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Veröffentlicht am 22.02.2020

Psychothriller mit Gruselfaktor

Das Porzellanmädchen
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Psychothriller mit Gruselfaktor

Kurzrezi
Zitat: „Hilfe, das Insekt will mich töten“
2003: Die 16-jährige Schülerin Luna wird bei einem Ausflug ins Berliner Umland überfallen, betäubt und verschleppt. ...

Psychothriller mit Gruselfaktor

Kurzrezi
Zitat: „Hilfe, das Insekt will mich töten“
2003: Die 16-jährige Schülerin Luna wird bei einem Ausflug ins Berliner Umland überfallen, betäubt und verschleppt. Den Täter kann sich nicht erkennen. Kurz bevor er sie töten kann, gelingt es ihr ihm zu entkommen. Der Wahnsinnige wird nie gefasst!
2015: Luna ist mittlerweile eine bekannte Thriller-Autorin. Sie schreibt mit Leidenschaft Bücher, die unter die Haut gehen und den Leser in dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele führen. Doch die Vergangenheit lässt sie nicht los.
Luna sieht nur einen Ausweg. Sie muss zurückkehren an den Ort des Grauens und ein Buch über die Dinge schreiben, die ihr widerfahren sind. Nur so kann sie sich ihren Ängsten stellen und verstehen, was damals geschah. Insgeheim hofft sie, dem Täter so auf die Spur zu kommen und ihn auf ihre Fährte zu locken. Luna recherchiert ausgiebig und wird fündig. Das Haus in dem sie damals gefangen wurde steht zum Verkauf. Die ehemalige Besitzerin lebt nicht mehr, und solange sich kein Käufer findet kann Luna dort zur Miete wohnen. Hier will sie ihr Buch beenden. Ausgerechnet jetzt, muss sie den 15-jährigen Sohn ihrer besten Freundin Anna kurzfristig bei sich aufnehmen.
Leon ist ein großer Fan von Lunas Büchern und interessiert sich für das neue Manuskript. Doch je tiefer er in ihre Welt eintaucht, desto unsicherer wird er. Ist Luna wirklich nur das unschuldige Opfer?
Mein persönliches Fazit:
Autor Max Bentow schreibt auf einem konstant hohen Niveau. Mit dem Buch „Das Porzellanmädchen“ ist ihm außerhalb der „Nils Trojan-Reihe“ ein großartiger Psychothriller gelungen. Das Buch, unterteilt in vier Abschnitte, beginnt im ersten Abschnitt mit einer Rückblende in das Jahr 2003. Die detaillierte und anschauliche Beschreibungen der Umstände, der Örtlichkeiten und die Ausarbeitung der Charaktere, sorgen für den schaurig schönen Gruselfaktor. Für mich persönlich, bisher das beste Buch von Max Bentow, das ich von ihm gelesen habe. Ich mag seinen einfachen, klaren Schreibstil. Spannend und unterhaltend von Anfang bis zum Ende. Ein Buch, das ich zwischendurch ungern aus der Hand gelegt habe. Sollte ich ihn Zukunft Porzellanpuppen begegnen, dann werde ich sicherlich an das Buch denken und ein wenig Obacht geben. 😊

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2020

Gelungener Auftakt der Mara Billinsky Reihe

Blinde Rache
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Zitat: „MARA,KRUXX, FUCK THE WORLD, NEVER SURRENDER.“
Nach vier Jahren Dienst in Düsseldorf, kehrt Kriminalpolizistin Mara Billinsky an ihre alte Wirkungsstätte in Frankfurt zurück. Ihr damaliger und ...

