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Veröffentlicht am 03.03.2025

Auf dem Weg zur Schriftstellerin die Liebe gefunden

Ein Winter am Meer
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Lesetechnisch hat Julie Klassen mich in das kleine Städtchen Sidmouth entführt. Dort begegnete ich erneut den Schwestern Sarah, Emily, Viola und Georgina. Das Leben in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde ...

Lesetechnisch hat Julie Klassen mich in das kleine Städtchen Sidmouth entführt. Dort begegnete ich erneut den Schwestern Sarah, Emily, Viola und Georgina. Das Leben in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde lebendig beschrieben, sodass ich es mir gut vorstellen konnte.

Sarah und ihre Schwestern nehmen neue Gäste auf. Doch es handelt sich nicht um irgendwelche Besucher, sondern um die Bediensteten des Herzogs von Kent. Nicht nur die Summers-Schwestern sind aufgeregt, sondern auch das ganze Städtchen, denn der Herzog möchte mit seiner Frau, seinem Kind und seiner Dienerschaft den Winter in Sidmouth verbringen.

Wie bereits im ersten Band liegt auch in diesem Buch der Fokus auf einer der vier Schwestern. Als Leserin begleitete ich Emily auf ihrem Weg. Sie träumt davon, Schriftstellerin zu werden, und wendet sich an einen ortsansässigen Verleger. Doch dieser stellt eine Bedingung: Sie soll für ihn einen Reiseführer schreiben. Dafür muss sie die Umgebung erkunden – und wird dabei von James, dem Privatsekretär des Herzogs, begleitet. Ihre Gefühle geraten in Aufruhr, als plötzlich ihr ehemaliger Schwarm in Sidmouth auftaucht. Für wen wird sie sich entscheiden?

Für meinen Geschmack zog sich Emilys Entwicklung stellenweise etwas in die Länge. Dennoch habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen. Die Dynamik zwischen den Schwestern und die gesamte Geschichte erinnerten mich an Little Women. Der Glaube spielt in diesem Buch eine etwas größere Rolle, wird jedoch unaufdringlich vermittelt.

Wer gerne Bücher liest, die angenehm zu lesen sind und nicht voller Spannung stecken, wird mit diesem Roman wunderbare Lesestunden verbringen. Ich empfehle ihn gerne weiter.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen

Wer das Feuer schürt
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Ich bewundere, wie gut Irene Hannon es schafft, Bücher in zwei verschiedenen Genres zu schreiben. Ihr Schreibstil ist einnehmend, und ihre Geschichten fesseln von der ersten bis zur letzten Seite. Die ...

Ich bewundere, wie gut Irene Hannon es schafft, Bücher in zwei verschiedenen Genres zu schreiben. Ihr Schreibstil ist einnehmend, und ihre Geschichten fesseln von der ersten bis zur letzten Seite. Die Landschaftsbeschreibungen lassen lebendige Bilder vor dem inneren Auge entstehen, und die Hauptcharaktere sind so sympathisch und authentisch, dass man mit ihnen mitfiebert und gespannt der Auflösung entgegenfiebert.

In diesem Kriminalroman begleite ich Bri (mit vollem Namen Brianna), eine Brandermittlerin, die nach einem mysteriösen Feuer von der Tochter des Opfers, das dabei ums Leben kam, einen Notizzettel erhält. Doch welche Bedeutung haben die Initialen und Daten darauf – und was haben sie mit ihrem aktuellen Fall zu tun? Bei ihren Ermittlungen zur Ursache des Brandes wird ihr der Spezialagent Marc Davis zur Seite gestellt. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Für mich persönlich baute sich die Spannung in der Handlung langsam auf. Die Auflösung, wer der Brandstifter und Mörder ist, hat mich völlig überrascht. Bis zum Schluss war nicht ersichtlich, wie der Fall, in dem Bri ermittelt, mit den anderen zusammenhängt. Zudem gerät Bri selbst ins Visier eines Täters, der ihr das Leben schwer macht.

Irene Hannon ist mit diesem Buch ein sehr gelungener Auftakt einer neuen Reihe gelungen. Der christliche Aspekt ist dezent integriert und keinesfalls aufdringlich. Auch für Romantiker dürfte das Buch interessant sein, auch wenn der Fokus klar auf dem Kriminalfall liegt.

Ein tolles Buch, das ich gern weiterempfehle – es hat mir spannende Lesestunden beschert!

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Gelebte Nächstenliebe

Das Leuchten der Berge
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In einem gut lesbaren und flüssigen Schreibstil nimmt Katie Powner die Leser mit in die Berge Montanas. In einer kleinen Stadt und dessen Umgebung wohnt die Familie Jensen seit Generationen. Die Enkeltochter ...

In einem gut lesbaren und flüssigen Schreibstil nimmt Katie Powner die Leser mit in die Berge Montanas. In einer kleinen Stadt und dessen Umgebung wohnt die Familie Jensen seit Generationen. Die Enkeltochter Bea zog nach Kalifornien, um dort zu studieren. Sie heiratete, doch als ihr Mann seinen Arbeitsplatz verlor, kehren sie gemeinsam nach Moose Creek zurück – in das Städtchen, in dem Bea aufgewachsen ist. Bea bemerkt das ihre Oma anders geworden ist. Was ist passiert?

