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Veröffentlicht am 04.12.2022

Eine Story, die so viel mehr hätte sein können, auch wenn mich die Lovestory begeistert hat

The Shadows on your Soul
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Auf „The Shadows on your Soul“ von Fabienne Herion, bin ich vor allem durch das Cover gestoßen, der Klappentext hat mich dann vollends neugierig gemacht, so dass ich total gespannt auf die Story war.

Der ...

Auf „The Shadows on your Soul“ von Fabienne Herion, bin ich vor allem durch das Cover gestoßen, der Klappentext hat mich dann vollends neugierig gemacht, so dass ich total gespannt auf die Story war.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei sehr mitreißend und einnehmend. Die Atmosphäre leicht melancholisch und ein Hauch düster.
Shaun und Harper haben mich sofort begeistert. Dabei erfahren wir von beiden auch die Perspektiven. Was sie zwar nicht tiefgründiger macht, man ihn aber auch auf der menschlichen Ebene sehr viel näherkommen kann. Zudem kann man sehr gut ergründen, was in ihnen vorgeht und wie sie damit umgehen.
Harper ist eine sehr sanfte und stille Person. Niemand,der sich hervorhebt, sondern eher für sich bleibt. Dabei hat sie große Moralvorstellungen, ist sehr ernst und klug. Dann handelt sie wieder total naiv und spontan, was im krassen Gegensatz zu ihrer Persönlichkeit steht. Insgesamt geht sie mit ihrem Wesen aber total ans Herz.
Bei Shaun ist es schon schwieriger. Am Anfang ist er ein kompletter Idiot. Er ist kalt und unnahbar, aber je mehr man ihn kennenlernt, umso mehr schließt man ihn ins Herz. Eben weil er sich auf seine Art und Weise mit seinen Dämonen auseinandersetzt und mit Ihnen arbeitet.
Mein ganz persönliches Highlight ist allerdings Caleb. Wie süß und erfrischend kann ein Mensch sein. Er glättet die Wogen, wenn sie mal wieder zu eskalieren drohen.
Er hat mein Herz im Sturm erobert.

Fabienne Herion hat mich mit der Idee absolut begeistert, auch wenn ihr die Ausarbeitung dessen nur semi gut gelungen ist.
Ich mochte die Dynamik zwischen Harp und Shaun unglaublich gern. Ich hab mit Ihnen gelacht, war am Boden zerstört und es gab auch einige Momente, die mich wirklich berührt haben.
Allerdings beschäftigt sich die Autorin überwiegend mit der Verbindung der beiden.
Das ist großartig. Wirklich. Weil man sie so besser kennenlernt.
Mir wurde persönlich zu wenig auf ihre Herkunft und die Hintergründe eingegangen.
So hat man gegen Ende der Story einen Moment, der erstmal ziemlich überrascht und doch etwas verwirrend ist.
Weil man darauf schon früher hätte eingehen können. Die Hintergründe fand ich ebenso interessant und auch vielschichtig. Dies kam leider erst spät zum Einsatz, ebenso die Dramatik und Tragik, die eigentlich darin steckt.
Das hat den Effekt, dass man sich leider nicht emotional so darin verlieren kann, wie man es eigentlich möchte. Weil der ganze Fokus bereits auf der Lovestory liegt.
Richtig gut fand ich allerdings die Klassenunterschiede, ebenso wie die Gesellschaftskritik, die angebracht wird.
Eine Thematik, die wirklich erschütternd und beklemmend ist.
Auch geht sie noch auf ein weiteres Thema ein und verdeutlicht die Gefährlichkeit des Ganzen wahnsinnig gut.
Insgesamt konnte sie mich mit der Lovestory absolut begeistern, sie verlor jedoch dabei den wahren Fokus aus den Augen und man irrt umher und weiß eigentlich nicht warum.
Das fand ich etwas schade,weil darin so viel Potential steckt, dass nicht, wie erhofft, genutzt wurde. Denn mit ein bisschen mehr Tiefgründigkeit wäre die Story absolut großartig und tiefgreifend geworden.
Denn was hier unterschwellig brodelt, ist unglaublich schmerzhaft, voller Leid und Trauer behaftet. Es macht wütend und lässt dich die ganze Verzweiflung und Angst spüren.

