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Veröffentlicht am 13.08.2019

Das fantastische Finale der Götterfunke-Saga!

Götterfunke 3. Verlasse mich nicht
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Die Aufmachung

Ich muss sagen, dass ich die Cover der Götterfunke-Saga von Weitem nicht so schön finde. Sie sind sehr vollgepackt und ein wenig verwirrend, aber wenn man sie dann in der Hand hält, fühlt ...

Die Aufmachung

Ich muss sagen, dass ich die Cover der Götterfunke-Saga von Weitem nicht so schön finde. Sie sind sehr vollgepackt und ein wenig verwirrend, aber wenn man sie dann in der Hand hält, fühlt es sich so toll an! Der Umschlag ist wirklich toll gearbeitet und auf Fotos macht sich die Reihe einfach super gut! Ohne Umschlag ist das Buch auch wirklich ansehnlich, wenn auch ein wenig schlicht, aber wenigstens passend zu den anderen beiden Teilen.
Im Inneren des Buches mag ich besonders die Kapitelüberschriften und den Start mit den Regeln der Götter, der sich in jedem Buch der Reihe findet. Ich finde, das gibt dem Buch etwas Einmaliges und etwas wirklich Wunderschönes, sodass man sofort Lust hat, es zu lesen!


Inhaltsangabe

Nachdem Agrios Jess dazu benutzt hat, in den Olymp einzudringen und Zeus zu stürzen, hat Cayden nun endlich erreicht, was er immer wollte: er ist sterblich. Doch das heißt noch lange nicht, dass Jess ihm verzeihen kann. Sie ist der festen Überzeugung, dass seine Fehler auch nicht durch seinen übergroßen Wunsch, sterblich zu werden, gerechtfertigt werden können. Während Cayden nun also alles gibt, um Jess wieder für sich zu gewinnen, hat diese jedoch ganz andere Sorgen. Sie muss den Ehrenstab verstecken, den Apoll und Athene ihr anvertraut haben. Denn nur Jess kann ihn vor den Augen der anderen Götter verstecken.
Dass Athene von Agrios im Tartaros eingesperrt wurde, macht die Sache nicht leichter. Denn wie soll Jess den Ehrenstab verstecken, wenn man ihr nicht sagt, wie das gehen soll? Als Athene mithilfe von Morpheus, dem Gott des Schlafes, in Jess' Träume eindringt und ihr sagt, dass es einen Verräter in Zeus' eigenen Reihen gibt, einen aus seinem näheren Kreis, sieht Jess keine andere Möglichkeit, als zu handeln und sich jemandem anzuvertrauen. Wenn sie nur wüsste, wer der Verräter ist!
Währenddessen versucht nun auch Josh, sie von Caydens Liebe zu ihr zu überzeugen. Sicher, dass sie mit ihrem besten Freund nun auch nicht mehr über ihre verzwickte Lage reden kann, ohne dass dieser es Cayden und Epimetheus weitergibt, die vorübergehend bei ihm wohnen, zieht sie Leah in die ganze Sache hinein - und bringt damit nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Familie und Freunde in Gefahr.
Aber Agrios ist nicht dumm und weiß, dass Jess den Ehrenstab haben muss, er muss nur noch herausfinden, wo sie ihn versteckt hält. Des Öfteren begegnet er Jess, um mehr herauszufinden, doch eines dieser Treffen wird zu deren Verhängnis. Nun haben es auch Gaia und die Rachegöttinnen auf sie abgesehen und bedrohen ihre Schwester, wenn sie sich nicht einverstanden erklärt, ihnen den Ehrenstab zu übergeben.
In dieser verzwickten Lage kommt sie schließlich zu dem Schluss, dass es gar nicht so verkehrt wäre, wieder mit Cayden zu sprechen - und so kommen sie sich auch langsam wieder näher. Doch Agrios hat Cayden in seinen finsteren Plänen nicht beachtet und stellt Jess vor die einzigen Möglichkeiten, die sie hat: Erstens, sie arbeitet mit ihm zusammen und ihre Familie wird verschont, oder Zweitens, ihre Familie und die ganze Menschheit werden dran glauben müssen ...


