Profilbild von _zeilen_springerin

_zeilen_springerin

Lesejury Profi
offline

_zeilen_springerin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit _zeilen_springerin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2021

Ein recht guter Psychothriller

Passagier 23
0

Passagier 23 ist ein Psychothriller von Sebastian Fitzek, weswegen ich es natürlich lesen musste. Sebastian Fitzek ist ein Meister der Überraschungen weswegen genau diese Bücher mich immer wieder begeistert. ...

Passagier 23 ist ein Psychothriller von Sebastian Fitzek, weswegen ich es natürlich lesen musste. Sebastian Fitzek ist ein Meister der Überraschungen weswegen genau diese Bücher mich immer wieder begeistert. Noch keines seiner Psychothriller hat mich enttäuscht.
Die Story war mal wieder spannend geschrieben. Wir begleiten die Geschichte durch mehrere Sichtweisen hindurch. Sowohl männliche Sichten wie der Kapitän als auch die weibliche Sicht wie die Ärztin. Anders würde die Überraschung des Ergebnisses nur halb so spannend und überraschend sein. Das macht seine Bücher aus, keiner weiß, wie es am Ende wirklich ausgeht. Der Spannungsbogen wird wieder einmal sehr hochgetrieben wo es sich gegen Ende hin entlädt und noch einmal zu einem kleinen Bogen auf den letzten Seiten aufbaut. Ab und zu empfand ich dieses Buch jedoch auch verwirrend weswegen ich, trotz des guten Schreibstils, manche Abschnitte mehrfach lesen musste. Hier bekommt das Buch auch einen kleinen Abzug. Ein wenig Verwirrung ist gut jedoch sollte es nicht so verwirrend sein, dass es nicht verstanden wird.
Die Charaktere waren mir weniger sympathisch. Ich hatte keinen Draht zu ihnen aufbauen können, was wohl die Geschichte so verwirrend machte, wie vorab beschrieben. Manch ein Charakter, wie die Ärztin, war mir sympathisch und ich konnte mich gut in sie einfühlen. Den Protagonisten konnte ich jedoch nicht wirklich leiden. Ich hatte die ganze Zeit jemand verrückten vor Augen, zu dem kein Kind Vertrauen aufbauen würde. Obwohl er Psychologe ist, hatte ich immer das Bild eines Mannes vor mir, bei dessen Anblick ich die Straßenseite wechseln würde. Was positiv bei den Charakteren war, dass sie teilweise unvorhersehbar handelten, was die Spannung unterstützte.
Abschließend kann ich sagen, dass das Buch allgemein sehr gut ist aber einen großen Punktabzug für seine doch unsympathischen Charaktere und die manchmal verwirrende Handlung erhält. Das Buch ist trotz allem eine Leseempfehlung wert, da es wieder einmal sehr Spannend ist, was einen die Charaktere manchmal vergessen lässt. Insgesamt erhält das Buch von mir 4 von 5 Sternen wobei nur wenig Punkte für die 3,5 Sterne fehlten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2021

ein besonderer Roman

Der Atlas der besonderen Kinder
0

Der vierte Band der besonderen Kinder Reihe freute mich ungemein, weil ich diese Reihe von Ransom Riggs einfach liebe. Nachdem der dritte Band eigentlich die Reihe beendete, kam nun der vierte Band heraus. ...

Der vierte Band der besonderen Kinder Reihe freute mich ungemein, weil ich diese Reihe von Ransom Riggs einfach liebe. Nachdem der dritte Band eigentlich die Reihe beendete, kam nun der vierte Band heraus. Band fünf ist ebenfalls schon erschienen und Band sechs soll das Ende darstellen. Ich hätte niemals mit so vielen Bänden gerechnet.
Die Story hat mir wie immer sehr gut gefallen obwohl ich das Gefühl hatte, dass es nicht an Band eins bis drei heranreichen konnte. Es nahm einen nicht so für sich ein und wirkte manchmal zu theatralisch für meinen Geschmack. Trotzdem konnte ich es kaum erwarten Jacob und Emma wieder zu treffen. Ein Spannungsbogen war durchaus erkennbar und es war Spannung pur. Ransom Riggs weiß, wie er Spannung aufbauen muss. Das Drama hat hier ebenfalls nicht gefehlt. Immer wieder war es wie ein auf und ab zwischen Drama, Emotionen und Spannung. Was mir besonders gut gefallen hat, waren wieder einmal die Bilder, welche immer wieder in den Büchern vorkommen. Kleine Inspirationsquellen, bei denen sich der Leser fragt, ob sie nun echt oder gestellt sind. Vielleicht wurden sie auch einfach bloß schlau angeordnet, um sie passend in die Geschichte zu integrieren. Insgesamt hat mir die Story hinter dem Buch wieder einmal gefallen. Der Schreibstil lässt sich locker lesen und es ist nicht schwierig geschrieben.
Wieder die Charaktere zu treffen, welche man in den ersten Bänden lieb gewonnen hat, war ein schönes und heimisches Gefühl. Eigentlich hat sich nichts verändert. Miss Peregrine und Jacob mochte ich nicht mehr unbedingt als Charaktere. Sie waren mir weniger sympathisch als sonst entwickelten sich jedoch teilweise weiter. Emma und die anderen Kinder hingegen waren wieder einmal ein sehr sympathischer und chaotischer Haufen. Wie eine große Familie.
Jacob hat mir nicht gefallen, weil er mir manchmal zu anstrengend war. Seine Emotionen laufen fasst schon Amok und es war nicht einfach zu sehen, wie er sich veränderte. Miss Peregrine dahingegen veränderter sich überhaupt nicht. Sie ist und war die, die sie schon immer war. Nur etwas fürsorglicher. Hier hätte ich mir gerne eine Entwicklung des Charakters gewünscht. Obwohl Miss Peregrine an sich ja ein sehr toller Charakter ist.
Meine Favoriten sind jedoch die ganzen kleinen neuen Nebencharaktere wie H und Noor welche ich sehr lieb gewonnen habe. Sie haben am Ende für Erstaunen und Tränen gesorgt. Bei ihnen bin ich gespannt, wie es weitergeht.
Insgesamt hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen obwohl es einen kleinen Mangel im Bezug auf die charakterliche Weiterentwicklung hat. Die Story ist viel mehr Geschmackssache. Das Buch bekommt von mir 4,5 von 5 Sterne und ist somit ein Buch, was jeder gut lesen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2021

Ein emotionaler zweiter Band

Der Zauber eines frühen Morgens
0

Das Buch von Lesley Pearse ist der zweite Band der Belle-Trilogie und mein erstes Buch in diesem Jahr. Es war ein sehr guter Anfang, da ich es sehr genossen habe, in das London des ersten Weltkriegs einzutauchen. ...