Zitat: „MARA,KRUXX, FUCK THE WORLD, NEVER SURRENDER.“
Nach vier Jahren Dienst in Düsseldorf, kehrt Kriminalpolizistin Mara Billinsky an ihre alte Wirkungsstätte in Frankfurt zurück. Ihr damaliger und auch jetziger Chef Rainer Klimmt ist darüber wenig erfreut. Mara ist jung, eigenwillig, gepierct, tätowiert und ständig schwarz gekleidet. Kaum einer auf der Dienststelle traut ihr etwas zu. Sie wird von den Kollegen geschnitten und aufgrund ihres Aussehens von allen nur „die Krähe“ genannt. Auch ihr neuer Kollege, Jan Rosen, der Mara zugeteilt wurde, ist zunächst skeptisch. Obwohl sie der Mordkommission angehört, soll sie zunächst dem Einbruchsdezernat unter die Arme greifen und eine Serie von Wohnungseinbrüchen aufklären.
Kurz darauf werden einige zwielichtige Gestalten der Frankfurter Unterwelt brutal ermordet. Mara will sich beweisen und beginnt überall in der Szene direkt und unkonventionell Fragen zu stellen. Wenig später ist Mara sich sicher, dass zwischen den Morden eine Verbindung besteht. Ihr Chef Klimmt ist genervt und untersagt ihr, weitere Ermittlungen in den Mordfällen anzustellen. Mara wäre nicht Mara, wenn sie nicht heimlich im Alleingang weiter ermitteln würde. Als dann noch ein Richter ermordet wird, muss sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Langsam aber sicher, zieht sich die Schlinge um Maras Hals zu.
Mein persönliches Fazit:
Ein gelungener Auftakt der Mara Billinsky Reihe. Ein gut durchdachter Plot mit außergewöhnlichen Hauptcharakteren. Mara Billinsky als „Krähe“ und Jan Rosen als „Spatz“ können zukünftig durchaus ein starkes und interessantes Ermittlerteam ergeben. Leo Born hat einen wirklich angenehmen und flüssigen Schreibstil. Die kurzen Kapitel erleichtern dem Leser den Sprung durch die Szenerie. Viele Puzzlestücke die zusammengesetzt werden müssen, um am Ende ein klares Bild zu ergeben. Das ist Leo Born sehr gut gelungen. Obwohl ich polarisierende Charaktere mag, konnte Mara Billinsky mich jedoch noch nicht von sich überzeugen. Ihre unangepasste, hartnäckige Art wirkte auf mich zeitweise eher bockig und unreif. Ich hoffe, wir nähern uns in den nächsten Fällen noch an. Definitiv werde ich die Reihe weiterlesen und bin gespannt darauf, wie sich die Charaktere weiterentwickeln.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2020

Humorvoll und anregend

Bossman
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Kurzrezi

Zitat: „Wenn du hier arbeitest, werde ich versuchen, dich ins Bett zu kriegen.“

Ein langweiliges erstes Date in einem Restaurant und kein Ende in Sicht. Wäre da nicht der attraktive Mann vom ...

Kurzrezi

Zitat: „Wenn du hier arbeitest, werde ich versuchen, dich ins Bett zu kriegen.“

Ein langweiliges erstes Date in einem Restaurant und kein Ende in Sicht. Wäre da nicht der attraktive Mann vom Nachbartisch, der sich mit seiner weiblichen Begleitung einfach zu ihnen an den Tisch setzt. Frecher Weise gibt er sich als alter Klassenkamerad aus und erzählt den Rest des Abends die unglaublichsten Geschichten. Als Reese sich später auf den Weg nach Hause macht kennt sie nur seinen Namen, Chase Parker. Vier Wochen später ist Reese auf Jobsuche. In ihrer jetzigen Firma hat sie nach einem Techtelmechtel mit ihrem Vorgesetzten ihren Job gekündigt. Als sie in einem Fitnessstudio erneut auf Chase Parker trifft, vermittelt er ihr einen Kontakt zu einer Personalchefin. Reese trifft sich mit ihr und hat kurz darauf einen neuen Job. Ihr neuer Chef, Chase Parker.
Frauenheld Chase lässt nichts unversucht, um Reese davon zu überzeugen, dass er genau der Richtige für sie ist. Doch Reese hat sich geschworen nie wieder mit einem Kollegen und schon gar nicht mit ihrem Chef, ein Verhältnis zu beginnen. Wäre da nur nicht das Grübchen in seinem Gesicht, der Duft nach Holz der ihn umgibt und die weichen Knie, sobald er in ihrer Nähe auftaucht. Kann Reese ihm dauerhaft widerstehen?

