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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2026

Gänsehaut inclusive

Der Nachbar
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Sarah Wolff, eigentlich Strafverteidigerin hat sich gemeinsam mit ihrer Tochter am Stadtrand von Berlin niedergelassen und betreibt einen kleinen Kiosk. Sie leidet unter Monophobie, der Angst vor dem Alleinsein. ...

Sarah Wolff, eigentlich Strafverteidigerin hat sich gemeinsam mit ihrer Tochter am Stadtrand von Berlin niedergelassen und betreibt einen kleinen Kiosk. Sie leidet unter Monophobie, der Angst vor dem Alleinsein. Doch dann tritt der "Nachbar" in ihr Leben und beobachtet augenscheinlich jeden ihrer Schritte! Und alleine bei dem Gedanken ständig beobachtet zu werden fängt das Gruseln ja schon an - zumindest als Frau!

Der Nachbar ist eines jener Bücher das man, wenn man erst einmal mit dem Lesen begonnen hat, am liebsten nicht mehr aus der Hand legen würde. Man fliegt förmlich durch die kurz gehaltenen Kapitel und ein Plot Twist folgt auf den anderen und irgendwann ist man sich als Leser nicht mehr sicher, was ist Wahrheit und was nicht? Ist das Opfer vielleicht doch Täter? Man hat einen Verdacht und verwirft ihn im nächsten Kapitel auch schon wieder.

Das Setting ist sehr gut gewählt. Kein düsterer Ort, keine Frau die nachts alleine unterwegs ist - es ist ein Haus in dem wir die Türen hinter uns abschließen und sicher sind - sollte man meinen.

Mich hat das Buch gefesselt und ich fand es unglaublich spannend, Gänsehauteffekt inclusive. Auch das Cover finde ich unglaublich schön.

Lediglich das Ende kam für mich dann etwas sehr plötzlich und auf den Cliffhänger zum Schluss hätte ich verzichten können.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Ein bisschen Miss Marple

Mord in besserer Gesellschaft
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Zusammen mit ihren Freundinnen Jinx und Helly betreibt Alice Beeton die „Agentur für gute Haushaltsführung“ und vermittelt qualifiziertes Personal an gut betuchte Haushalte. So schickt sie Enya, die ganz ...

Zusammen mit ihren Freundinnen Jinx und Helly betreibt Alice Beeton die „Agentur für gute Haushaltsführung“ und vermittelt qualifiziertes Personal an gut betuchte Haushalte. So schickt sie Enya, die ganz neu in der Agentur ist zu Familie Messent. Wenige Tage später ist Enya tot und erste Ermittlungen weisen auf eine nicht natürliche Todesursache hin und Alice beginnt Selbstzucht ermitteln.
Es hat ein klein wenig gedauert bis ich alle Personen kennengelernt habe ich richtig ins Buch fand, doch dann hatte ich von Kapitel zu Kapitel mehr Spaß am Lesen und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die einzelnen Personen sind gut dargestellt und charakterisiert. Man fühlt teilweise richtig mit. Alice hätte ich manchmal gerne einen kleinen Schubs gegeben und gesagt: Trau dich, du kannst das!

„Mord in bester Gesellschaft“ ist eine sehr unterhaltsame Mischung von Wohlfühlroman und Krimi, der bestens in die nahende Vorweihnachtszeit passt. Und eine Lesepause kann man sehr gut nützen um eines der Koch- und Backrezepte auszuprobieren, die man zwischen den einzelnen Kapiteln findet.

Wer früher schon Agatha Christie gelesen hat, wird an diesem Buch viel Freude haben. Ich für meinen Fall hätte gerne noch mehr Miss Marple Vibes und hoffe auf eine baldige Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Unfall oder Mord?

Gefährliche Aussicht
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Band fünf um die deutsch-französische Kommissarin Marie Mercier

Ein vermögendes Pariser Paar erwirbt ein altes herrschaftliches Anwesen in Saint-André-du-Périgord und saniert es aufwändig. Nicht jedem ...

Band fünf um die deutsch-französische Kommissarin Marie Mercier

Ein vermögendes Pariser Paar erwirbt ein altes herrschaftliches Anwesen in Saint-André-du-Périgord und saniert es aufwändig. Nicht jedem Einheimischen gefällt das, doch die Bestürzung ist groß, als die neue hochschwangere Besitzerin Patricia aus einem Fenster im Dachgeschoss stürzt und an ihren schweren Verletzungen stirbt. Erste Hinweise lassen vermuten, dass es sich nicht um einen Unfall handelt und Kommissarin Marie Mercier beginnt gemeinsam mit ihrem Kollegen Richard zu ermitteln. Es gibt ein paar Verdächtige, aber keine handfesten Beweise und dann geschieht ein weiterer Mord...

