Poetisch
Im Schnee„Wenn man schweigt, kommt man sehr gut miteinander aus. Worüber man nicht spricht, das gibt es nicht."
Schorsch ist gestorben. Zurück bleibt sein Freund Max, den wir in diesem Buch für ein paar Tage begleiten ...
„Wenn man schweigt, kommt man sehr gut miteinander aus. Worüber man nicht spricht, das gibt es nicht."
Schorsch ist gestorben. Zurück bleibt sein Freund Max, den wir in diesem Buch für ein paar Tage begleiten dürfen. Max sinniert über die gemeinsame Zeit mit Max und auch das Leben im Dorf. Das Leben ist geprägt von Einfachheit und viel Arbeit. Traditionen sind wichtig, zum Beispiel die Totenwacht und das Läuten der Totenglocke. Viel ist passiert in den letzten Jahren auf dem Dorf aber darüber wird nicht gesprochen.
In diesem Roman wurde eine ganz besondere Atmosphäre erschaffen. Leicht düster, traurig aber auch zart. Viele Themen werden hier angesprochen, z. B. häusliche Gewalt, ein Kind mit einer Behinderung, Alkoholmissbrauch. Das wurde alles sehr unaufgeregt in die Geschichte eingebaut. Leise, wie mit ganz viel Schnee bedeckt aber auch voller Kraft steht hier eigentlich das meiste zwischen den Zeilen. Jeder kennt jeden, jeder weiß alles über jeden. Nur die Zugezogenen, denen geht man lieber aus dem Weg. Sie sind ja erst seit ca. 30 Jahren da. Ein wunderbar authentischer Roman über das harte Leben auf dem Land, über Freundschaft, Tradition und Zusammenhalt.
Für Fans der leisen Zwischentöne ein wahrer Lesegenuss.