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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2026

Ein tolles Buch. Manchmal braucht es nicht viele Worte, um etwas Klarheit zu bekommen.

Du musst gar nichts
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Ich hatte dieses Buch so schnell durch, obwohl ich es nicht musste. Ich wollte es.
Du musst gar nichts. So einfach ist es. Oder doch nicht? – Doch!
Wir müssen uns dessen nur wieder bewusst werden. Ja, ...

Ich hatte dieses Buch so schnell durch, obwohl ich es nicht musste. Ich wollte es.
Du musst gar nichts. So einfach ist es. Oder doch nicht? – Doch!
Wir müssen uns dessen nur wieder bewusst werden. Ja, es stimmt. Es gibt Dinge, die tatsächlich erledigt werden müssen, die das tägliche Leben sichern. Aber ansonsten? Musst du jetzt sofort den Müll rausbringen? Musst du deiner Freundin jetzt direkt antworten, obwohl du nicht in der Stimmung bist? Musst du für jeden etwas Nettes tun? Nein. Höre in Dich hinein, was dir jetzt guttun würde. Nur das zählt.
Das Leben verlangt oft genug, was wir müssen. Dieses Buch zählt uns auf, was wir dagegen nicht müssen. Manchmal müssen wir einfach daran erinnert werden und das macht der Autor mit seinem Werk. Das war sehr erfrischend und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht.
Nicht jede Meinung des Autors wirst du teilen, aber das Schöne ist – das musst du auch gar nicht. Nimm hier mit, was dir hilft und lass zurück, was dich nicht interessiert. Versteht mich nicht falsch. Man braucht hier nichts lernen oder mitnehmen, aber vielleicht weckt der Autor einen Gedanken, den du schon immer hattest, du hast dich nur nicht getraut auch mal einfach nicht zu müssen. Wenn dir ein positives Mantra am morgen hilft, behalte es bei. Wenn Du Meditierst, um deine innere Mitte zu finden, obwohl du es hasst, lass es sein. Ich persönlich liebe es faul zu sein, finde aber meine innere Mitte eher beim Sport, als beim Meditieren. Ich schalte dabei völlig ab. Du musst nichts. Aber du kannst. Jeder ist anders und jeder braucht etwas anderes.
Dies ist kein Ratgeber. Es ist ein Buch, was einem trotzdem helfen kann mehr auf sich selbst zu hören. Meine Bewertung schließt sich einfach auch daraus, dass der Autor nicht mehr suggeriert hat. Für mich hat er sogar mehr gegeben, als er versprochen hat. Denn versprochen hat er gar nicht.
Doch mit wenigen Worten schafft der Autor es mit diesem Buch Kraft und Mut zu schenken, einfach man selbst zu sein. Er gibt einem Das Gefühl - und genau das ist es, was zählt - Du bist gut/richtig so, wie du bist und was du fühlst.

Veröffentlicht am 30.04.2026

Das Buch war spannend und überraschend und hat mir eine wahnsinnige Lust auf die Fortsetzung gemacht.

Sonst stirbt sie!
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Dieses Buch empfand ich schon auf den ersten Seiten sehr interessant. Denn dort räumt der Autor mit gängigen Klischees auf. Hier bleibt der Mann zuhause und die Frau verdient das Geld. Der Mann fühlt sich ...

