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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2021

angenehme Lektüre für Zwischendurch

Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich
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Mary E. Garner schrieb mit „Das Buch der gelöschten Wörter“ einen Fantasy Roman mit dem der Leser in eine ihn bekannte und doch neue Welt eintauchen kann. Wir begleiten Hope die in ihren Vierzigern ist ...

Mary E. Garner schrieb mit „Das Buch der gelöschten Wörter“ einen Fantasy Roman mit dem der Leser in eine ihn bekannte und doch neue Welt eintauchen kann. Wir begleiten Hope die in ihren Vierzigern ist in die Bücherwelt wo sie versuchen muss mit ihren eigenen Sätzen böse gelöschte Wörter in etwas Gutes umzuwandeln. Dabei hilft ihr der gutaussehende Rufus mit seinen Kumpanen Lancelot und Guinevere die ihn begleiten. Verräter, Liebhaber und Intrigen gehören zu diesem Buch dazu.
Das Buch erstreckt sich über etwas mehr als 400 Seiten. Leider hat dieses Buch einen recht langsamen und zähen Einstieg der mich irgendwie nicht wirklich motiviert hat weiterzulesen. Für 400 Seiten hat mir der Einstieg bis sie das Ganze mit der Buchwelt erfährt etwas zu lange gedauert das ist jedoch meine ganz eigene Meinung. Sobald das Buch jedoch seinen Mittelpunkt erreicht beginnt der Spannungsbogen an Schwung aufzunehmen. Mir gefällt es sehr wie sie nach und nach mehr Verantwortung übernimmt jedoch ist es etwas übertrieben gewesen, dass sie allein diese Atemberaubenden Kräfte hat und sich das so unglaublich schnell verbreitet. Sie wird wie eine wahre und unbesiegbare Heldin dargestellt.
Der Hauptteil insgesamt hat mir gut gefallen, es war sowohl witzig als auch spannend und man fiebert heimlich für seinen Lieblingswalker mit wobei ich eindeutig jemanden im Blick habe. Mir hat es gefallen auch mal in eine der anderen Buchwelten einzutauchen. Vor allem Dracula konnte ich mir gut vorstellen. Ich hätte gerne mehr von den Welten gelesen da ja hauptsächlich alles an zwei Orten gespielt hat und der Leser nur selten und wenn kurz in eine andere Welt kommt.