Fazit:
Mit „The Shadows on your Soul“ konnte mich Fabienne Herion wahnsinnig mitreißen und fesseln.
Leider wird sich zu sehr auf die Lovestory fokussiert, sodass die eigentliche Thematik viel zu sehr in den Hintergrund gerät.
Was unglaublich schade ist, denn hier ist so viel Potential vorhanden.
Insgesamt eine sehr sanfte, aber dennoch ernste Story, die mit einer großen Dynamik zwischen den Charakteren aufwartet.
Wer etwas für zwischendurch sucht, dem könnte es gefallen.
Mir persönlich hat noch etwas mehr Tiefe und Brisanz gefehlt, damit man das ganze Ausmaß und die Ernsthaftigkeit dessen hätte spüren können.

Veröffentlicht am 03.12.2022

Perfide, skrupellos und sehr manipulativ

Die Schatten über uns
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Nachdem mich schon „Wenn Schweigen tötet“ von John Marrs absolut begeistert hat, war ich unglaublich gespannt auf „Die Schatten über uns“.
Und nach diesem Thriller ist er in der Liste meiner Lieblingsautoren ...

Nachdem mich schon „Wenn Schweigen tötet“ von John Marrs absolut begeistert hat, war ich unglaublich gespannt auf „Die Schatten über uns“.
Und nach diesem Thriller ist er in der Liste meiner Lieblingsautoren nach oben geklettert.

Sein Schreibstil ist sehr einnehmend, bildhaft und unglaublich fesselnd.
Die Atmosphäre sehr beklemmend und düster.
Hierbei werden wir mit einigen Charakteren vertraut gemacht. Die Perspektiven wechseln dabei immer wieder.
Mia ist jedoch eine Persönlichkeit, die im Gedächtnis bleibt.
Nicht perfekt, sie handelt stets souverän und ist unglaublich mutig im Laufe der Handlung.
Sie handelt instinktiv und verfolgt stetig ihr Ziel, was ihr noch das Genick brechen könnte.
Auch die anderen Charaktere sind sehr interessant und vielschichtig, beeindrucken durch ihre Persönlichkeiten und die Abgründe, die sie darin verankert haben.
Insgesamt sehr authentische und greifbare Charaktere, die mich stetig mitreißen konnten.

Auch wenn es zunächst nicht den Anschein hat, erreicht diese Story eine gewisse Komplexität.
Dabei möchte ich direkt vor der Thematik warnen. Denn diese ist wirklich heftig und nicht jeder kann das so einfach wegstecken.
Im Fokus stehen verschwundene Kinder und was mit ihnen passiert ist.
Das ist eine sehr sensible Thematik, der Autor hat es jedoch mit sehr viel Einfühlsamkeit und Eindringlichkeit ausgearbeitet.
Er punktet mit sehr viel Feingefühl, aber auch mit einer gewissen Brisanz, so dass das eigentliche Grauen sehr gut vor Augen geführt wird.
Dabei sind die Verbrechen nicht das wahre Grauen.
Sondern das, was dahinter liegt.
Die Machtlosigkeit und Hilflosigkeit.
Man hat das Gefühl, in einem Käfig zu sitzen und nicht mehr rauszukommen.
Man hat das Gefühl, als würde man völlig taub werden, als würde sich die Persönlichkeit verändern.
Als würde man nicht mehr atmen können, als würde man schreien, aber niemand hört dich.
Erkennst du dich überhaupt noch wieder?
Aber wer bist du dann noch?

Der Autor gliedert diese Story in mehrere Teile, dabei entführt er uns auf verschiedene Zeitebenen und es spielt über mehrere Jahre hinweg und das ist unglaublich gut gelungen und zeigt eigentlich die wahre Tragik dahinter.
Wir stoßen auf eine Familie, deren Geheimnisse einem längst verschütteten Grab gleichen. So viel Tragik, so viel Abgründigkeit und Finesse.
Ich war erschüttert und sprachlos, bei dem, was sich mir hier offenbarte.
Geschickte Manipulationen und eine Skrupellosigkeit, die einfach nur heftig ist.
Dabei weiß man eigentlich nie, was überhaupt passiert ist und wer hinter allem steckt.
Der Autor punktet dabei mit gut platzierten Twists, die dem Ganzen eine völlig neue Dimension verleihen und dich quasi vom Himmel in die Hölle fallen lassen.
Dabei geht er auch sehr intensiv auf die psychologischen Aspekte ein und legt auch viel zwischen die Zeilen.
Er geht auch sehr eindringlich auf diverse Themen ein, die schmerzhaft und kaum ertragbar sind. Sie fügen sich wie selbstverständlich ins Geschehen ein.
Das Ende war zwar nicht ganz so spektakulär, hat mich jedoch absolut kalt erwischt.
Vom emotionalen Aspekt war es sehr heftig und hat mich wirklich an meine Grenzen getrieben.
Ein Thriller, der definitiv nachhallt und zum Nachdenken bringt.

Fazit:
Mit “ Die Schatten über uns“ liefert John Marrs einen weiteren hochkarätigen Thriller ab, der dich in all deinen Grundfesten erschüttert.
Perfide, skrupellos und sehr manipulativ.
Stoff, aus dem Alpträume geboren werden, nicht nur was die Hauptthematik angeht.
Ich bin absolut begeistert.
Ein Thriller, der definitiv nachhallt und zum Nachdenken bringt.

Veröffentlicht am 03.12.2022

Atmosphärisch, bewegend und sehr intensiv.

Carrie Soto is Back
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Seit „Die sieben Männer der Evelyn Hugo “ bin ich ein Fan von Taylor Jenkins Reid.
Und auf „Carrie Soto is Back“, hab ich mich so unfassbar gefreut.
Hatte ich Erwartungen?
Nein, denn jeder einzelne Roman ...

Seit „Die sieben Männer der Evelyn Hugo “ bin ich ein Fan von Taylor Jenkins Reid.
Und auf „Carrie Soto is Back“, hab ich mich so unfassbar gefreut.
Hatte ich Erwartungen?
Nein, denn jeder einzelne Roman von ihr ist anders und auch dieser hat mich absolut begeistert.

Durch ihren fesselnden und bildhaften Schreibstil, hat mich dieser Roman im Nu in den Bann gelegt.
Carrie Soto hat es getan. Richtig toll, dass man dabei auch ihre Perspektive erfährt.
Carrie ist frech, laut und unglaublich stur.
Sie ist eine Legende auf dem Tennisplatz, sie weiß, was sie will und nimmt es sich ohne Rücksicht auf Verluste.
Ich mochte Carrie unglaublich gern. Gerade weil sie geradeheraus und etwas hitzköpfig war. Ebenso mochte ich auch Xavier und Bo unglaublich gern.
Charaktere, die mit ihrer Authentizität und Lebendigkeit unglaublich begeistern.

Ich bin förmlich hineingefallen ins Buch und es hat keine 20 Minuten gedauert und ich hab es einfach nur geliebt.
Die Atmosphäre, die Lebendigkeit und die grenzenlose Leidenschaft Carries.
Diesmal erzählt uns die Autorin die fiktive Geschichte einer Tennisspielerin. Mit Tennis kann ich eigentlich weniger anfangen.
Aber die Autorin machte es so atmosphärisch und lebendig, dass ich wie im Sog war.
Diese Geschichte spielt von 1955 – 1995 und spiegelt quasi Carries Leben wider und gerade das hat mich ungemein begeistert.
Besonders die Hintergründe waren anfangs sehr emotional und berührend.
Es gab Momente, die haben mich vor Traurigkeit innehalten lassen.
Weil es einfach ein Punkt ist, der einen gravierenden Einschnitt in Carries Leben bedeutet. Und vielleicht hat es sie auch ein Stück weit geprägt.
Sie hat gebrannt für den Sport, ist darin aufgegangen und man hat diese Leidenschaft und das pulsierende Leben in ihr gespürt. Das war unglaublich.
Aber der Ehrgeiz ist fast manisch, ungesund.
Der Erfolg verändert Carrie.
Sie kostet von der süßesten Frucht, lässt sich nicht bremsen und plötzlich wird sie vom Leben ausgebremst.
Wow, ich muss sagen, Carries Leben ist unglaublich spannend und belebend.
Man erlebt eine Frau, die für ihren Erfolg gelebt hat, bis sie es nicht mehr konnte.
Aber Carrie will es zurück.
Doch ist das möglich?

Carries Leben ist nicht nur voller Höhen und Tiefen. Die Autorin macht außerdem sehr eindringlich klar, dass Erfolg nicht alles ist.
Das Hoffnung und Sehnsucht in dir wachsen.
Dass Liebe ein wichtiger Bestandteil in deinem Leben ist und dass es nicht immer wichtig ist zu gewinnen.
Das dich das allein nicht ausmacht.
Carrie muss vieles einstecken.
Aber schlussendlich hat sie mich gerade mit ihrer Entwicklung unglaublich beeindruckt und auch im Herzen berührt.
Einfach ein weiterer großartiger Roman von Taylor Jenkins ,der mich wahnsinnig beeindruckt hat. Besonders toll fand ich auch die Berichte der Journalisten, die sich ganz selbstverständlich eingefügt haben. Und zudem sind es meist recht kurze Kapitel ,wodurch man quasi durch das Geschehen fliegt. Ich liebe es einfach nur, auch wenn ich Evelyn Hugo noch einen Ticken besser fand.

Fazit:
Diesmal erzählt uns Taylor Jenkins Reid die Geschichte der fiktiven Tennislegende Carrie Soto.
Und wie macht diese Frau das nur?
Ich bin absolut begeistert, emotional berührt und total elektrisiert von diesen ganzen Matches.
Nicht ganz so gut wie Evelyn Hugo.
Aber trotzdem liebe ich es einfach nur,ich bin so gespannt, was sie als nächstes zu Papier bringen wird.
Atmosphärisch, bewegend und sehr intensiv.
Eine wahnsinnig schöne Geschichte, die gerade mit dem ungesagten im Herzen berührt und erkennen lässt, was wirkliche Wertschätzung bedeutet.
Unbedingt lesen.

Veröffentlicht am 30.11.2022

Interessante Idee, bei der ich mir jedoch etwas mehr gewünscht hätte

Code X - Das Erwachen der Cybertechs
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Sci-Fi geht eigentlich immer und hin und wieder mag ich das total gern.
„Code X: Das Erwachen der Cybertechs“ von Lucinda Flynn hat sich total interessant angehört und ich war immens gespannt auf die Umsetzung.

Der ...

Sci-Fi geht eigentlich immer und hin und wieder mag ich das total gern.
„Code X: Das Erwachen der Cybertechs“ von Lucinda Flynn hat sich total interessant angehört und ich war immens gespannt auf die Umsetzung.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr einnehmend und fesselnd.
Die Atmosphäre sehr beklemmend.
Man lernt hier recht unterschiedliche Charaktere kennen. Jace mochte ich dabei am meisten. Dabei erfährt man auch unterschiedliche Sichtweisen, je nachdem, wer gerade im Zentrum des Geschehens steht.
Das hat den Vorteil, dass man sie so sehr gut kennenlernt und ihre Handlungen besser nachvollziehen kann.
Aber bis auf Jace, waren sie für mich leider etwas zu blass. Ich hatte manchmal Schwierigkeiten, sie wirklich greifen zu können. Was aber an sich noch nicht negativ sein muss. Dafür sind sie ungemein unterhaltsam und beleben die Handlung immer wieder.

Der Einstieg fiel mir leicht. Ebenso mich in dieser Welt zurechtzufinden.
Jace ist eigentlich ein Niemand. Keine Freunde, von der eigenen Familie kaum beachtet und plötzlich wird er quasi zu der Person schlechthin.
Der Grund: 2097 ist das Data Space zusammengebrochen und löste eine Katastrophe aus. Nun entdecken die Überlebenden, dass sie über Fähigkeiten verfügen, die andere auf einen ziemlich üblen Plan rufen.
Kontrolle und Macht spielen nicht eine unerhebliche Rolle. Ebenso sind geschickt vollzogene Manipulationen mit von der Partie.
Lucinda Flynn zeigt, wie weit die Abgründe tatsächlich reichen und das ist wirklich verstörend. Zumal Menschlichkeit keinen Pfifferling mehr wert zu sein scheint.
Sie übt Gesellschaftskritik und das recht eindrucksvoll.
Was mir eher weniger gefallen hat, war, wie einfach Konflikte gelöst wurden. Das hätte man eindeutig noch spannender, noch nervenaufreibender und dramatischer gestalten können. Dadurch wirkt es etwas oberflächlich und substanzlos. Was total schade ist, weil die Idee dahinter wirklich genial ist und gar nicht mal so realitätsfern.
Die Charaktere haben mich absolut begeistert, zumal die Entwicklung auch mehr Emotionen zutage geführt hat.
Sie haben hinterfragt und sind aufgewacht.
Einen großen Teil nehmen auch die zwischenmenschlichen Aspekte ein.
Erschüttert war ich wirklich von Jace‘ Familie. Da hätte ich mir gern noch einen tieferen Einblick gewünscht, um das Ganze auch besser verstehen zu können.
So blieben zwar ein paar Ansätze, die leider nur zu unzureichend verfolgt wurden.
Insgesamt hat es mich gut unterhalten, mehr aber leider nicht.