Das Buch von Lesley Pearse ist der zweite Band der Belle-Trilogie und mein erstes Buch in diesem Jahr. Es war ein sehr guter Anfang, da ich es sehr genossen habe, in das London des ersten Weltkriegs einzutauchen. Wieder durften wir die Protagonistin durch mehr als nur London begleiten. Ich war sehr beeindruckt von diesem Band und muss sagen, dass er um Welten besser war als Band 1.
Die Story findet seinen Anfang ein paar Jahre nach Band eins und schließt gut an. Anfangs erfährt der/die Leser*In noch einmal etwas über Band eins und die Vergangenheit unserer lieben Belle. Der Schreibstil bleibt weiterhin positiv in Erinnerung weswegen sich das Buch flüssig lesen ließ. Wir begleiten dabei die Protagonistin durch die Vorzeit des ersten Weltkriegs bis hin zu den Hauptschlachten des Krieges. Der rote Faden war dadurch erkennbar, dass keinerlei Zeitsprünge geschahen und alles logisch aufeinander aufbaute. Die Jahreszahlen halfen dabei, die Geschehnisse zeitlich einzuordnen und somit eine bessere Orientierung zu haben. Der Spannungsbogen sowie die Emotionen waren wie eine Berg- und Talfahrt. Es ging immer wieder auf und ab. Mehr als einmal kamen mir die Tränen weil es so emotional war. Das Ende hat mich so bewegt, dass ich kaum fassen konnte, was alles geschah. Insgesamt hat das Buch einen in sich aufgesogen.
Zu den Charakteren kann ich sagen, dass wir sowohl neue kennenlernen durften als auch alte widersehen. Dabei war jeder so unglaublich sympathisch. Sie wurden von Lesley Pearse gut ausgearbeitet wodurch man ihren Gedanken, Hoffnungen und Handlungen sehr gut folgen konnte.
Belle und Jimmy durchlebten eine enorme Verwandlung. Ihre Entwicklung war beinahe spürbar. Wobei Jimmy sich eher in eine recht unsympathische und bemitleidenswerte Person entwickelte und Belle zu einer eher starken und emanzipierten jungen Frau. All das, was sie erlebte, stärkte sie viel mehr als das es sie schwächte. Etienne wurde mein Lieblingscharakter der von Kapitel zu Kapitel immer sympathischer wurde. Mein Lieblingszitat ist ebenso von ihm.
„Ich kam nur, um dich zu sehen, ansonsten habe ich mir keine Hoffnungen mehr gemacht. Aber als ich dich sah und küsste, war es, als würde ich von einem Wirbelsturm mitgerissen.“ (S.651)
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich kann die Reihe jedem empfehlen, der auch mal gerne in den historischen Gefilden fischt. Das Buch bekommt von mir volle 5 von 5 Sternen weil es mich emotional so mitgenommen hat und die Story sowie die Charaktere sehr stimmig waren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2021

Gutes Mittelmaß

1984
0

Das Buch „1984“ von George Orwell ist eine Dystopie, welche mir von vielen Leser*Innen empfohlen wurde. Um genau zu sein, habe ich es sogar geschenkt bekommen, da ich eigentlich nicht unbedingt begeistert ...

Das Buch „1984“ von George Orwell ist eine Dystopie, welche mir von vielen Leser*Innen empfohlen wurde. Um genau zu sein, habe ich es sogar geschenkt bekommen, da ich eigentlich nicht unbedingt begeistert von dem Klappentext war. So lag das Buch auch einige Wochen bei mir auf dem Stapel ungelesener Bücher. Meine Erwartung wurde immer weiter erhöht, weil ja jeder mir sagte, wie toll das Buch war aber irgendwie war genau das mein Problem. Für mich war das Buch höchsten falls Mittelmaß. Insgesamt erhielt das Buch trotzallem noch 3,5 Sterne von mir.
Das Cover ist recht schlicht was zu dem Inhalt des Buches passt. Schlicht und einfach wie die Welt in der unser Protagonist lebt. Der Klappentext ist ebenso wenig aussagekräftig was jedoch in dem Fall nicht negativ ist. Wenn ein Klappentext zu viel verrät, ist dies ebenfalls nicht gut.
Die Idee der Geschichte hat mir eigentlich gefallen. Ich finde dystopische Settings immer sehr interessant weswegen ich mich selten scheue. 1984 kam mir nur weniger wie eine Dystopie vor weil es in der Vergangenheit spielt und nicht in der Zukunft. Ich wusste, wie die Zukunft aussah. Damals war dieses Buch sicherlich eine Dystopie doch jetzt, konnte ich nicht viel damit verbinden. Der Schreibstil des Autors hat mir leider nicht gefallen. Dies ist jedoch Ansichtssache weswegen man hier nicht viel Urteilen kann. Für mich zog sich das Buch gerade wegen des Schreibstils sehr hinaus wodurch ich lange an dem Buch saß und mich teilweise durch gequält habe. Den Hintergrund konnte ich für mich ebenso wenig erkennen. Mir fehlte ein Ziel hinter dem ganzen. Es fühlte sich so an, als ob wir einfach einen Charakter in seinem Lebensalltag folgten.
In Bezug auf die Charaktere kann ich mich positiv äußern. Die Charaktere haben für mich das vermittelt, was das Buch ausdrücken sollte. Vollkommene Leere und Emotionslosigkeit was hierzu passt. An manchen Stellen entdeckt man eine Gefühlsregung die genau abgepasst wurde. Deswegen haben mir die Charaktere, vor allem der Protagonist, sehr gut gefallen.
Das Ende kam für mich ein wenig überraschend und doch hatte ich das Gefühl, dass man leicht hätte eine Fortsetzung schreiben können. Die Spannung war jedoch über das komplette Buch sehr gut zu erkennen und zu spüren. Der Spannungsbogen wurde, auf seine eigene Art und Weise, auf einen Höhepunkt getrieben bei dem er sich dann entladen hat.
Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch eine recht gute Dystopie ist, die für seine Zeit sicherlich sehr gut war. Jetzt konnte ich mit dem Buch jedoch nicht so viel anfangen. Die Stärken lagen vor allem in den Charakteren und die Schwächen im Bereich des Schreibstils. Insgesamt erhält es von mir 3,5 von 5 Sternen. Erschreckend ist, dass es beispielsweise in Nordkorea immer noch so ist, also wenn man das bedenkt, was nach Außen sickert. Ich will nicht wissen, wie es wäre, in so einem Albtraum wie 1984 zu leben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2020

