Profilbild von _serafina_

_serafina_

aktives Lesejury-Mitglied
offline

_serafina_ ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit _serafina_ über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2018

"Wo ist dein Herz?" - "Es ist verrostet."

Roma Nova
0

Cover

Das Cover zeigt sowohl klassizistische wie futuristische Elemente und zeigt so voll und ganz das Universum, das Judith Vogt geschaffen hat. Man glaubt sich im Regierungsbezirk Washington D.C.s in ...

Cover

Das Cover zeigt sowohl klassizistische wie futuristische Elemente und zeigt so voll und ganz das Universum, das Judith Vogt geschaffen hat. Man glaubt sich im Regierungsbezirk Washington D.C.s in tausend Jahren. Gleichzeitig ist die Szene in einen goldenen Hoffnungsschimmer getüncht. Passt prima zum Buch! (Der Roman basiert ursprünglich auf einem Concept Design eines Regisseurs.)

5 Sterne



Inhalt

Die Patriziertochter widersetzt sich dem Befehl ihrer Mutter und wohnt einem rauschenden Fest auf dem Raumschiff ihres Vater Lucius Marinus bei. Doch das Fest steht unter keinem guten Stern: dämonische Krieger durchdringen die Energieschilde und stürzen sich auf die Besatzung und die Gäste. Auf der Flucht wird der Sklave Ianos zwar niedergeschlagen, doch die geheimnisvolle Sklavin des Legaten Lucius Marinus, Morisa, lässt ihn am Leben und überreicht ihm stattdessen ein Amulett. Zusammen mit Constantia und ihrem Vater gelingt Ianos die Flucht. Seine Belohnung: er darf Gladiator werden. Währenddessen spinnt Morisa ihre Fäden von der düsteren Hades-Galaxie aus und übt Rache an Lucius Marinus und seiner Familie. Bald befällt ein seltsamer Fluch die Familie und Constantia trifft Ianos, der in der Arena im sein Leben kämpft, im Traum wieder...

4,5 Sterne



Erzählstil und Handlung

Die Handlung dreht sich einerseits um Morisas Rache, die diese von weit entfernt an der Marinerfamilie übt. Andererseits geht es auch um die Verteilung der sechs göttlichen Herzen unter den Gladiatoren, die sich zur Unterhaltung des römischen Publikums bis auf den Tod bekämpfen. Das Bindeglied sind Constantia und Ianos, die seit ihrer Flucht vor den Hadesdämonen auf geheimnisvolle Art und Weise verknüpft sind. Ist es Liebe oder hat es mit Morisas Fluch zu tun?

Das Rom in der Zukunft ist authentisch und völlig funktionsfähig. Es ist glaubwürdig, dass es dieses Imperium Romanum geben wird, das einen ganzen Planeten verschlugen und mehrere Sonnensysteme versklavt hat. Wir erleben einen guten Mix aus Science Fiction Tech und römischer Kultur und Gesellschaft. Interessanter Weise passen diese beiden scheinbaren Gegensätze perfekt zusammen!

Judith Vogts Erzählung ist voller Details (von "Flughundmolke" bis hin zu Piercings, die Energieschhilde aktivieren), Phantasie und Spannung. Die Autorin erzählt rasch, realitätsgetreu und packend. Ich musste das Buch in einer Nacht durchlesen - der Schlaf hat darunter allerdings ein bisschen gelitten.

4 Sterne



Charaktere

Die Charaktere sind in meinen Augen der Schwachpunkt des Buches. Das Hightlight (und das einzige dieser Art) ist Constantia, die Patriziertochter. Viele Elemente der Geschichte wirken auf ihre Persönlichkeit ein:

- ihr unbedeutender Platz als Frau in der römischen Gesellschaft, den sie zunächst akzeptiert;

- ihre plötzliche, unerwartete Verbindung zu Iaonos, die sie ängstigt, aber auch neugierig macht und ihr zeigt, dass Sklaven auch Menschen sind;

- ihre neuste Anschaffung, eine Maske, die sie zu ihrer Dienerin macht, und mit der sie sich freier in Rom bewegen kann;

- und nicht zuletzt Morisas Fluch, der sie schwächt und zu einem frühen Ende verdammt, was ungeahnte Kräfte in ihr weckt.

Alles in allem macht Constantia als Einzige einen Wandel über die Dauer der Geschichte mit. Dieser ist natürlich durch ihre Ausgangsposition begünstigt, doch da andere Charaktere fast ebenso viel "Pagetime" haben wie sie, hätte ich mir gewünscht, dass sich auch Ianos, Spartacus, Morisa und Marius entwickeln. Was sie leider, in meinen Augen, nur minimal, wenn überhaupt tun.

3 Sterne



Fazit

Judith Vogt beschert uns mit Roma Nova eine unterhaltsame und packende Fantasy-Geschichte, die uns zugleich in die Zukunft und ins Alte Rom entführt. Alte Traditionen (Gladiatorenkämpfe) werden nicht nur aufgegriffen, sondern aufgepeppt (Mediatisierung, göttliche Herzen). Zwischen Technik, Magie, Gewalt und Gefühlen muss Constantia ihren Platz in der Welt finden. Judith Vogt hat viele Ideen, die dieses Buch lebendig werden lassen, die ich hier allerdings nicht alle ansprechen werde. Entdeckt sie doch selbst, indem ihr das Buch lest! Ich sehe viel Potential für eine Fortsetzung, besonders in Constantias Bruder Marius und der "Unterwelt" Roms.

4 Sterne





[Diese Rezension beruht auf meiner eigenen, ehrlichen Meinung und wurde in keiner Weise durch die Bereitstellung des kostenlosen Leseexemplars beeinflusst.]



[Diese und weitere Rezensionen findet ihr auf meinem Blog www.readytoreadeatlive.blogspot.com]

Veröffentlicht am 21.05.2018

Stai lontana di Leocorno ed Aquila - Studentin mit Sprachbarriere gefangen in einem Mordfall

Aquila
0

"Halte dich fern von Adler und Einhorn" - ein Satz, auf einen Pizzaflyer gekritzelt, vergessen, und doch, ein Ratschalg, den Nika besser berücksichtigen sollte - aber nicht kann. Ihre fehlen sämtliche ...

"Halte dich fern von Adler und Einhorn" - ein Satz, auf einen Pizzaflyer gekritzelt, vergessen, und doch, ein Ratschalg, den Nika besser berücksichtigen sollte - aber nicht kann. Ihre fehlen sämtliche Erinnerungen zwischen der Party am Samstagabend und Dienstagmittag, als sie sich in ihrer Wohnung eingesperrt wiederfindet. Wo ist ihre Mitbewohnerin Jenny und wer hat ihr die gruselige Nachricht auf dme Badspiegel hinterlassen? Wir sie von Jenny gehetzt oder steckt jemand ganz anderes hinter deren Verschwinden?

Erzählstil:
Gewohnt packend - ganz Poznanski, wie wir sie aus "Erebos" oder "Saeculum" kennen. Aus Nikas Perspektive begegeben wir uns auf die Suche nach deren Erinnerungen und ihrer Mitbewohnerin Jenny. Nikas Selbstzweifel und Verzweiflung und ihrer Wut ob ihrer Hilfslosigkeit sind sehr realistisch dargestellt und lassen den Leser von der ersten Seite an mitfühlen.
4 Sterne

Charaktere:
Nika ist nicht mein Typ. Ich halte nichts von feierwütigen Studenten. Und dennoch berührt mich ihr Schicksal, da sie menschlich ist, mit all ihren Fehlern. Sie will doch nur wissen, was mit ihr passiert ist, und dabei kann sie niemandem trauen.
Stefano wird ihr steter - und unsteter - Begleiter, der seine Zuneigung zu ihr, so wenig ich sie auch verstehen, muss an der italienischen Vorliebe für deutsche blonde Haare und blaue Augen liegen, nicht verbirgt und ihr eine wahre Stütze ist.... oder dkch nicht?
Der Komissar. Eiskalt.
Gute alte italienische Familienbande.
4 Sterne

Inhalt:
Partydrogen, Mord, psychopatische Störung. Hervorragende Inkredenzien für einen Thriller. Sehr stimmig inszeniert.
4 Sterne

Fazit:
Ich lese wirklich nicht gerne Thriller - außer die von Ursula Poznanski. Ich kann sie alle empfehlen, auch "Aquila". Packend bis zur letzen Seite, Grund für eine schalflose Nacht.
4 Sterne

Veröffentlicht am 21.05.2018

Apfelkompott

Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt
0

Damals habe ich mich bei der Leserunden beworben, aber leider nicht teilnehmen können. Fast ein Jahr später habe ich es dann endlich doch gelesen - und geliebt!

Bea ist die letzte Hoffnung ihres Verlags: ...

Damals habe ich mich bei der Leserunden beworben, aber leider nicht teilnehmen können. Fast ein Jahr später habe ich es dann endlich doch gelesen - und geliebt!

Bea ist die letzte Hoffnung ihres Verlags: sie soll den unbändigbaren Autor Tim Bergmann auf eine Lesereise mitnehmen, um das Ansehen der Verlags zu retten. Dumm nur, dass Bergmann eine Dystopia geschrieben hat und keinen von Beas heißgeliebten Liebesromanen. Ein unpünktlichere und unhöflicher Rüpel ist er obendrein. Doch Bea, das fleißige Bienchen, kann nicht anders, als diese schwere Last zu Schultern,um den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

Erzählziel:
Von Beas Perspektive erleben wir die Verlagswelt durch einen privaten Blick hinter die Kulissen, was für jeden Leser recht interessant ist. Dazu erhalten wir eine Liebesgeschichte der Gegensätze, wie die meisten sie lieben werden. Humorvoll und vor den Kopf stoßend ehrlich schildert uns Kristina Günak Beas Schwierigkeiten, sich auf die Liebe einzulassen. Familienchaos und Erinnerung an die Kindheit machen die Geschichte dazu noch lebendiger.
4 Sterne

Charaktere:
Bea gefällt mir als Protagonistin erstaunlich gut. Irgendwie erinnert sie mich an meine Mama. In die Arbeit vertieft, für alle jederzeit da, und manchmal unfähig, sich auf Emotionen einzulassen. Gerade ihre Beziehung zu ihrer Adoptivfamilie ist herzerwärmend.
Tim,nun ja. Ich stehe einfach nicht auf Rüpel. Aber bei ihm ist es irgendwo gerechtfertigt. Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass das Liebesromangenre dringend diese Frauenherabwürdigenden Kerle abschaffen muss. Beleidigt werden ist nicht sexy!
3 Sterne

Inhalt:
Leichte Kost mit ernsteren Einstreuern.
3,5 Sterne

Fazit:
Viel Spaß bei einer etwas anderen Liebesgeschichte !
3,5 Sterne

Veröffentlicht am 06.05.2018

"Bitte beachten Sie den Beipackzettel: Nicht für längere Autofahrten geeignet."

Mein Herz in zwei Welten
0

[Lou & Will Rezension Teil 2]

"Still me" von Jojo Moyes


... und dann kam irgendwann "After you" heraus. In mir kämpften zwei Seiten : die eine, die eine Reihe unmöglich nicht fertiglesen konnte, und ...

[Lou & Will Rezension Teil 2]

"Still me" von Jojo Moyes


... und dann kam irgendwann "After you" heraus. In mir kämpften zwei Seiten : die eine, die eine Reihe unmöglich nicht fertiglesen konnte, und die andere, die die wundervolle Erinnerung an Lou und Will nicht mit einem Buch zerstören wollte, das weiter nichts als Fanservice war, wenn man denn en Kritiken glaubte. Natürlich gewann der Bücherverschlinger in mir und ich las das Buch. Skeptisch zwar, aber ich habe schon so machen schlecht bewertete Buch gemocht, und hoffte bis zum Schluss. Nur, um es unbefriedigt zuzuschlagen und in den hintersten Winkel meines Bücherregals zu verbannen. Und, um zu weinen. Nicht, weil mich die Geschichte so berührt hätte, im Gegenteil : weil sie meine Lou zerstört hat.


Warum sollte ich mir dann "Still me" antun ?

Ich kann euch eines sagen : Autofahrten können manchmal ganz schön lang sein. Fahrt mal alleine von Paris 6 Stunden nach Straßburg. Viel Spaß. Französischen Radio kann ich jedenfalls nicht empfehlen. Also habe ich noch schnell, bevor ich losgefahren bin, mein liebes Audible gefragt, was es mir denn empfehlen könnte. Neben lauter seltsamen Vorschlägen stand da "Still me" einfach in der Liste und ich habe es mir kurzerhand, ganz spontan, gegen jegliches besseres Wissen, heruntergeladen.

Im Auto stelle ich routinemäßig erst mein Navi an, montiere es an der Fensterscheibe und hoffe, dass es nicht wieder herunterfällt, weil der Gummi zu weich wird. Es hat 30 Grad. Dann schließe ich mein Handy an und öffne die App. Auf geht’s…

Ich denke, ihr versteht meinen mangelnden Enthusiasmus. Ich hatte schon ganz verdrängt, was am Ende des 2. Buches aus Lou geworden war. Ah, die Erzählerin faselt etwas von New York… Jetzt dämmerte es wieder… Die englische Leserin hat übrigens eine sehr angenehme Stimme, gut verständlich, und vor allem bringt sie gut Lous Ausflipper rüber.

Der erste Teil - sei es nun dem nervenaufreibendem Pariser Verkehr geschuldet oder nicht - hat mich nicht sonderlich in die Geschichte hineingezogen. Lou wird, das ist nicht zu viel verraten, Personal Assistent von einer polnischen Masseuse, die einen reichen New Yorker geheiratet hat. So weit so gut. Auch das Auftauchen - dies provozierte übrigens zu Beginn einen herzhaften, genervten Seufzer meinerseits, untermalt von heftigem Gehupe der Pariser Autofahrer - eines Will-Clons änderte nichts an der Tatsache. Nathan, von dem ich gerne mehr gehört hätte, blieb ebenfalls recht schweigsam.

Ich war kurz davor, das Hörbuch abzubrechen und stattdessen auf "Das Wolkenschloss" von Kerstin Gier zu wechseln - oder, wahlweise, eine Runde Nickelback bei voller Lautstärke. Lous beständige Unentschlossenheit, die mich schon in "After you" an den Abgrund der Geduld gebracht hatte, war fast noch schlimmer als Pariser Nachmittagsverkehr.

"Nein, du beißt dich da durch!", sagte ich mir dann.

Nun, was soll ich sagen ? Ich habe irgendwann mal wieder zum Weinen angefangen, das war dann aber erst auf der Rückfahrt. Als Mrs Dewitt und Dean Martin näher in den Fokus rückten. Die alte Frau kam mir vor, als säße sie direkt neben mir im Auto und würde vor sich hin schimpfen. Für die, die das Buch gelesen haben, wird es etwas bedeuten, wenn ich sage, dass ich mich kaum noch halten konnte, als Lou diesen einen Brief bekam.


"Still me" hat für mich einiges gerettet, was "After you" zerstören wollte. Vielleicht scheiden sich in diesem Punkt auch die Geister, aber ich habe in "Still me "mehr Seele gespürt, die Charaktere so klar vor Augen gehabt, wie zuletzt in "Me before you". Es war natürlicher als sein Vorgänger, fühlte sich weniger gezwungen an, eine neue Geschichte zu erzählen.

Und dennoch : wenn ihr "Me before you" wirklich liebt, lasst bitte die Finger von den Nachfolgern. Sie werden euer Herz nicht wieder zusammenflicken, im Gegenteil. "After you" wird es nur noch mehr zerfleddern, aber nicht im selben, positiven Sinn. Da reicht das Pflaster on "Still me" kaum aus.

Veröffentlicht am 29.12.2017

"Sie flogen weiter durch die Nacht, dem Ende ihrer eigenen Geschichte entgegen."

Flammenwüste
0

Klappentext:

Der Wind flüstert es, die Wüste wispert ihren Namen. Die Menschen zittern, und die Flammen singen ihr Lied... die Drachen sind zurück!


Taschenbuch: 9,99 €
eBook: 8,49 €


Cover

Was will ...

Klappentext:

Der Wind flüstert es, die Wüste wispert ihren Namen. Die Menschen zittern, und die Flammen singen ihr Lied... die Drachen sind zurück!


Taschenbuch: 9,99 €
eBook: 8,49 €


Cover

Was will man mehr als einen schönen Drachen?

4 Sterne


Inhalt

Anûr ist eine junger Geschichtenerzähler, doch eigentlich wünscht er sich ein bewegteres Leben. Also ergreift er die Möglichkeit sofort, seinen Großvater im Palast des Königs zu vertreten - ohne auch nur zu ahnen, dass das bedeutet, das er auf Drachenjagd gehen wird! Zusammen mit dem Prinzen Masul und dessen Garde reist er nach Osten zum Berg Kaf, wo laut der Legende die Drachen hausen sollen. Und einer von ihnen treibt im Wüstenreich Nabija nach hunderten von Jahren wieder sein Unwesen. Doch als sie ihr Ziel fast erreicht haben, offenbart sich, dass es nicht nur ein tollwütiger Drache ist, der ihnen entgegen steht, sondern ein alter Feind, dessen Plan es ist, den ein Jahrtausend zurückliegenden Krieg um das Erste Wort erneut zu entfachen. Zusammen mit der mutigen Salia, dem faulen Magier Fis und dem untypischen Sammler Hadukaba stellt sich Anûr der Rolle, die ihm ein lange verstorbener Magier zugedacht hat, und der fürchterlichen Wesen, die es eigentlich nur in Legende geben sollte - und Masul kämpft seinen eigenen Kampf gegen den alten Feind.

4,5 Sterne


Erzählstil

Wie schon in der "Bibliothek der flüsternden Schatten" weiß El-Bahay durch die orientalische Atmosphäre zu überzeugen, die er äußerst glaubhaft herüberbringt. Man kann die Hitze und den Wüstensand regelrecht spüren, wenn man sich mit einem Tee in seinem Lieblingssessel vor dem Kamin zusammenrollt. Auch dass ein Teil der Informationen durch von den Charakteren erzählte Geschichten geliefert wird, fügt sich grandios in die Handlung ein.

4 Sterne


Charaktere

Anûr ist gleichzeitig abenteuerlustig, mutig und doch öfter unsicher. Ich finde es gut, dass er Zweifel hegt, und dass sein Großvater stets von großer Bedeutung für ihn ist.

Masul aber mag ich fast noch lieber als den Protagonisten, da er, der Prinz, sich schon recht früh in einer Lage befindet, die ihn dazu zwingt, "outside of the box" zu denken und doch an die Legenden zu glauben. Seine Beharrlichkeit, mit der er sich gegen seine Gefangenschaft auflehnt, finde ich sehr schön gezeichnet.

Salia, Fis und Hadukaba ergänzten Anûr in vielerlei Hinsicht und jede ihrer Persönlichkeiten ist glaubhaft und voller verschiedener Facetten.

Der Feind ist das Böse selbst, und doch zeigt sich auch in ihm seine Sterblichkeit, da auch er sich bis zu Letzt seiner Sache nicht sicher sein kann.

Und Meno liebe ich jetzt schon!

4,5 Sterne


Fazit

Es ist, zugegeben, im Gegensatz zu "Ein Lied von Eis und Feuer" oder "Das Schwert der Wahrheit" leichte Fantasy-Kost. Aber Akram El-Bahay braucht sich mit dieser Trilogie bestimmt nicht verstecken! Ich finde, das Buch macht den Fantasy-Genre für viele zugänglicher, als er manchmal erscheint. Die Charaktere sind liebenswert und von den Folgebänden erwarte ich mir nun einiges!

4,25 Sterne

[Diese Rezension ist auch auf meinem Blog zu finden: https://readytoreadeatlive.blogspot.com/2017/12/rezension-flammenwuste-flammenwuste-1.html]