Katie Powner hat mit ihrer bildhaften Sprache schöne Szenen vor meinem inneren Auge entstehen lassen. Ich konnte mir alles lebhaft vorstellen. Die Kapitel sind kurz gehalten und nicht überladen, und die Protagonisten sind authentisch beschrieben. Dennoch konnte ich mich lange Zeit nicht mit der Geschichte anfreunden. Es störte mich, dass einige der Figuren zu sehr mit sich selbst beschäftigt waren, anstatt miteinander zu sprechen. Erst gegen Ende des Buches kam ein wenig Spannung auf, die jedoch schnell aufgelöst wurde.

Besonders gut gefallen hat mir die Darstellung des Zusammenhalts in der Kleinstadt. Das Buch zeigt, wie schnell die Bewohner einander zur Seite stehen und helfen, wo sie nur können – ein schönes Beispiel für gelebte Nächstenliebe. Ebenso gefiel mir das sie aufzeigte das es auch in einer Kleinstadt Geheimnisse gibt und nicht jeder über jeden alles weiß. Der christliche Aspekt ist dezent eingebunden und zeigt sich in kurzen Momenten, etwa wenn jemand betet oder sonntags den Gottesdienst besucht.

Wer ruhige, eher unaufgeregte Geschichten mag, wird mit diesem Buch schöne Lesestunden verbringen.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Humorvoller Roman

Blumen im Schuh
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Ich habe alle historischen Romane von Annette Spratte verschlungen – ja, regelrecht inhaliert – und war deshalb umso gespannter auf ihr neuestes Werk. Diesmal allerdings wagt sie sich auf ungewohntes Terrain: ...

Ich habe alle historischen Romane von Annette Spratte verschlungen – ja, regelrecht inhaliert – und war deshalb umso gespannter auf ihr neuestes Werk. Diesmal allerdings wagt sie sich auf ungewohntes Terrain: Kein historischer Roman, sondern ein zeitgenössischer!

Annettes Schreibstil war schon immer eine Wucht – einnehmend, leicht zu lesen und trotzdem tiefgründig. Kaum hatte ich eines ihrer Bücher aufgeschlagen, war es auch schon um mich geschehen.

Das Cover dieses Romans erinnerte mich spontan an die Filme von Rosamunde Pilcher – verträumt, idyllisch, ein bisschen romantisch. Der Titel weckte in mir das Bild eines Holzschuhs, randvoll mit Blumen, und der Klappentext versprach eine humorvolle Geschichte. Meine Erwartungen? Hoch. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Aber Achtung: Dieser Roman hat mehr zu bieten als nur humorvolle Szenen! Annette Spratte zeigt eindrucksvoll, wie es Frauen ergeht, die an einen narzisstischen Partner geraten.

Wie immer hat Annette es geschafft, lebendige Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen. Mit diesem Roman zeigt sie auf das es einer gläubigen Frau sehr schwer fällt, sich aus einer toxischen Ehe zu lösen. Ich habe beim lesen gelacht, mich geärgert, mit der Protagonistin Elisabeth mitgefühlt und innerlich gejubelt, als sie endlich wieder zu sich selbst fand.

Doch keine Sorge, trotz des ernsten Themas verliert das Buch nie seine Leichtigkeit. Der Humor nimmt der Geschichte das Schwere, und die meisten Charaktere sind so sympathisch, dass man sie am liebsten zum Kaffee einladen würde – bis auf einen, aber der soll auch nicht gemocht werden.

Ein großartiger Roman, den ich uneingeschränkt weiterempfehle!

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2025

Humorvoller Roman

Blumen im Schuh
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Ich habe alle historischen Romane von Annette Spratte verschlungen – ja, regelrecht inhaliert – und war deshalb umso gespannter auf ihr neuestes Werk. Diesmal allerdings wagt sie sich auf ungewohntes Terrain: ...

Ich habe alle historischen Romane von Annette Spratte verschlungen – ja, regelrecht inhaliert – und war deshalb umso gespannter auf ihr neuestes Werk. Diesmal allerdings wagt sie sich auf ungewohntes Terrain: Kein historischer Roman, sondern ein zeitgenössischer!

Annettes Schreibstil war schon immer eine Wucht – einnehmend, leicht zu lesen und trotzdem tiefgründig. Kaum hatte ich eines ihrer Bücher aufgeschlagen, war es auch schon um mich geschehen.

Das Cover dieses Romans erinnerte mich spontan an die Filme von Rosamunde Pilcher – verträumt, idyllisch, ein bisschen romantisch. Der Titel weckte in mir das Bild eines Holzschuhs, randvoll mit Blumen, und der Klappentext versprach eine humorvolle Geschichte. Meine Erwartungen? Hoch. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Aber Achtung: Dieser Roman hat mehr zu bieten als nur humorvolle Szenen! Annette Spratte zeigt eindrucksvoll, wie es Frauen ergeht, die an einen narzisstischen Partner geraten.

Wie immer hat Annette es geschafft, lebendige Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen. Mit diesem Roman zeigt sie auf das es einer gläubigen Frau sehr schwer fällt, sich aus einer toxischen Ehe zu lösen. Ich habe beim lesen gelacht, mich geärgert, mit der Protagonistin Elisabeth mitgefühlt und innerlich gejubelt, als sie endlich wieder zu sich selbst fand.

Doch keine Sorge, trotz des ernsten Themas verliert das Buch nie seine Leichtigkeit. Der Humor nimmt der Geschichte das Schwere, und die meisten Charaktere sind so sympathisch, dass man sie am liebsten zum Kaffee einladen würde – bis auf einen, aber der soll auch nicht gemocht werden.

Ein großartiger Roman, den ich uneingeschränkt weiterempfehle!

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