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Veröffentlicht am 10.07.2019

Hielt nicht was die Leseprobe versprach

Die Magdalena-Verschwörung
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Die Magdalenen Verschwörung von Kathleen McGowan erhebt den Anspruch ein Thriller zu sein. Meiner Meinung nach hat sich Bastei Lübbe hier bei der Einordnung keinen Gefallen getan, denn die Ansprüche, die ...

Die Magdalenen Verschwörung von Kathleen McGowan erhebt den Anspruch ein Thriller zu sein. Meiner Meinung nach hat sich Bastei Lübbe hier bei der Einordnung keinen Gefallen getan, denn die Ansprüche, die ich als Leser an einen Thriller habe, wurden inkeinster Weise erfüllt.

Zum Inhalt:
Die Geschichtsexpertin Maureen arbeitet bevorzugt zum Thema starke Frauen, in diesem Fall zu Anne Boleyn. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie in Frankreich ein Chateau erwaorben, dass in historischem Zusammenhang mit dem Königshaus zu Anne Boleyns Zeit zu stehen scheint. Dann werden nach und nach Frauen ermordet, die alle zu Anne Boleyn geforscht haben. Maureen macht sich auf die Suche nach den Zusammenhängen.
Eingewoben, wobei das nicht der richtige Ausdruck ist, denn eighentlich liegt hier der Schwerpunkt des Buches, liegt die Schilderung der historischen Ereignisse:
Am Hof von Margarete von Österreich genoss Anne Boleyn 1513 und weitere Jahre eine wahrlich gute Erziehung. Sie wurde in Musik unterrichtet und wurde in Flandern zu einer gebildeten Frau, die später am Hof von König Heinrich VIII. allen Männern den Kopf verdrehte. Margarete von Österreich offenbart Anne außerdem das Geheimnis eines verborgenen Ordens, das ihr weiteres Leben stark beeinflusste.

Meine Wertung:
Das Buch ist in einzelnen Passagen wirklich gut geschrieben. Allerdings überwiegen die Längen. Historische Schilderungen ohne erkennbaren Zweck und die Einführung von Personen, die nicht wirklich viel zur Handlung beitragen (zum Beispiel der Diener des französischen Königs). Der nachträglich dem Buch hinzugefügte Thriller-Erzählstrang aus der heutigen Zeit rund um Maureen und die Forscherinnen findet nur selten wirkliche Anknüpfungspunkte an den historischen Teil. Außerdem ist er nicht genügend ausgearbeitet, so dass viele Entwicklungen an den Haaren herbeigezogen scheinen.
Alles zusammen genommen, kann ich das Buch weder Freunden historischer Romane noch Fans spannender Thriller empfehlen. Schade!

Veröffentlicht am 22.10.2019

Allerbeste Unterhaltung - gut fürs Herz

King's Legacy - Alles für dich
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Zur Autorin:
Amy Baxter ist das Pseudonym der deutschen Liebesroman- und Fantasyautorin Andrea Bielfeldt. Sie lebt zusammen mit ihrer Familie in Schleswig-Holstein und widmet sich dort ganz dem Schreiben. ...

Zur Autorin:
Amy Baxter ist das Pseudonym der deutschen Liebesroman- und Fantasyautorin Andrea Bielfeldt. Sie lebt zusammen mit ihrer Familie in Schleswig-Holstein und widmet sich dort ganz dem Schreiben. Bekannt ist sie mit der bei be-ebooks veröffentlichten Reihe „San Francisco Ink“ geworden, einer Modern Romance-Reihe rund um ein Tattoo-Studio in Kalifornien. „King's Legacy“ ist ihre neue Reihe rund um eine Bar in New York. Heute geht es um den ersten Band „King's Legacy – Alles für dich“.

Zum Inhalt:
Jaxon King ist jung, gutaussehend und noch dazu Besitzer des King’s Legacy - der angesagtesten New Yorker Bar. Er könnte jede Frau haben. Doch dass Hope, die hübsche neue Kellnerin, immun gegen seinen rauen Charme zu sein scheint, ist neu für ihn. Sie hält ihn auf Abstand, egal wie sehr er sich ins Zeug legt. Denn sie hat ein Geheimnis. Eines, das ihre Liebe unmöglich macht. Aber Jaxon ist nicht bereit, sich damit abzufinden ...

Meine Meinung:
Amy Baxter hat einen erfrischenden Schreibstil und versteht es, die Charaktere durch ihre Handlungen zu entwickeln und dem Leser vorzustellen. Neben den Hauptcharakteren Jaxon und Hope werden in den Nebensträngen der Handlung bereits die Figuren und Geschichten angedeutet, die sich in den folgenden Bänden finden könnten.
Wie in allen guten Liebesromanen erzählt Baxter von der Annäherung und trennenden Missverständnissen. Dadurch, dass sie immer wieder in die Perspektive von Jaxon und Hope wechselt, lernt der Leser die Figuren gut kennen und versteht ihr Handeln noch bevor sie selbst es erkennen.
Der eingebaute Krimi rund um Hopes Ex-Mann als Stalker und eine ähnliche Geschichte in Jaxons Vergangenheit machen es dem Leser schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Ich habe es an zwei Abenden durchgelesen. Und nun bin ich gespannt auf den nächsten Band von „King's Legacy“, der im Januar 2020 erscheinen soll. Ich habe ihn bereits vorgemerkt.

Fazit:
Auch wenn „King's Legacy – Alles für dich“ bestimmt keine gehobene Literatur ist, so ist es doch allerbeste Unterhaltung. Wer keine Liebesromane mit schwulstigen Dialogen mag, aber dennoch auf die geschriebene Romantik nicht verzichten möchte, ist bei Amy Baxter goldrichtig!

Veröffentlicht am 03.04.2019

Empfehlenswert, nicht nur für Sylt-Fans!

Finsteres Kliff
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Zum Inhalt:

Biikebrennen am Kliff von Morsum. Und am Ende der Nacht liegt eine männliche Leiche im alten Wikingergrab und eine junge Frau ist spurlos verschwunden. Kommissarin Liv Lammers von der Flensburger ...

Zum Inhalt:

Biikebrennen am Kliff von Morsum. Und am Ende der Nacht liegt eine männliche Leiche im alten Wikingergrab und eine junge Frau ist spurlos verschwunden. Kommissarin Liv Lammers von der Flensburger Mordkommissio muss zurück nach Sylt, auf ihre Heimatinsel, die sie im Streit verlassen hat. Unter Rollenspielern, verdrehten Psychologen und geheimniskrämerischen Inselbewohnern macht sich Liv auf die Spurensuche und sieht sich schon bald mit den Gespenstern der Vergangenheit konfrontiert.

Meine Meinung:

Die Autorin Sabine Weiss versteht es, in „Finsteres Kliff“ ein stimmiges Bild der Inselbewohner und ihrer Eigenarten zu zeichnen. Traditionen, Inselgeschichte und aktuelle zwischenmenschliche Konflikte fesseln den Leser. Verschiedene Handlungsstränge werden miteinander verwoben und sorgen dafür, dass der Leser, ebenso wie Kommissarin Lammers, dem Täter erst sehr spät auf die Schliche kommt. Dabei war das Buch nie langweilig. So kann ich am Ende sogar verzeihen, dass nicht alle Handlungsstränge am Ende aufgelöst werden. Die Familiengeschichte von Liv Lammers bleibt offen. Vielleicht wird sie ja im nächsten Sylt-Krimi von Sabine Weiss geklärt.

Fazit:

Ein toller Krimi, was das nichtssagende Cover gekonnt verbirgt. Ich kann „Finsteres Kliff“ nur empfehlen!

Veröffentlicht am 17.10.2018

Gut für Fans leichter Lektüre und knisternder Erotik

Projekt: Phoenix - Geliebter Bodyguard
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Zum Inhalt:
Lena von Lew genießt das Privileg eines Lebens als reiche Diplomatentochter in vollen Zügen. Gemeinsam mit ihren Eltern lebt die 22-Jährige seit vielen Jahren in Washington D.C., da ihr Vater ...

Zum Inhalt:
Lena von Lew genießt das Privileg eines Lebens als reiche Diplomatentochter in vollen Zügen. Gemeinsam mit ihren Eltern lebt die 22-Jährige seit vielen Jahren in Washington D.C., da ihr Vater das dortige deutsche Konsulat leitet. Als eines Tages nach einer Party ein Entführungsversuch nur knapp fehlschlägt, bekommt sie zum Schutz einen Agenten des Secret Service zur Seite gestellt. Connor James ist alles andere als erfreut über die undankbare Aufgabe des Babysitters, zumal Lena ihm mit ihrer Art und den nicht enden wollenden Shoppingtouren das Leben schwermacht. Doch als Lena in den Fokus der russischen Mafia rückt, kann nur Connor sie noch beschützen. Und je enger die beiden zusammenrücken, umso heißer brennt das Feuer zwischen ihnen. Und nachdem Lena feststellt, dass sie ihre Situation einem Verrat desjenigen verdsnkt, dem sie am meisten vertraut hat, scheint Connor ihr einziger Halt zu sein.

So hat's mir gefallen:
Cara Carter gefällt durch einen einfachen Schreibstil. Der Wechsel der Perspektive zwischen Lena und Connor in den einzelnen Kapiteln sorgt für Abwechselung. Auch die Erotik-Komponente kommt nicht zu kurz.
Leider bleiben die Figuren eher flach. Die Entwicklung Lenas von der High-Society-Zicke zum unsicheren Opfer bis zur kämpfenden Heldin scheint stellenweise etwas unmotiviert. Auch hat die Handlung einige Sprünge, die nicht logisch erscheinen. Zum Beispiel sind Connor und Lena auf ihrer Flucht übervorsichtig, um dann zu Fuß durch ein von Banden beherrschtes Viertel zu marschieren. Das erscheint nicht nachvollziehbar.
Gut gefallen hat mit dagegen die Figur des nerdigen Sparrow. Seine Verschwörungstheorien und sein Witz haben die Handlung oft aufgelockert.

Fazit:
Alles in allem ist „Projekt: Phönix – Geliebter Bodyguard“ ein Buch, das als leichte Lektüre nebenher wunderbar geeignet ist. Es ist fesselnd genug, um es in einem Rutsch durch zulesen. Auch wenn nicht immer alles logisch war, habe ich mich doch gut unterhalten gefühlt. Für Freunde leichter Lektüre und knisternder Erotik zu empfehlen!

Veröffentlicht am 30.09.2019

Unterhaltung mit Lokalkolorit

Totentracht
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Der Schwarzwaldkrimi "Totentracht" ist der Auftakt des Autorenduos Alexander Rieckhoff und Stefan Ummenhofer zu einer neuen Reihe.

Zur Handlung:
Kommissarin Marie Kaltenbach kommt, nachdem sie beruflich ...

Der Schwarzwaldkrimi "Totentracht" ist der Auftakt des Autorenduos Alexander Rieckhoff und Stefan Ummenhofer zu einer neuen Reihe.

Zur Handlung:
Kommissarin Marie Kaltenbach kommt, nachdem sie beruflich wie privat in der Hauptstadt Berlin gescheitert ist, wieder zurück in ihre Heimat. Doch auch dort ist ihr beruflicher Einstieg eine Katastrophe: den neuen Partner Karl-Heinz Winterhalter lernt sie kennen, als sie ein Reh mit dem Auto erlegt. Dann findet auch noch ausgerechnet der Sohn Winterhalters eine Leiche, die sich als ehemaliger Schulkamerad von Marie entpuppt. Und auch die Reihe der Verdächtigen findet sich in den alten Fotoalben der Kommissarin wieder...

Mein Fazit:
Zunächst konnte ich mich mit den vielen Zufällen der gegenseitigen Bekanntheiten und Abhängigkeiten nur sehr schwer anfreunden, doch den Autoren ist es wunderbar gelungen, die engen Verbindungen als typisches Merkmal der ländlichen Ermittlungsumgebung zu nutzen. Die Charaktere sind ganz wunderbar gewählt. Durch ihre großen Gegensätze, aber auch erstaunliche Gemeinsamkeiten vorallem was die Schwierigkeiten in den Beziehungen zum anderen Geschlecht angeht, bekommt die Handlung nicht nur immer wieder neue Aspekte. Irrungen und Wirrungen lassen den Leser immer wieder herzlich lachen.
Dadurch, dass die Autoren sich in ihrer Erzählung nicht nur auf die Hauptermittler Kaltenbach und Winterhalter konzentrieren, sondern auch eine Menge Nebenfiguren anlegen, ist auch gleich ein guter Grundstein für weitere Schwarzwaldkrimis gelegt. Ich jedenfalls fiebere dem nächsten Buch von Alexander Rieckhoff und Stefan Ummenhofer entgegen.