Der Schreibstil

Wie bei jedem Buch, das ich bisher von Marah Woolf gelesen habe, kann ich auch hier nur von ihrem Schreibstil schwärmen. Er ist warm, angenehm, humorvoll und so leicht zu verstehen, dass man einfach nur durch die Geschichte fliegt und sich hinterher fragt, warum das Buch denn schon zu Ende ist, obwohl man gerade erst angefangen hat. Wenn es kleine Fehler in diesem Buch gegeben hat, dann sind sie mir nicht aufgefallen, weil mich die Sprache zusammen mit der Geschichte einfach gefesselt und erst am Ende wieder losgelassen hat. An keiner einzigen Stelle hat sich das Buch unnötig in die Länge gezogen, was mich ja sonst immer stört, aber hier - da ist einfach nichts, worüber ich mich negativ auslassen könnte.


Idee und Umsetzung

Die Idee wurde grundsätzlich natürlich vom ersten Band noch fortgeführt, aber es kamen auch einige neue Elemente dazu, die alle zusammen ein wirklich großartiges Finale der Reihe geschaffen haben. Die Geschichte war von Anfang an spannend, weil der zweite Teil mit so einem fiesen Cliffhanger geendet hat und es dann noch eine Leseprobe gab, die einen auch über den weiteren Verlauf dieses Teils im Unwissen ließ. Aber ich wurde keineswegs von der Umsetzung enttäuscht!
Wieder gab es hier nämlich von Allem etwas: Action, Gefühle, unerwartete Wendungen und natürlich das lange erhoffte Happy End, das mich noch einmal total umgehauen hat, weil ich mit so etwas einfach nicht rechnen konnte!
Die Handlungen der Charaktere waren größtenteils alle nachvollziehbar. Ja, ihr habt es rausgehört: das Aber. Denn obwohl ich Jess eigentlich die ganze Zeit über verstehen konnte, hätte ich selbst wahrscheinlich in einigen Situationen anders reagiert. Beispielsweise wäre ich nicht die ganze Zeit so stolz gewesen und hätte Cayden im Krankenhaus besucht, sobald ich mitbekomen hätte, dass er mich sehen wollte. Deshalb ... ja, das ist schon ein Punkt, der mich ein bisschen gestört hat, aber nichts Dramatisches.
Was ich neben den wirklich authentischen Charakteren noch sehr gut fand, war, dass es noch einmal klarer wurde, dass die Menschen geschaffen wurden, indem sich die Götter an sich selbst orientiert haben - mit Stärken und Schwächen. Denn obwohl man mit Göttern oft nur Stärken in Verbindung bringt, sind diese in der Götterfunke-Saga auch wirklich menschlich rübergekommen, was es noch einmal einfacher gemacht hat, auch ihre Handlungsweisen nachzuvollziehen.
Ich habe das Happy End ja bereits angesprochen und kann nur sagen, dass das die vermutlich größte unerwartete Wendung ist, die die ganze Reihe zu bieten hat - dabei gibt es da so viele! Aber nur, weil mich das Ende super überrascht hat, heißt das noch nicht, dass es mir auch wirklich ausnahmslos gut gefällt. Denn tatsächlich finde ich, dass am Ende ein bisschen zu viel Vergebung gezollt wurde, besonders gegenüber Agrios.


Fazit

Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass dieses Buch einfach nur fantastisch ist. Ich habe kaum etwas auszusetzen, und auch das, was ich zu bemängeln habe, ist im Grunde genommen gar nicht so schlimm.

Veröffentlicht am 13.08.2019

Gut gelungener Historischer Roman über eine hoffnungslos scheinende Liebe

Vom Winde verweht
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Die Aufmachung

Zu dem Buch, das ich selbst besitze, kann ich leider nur enttäuscht sagen, dass ich die Aufmachung nicht sehr gut gelungen finde. Klar, es ist alt und hat viele Gebrauchsspuren, da es noch ...

