Geheimnisse und letztlich um die Auflösung.

Trotzdem empfehle ich das Buch sehr gerne weiter. Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass das Verständnis deutlich leichter ist, wenn man die vorherigen Teile kennt.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung, allerdings nur vier verdiente Lesesterne.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Wunderschön zu lesen

Zypressensommer
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Das Leben von Julia Matthiesen wird durch das Erbe ihres Großvaters Gianni auf den Kopf gestellt. In Lucignano, einem malerischen Dorf in der Toskana, hat er ihr ein großes Erbe hinterlassen – doch nicht ...

Das Leben von Julia Matthiesen wird durch das Erbe ihres Großvaters Gianni auf den Kopf gestellt. In Lucignano, einem malerischen Dorf in der Toskana, hat er ihr ein großes Erbe hinterlassen – doch nicht nur das. Auch die Aufträge, die er ihr mitgegeben hat, sind von Bedeutung. Es geht um Themen wie Verrat, die schwarze Eule, Vergebung und den Grabstein von Anna.

Julia ist nicht nur neugierig auf das Erbe, sondern auch auf das, was sie herausfinden wird. Ihr Nonno hat nie viel über sein Leben in der Toskana erzählt, und auch ihre Mutter weiß kaum etwas über diese Zeit. Deshalb begibt sich Julia auf eine spannende Spurensuche.

Neben Julia gibt es noch zwei weitere wichtige Protagonisten in diesem Buch. Wir erfahren mehr über das Leben von Gianni und Giulia während des Zweiten Weltkriegs. Durch Giulias Erzählungen, die sich aktiv in der italienischen Resistenza engagierte, bekommen wir einen tiefen Einblick in die damalige Zeit in Italien und in die Beziehung zwischen Gianni und Giulia.
Der Wechsel zwischen den Zeiten – 1998 und der Zeit des Krieges – ist sehr gut gelungen. Die Informationen und Puzzlestücke fügen sich auf eine wunderbare Weise zusammen und machen das Lesen spannend und flüssig.

Besonders interessant fand ich auch den Konflikt innerhalb der italienischen Familie, als nach Giannis Tod doch noch ein Erbe auftaucht.

Die Auflösung des Rätsels ist gelungen und lässt mich zufrieden mit dem Ausgang des Buches zurück.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Gelungen

Horror-Date
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Kann Sebastian Fitzek auch etwas anderes als Thriller schreiben?

Gut, er hat neben seinen vielen Thrillern auch den einen oder anderen Roman veröffentlicht – diese kenne ich allerdings nicht. Für mich ...

Kann Sebastian Fitzek auch etwas anderes als Thriller schreiben?

Gut, er hat neben seinen vielen Thrillern auch den einen oder anderen Roman veröffentlicht – diese kenne ich allerdings nicht. Für mich war „Das Horror-Date“ daher eine echte Premiere.

Der erfolgsverwöhnte Julius hat eine neue Dating-App entwickelt. Das Besondere an dieser App ist, dass sie für Menschen gemacht ist, die sterbenskrank sind und vermutlich bald sterben werden. Doch bevor das geschieht, sollen sie noch einmal die Chance haben, sich zu verlieben.

Einer der Nutzer dieser App ist Raphael, Julius’ bester Freund. Es gelingt ihm, sich in Nala zu verlieben. Doch am Tag des ersten Treffens kann Raphael nicht zu diesem Date gehen. Um Nala nicht zu enttäuschen, überredet er Julius, an seiner Stelle zu diesem Treffen zu gehen.

Julius hat schon ein ungutes Gefühl, denn es zeigt sich schnell, dass nichts so läuft, wie geplant. Im Gegenteil – die Ereignisse entwickeln sich zu einer regelrechten Lawine massiver Ereignisse.
Ich muss sagen, dass mir Sebastian Fitzeks Schreibstil auch hier wieder sehr gut gefällt. Die kurzen, aber aussagekräftigen Kapitel machen das Lesen leicht und sorgen für einen guten Lesefluss. Besonders der rabenschwarze Humor, der sich konsequent durch das Buch zieht, hat mir sehr gefallen.

Geärgert habe ich mich über den Protagonisten Julius. Er nimmt wirklich jedes Fettnäpfchen mit, jede Hürde – manchmal ist das schon ziemlich komisch. Aber gleichzeitig hat es mir auch leidgetan, weil jedes Fettnäpfchen fast sofort die nächste Kettenreaktion auslöst. Es gab Momente, in denen ich Julius gerne geschüttelt hätte und ihm zugerufen hätte: „Sag endlich was!“

Besonders gut gefallen hat mir auch die Thematik an sich. Der Umgang mit schweren Krankheiten und dem nahenden Tod wird hier ohne große Dramatik, aber mit viel Gefühl erzählt.

Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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