Dieses Buch empfand ich schon auf den ersten Seiten sehr interessant. Denn dort räumt der Autor mit gängigen Klischees auf. Hier bleibt der Mann zuhause und die Frau verdient das Geld. Der Mann fühlt sich vernachlässigt und benutzt. Ihn stört es, wenn seine Frau etwas liegen lässt. Hier ist die Dame des Hauses aggressiv gegenüber dem Mann und möchte kaum Nähe.
Man könnte nun sagen, es sei übertrieben dargestellt. Doch so etwas gibt es öfter als gedacht, weshalb ich es sehr erfrischend fand.
Der Autor hat einen sehr angenehmen Schreibstil, weshalb ich mich voll und ganz auf die Geschichte konzentrieren konnte und dies lohnte sich.
Phillip, ein scheinbar liebender Vater möchte seine Tochter aus dem Bett holen, doch das Bett ist leer und Emma spurlos verschwunden. Seine Frau ist auf einem Mädelstrip und war gar nicht zuhause. Die Kommissarin Svenja beschuldigt direkt den Vater und verbeißt sich richtig in die Vorstellung, er habe sein eigenes Kind entführt. Doch als Lena, die Mutter des Kindes zurückkommt bemerkt die Kommissarin, dass sie ihr etwas verschweigt. Auf der suche nach dem Entführer kommen grauenhafte Taten und Erlebnisse zum Vorschein und keiner wirkt mehr so unschuldig, wie vermutet. Werden sie das Kind noch lebend finden, oder ist es Opfer eines Mörders geworden?

Ich fand das Buch so spannend, dass ich es kaum aus der Hand legen wollte und es mir eine große Lust auf die Fortsetzung gemacht hat! Man kann es natürlich auch so lesen, da der Fall in sich abgeschlossen ist. Aber ich will noch so viel mehr über die Protagonisten lesen und wissen, wie es weiter geht.

Es gab nur einen kleinen Fehler auf Seite 31. Dorst steht „Seit dem abrupt beendeten Telefongespräch ist etwa eine Stunde verstrichen. Lena muss sofort in Ottobeuren losgefahren sein.“
Aber es steht dort eben auch „Sie hätte mindestens drei Stunden gebraucht, um von Ottobeuren nach Augsburg zu fahren und Emma zu holen.“ Also passt dieser Teil nicht wirklich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2026

Ob Fleischesser, Vegetarier oder Veganer. Hier findet jeder etwas aus über 100 Rezepten.

Airfryer Vegan
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Um es vorweg zu nehmen: ich lebe weder vegan noch vegetarisch. Jedenfalls noch nicht. Vielleicht werde ich es auch nie, aber ich persönlich möchte meinen Fleischkonsum reduzieren und da hilft jedes Gericht, ...

Um es vorweg zu nehmen: ich lebe weder vegan noch vegetarisch. Jedenfalls noch nicht. Vielleicht werde ich es auch nie, aber ich persönlich möchte meinen Fleischkonsum reduzieren und da hilft jedes Gericht, was einen dazu bringt. Eine Aussage, die ich vor einem Jahr noch getätigt habe war „Ein Mittagessen ohne Fleisch ist kein Mittagessen.“ Das war für mich wie ein ungeschriebenes Gesetz. Heute nach einigen Dokumentationen sehe ich es etwas anders. Und ich versuche immer wieder besseres Fleisch zu kaufen und meinen Konsum zu reduzieren. Doch besseres Fleisch, seien wir mal ehrlich, kann man sich kaum noch leisten. Und das finde ich gar nicht verkehrt. Denn gehen wir mal zu den Zeiten zurück, in denen es „Sonntagsbraten“ gab. Damals konnten sich nicht viele Familien oft Fleisch gönnen, also gab es ihn nur an Sonntagen oder zu besonderen Anlässen. Und gutes Fleisch bekommt man auch nicht überall her. Der Metzger um die Ecke ist vielleicht freundlich und fas Fleisch liegt frisch in einer Theke, aber das bedeutet noch lange nicht, dass das Fleisch gut ist. Ich kaufe zum Beispiel hin und wieder in einem Betrieb ein, bei dem ich persönlich nichts mehr esse. Alleine, wenn ich an diesem Betrieb ankomme riecht es einfach nach Tod. Da vergeht einem der Appetit und er war auch schon mal mit negativer Presse in den Nachrichten. Andererseits ist es auch jedes Mal wieder eine Erinnerung an mich, meine persönlichen Ziele zu verfolgen.
Aber ich mag auch kein Moralapostel sein, die an die Abholzung der Regenwälder erinnert um Flächen für Viehfutter zu haben, was wiederum Lebensräume zerstört und den Klimawandel einheizt. Ich esse schließlich immer noch Fleisch und muss gestehen – es ist eine Sucht!
Ja, ich esse hin und wieder Fleischersatzprodukte, weniger Fleisch oder tausche aus. Dennoch esse ich immer noch zu viel davon für mein Gewissen. Allerdings möchte ich dies nach und nach ändern und dazu braucht es eben mehr vegane Rezepte.
Um nicht das Gefühl zu haben, auf etwas verzichten zu müssen muss es allerdings schmecken, sonst ändert sich nur kurze Zeit etwas. Ich habe mich also als Fleischesser bewusst für dieses Buch entschieden.

Dieses Buch mit veganen Rezepten ist eine tolle Hilfe mit wenigen Zutaten etwas tolles zu kreieren. Natürlich wird nicht jedem alles schmecken und muss es auch gar nicht, doch hier findet sicher jeder ein paar neue Ideen aus über 100 Rezepten für seine Küche. Außerdem kann man jedes Gericht noch variieren und einzelne Komponente austauschen, bis einem das Gericht zusagt. Mir hat es jedenfalls Lust darauf gemacht noch weitere Rezepte auszuprobieren.
Ich habe aus diesem Kochbuch zwei Rezepte getestet.
Einmal die grünen Bohnen mit Sesam
Da habe ich die frischen Bohnen aus Zeitgründen leider erst einfrieren müssen und sie dann gefroren verarbeitet. Dies würde ich nicht nochmal machen, da ich das Gefühl hatte, sie waren noch roh. Die 3-4 Knoblauchzehen hatten es auch in sich, haben es aber auch super interessant gemacht. Dies kann man natürlich nach persönlichen Vorlieben noch verfeinern.

Als zweites habe ich Bratreis mit veganen Baconstreifen gemacht.
Ein Gericht das mich voll und ganz überzeugt hat. Ich würde es zwar das nächste Mal mit veganen Speckwürfeln (der zweite Vorschlag) ausprobieren. Das Gewürz von den Baconstreifen war lecker, aber ich hatte das Gefühl, ich habe davon zu lange aufstoßen müssen.
Bei Fleischersatzprodukten muss man einfach ein bisschen ausprobieren. Ich persönlich vertrage zum Beispiel ziemlich gut Die aus Weizenproteinen.

Und für die Fleischesser - Man kann sich auch mal positiv von einem Gericht überraschen und überzeugen lassen. (Sollte dies aber nicht funktionieren, kann man immer noch zu dem Bauern seines Vertrauens gehen und sich ein „gutes“ Stück Fleisch dazu legen und es genießen.)

Veröffentlicht am 29.01.2026

Ein Buch bei dem man sich fragt, wie grausam Menschen sein können, um eine solche Karte zu verschicken.

Danke für die wunderbare Nacht
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Mehrere Menschen bekommen eine Postkarte mit der Nachricht „Danke für eine wunderbare Nacht“ und keiner weiß, woher diese Karte kommt. Aber von jedem Einzelnen gibt es eine kurze Erzählung, wie sie oder ...

Mehrere Menschen bekommen eine Postkarte mit der Nachricht „Danke für eine wunderbare Nacht“ und keiner weiß, woher diese Karte kommt. Aber von jedem Einzelnen gibt es eine kurze Erzählung, wie sie oder ihre Partner/ Weggefährten, die diese Karte finden reagiert haben. Was denken sie über diese ungewöhnliche Post? Allerdings ist es manchmal etwas anstrengend dem Hin- und Herspringen zwischen den Gedanken der beteiligten Personen zu folgen, da es keine Abschnitte gibt, bei denen man diesen Wechsel sofort mitbekommt. In manchen Fällen lernen die Menschen zu schätzen, was sie haben und in anderen ändern sie ihr Leben. Aber was kann eine solche Karte anrichten?!
Und auch, wenn manche Geschichten mich haben Schmunzeln lassen, lassen andere mich fragend zurück. Man bekommt leider nicht so viel von den einzelnen Personen mit und es gibt auch nicht immer einen wirklichen Ausgang der einzelnen Situationen. Das lässt mich persönlich, als Leserin ziemlich unbefriedigt zurück. Zwischendurch habe ich mich tatsächlich beim überlesen ertappt und musste dann erneut lesen, damit ich folgen konnte.
Am Ende löst sich zumindest die Frage über den Verfasser der Karten auf. Aber mal ehrlich. Wie unsympathisch, unzufrieden und unmenschlich kann ein Mensch in seinem Leben sein, der eine solche Karte verschickt und mit voller Absicht das Risiko eingeht, fremde Leben zu zerstören und in Frage zu stellen?

Der Autor hat sich sicherlich viel Mühe mit dem Verfassen dieses Buches gegeben und der Schreibstil war wirklich in Ordnung, aber mich persönlich konnte das Buch nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 25.01.2026

Ein düsterer, gruseliger, verwirrender und am Ende überraschender Thriller, der mich wirklich mitreißen konnte.

Dunkelnah
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Das Buch beginnt mit einem Mord, den man noch nicht zuordnen kann. Das empfinde ich in einem Buch gar nicht schlimm, wenn man dadurch nicht die ganze Handlung verrät. Dies ist dem Autor wirklich super ...

Das Buch beginnt mit einem Mord, den man noch nicht zuordnen kann. Das empfinde ich in einem Buch gar nicht schlimm, wenn man dadurch nicht die ganze Handlung verrät. Dies ist dem Autor wirklich super gelungen.
Simons neuer Arbeitsplatz ist alles andere als freundlich gestaltet. Ein verlassenes, großes, heruntergekommenes Hotel, dessen Inhaber gruseliger sind als das Hotel selbst. Hier hilft normalerweise nur noch die Abrissbirne, doch das mag die Inhaberin Frau Reiter, eine sehr verwirrte Person, gar nicht wahrhaben geschweige denn hören. Ihr Mann Herr Reiter ist hingegen der aggressive Part und begrüßt Simon schon mit einem Gewehr, dass er auf ihn richtet und seinem Hund, der ihn anschaut, als habe er seine nächste Beute entdeckt.
Die Aufgaben, die er von seinen Arbeitgebern bekommt, ergeben überhaupt keinen Sinn. Er soll den Pool reinigen oder den Keller aussortieren. Ständig wird er beobachtet. Die Hausherren tauchen ganz plötzlich auf und verschwinden so, wie sie gekommen sind, im nichts.
Sie reagieren sehr erschrocken, als Simon ein Foto einer Frau entdeckt, dass ihn nicht mehr loslässt. Sobald sie sich aber gesammelt haben, erfinden sie irgendeine unglaubwürdige Geschichte.
Die Atmosphäre ist so gruselig, dass ich selber sofort aus diesem Hotel flüchten möchte, weil ich Simons Unbehagen spüre. Er ist sogar kurz davor, dieses Hotel für immer zu verlassen, da bittet ihm der örtliche Polizist, ihm bei einem Vermisstenfall zu helfen und die Reiters zu überwachen und mehr über das verschwinden von Theresa in Erfahrung zu bringen. Ist Theresa die Frau von dem Foto, dass er entdeckt hat? Er muss bleiben und versuchen, dieser Frau zu helfen.
Es gibt so viele Warnzeichen, doch er haut einfach nicht ab. Manchmal ergibt es keinen Sinn, dass er bleibt. Natürlich möchte er diese Frau retten, aber was ist, wenn er dadurch selber in Gefahr gerät? Es wirkt, als wolle ihn jemand verrückt werden lassen wollen. Und plötzlich kann er es nicht mehr aufhalten.