Mein Fazit:
Ob sie von einem Vibrator zwischen den Beinen einer Frau oder von einem Marmeladenbrot zum Frühstück schreibt, ganz egal. Bei Vi Keeland hört sich alles leicht, locker und selbstverständlich an. Mit ihrem humorvollen Schreibstil gibt sie schambehafteten Bettszenen eine besondere Note. Auch dieser Roman von ihr liest sich wieder flüssig. Freche Wortspiele, Liebe, Schmerz, Sehnsucht und Sex. Zu keinem Zeitpunkt oberflächlich, derbe oder vulgär. Das Ganze eingerahmt von einer netten Story. Ein unterhaltsamer Roman, mit gut ausgearbeiteten Charakteren, für zwischendurch. Mit dem Buch Mr. West konnte mich die Autorin bereits für sich gewinnen und auch Bossman hat mich wieder sehr gut unterhalten. Allerdings ähneln sich die beiden Bücher inhaltlich doch sehr. Ich hoffe, der nächste Roman den ich von ihr lesen werde, bringt diesbezüglich ein wenig mehr Abwechslung.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4/5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2020

Ein spannender Jugendthriller

ONE OF US IS LYING
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Zitat: „Ein Toter, vier Verdächtige und einer von Ihnen lügt“

Die fünf Jugendlichen Browyn, Addy, Nate, Cooper und Simon müssen gemeinsam in der Schule nachsitzen. Jeder von ihnen hat während der Schulzeit ...

Zitat: „Ein Toter, vier Verdächtige und einer von Ihnen lügt“

Die fünf Jugendlichen Browyn, Addy, Nate, Cooper und Simon müssen gemeinsam in der Schule nachsitzen. Jeder von ihnen hat während der Schulzeit ein Handy zugesteckt bekommen und wurde im Unterricht damit erwischt. Warum gerade sie? Während sie ihre Aufgaben erledigen, ereignet sich auf dem Schulhof ein Autounfall und ihr Lehrer verlässt den Klassenraum. Aufgeregt diskutieren die fünf in seiner Abwesenheit darüber, wer wohl hinter der Handyaktion steckt. Plötzlich leidet Simon unter Atemnot und sackt in sich zusammen. Sein Medikament, das er dringend benötigt, ist verschwunden und weder im Ranzen noch in der Schulapotheke auffindbar. Ein Krankenwagen wird gerufen und bringt Simon in eine Klinik. Wenig später stirbt er dort und die ganze Schule steht unter Schock. Zunächst glauben alle an ein Unglück. Doch wenig später stellt sich heraus, dass Simon an einer Erdnussallergie gelitten hat und daran gestorben ist. Zufall!? Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Simon war kein Engel. Mit seiner Gossip-App hat er viele Gerüchte verbreitet und Schüler in Verlegenheit gebracht. Immer enger zieht sich die Schlinge um Browyn, Addy, Nate und Cooper zusammen. Simon war kurz davor, die Geheimnisse der vier Schüler in seiner App preiszugeben. Hat womöglich einer von ihnen mit dem Tod von Simon etwas zu tun?
Mein persönliches Fazit:
Eine Highschool in Amerika. Ein Todesfall. Sicherlich keine außergewöhnliche Story, aber für mein Empfinden von Karen M. McManus hervorragend umgesetzt. „One of us is lying“ ist ein Jugendthriller, der dem Genre alle Ehre macht. Großartig, wie sich die Hauptprotagonisten im Laufe der Story weiterentwickeln. Unterschiedliche soziale Hintergründe und Problematiken. Absolut passend für ein Jugendbuch. Spannend, sexy und raffiniert, so steht es auf dem Buchcover und ich kann dem nur voll zustimmen. Viele Wendungen und ein nicht ganz überraschendes Ende. Trotzdem hielt die Spannung bis zum Schluss. Ich persönlich habe mich auch als Erwachsene sehr gut unterhalten gefühlt. Mein einziger Abzug in der B-Note ist die ständig wechselnde Erzählperspektive. Die Kapitel werden aus Sicht der Hauptprotagonisten immer wieder im Wechsel erzählt. Das ist etwas was ich persönlich nicht so gerne mag, da ich so immer ein wenig länger brauche, um voll in die Geschichte eintauchen zu können.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2020

