Für mich macht dieses Buch eine ketogene Ernährung komplizierter, als sie wahrscheinlich sein müsste.
Schlank mit Keto: Der 21-Tage-Kickstart nach dem Low-Carb-PrinzipIch bin leider schon am Anfang der Rezepte sehr enttäuscht worden. Für mich ist eine gute Grundlage eines solchen Buches ein Rezept für mindestens ein ketogenes Brot. Aber hier werden nur Backmischungen ...
Ich bin leider schon am Anfang der Rezepte sehr enttäuscht worden. Für mich ist eine gute Grundlage eines solchen Buches ein Rezept für mindestens ein ketogenes Brot. Aber hier werden nur Backmischungen für ein ketogenes Baguette empfohlen. Warum schreibt die Autorin nicht einfach ein einfaches Rezept in dieses Buch? Auch generell empfinde ich persönlich die Koch/- Zubereitungsanleitungen als zu aufwendig, obwohl manche unvollständig sind. Was ist, wenn es mal schneller gehen muss und man noch nichts vorbereitet hat? Zudem wird in manchen Rezepten Collagen – Proteinpulver aufgelistet. Muss das in den Rezepten stehen? Wie gut kann eine Ernährung sein, in der ich schon zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen muss?! Dazu sollte man dann aber auch im gleichen Atemzug erwähnen, dass dies nicht Vegan ist, also wieder nicht für jeden geeignet. Wie viel ein jeder zu sich nehmen sollte oder wie man dies berechnen kann. Viele dieser Produkte enthalten Aromen und Süßungsmittel, auf die einige Personen mit Unverträglichkeiten reagieren könnten. „Natürlich“ ist dabei dann auch wieder nicht alles.
Manche Erklärungen dieser Ernährungsform waren so ausschweifend und dann in einer Fachsprache, bei der ich nach ein paar Sätzen einfach nur noch die Fremdwörter überflog, dass ich den ganzen Prozess von ketogen nicht nachvollziehen, aber erraten konnte. Manchmal ist weniger/ einfacher einfach mehr. Auch die Aufnahme von Fetten hat sich nicht sehr Schmackhaft angehört.
Z.B. bei der 3- Tage- Carb- Detox steht am ersten Tag Gemüse und Proteinquelle mit 2 EL Kokosöl. Beim 2. Tag Eier und 20g Weidebutter etc. Soll ich die Butter und das Öl jetzt löffeln? Das ist wirklich sehr ungenau beschrieben für einen solchen Vorschlag.
Man soll sich außerdem nach Grammzahlen richten und Getreideprodukte verbannen. Ich halte sehr wenig von solchen „Verboten“, die meist zu einem Rückfall führen. Für mich persönlich ist diese Ernährungsform in diesem Buch viel zu fordernd und anstrengend erklärt und macht mir keine Freunde auf diese. Schon beim lesen und begutachten der komplizierten Gerichte und der ganzen Verbote merkte ich, dass diese Ernährung nichts für mich ist. Noch nicht. Ich denke trotzdem nicht schlecht von ketogener Ernährung und finde, man kann da sicher etwas für sich mitnehmen, da es nicht schadet, seine Kohlenhydrate zu reduzieren, aber nicht in dieser verbissenen Form.
Die Do´s and Dont´s an Lebensmitteln fand ich hilfreich, aber konnten mich am Ende nicht überzeugen, den Kickstart zu versuchen.