✨ Für alle, die verstehen wollen, dass „damals“ nie abgeschlossen ist.
Treppe aus PapierEin Haus erzählt. Kein Mensch, kein Ich, sondern Mauern, Dielen, Ritzen. Ein originelles Erzählexperiment, das Erinnern und Erzählen neu denkt: Räume werden zu Archiven, Sprache zu Spurensicherung.
Szántós ...
Ein Haus erzählt. Kein Mensch, kein Ich, sondern Mauern, Dielen, Ritzen. Ein originelles Erzählexperiment, das Erinnern und Erzählen neu denkt: Räume werden zu Archiven, Sprache zu Spurensicherung.
Szántós Stil ist fragmentarisch, rhythmisch, manchmal wie eine Liste, manchmal wie ein Echo. Literaturwissenschaftlich spannend, weil die Form das Thema spiegelt: Erinnerung ist nie linear, sondern brüchig, widersprüchlich, voller Leerstellen – so wie die deutsche Geschichte selbst.
👉 Gesellschaftspolitisch relevant: Vergangenheit vergeht nicht. Sie hallt nach, auch in der Gegenwart. Mit Nele Bittner (15, später 16) gibt es eine junge Protagonistin, die Fragen stellt, die sich der Familiengeschichte stellt und so Verantwortung neu verhandelt.
Treppen aus Papier ist mehr als „nur“ ein Beitrag zur Erinnerungskultur. Es ist ein Text über das Schweigen und die Sprache, über das Nicht-Erzählen und das Neu-Zusammensetzen. Ein Roman, der zeigt, dass Literatur Räume öffnen kann, in denen Vergangenheit und Gegenwart ins Gespräch kommen.