Das Ende hatte für mich einige Stärken. Er lässt viele Fragen offen die einen animieren weiterzulesen. Was hat Rufus mit der Mutter von Hope zu tun. Wieso tauchte der Exfreund von ihr auf einmal auf und was ist mit Rufus Bruder. Ist er nun gut oder böse? Es könnte beides sein. Das sind jedoch gute Gründe für mich weiterzulesen und der Story noch weiter zu folgen. Weiterhin baute sich die Spannung am Ende positiv stark auf um dann in einem Knall zu explodieren und uns mit all diesen Fragen zurückzulassen.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir recht gut. Er lässt sich flüssig lesen und ist wenig verwirrend. Mir gefällt es, dass sie nicht die Perspektiven gewechselt hat und wir nur aus der Sicht von Hope lesen durften.
Die Charaktere waren mir grundlegend sympathisch. Mit der Protagonistin konnte ich mich überhaupt nicht identifizieren jedoch schmälert das nicht die Sympathie für Hope. Durch ihr doch hohes Alter für eine Fantasy-Protagonistin konnte ich keinen direkten Zugang zu ihr bekommen. Wie bereits erwähnt wird sie fast schon als einzigartige Persönlichkeit gesehen die all das Böse verhindern kann. Das ist ein weiterer Grund warum ich nicht wirklich einen Draht zu ihr erhielt. Sie war zu perfekt für das Ganze und wir wissen alle, dass kein Mensch perfekt ist.
Rufus ist ein sehr interessanter und mysteriöser Charakter den ich gern habe. Er ist der ruhige Protagonist mit einem kühlen Kopf der es nicht bloß auf Frauen abgesehen hat. Mich wundert nur, was er mit der Mutter von Hope zu tun hat. Mir gefiel wie er mit den verschiedenen Charakteren interagierte und eine oberflächliche Beziehung zu Hope aufbaute.
Die Nebencharaktere wie Gwen und Lance mochte ich am meisten. Sie sind wie Sidekicks denen ich gerne zusehen würde wie sie mal miteinander streiten oder wie sie miteinander herumalbern. Die Nebencharaktere waren sehr gut ausgebaut und waren richtig platziert auch wenn am Ende einige Nebencharaktere zusammen kamen bei denen der Leser erst einmal unterscheiden muss wer länger bleibt und wer bloß ein Statist in diesem Buch ist.
Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen. Es erhält gute drei von fünf Sterne von mir. Ich konnte nicht gut in das Buch rein finden, da es doch recht zäh voran ging und dann urplötzlich spannend war und die Protagonistin konnte ich einfach nicht in dieses Buch einordnen. Sie war sympathisch und gleichzeitig mit überragenden Fähigkeiten gesegnet. Das machte den Zugang, zusammen mit dem Alter, nicht einfach.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2021