Fazit:
Lucinda Flynn wartet in ihrem Sci-Fi Roman mit einer ziemlich interessanten Grundidee auf, die mich fasziniert hat.
Diese Story hat mich zwar enorm gut unterhalten und auch merklich erschüttert.
Aber insgesamt war mir die Ausarbeitung zu wenig tiefgreifend. Da hätte man eindeutig mehr herausholen können.
Ich möchte nicht sagen, dass es mich enttäuscht hat. Ich hätte mir nur einfach mehr gewünscht.
So hat es mich zwar gut unterhalten, mehr aber leider nicht.

Veröffentlicht am 30.11.2022

Ein sehr bewegender und tiefgreifender Roman

Shatter and Shine (Faith-Reihe 2)
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Nachdem mir schon Skylars und Carters Geschichte enorm gut gefallen hat.
War ich sehr gespannt auf Hazels und Camerons Story.
Hazel haben wir bereits im ersten Band kennengelernt, ebenso wie ihren gehörlosen ...

Nachdem mir schon Skylars und Carters Geschichte enorm gut gefallen hat.
War ich sehr gespannt auf Hazels und Camerons Story.
Hazel haben wir bereits im ersten Band kennengelernt, ebenso wie ihren gehörlosen Bruder Jamie.
Und ich habe mich wirklich sehr auf ihre Geschichte gefreut. Und auch diese ist wieder sehr emotional.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr fesselnd und einnehmend.
Die Atmosphäre sehr tragend und melancholisch.
Hazel mochte ich schon im ersten Band unglaublich gern. Was vor allem an ihrem Hintergrund liegt, der mich wahnsinnig mitgenommen hat und ich mir einfach mehr für sie gewünscht habe.
Doch geht das so einfach?
Kann man den Schmerz und die Vergangenheit so einfach abstreifen und hinter sich lassen?
Kann es nach dieser Einsamkeit und Leere, wieder einen Morgen geben?
Und dann kommt Cameron ins Spiel.
Ich mochte auch ihn wahnsinnig gern.
Mit schweren Erlebnissen im Gepäck. Er sieht sich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Eine Welt, die Hazel nicht fremd ist.
Und die sie so gut versteht.
Mehr als beide ahnen.
Von beiden erfährt man hierbei die Perspektiven. Was einen besonderen Einblick in ihre Vergangenheit und ihre Seele ermöglicht und man vieles dadurch unglaublich gut nachempfinden kann.

Der Einstieg gelang mir ohne Probleme.
Es war sanft und leise, aber doch mit so viel Leid und Schmerz durchzogen.
Die Dynamik zwischen Hazel und Cameron mochte ich wahnsinnig gern.
Die Verletzlichkeit und Stärke.
Den Mut ,nach vorne zu schauen.
Jeder von beiden hat sein Päckchen zu tragen. Sarah Stankewitz geht sehr einfühlsam auf diverse Themen, was ihre Hintergründe betrifft, sehr gut ein.
Ebenso wird man nicht mit einer übereilten Lovestory konfrontiert.
Vielmehr ist es ein Annähern, ein Halten .
Das hat mir wahnsinnig gut gefallen, denn alles andere wäre unglaubwürdig gewesen.
Dazu überrascht sie noch mit Wendungen, die erstmal heftig sind, aber auf der anderen Seite nicht wirklich überraschend.
Trotzdem hat es sich sehr gut eingefügt und gab der Geschichte sehr viel Wärme und Emotionalität.
Insgesamt ein wirklich guter Nachfolger, auch wenn er mich emotional nicht zu hundert Prozent mitreißen konnte. Auch wenn es mir durchaus ans Herz ging.
Dafür punktet sie mit sehr viel Menschlichkeit und Tiefe.
Zudem finde ich es großartig, dass es Menschen sind, die sich verloren haben und endlich wieder Hoffnung schöpfen und zu sich selbst finden können.

Fazit:
Nach „Rise and Fall “ ,geht es mit „Shatter und Shine“ von Sarah Stankewitz weiter.
Ein sehr bewegender und tiefgreifender Roman, der mich sehr fesseln konnte und zudem für einige nachdenkliche Momente sorgte.
Sie punktet mit Menschlichkeit, Tiefe und Menschen, die sich verloren haben und endlich wieder Hoffnung schöpfen können.