Die Aufmachung

Zu dem Buch, das ich selbst besitze, kann ich leider nur enttäuscht sagen, dass ich die Aufmachung nicht sehr gut gelungen finde. Klar, es ist alt und hat viele Gebrauchsspuren, da es noch meiner Oma gehört hat, aber der Umschlag ist nicht mehr vorhanden, sodass ich bloß auf einen orangeroten Leineneinband schaue, wenn ich einen Blick auf den Schmöker werfe. Die schwarzen Applikationen zeigen einen Einspänner, der aus einer zerbombten Stadt flieht, was mich in dem Glauben lässt, die Fluchzszene von Atlanta nach Tara wird hier dargestellt.
Die schwarze Farbe, mit der die Applikationen auf die Leinen gedruckt wurden, geht leider bei jeder Berührung ein bisschen weiter ab, weshalb ich mich kaum noch traue, das Buch anzufassen. Da ich jedoch auch die neuere Ausgabe nicht zur Hand habe, möchte ich zu deren Aufmachung nichts sagen; ich hoffe, ihr versteht das.


Inhaltsangabe

Scarlett O'Hara ist die wohl beliebteste junge Dame in ganz Georgia. Mit ihren beiden Schwestern und ihren Eltern sowie ihren Sklaven lebt sie auf Tara, der Baumwollplantage ihres Vaters. Doch trotz ihrer vielen Verehrer hat Scarlett nur Augen für Ashley, dessen Familie schon immer innerhalb der engeren Verwandtschaft geheiratet hat. Blind vor Liebe macht Scarlett sich trotzdem Hoffnungen und als Ashley seine Cousine Melanie heiratet, bricht es ihr das Herz. In wütender Eifersucht heiratet sie Charles Hamilton, den Bruder Melanies, und muss bald darauf als Witwe und alleinerziehende Mutter ihren Unterhalt verdienen. Ihr Stolz jedoch hält sie davon ab, auch nur einen Finger zu rühren, bis die Umstände es ihr nicht anders ermöglichen. Innerhalb von ein paar Jahren ist sie bettelarm und schuftet sich auf Tara ab, weil alle Feldsklaven nach dem Sieg der Yankees gegen die Konföderierten geflüchtet sind und nur wenige auf dem Familienbesitzt geblieben sind.
Vor ihrer Heirat mit Charles hatte Scarlet noch nie einen Mann getroffen, dem ein schlechter Ruf anhaftete. Bis sie Rhett Butler kennenlernt, den immer gut gekleideten Mann, der sein Geld größtenteils mit unehrlichen Geschäften verdient. Er läuft ihr auch nach Charles' Tod häufiger über den Weg, als ihr lieb ist, da sie ihn von ganzem Herzen hasst. Rhett jedoch gibt schon bald zu, sich nach ihr zu verzehren, aber Scarlett bleibt stur. Sie merkt nicht, wie nahe sie sich kommen, sondern trauert noch immer Ashley hinterher. Bis sie in ihrer Verzweiflung als arme Witwe eine folgenschweire Entscheidung macht, die ihr Leben und das von Rhett für immer verändern soll ...


Der Schreibstil

"Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blühet wie eine Bume auf dem Felde; wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennet sie nicht mehr. (Psalm 103)"