Leider nicht ganz die Erwartungen erfüllt

Das Joshua-Profil
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Das Joshua Profil ist ein weiterer Thriller den ich von Sebastian Fitzek gelesen habe. Leider fällt es eher unter die mittelmäßigen Thriller welche ich bisher gelesen habe. In „Das Joshua Profil“ begleiten ...

Das Joshua Profil ist ein weiterer Thriller den ich von Sebastian Fitzek gelesen habe. Leider fällt es eher unter die mittelmäßigen Thriller welche ich bisher gelesen habe. In „Das Joshua Profil“ begleiten wir Max Rhode dessen Tochter entführt wird und er wird gezwungen eine Straftat zu begehen. Dabei kommen düstere Geheimnisse der Vergangenheit sowie Zukunft heraus. Wir lernen seine Familie und seine geringes Soziales Umfeld kennen. Innerhalb der 400 Seiten geht es um die Suche nach der Tochter Jola und das Lösen des Rätsels wer dahinter steckt.
Wie bereits erwähnt ist es eher ein mittelmäßiger Thriller wobei das meine persönliche Meinung ist die ich vertrete, da ich weiß, dass Herr Fitzek schon deutlich spannendere Bücher geschrieben. Im Gegensatz zu seinen anderen Büchern fand ich dieses Buch recht vorhersehbar was immer etwas Spannung herausnimmt. Vielleicht weil ich „die Blutschule“ bereits gelesen habe. Der Spannungsbogen ist recht flach gehalten und es zieht sich etwas in die Länge. Ich konnte nicht richtig in das Buch rein finden was es zusätzlich erschwerte mich in die Geschichte fallen zu lassen. Der Schreibstil hingegen hat mir recht gut gefallen. Er ließ sich flüssig lesen und das einzige was mich hier störte waren teilweise die Sichten, welche für mich vollkommen unnötig waren. Sie wirkten überflüssig wie beispielsweise die Frau von Max Rhode oder der befreundete Anwalt. Ich hätte viel mehr gerne auch die Sicht des Bruders mehr einbezogen der ja mit in dem Fall drin war.
Weiterhin hatte ich hierbei das Gefühl, dass der Leser viel weniger hinters Licht geführt wird. Die Sichten waren überflüssig und im Gegensatz zu seinen anderen Büchern konnten mich dieses Mal die Sichten nicht verwirren oder auf eine falsche Fährte führen weil es dafür zu offensichtlich war. Weiterhin fehlte mir im Bezug auf die Story dieses Mal leider auch der Aspekt, dass es Realitätsnah ist. Natürlich werden wir alle sicherlich überwacht aber das Auftragsmörder versuchen Böse Menschen auszuschalten bevor sie überhaupt böse werden ist doch zu weit hergeholt. Deswegen fehlte mir hier auch die Realität in dem Buch. Trotz der negativen Punkte kann ich sagen, dass ich das Buch trotz allem beendet habe und es kein vollkommener Reinfall war.
Die Charaktere bekommen einen dicken Pluspunkt von mir. Sie waren sympathisch und ich konnte mich in die Protagonisten rein fühlen. Vor allem Jola finde ich besonders stark als Charakter. Sie bekam immer mehr Anteile in dem Buch und obwohl trotz allem Max Rhode im Vordergrund steht fällt mir mehr zu Jola ein als zu Max. Für ihr Alter wird sie sehr klug und stark dargestellt was sich jeder für seine eigenen Kinder wünschen kann. Sie behält einen kühlen Kopf und trotz sicherlich großer Angst versucht sie klar zu bleiben. Deswegen ist Jola mein eindeutiger Favorit.
Max ist sympathisch, er hat einen gewissen psychologischen Tiefgang was mir gefällt. Hinter ihm steckt mehr als der liebende Vater. Sein Trauma aus der Kindheit wird im Laufe des Buches gut aufgegriffen und mit behandelt obwohl ein Großteil der Wahrheit erst zum Schluss herauskommt. Er entwickelt sich zwar wenig jedoch ist es in Anbetracht des Settings verständlich. Bezüglich seines Traumas entwickelt er ein gewisses Verständnis jedoch bleibt der Charakter in der kurzen Spanne gleich was keinesfalls schlecht ist.
Am Ende war ich nur etwas verwirrt wer nun schlussendlich zu der guten Seite gehörte und wer zu der schlechten Seite. Für mich habe ich eine Einteilung getroffen jedoch bleibt die Wahrheit jedem selbst überlassen.
Insgesamt ist es in den mittleren Bereich meiner Bücher einzustufen und erhält drei von fünf Sternen was in Anbetracht der Kritik noch gut ist. Die Story an sich hat mir leider nicht so gut gefallen jedoch trumpften die Charaktere mal wieder eindeutig auf. Ich weiß nicht ob ich es direkt weiterempfehlen werde da Sebastian Fitzek bereits tiefergehende Thriller geschrieben hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2021

Wieder ein Highlight mit tollen Charakteren

Night of Crowns, Band 1: Spiel um dein Schicksal
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Ein weiteres Jahreshighlight von mir ist Night of Crowns von Stella Tack welches ich unglaublich lieb gewonnen habe. Alic e auf ihrer Reise in das Spiel zu begleiten war unglaublich spannend und fesselnd. ...

Ein weiteres Jahreshighlight von mir ist Night of Crowns von Stella Tack welches ich unglaublich lieb gewonnen habe. Alic e auf ihrer Reise in das Spiel zu begleiten war unglaublich spannend und fesselnd.
Wir begleiten Alice als Protagonistin an die Chesterfield welches ein Internat für reichere Kinder ist als Alice es je sein wird. Dort trifft sie auf den anziehenden Vincent Chesterfield und gerät dabei auch in eine jahrelange Fehde zwischen schwarz und weiß, gut und böse. Wer ist aber gut und wer böse.
Wie bereits erwähnt ist dieses Buch sehr fesselnd. Nach einem etwas längeren Einstieg, bei dem wir Alice näher kennen lernen durften wurde man förmlich in die Geschichte eingesaugt. Chesterfield wirkt wie ein wahrgewordener Traum der sich als schlimmer Albtraum entpuppt und schon ist sie in einem Fluch gefangen. Mir gefällt die Idee hinter der Geschichte weswegen ich innerhalb eines Tages die spannenden Geschichte verfolgte und bei der letzten Seite traurig war, dass Band zwei nicht innerhalb eines Tages in meiner Hand liegen kann.
Night of Crowns war das erste Buch welches ich von Stella Tack gelesen habe und ich muss sagen, dass ich ihren Schreibstil sehr gerne lese. Die Seiten ziehen an einem vorüber und der Leser vergisst Raum und Zeit. Stella Tack wusste die neue Welt liebevoll und detailliert zu beschreiben und den Leser etwas hinters Licht zu führen wer nun gut und wer böse ist wobei ich da eine eindeutige Seite beziehe.
Ab dem Mittelteil steigt der Spannungsbogen sehr stark an. Eine Aktion folgt der nächsten und wir erfahren immer mehr über die Welt im Fluch. Es macht Spaß jedes neue Detail kennen zu lernen. Vor allem als Schachspielerin.
Vor allem haben mir die ganzen Charaktere mit ihren verschiedenen Seiten gefallen. Über das Buch hinweg lernen wir nur einen Bruchteil der Spieler kennen jedoch merkt man schnell, dass nicht jeder der ist, der er vorgibt zu sein.
Alice als Protagonistin ist ein wundervoll sympathischer Charakter und sie tut mir fast schon leid und doch scheint sie ein wichtiges Puzzleteil zu sein. Mir gefällt ihre Entwicklung und die Entscheidungen die sie trifft. Wie sie bemerkt, wie mit ihr gespielt wird und das sie keine Wahl hat. Es macht Spaß ihr zuzusehen, wie sie selbst in einer Achterbahnfahrt der Gefühle gefangen ist.
Jackson alias Black Jack ist mein absoluter Lieblingscharakter. So viele verschiedene Fassetten wie er hat kann ich ihn noch nicht einschätzen jedoch wirkt er auf jeden Fall intelligenter als Schmalz Vincent den ich nicht ausstehen kann. Vielleicht hat die Schwarze Seite der Macht mich auch einfach angezogen. Mir gefällt er als Charakter in seinem Charakter und der Entwicklung und er tat mir am Ende etwas leid.
Vincent alias Psycho mag ich nicht. Zunächst wirkte er wie ein guter Charakter den man lieben lernen kann jedoch stellt sich nach und nach raus, was er für ein Mensch ist und das ist ein Geniestreich der Autorin gewesen da man mit ihm und seiner Entwicklung nicht direkt rechnet.
Die Nebencharaktere wurden gut platziert. Einige mag man, andere wieder nicht jedoch ist das normal. Auf beiden Seiten habe ich meine Favoriten denen ich den Tod nicht wünsche.
Insgesamt liebe ich das Buch unglaublich und es bekommt natürlich volle fünf Sterne von mir. Ich würde es gerne immer und immer wieder lesen. Ich bin gespannt wie es im folgenden Teil mit meinen Lieblingscharakteren weiter geht und was Alice alles noch erlebt. Bis dahin werde ich mich jedoch mit anderen Büchern begnügen muss die nicht so gut sein werden wie dieser Schatz.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2021

Mein Jahreshighlight unter den New Adults

Trust My Heart - Golden-Campus-Trilogie, Band 1
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Für mich gehört Trust my heart eindeutig zu meinen Jahreshighlights. Das Setting, die Charaktere und die Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Lyla Payne entführt uns in die Welt von May die eigenständig ...

Für mich gehört Trust my heart eindeutig zu meinen Jahreshighlights. Das Setting, die Charaktere und die Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Lyla Payne entführt uns in die Welt von May die eigenständig leben möchte und Felix der seine Familie zusammen halten will die durch den Tod der Eltern zu zerbrechen droht. Durch einen dummen Zufall treffen die beiden aufeinander und, wie sollte es anders sein, verlieben sich innerhalb eines Bandes. Trust my Heart ist ein Stand alone, Band zwei und drei drehen sich um andere Charaktere des Buches und somit kann jeder Band in jeglicher Reihenfolge gelesen werden.
Die Story erstreckt sich auf 476 Seiten und entführt uns an die Golden Isle Academy an der nur reiche Schnösel und eben May zur Schule gehen. Beide haben eine dramatische Vergangenheit wobei Felix im reichen Haushalt aufgewachsen ist und erst seit einem Jahr ein schweres Ereignis verdauen muss und May seit ihrer Geburt in schlechten Verhältnissen leben musste. Trotzdem beißt sie sich nun allein durchs Leben. Die Geschichte beginnt so richtig als sie den Job bei Felix als Nanny annimmt und die beiden viele Stunden miteinander verbringen müssen. Spannend wird es, als die Geschichte langsam Fahrt aufnimmt und er versucht ihr zu helfen. Ich verstehe nicht wieso aber er macht es. Die Geschichte hat für einen New Adult Roman eine angenehme Tiefe verbunden mit dem tollen Schreibstil der Autorin. Das Buch lässt sich flüssig lesen und Zeitsprünge werden gut eingeleitet. Dies macht das lesen sehr angenehm.
Zum Ende hin wird die Geschichte noch einmal dramatisch und emotional und wie bei jedem New Adult Liebesroman verbockt es einer von den beiden und am Ende kommt es doch zu einem Happy End. Das nenne ich nicht spoilern sondern es ist so. Leider ist jeder NA-Roman gleich aufgebaut was ihn vorhersehbar macht jedoch mich nicht daran hindert darüber hinwegzusehen und das Leseerlebnis wie hier zu genießen.
May als Protagonistin ist eine junge, selbstständige und sympathische junge Frau deren Wunsch nach Freiheit und Eigenständigkeit ich voll und ganz verstehen kann. Im Laufe der Geschichte wird sie immer offener und wir erfahren immer mehr von ihr. Dabei entwickelt sich bei dem Leser ein Interesse an der weiteren Entwicklung von May die ja niemanden mehr hat. Ich mochte sie als Protagonistin, da es durchaus realistisch sein kann, dass jemand in Amerika genau so aufwächst auch wenn es traurig ist. May wurde gut ausgearbeitet und zeigt sowohl ihre Stärken und Schwächen und mehr als einmal will man ihr ins Gewissen reden.
Felix ist ein typischer Playboy der seine Frauen wahrscheinlich öfter wechselt als seine Unterwäsche. Dabei ist er einem nicht weniger sympathisch. Er ist ein angenehmer Protagonist wobei seine Verwandlung zu einem zahmen Jungen etwas zu schnell geschieht was ihn unwirklich wirken lässt. Er hat ein reines Herz und versucht mit seinem Leben und der Trauer auf seine Weise fertig zu werden wobei May da eine gute Stütze ist.
Sophie als Bindeglied welches die beiden verbindet ist meine Favoritin. Sie ist stark und doch schwach. Sophie schafft es mit elf Jahren schon klarer zu sehen und zu denken. Dabei zeigt sie normale Abwehrreaktionen. Über sie hätte ich gerne mehr gelesen da sie ja doch sehr präsent war.
Insgesamt haben mir die Nebencharaktere recht gut gefallen. Sowohl die Freunde von Felix als auch die Freundin von May waren angenehm Präsent und man erhält eine Vorahnung welche Charaktere in den Folgebänden im Fokus stehen. Die Freunde hatten meist einen guten Rat und wirkten nicht überflüssig.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und wie bereits gesagt ist eines meiner Jahreshighlights welches ich immer wieder lesen würde. Deswegen erhält es schlichtweg volle fünf Sterne von mir. Die kleinen Mängel kann ich ganz gut überlesen und es wäre dann eher das Suchen nach der Nadel im Heuhaufen weswegen es bei den vollen fünf Sternen bleibt.

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Veröffentlicht am 02.04.2021

ein gut durchdachter und verwirrender Thriller

Der Nachtwandler
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Mit „der Nachtwandler“ hat Sebastian Fitzek mal wieder einen spannungsgeladenen Psychothriller geschrieben der mich mehr als einmal hinters Licht geführt hat. Wir begleiten dieses Mal Leon der Nachts Schlafwandelt ...

Mit „der Nachtwandler“ hat Sebastian Fitzek mal wieder einen spannungsgeladenen Psychothriller geschrieben der mich mehr als einmal hinters Licht geführt hat. Wir begleiten dieses Mal Leon der Nachts Schlafwandelt und dabei so manches anstellt. Dabei scheint er Menschen und Tieren weh zu tun oder durch Tunnel zu laufen. Er weiß nie, ob er gerade wach ist oder doch schläft und was genau die richtige Realität ist.
Die Story rund um das Buch ist wieder einmal der Realität entnommen und doch wieder zu so einem Einzelfall verformt, dass der Leser das Gefühl hat in dem Buch gefangen zu sein da es in einer realen Welt mit realen Straßen spielt. Dies gefällt mir an seinen Büchern immer besonders. Sein Schreibstil und wie er die einzelnen Stränge immer wieder zusammenlaufen lässt ist ein Merkmal seiner Bücher, welches mir ebenso gut gefällt. In diesem Buch begleiten wir allerdings nur die Geschichte aus Sicht von Leon was angenehmer zu lesen war jedoch nicht weniger verwirrend.
Während einem rasanten Anstieg des Spannungsbogens in dem wir selbst nicht mehr wissen, was ist die Realität und was der Schlaf, bekommt man Gänsehaut von der Spannung die sich stark aufbaut. Der Leser möchte auf den etwas mehr als 300 Seiten erfahren, wie es nun endet und wie Herr Fitzek die Bombe dieses Mal platzen lässt. Das Ende ist dabei genauso unvorhersehbar und überraschend wie ich es mir von seinen Büchern wünsche. Bis ganz zum Schluss musste man Rätseln wie das Buch nun enden würde. Durch die geringe Seitenzahl schreitet der Fortschritt der Geschichte sehr schnell voran was mich etwas störte jedoch nicht am Weiterlesen hinderte. Durch den schnellen Fortschritt muss der Leser viel mehr manche Stellen noch einmal durchdenken und doch hat er nicht das Gefühl, dass es so kurzfristig ist.
Psychologisch war das Buch wieder gut recherchiert und durchdacht. Die Schlafstörungen von Leon und seine Vergangenheit werden immer wieder gut beleuchtet und nach und nach erfährt der Leser mehr über diese extreme Form des Schlafwandelns. Beleuchtet wurden dabei die Extremfälle und weniger die problemlosen Einzelfälle.
Leider war mir Leon als Charakter nicht sonderlich sympathisch, er war schon zu kaputt bei dem Gedanken wieder zu schlafwandeln und dabei jemanden zu verletzen. Dadurch hatte er zwar eine gewisse Tiefe aber über ihn als Menschen lernt der Leser nicht viel weswegen er eigentlich nur auf die Krankheit eingegrenzt wird. Mir fehlte etwas über ihn zu erfahren, mehr als die Bezüge mit der Krankheit. Leon wirkte etwas unnahbar als Charakter, jetzt am Ende habe ich nicht das Gefühl ihn zu kennen und doch würde ich sagen, dass der Protagonist gut durchdacht war. Die Nebencharaktere brachten sich gut in die Handlung ein.
Jede einzelne Person in diesem Buch spielte eine Rolle und auch wenn jeder einzelne nur wenige Passagen hatte und dadurch schwach wirkt, sind sie nicht deplatziert. Bei jeder Stelle wurde genau abgewägt wer in die Szene passt und überflüssige Charaktere wurden komplett weggelassen. Dadurch beschränkte sich die Geschichte im Bezug auf die Handlungspersonen nur auf die wichtigsten und notwendigsten Personen. Wie seine Frau da jedoch noch die Finger im Spiel hatte ist mir nicht ganz bewusst. Ist sie nun gut oder böse, wie war die Beziehung zu Leon und wie konnte sich das ganze entwickeln.
Insgesamt hat mir das Buch jedoch sehr gut gefallen. Es ist eine Empfehlung wert und eines der Bücher von Sebastian Fitzek die ich erneut lesen würde. Besonders gefallen hat mir an dem Buch, wie unvorhersehbar das Ende war. Wenn sich der Leser nicht selber spoilert wird er immer wieder hinters Licht geführt. Herr Fitzek weiß, wie er seine Leser an der Nase herumführen kann und deswegen ist er ein so guter Autor. Das Buch erhält von mir vier von fünf Sterne was auf jeden Fall bedeutet, dass dieses Buch unter meine Top 5 Psychothriller von Sebastian Fitzek fällt. Ich freue mich sehr auf weitere Bücher von ihm.

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