Spannender Psychothriller

Das Paket
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Zitat: „Aus Liebe Emma, ich habe das alles nur aus Liebe getan.“

Die kleine Emma wacht nachts immer wieder auf und sucht die Nähe und den Schutz ihrer Eltern. Sie glaubt, dass in ihrem Schrank ein Geist ...

Zitat: „Aus Liebe Emma, ich habe das alles nur aus Liebe getan.“

Die kleine Emma wacht nachts immer wieder auf und sucht die Nähe und den Schutz ihrer Eltern. Sie glaubt, dass in ihrem Schrank ein Geist sein Unwesen treibt. Der Geist heißt Arthur. Genervt von ihr und den unruhigen Nächten schleppt ihr Vater sie zum Therapeuten.
28 Jahre später gibt es den Geist Arthur für Emma schon lange nicht mehr. Die Therapie ist erfolgreich verlaufen und mittlerweile ist sie selbst angesehene Psychotherapeutin. Nach einem Vortrag wird sie nachts im Hotel überfallen, brutal vergewaltigt und ihrer Haare beraubt. Ein grausamer Serientäter, genannt „der Friseur“ treibt sein Unwesen und wie es scheint, ist auch Emma ein Opfer von ihm. Allerdings ist Emma die einzige der Frauen, die er am Leben gelassen hat. Ihr Haus am Rande des Berliner Grunewalds wird von ihrem Mann Philipp zu einem Hochsicherheitstrakt umgerüstet. Aus Angst, dass „der Friseur“ zurückkehrt und sie tötet, verlässt sie das Haus nicht mehr. Emma merkt selbst, dass sie kurz vorm Durchdrehen ist und aufgrund ihrer Paranoia eigentlich therapeutische Hilfe benötigt. Überall wittert sie Unheil und in jedem Mann vermutet sie „den Friseur“. Eines Tages bittet der Postbote sie, für den Nachbarn ein paar Häuser weiter, ein Paket anzunehmen.
Doch Emma kommt der Name unbekannt vor, lebt dort nicht eine alte Frau? Als ihr Hund krank wird, muss Emma sich überwinden und den Tierarzt aufsuchen. Gefangen in ihrer Panik und zugedröhnt von Tabletten kommt sie an dem Haus vorbei, für dessen Eigentümer sie das Paket angenommen hat.

Mein persönliches Fazit:
Spannend, gruselig und fesselnd. Viele unvorhersehbare Wendungen, die mich als Leserin immer wieder auf die falsche Fährte gelockt haben. Bis zum Ende hatte ich keinen blassen Schimmer, wer der Täter sein könnte. Besonders glücklich war ich diesmal mit dem Ende des Buches. Die Auflösung der Story war diesmal größtenteils nachvollziehbar und nicht so abwegig und überzogen wie in einigen seiner anderen Bücher. Allerdings blieben doch ein paar Fragen offen. Sebastian Fitzek schreibt flüssig, neigt aber immer wieder zu unglaublich langen Sätzen. Phasenweise fand ich es ein wenig anstrengend, das Buch zu lesen. Trotz allem ein sehr guter Psychothriller!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere