Einsamkeit hat viele Gesichter
Das Buch beginnt mit einem dramatischen Prolog, den ich lange nicht zuordnen konnte und der mich erst einmal sehr ratlos zurück ließ.
Der Roman selbst spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Abwechselnd ...
Das Buch beginnt mit einem dramatischen Prolog, den ich lange nicht zuordnen konnte und der mich erst einmal sehr ratlos zurück ließ.
Der Roman selbst spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Abwechselnd erzählt ein Kapitel die Geschichte der sehr erfolgreichen New Yorker Anwältin Claire, deren Leben völlig aus den Fugen gerät als sie vom Tod ihrer Zwillingsschwester erfährt. Ihr Leben das so perfekt scheint zeigt Risse auf und sie reist auf die einsame Insel auf er ihre verstorbenen Schwester ihre letzten Lebensjahre verbracht hat.
Rund zwanzig Jahre später versucht die Journalistin Olive endlich in ihrem Beruf richtig Fuß zu fassen. Ein paar Jahre zuvor hat sie von ihrer inzwischen dementen Großmutter einen Kompass geschenkt bekommen. Dabei soll es sich um ein Einzelstück von großem individuellen Wert handeln. Doch dann taucht der selbe Kompass bei einer Leiche in Deutschland auf. Olive hofft auf eine große Story und macht sich zusammen mit einem Kollegen zu Recherchezwecken auf den Weg nach Deutschland.
Ich fand diesen berührenden Roman in seiner ruhigen Erzählweise wunderschön. Sehr einfühlsam erzählt Louise Pelt die Geschichte dreier sehr unterschiedlicher Frauen auf der Suche nach ihrem Platz im Leben. Jede kämpft auf ihre eigenen Art und Weise mit und gegen Einsamkeit. Gleichzeitig bietet der schöne Roman auch ein gewissen Maß an Spannung, weil man förmlich darauf hin fiebert die einzelnen Erzählstränge endlich zusammen zu führen.