Mit diesem Psalm beginnt die Geschichte rund um Scarlett O'Hara. Er regt zum Nachdenken an und hat eine wichtigere Bedeutung für die Geschichte, als man zunächst denken mag. Doch das sollte jeder Leser selbst herausfinden, da ich nicht zu weit vorgreifen will.
Dadurch, dass meine Ausgabe des Buches schon etwas älter ist, entspricht natürlich auch der Schreibstil nicht der heutigen Zeit. Anfangs war es dadurch etwas schwer, in die Geschichte reinzukommen, aber schon bald war ich komplett drin. Außerdem finde ich den Schreibstil viel einfacher als bei anderen Klassikern wie beispielsweise "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen. Zudem werden viele Details ans Tageslicht geholt, sodass die teilweise wirklich großen Zeitsprünge innerhalb der Geschichte kaum auffallen und alles flüssig lesbar ist. Die vielen Details sorgen jedoch auch dafür, dass sich die Story zwischendurch sehr in die Länge zieht, was noch mal durch die größtenteils sehr langen Kapitel noch stärker hervortritt.
Ein weiterer Kritikpunkt sind die vielen unterschiedlichen Namen, die vor Allem am Anfang sehr verwirrend sind. Viele klingen ähnlich, und man kann sich einfach kein Gesicht zu den Personen bilden, wenn sie nur des Öfteren erwähnt werden und man jetzt gar nicht so genau weiß, wer gemeint ist. Im Laufe des Buches wird das jedoch auch wieder besser, da nur noch eine gewisse Auswahl an Charakteren drankommt, während alle unwichtigen ganz verloren gehen. So kann man sich dann auch besser auf das Aussehen und ihre Art und Weise konzentrieren, wo man vorher noch gar kein Bild vor Augen haben konnte.
Im Buch gibt es zudem ein paar widersprüchliche Aussagen:
"Scarlett O'Hara war nicht eigentlich schön zu nennen."
Das ist der erste Satz, mit dem das erste Buch beginnt, und somit muss er wohl auch von Bedeutung für die gesamte Geschichte sein. Tja, da habe ich wohl falsch gedacht, denn obwohl anfangs öfter behauptet wird, Scarlett sei gar nicht so attraktiv, ist sie doch um ein Großes hübscher als alle anderen Mädchen Georgias.
Außerdem finden sich manchmal ein paar versteckte Rechtschreibfehler, die im Lesefluss aber eigentlich kaum auffallen. Beispielsweise wurde einmal Gaglen statt Galgen geschrieben und Kapitualtion statt Kapitulation. Nun ja, so etwas kann natürlich mal passieren, aber ich fand es trotzdem irgendwie schade.


Idee und Umsetzung

Die Grundidee ist in Klassikern meistens dieselbe: eine junge Dame, die vorm Rest der Gesellschaft heraussticht und die letzten Endes trotzdem ihr Glück findet. Trotzdem unterscheiden sich die Klassiker dann auch wieder ziemlich voneinander. Wenn man es mal aus der Ferne betrachtet, so ist die Grundidee von "Vom Winde verweht" ganz ähnlich der von "Stolz und Vorurteil", obwohl es beides grundverschiedene Geschichten mit ganz anderen Charakteren und Handlungsweisen sind.
Die Umsetzung der wenig originellen Idee fand ich aber umso besser. Ich fand es mehr als nur interessant, etwas über den Krieg der Könföderierten gegen die Yankees zu erfahren und mal hinter die Kulissen dieser schlimmen Zeit für die Südstaaten blicken zu können. Denn der gesamte Hintergrund der Geschichte, wann und wo sie spielt und was gerade passiert, basiert völlig auf die Realität und damit ist dieser Klassiker auch ein wirklich würdiger Historischer Roman. Natürlich sind Scarlett O'Hara und alle Charaktere ausgedacht, aber so in etwa muss es schon gewesen sein, mit der Verzweiflung, die vor keinem Haus haltgemacht hat.
Neben der gesellschaftlichen Lage im Krieg wird aber auch das Thema des Sklavenhandels in Amerika angesprochen. Sehr interessant fand ich es, dass nicht wenige Sklaven zufrieden mit ihrem Leben waren, und gar nicht alle so schlecht behandelt wurden, wie es immer behauptet wird. Natürlich gibt es auch da beide Seiten, aber trotzdem sollte man diese im Buch angespielte Lage nicht übersehen, wenn man von der Befreiung der Sklaven durch die Yankees redet.
Wie schon am Anfang erwähnt, ist die Grundidee wieder die einer jungen Dame, die nicht so ganz in die restliche Gesellschaft hineinpasst. Diese junge Dame ist in diesem Fall Scarlett O'Hara, wobei sich erst etwas später zeigt, dass sie eigentlich ganz anders als alle anderen Damen ihres Standes ist. Ich finde Scarlett als Protagonistin wirklich interessant, weil sie kaum Charakterzüge hat, die heutzutage in den Protagonisten fast immer vorhanden sind. Sie ist stolz, stur, eigensinnig und arrogant, wodurch sie einen sehr enormen Wiedererkennungswert hat. Leider sorgen ihre für Protagonisten untypischen Charaktereigenschaften aber auch dafür, dass ich mich nur schwer in sie hineinfühlen konnte und es teilweise wirklich sehr schockierend fand, wie wenig Scarlett für ihre Kinder und ihre Schwestern empfindet, obwohl sie schließlich Familie sind. Manchmal schien es fast so, als wären ihre Eltern und Ashley die einzigen Personen, um die sie sich je gesorgt hat.
Und dann ist da natürlich noch Rhett Butler, der selbstgefällige "Schuft", der an Scarlett Gefallen gefunden hat und genau wie sie komplett aus der restlichen Gesellschaft heraussticht. Er ist durch seinen undurchsichtigen und vielseitigen Charakter eine meiner Lieblingsfiguren des Buches und ich habe mich beinahe selbst in ihn verknallt ...


Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen, dass "Vom Winde verweht" ein wirklich gut gelungener Historischer Roman ist, der eine hoffnungslose Liebschaft zwischen zwei Südstaatlern behandelt, die sich durch ihre Eigenarten einfach nicht im Rest der Gesellschaft wiederfinden. Zwar ist es manchmal etwas schwierig, die alte Sprache zu lesen und leider ziehen sich manche Teile etwas unnötig in die Länge, aber das machen die wirklich interessanten, komplizierten Charaktere und der historische Hintergrund fast wieder gut.

Veröffentlicht am 29.07.2019

Lesenswerte Liebesgeschichte mit wundervollem Setting

Show me the stars
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Die Aufmachung

Ich bin einfach verliebt in dieses Cover. Die Farben harmonieren wunderschön miteinander und endlich, endlich ist es mal eins, wo keine Person drauf abgebildet ist. In diesem Genre ist ...

Die Aufmachung

Ich bin einfach verliebt in dieses Cover. Die Farben harmonieren wunderschön miteinander und endlich, endlich ist es mal eins, wo keine Person drauf abgebildet ist. In diesem Genre ist das nämlich auch oft der Fall, und entweder finde ich die abgebildete Person dann nicht passend oder ich finde sie einfach nicht schön. Aber dieses Problem ist hier ja zum Glück nicht der Fall, was noch mal ein ausschlaggebender Pluspunkt für die Bewertung ist.


Inhaltsangabe

Nach einem verpatzten Interview wird Liv von ihrem Chef gekündigt. Frustriert und völlig ratlos darüber, was passiert ist, will sie einen Neuanfang starten. Sie durchsucht die Stellenanzeigen und stößt auf ein mysteriöses Jobangebot, das nichts Genaueres über den eigentlichen Job verlauten lässt. Doch der Titel „Auszeit“ ist das Ausschlaggebende, weshalb Liv sich sofort für den Job als Housesitterin bewirbt. Dass sie diesen Job nach nur ein paar Tagen auch tatsächlich bekommt und dass es sie daraufhin auf eine kleine irische Insel, fernab von jeglicher Zivilisation verschlägt, damit hätte sie niemals gerechnet. Doch kurz nach ihrer Ankunft stellen sich ihr schon diverse Probleme in den Weg. Zuallererst ist da der gutaussehende Kjer, der eine so geheimnisvolle Vergangenheit hat und der so undurchschaubar ist. Und dann wären da auch noch ihre Koffer, die nicht mit ihr zusammen den Flughafen von Dublin erreicht haben, sondern die jetzt noch nachgeschickt werden müssen.
Aber Liv bleibt frohen Mutes und freundet sich schnell mit Airin an, der aufgeweckten, jungen Frau, die außerdem allerhand über Kjer zu wissen scheint – und sie beständig vor ihm warnt. Doch wie soll Liv Kjer aus dem Weg gehen, wenn er für ihre Versorgung auf dem Leuchtturm zuständig ist? Und was ist zwischen ihm und dem freundlichen Ryan vorgefallen, dass sie sich so abgrundtief hassen? Und was, zum Teufel, hat die von ihr interviewte Frau, dass sie das Einverständnis zur Veröffentlichung des Artikels so plötzlich zurückgezogen hat?
Langsam aber sicher eröffnen sich Liv immer mehr Geheimnisse, die jedoch nicht nur sie selbst tief verletzen, sondern die sie auch immer näher zu Kjer kommen lassen – bis er genau das tut, wovor Airin Liv die ganze Zeit über hat warnen wollen: er bricht ihr das Herz.


Idee und Umsetzung

Die Idee des Buches ist mal eine andere, weil sie einem auch mal einen neuen Job kennenlernen lässt, nämlich den Job als Housesitter, von dem ich zuvor wirklich noch nichts gehört habe. Die Idee, dass Liv auf eine einsame Insel mit einem Leuchtturm zieht, ist wirklich gut umgesetzt worden, aber lest selbst:
Dadurch, dass das Buch zwar Fiktion ist, aber keine Fantasy-Elemente enthält, waren die Handlungen sehr gut nachvollziehbar, obwohl ich mich manchmal wirklich gefragt habe: Was?! Warum machst du es so und nicht anders??? Aber das gehört wahrscheinlich zu jedem guten Buch dazu, dass man eben auch mal andere Charaktere mit anderen Sichtweisen kennenlernt und versucht, sich in diese hineinzuversetzen. Denn das ging wirklich gut bei den authentischen Charakteren des Buches. Einzig Kjer fand ich nicht mehr ganz so realistisch. Klar, es kann vorkommen, dass eine Person innerhalb von ein paar Jahren alle verliert, die man liebt, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist doch relativ gering. Meiner Meinung nach hätte es auch genügt, wenn sein Bruder ihn einfach nur verraten hätte, das wäre eindeutig nachvollziehbarer gewesen als die ganze Geschichte um ihn und Kjers Freundin herum.
Was ich auch ganz gern am Hörbuch mochte, war die Sprecherin. Sie hat die Charaktere wirklich einzigartig gemacht durch die Art und Weise, wie sie gesprochen hat und das macht es ja gerade auch aus. Allerdings fand ich ihre Aussprache bei bspw. „Ginger Ale“ ein wenig merkwürdig, da ich es anders kenne, aber natürlich ist es auch unterschiedlich, je nachdem, wo man jetzt aufgewachsen ist. Die teils englischen Verse aus Kjers Liedern wurden auch gut ausgesprochen, wobei ich manchmal wirklich den deutschen Akzent rausgehört habe, aber das fällt einem nur noch mehr auf, wenn man schon mit Menschen zu tun hatte, die außerhalb von Europa leben und Englisch als Muttersprache haben.
Außerdem kommt trotz aller Probleme, die ich ja schon in der Inhaltsangabe angesprochen habe, auch Livs etwas intimere Beziehung zu Kjer nicht zu kurz, wobei ich Airin zum Schluss sehr viel interessanter fand als Kjer, weil bei ihm nun alle Rätsel gelöst wurden, während bei Airin zum Beispiel immer noch das Problem mit ihren Finanzen bleibt.
Was ich auch schade fand, war die Tatsache, dass die Sprecherin nicht gesagt hat, wann ein neues Kapitel anfängt. Da ich das Hörbuch als Audio hatte, stand das auch nicht auf den jeweiligen Audiodateien dran und das hätte ich mir schon als Orientierung gewünscht.


Fazit

Insgesamt ist „Show me the stars“ ein tolles New-Adult-Buch, das auf jeden Fall lesenswert ist durch die wundervolle Geschichte und das ebenfalls super schöne Setting. Trotzdem hatte ich noch einiges am Buch auszusetzen, was mir nicht so gefallen hat, was der an sich wirklich guten Bewertung natürlich auch teils einen Strich durch die Rechnung zieht.