Ein spannender gutgeschriebener Krimi, der einen teilhaben lässt, nicht nur an den Ermittlungen sondern auch an der schönen Landschaft, dem Essen und dem Leben der unterschiedlichen Charaktere. Die Autorin schafft es den Leser an die Hand zu nehmen und ihm das Gefühl zu geben mittendrin und nicht nur stiller Beobachter zu sein. Die Beschreibungen sind dabei nie langatmig, sondern vermitteln ein schönes Frankreich- und Urlaubsflair. Der Krimi lässt sich problemlos lesen ohne die vorangegangenen Bände zu kennen und weckt die Neugierde auf einen hoffentlich nächsten Band.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Cold Case trifft auf Gegenwart

Ihr werdet sie nicht finden
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Nach einer Party verschwindet die 16 jährige Isabelle, Tochter des Polizisten Jonas spurlos. Alle Versuche von Jonas Kollegen Isabelle zu finden, laufen ins Leere. In seiner abgrundtiefen Verzweiflung ...

Nach einer Party verschwindet die 16 jährige Isabelle, Tochter des Polizisten Jonas spurlos. Alle Versuche von Jonas Kollegen Isabelle zu finden, laufen ins Leere. In seiner abgrundtiefen Verzweiflung knöpft sich Jonas den Hauptverdächtigen persönlich vor und landet schlussendlich im Gefängnis.
Sieben Jahre später ist Privatdetektivin Franca auf der Suche nach der von ihrer Großmutter vermissten Silvia. Recht schnell erkennt France dass die beiden Vermisstenfälle Isabelle und Silvia zusammenhängen und begibt sich gemeinsam mit Jonas auf die Suche...

Ich fand das Buch von Beginn an spannend und fesselnd. Die zwei Zeitebenen (vor sieben Jahren und die Gegenwart) waren klar kennzeichnet und ich hatte keine Probleme zwischen ihnen hin und her zu wechseln. Das Buch lebt vor allem von den beiden sehr unterschiedlichen Charakteren Franca und Jonas, die sich am Anfang schwer tun, zu einem Team zusammen zu wachsen. Jonas neigt zu Übersprunghandlungen und reagiert oft zu impulsiv. Als Leser würde man ihn am liebsten zu Besonnenheit raten. Doch bei seinem Schicksal, empfindet man dennoch Sympathie für ihn und ein gewisses Maß an Verständnis.
Die kurzen Kapital und der flüssige Erzählstil lesen sich sehr gut. Einmal angefangen, hätte ich das Buch am liebsten in einem Rutsch durchgelesen. Ich persönlich würde mir wünschen, dass es nicht bei einer einmaligen gemeinsamen Ermittlung von Franca und Jonas bleibt.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

kultiges Ermittlerduo

Bodenfrost
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zum Inhalt:

Nachdem Leonhardt Kreuthner einen peinlichen Vorfall mit dem neuen Polizeipräsidenten verursacht hat, wird er dazu verdonnert, den jährlichen Kindernachmittag der Miesbacher Polizei auf dem ...

zum Inhalt:

Nachdem Leonhardt Kreuthner einen peinlichen Vorfall mit dem neuen Polizeipräsidenten verursacht hat, wird er dazu verdonnert, den jährlichen Kindernachmittag der Miesbacher Polizei auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofs zu leiten. Dort erklärt er Kindern typische Polizeisituationen. So auch, was passiert, wenn die Polizei zu einer Schlägerei gerufen wird. Zwei entsprechend dekorierte Schaufensterpuppen stellen die beteiligten Raufbolde dar. Allerdings findet eines der Kinder noch ein weiteres Opfer der vermeintlichen Schlägerei ganz in der Nähe. Wie sich herausstellt, handelt es sich dabei aber nicht um eine Schaufensterpuppe - sondern um das Opfer eines Mordes. Auf dem Bauch des Toten hat der Täter eine Zeichnung hinterlassen, mit der vor einigen Jahren ein Serienkiller mit dem Spitznamen "Der Harpunier" seine Opfer markiert hatte. Eine ungelöste Mordserie, die abrupt endete. Ist der Harpunier zurück?

Ich habe alle vorangegangenen Bände um den Polizisten Leo Kreuthner und Kommissar Clemens Wallner gelesen und ging mit großen Erwartungen an diesen zwölften Band heran. Und meine Erwartungen wurden fast noch übertroffen. Das Buch war eine tolle Mischung aus hochspannendem Krimi und teilweise schon schwarzem Humor, verbunden mit bayerischen Lokalkolorit.

Man kann das Buch problemlos lesen ohne die vorangegangenen Bände gelesen zu haben. Ich persönlich fand aber auch die persönliche Entwicklung der Protagonisten Wallner und Kreuthner schön und gut gelungen.

Ich mag aber auch den flüssigen Schreibstil von Andreas Föhr sehr gerne. Einmal mit dem Lesen begonnen, kann ich das Buch nur noch schwer aus der Hand legen und nichts zieht sich bei ihm unnötig in die Länge.

Ein rundum empfehlenswertes Buch für alle Fans von humorvollen Regionalkrimis

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