Leider ein Flop

Puppentod
0

Das Buch Puppentod, von dem Autorenduo Erik Axl Sund ist ein Psychothriller, welcher mich dieses Jahr leider enttäuscht hat. Es gab viele Punkte wegen denen ich das Buch gerne abgebrochen hätte und doch ...

Das Buch Puppentod, von dem Autorenduo Erik Axl Sund ist ein Psychothriller, welcher mich dieses Jahr leider enttäuscht hat. Es gab viele Punkte wegen denen ich das Buch gerne abgebrochen hätte und doch habe ich es beendet. Auf 477 Seiten versuchte das Duo Spannung aufzubauen.
Für mich ist dies allerdings nicht gelungen. Vom Spannungsbogen bis hin zum roten Faden ist das Buch meiner Meinung nach nicht gelungen. Die Story war verwirrend und aus unterschiedlichen Sichten geschrieben, welche jedoch nicht angegeben wurden. Der/Die Leser*In wird einfach in die neue Situation hineingeworfen. Dadurch dauert es nicht nur lange, in die Geschichte hinein zu kommen, es verwirrt wodurch das Lesevergnügen ausbleibt. Der rote Faden ist somit gar nicht erkennbar, da mir die Zusammenhänge der einzelnen Stränge nicht klar wurde. Die Spannung war hierdurch für mich auch hinüber. Nach einem Anfangs spannend klingenden Buch wurde meine Meinung grundlegend geändert. Meiner Meinung nach ist dies auch mehr ein Kriminalroman/Thriller als ein Psychothriller.
Der Klappentext sowie das Cover wurden gut gewählt. Mir gefällt das düstere Bild, was das Cover vermittelt und der Klappentext regt zum Lesen an. Somit ist dieser Teil gut durchdacht und Leser anregend. Der Inhalt lässt nur leider eindeutig durchblicken, dass hier mehr als ein Autor am Werk war.
Die Charaktere kann ich nicht so richtig beschreiben. Mir fehlten die Zusammenhänge und durch das Chaos wurde ich einfach nicht warm mit den einzelnen Charakteren. Es ist mir auch keiner besonders in Erinnerung geblieben wodurch ich denke, dass keiner wirklich herausragend genug war, um sich für sie weiter zu interessieren.
Leider kann ich an dem Buch nichts Gutes finden. Ich war dauerhaft verwirrt, kam nicht mit der Geschichte hinterher und die Charaktere fand ich eher schwach. Deswegen erhält das Buch von mir nur 1 von 5 Sternen. Dies tut mir leid, da das Buch eindeutig Potential hatte was jedoch nicht genutzt wurde. Hätte es einen roten Faden und etwas Struktur gegeben, wäre ich wahrscheinlich besser mit dem Buch zurechtgekommen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere