Eine berührende Geschichte über Verluste, das Heilen und Neuanfangen
Where Do Broken Hearts Go?Laura Kästner hat mit where do broken hearts go? eine sehr berührende Geschichte geschaffen, die nicht nur mit einem interessanten Setting, sondern auch mit vielen emotionalen Momenten überzeugen kann. ...
Laura Kästner hat mit where do broken hearts go? eine sehr berührende Geschichte geschaffen, die nicht nur mit einem interessanten Setting, sondern auch mit vielen emotionalen Momenten überzeugen kann. Das beginnt schon bei Cover, das in meinen Augen wunderschön gestaltet ist und perfekt zum Inhalt der Geschichte passt.
Es geht dort um Heather, die in Vancouver im Museum of Broken (He)arts jobbt und Psychologie studiert. Dort werden Erinnerungsstücke ausgestellt, die aus zerbrochenen Beziehungen stammen. Bei der Vorbereitung der nächsten Ausstellung trifft ein kaputtes Armband ein, das sie gerne ausstellen würde, allerdings ist unklar, warum genau der Absender verlassen wurde. Sie macht sich auf die Suche nach dem Anwalt Casey und sie recherchieren gemeinsam, um die Geschichte vervollständigen zu können. In der gemeinsamen Zeit lernen sie sich kennen und nähern sie sich immer mehr an, doch dann wird Heather mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert und sie merkt, wie wenig sie die vergangenen Erlebnisse eigentlich verarbeitet hat. Sie kämpft mit Verlustängsten, kann ihre Liebe dem standhalten?
Laura Kästner hat hier ein interessantes Setting geschaffen, die Idee mit dem Museum gebrochener Herzen war sehr spannend und wird in der Geschichte gut umgesetzt. Zu Beginn hat mich die Geschichte emotional noch nicht ganz abholen können, doch gegen Ende wurde ich von den Gefühlen Überwältigt und musste sogar die ein oder andere Träne verdrücken. Das lag vor allem an der familiären Geschichte von Heather und den Folgen einer Krankheit, die im letzten Teil des Buches zum zentralen Thema wird. Heather selbst und auch Casey sind mir sympathisch, durch die wechselnden Perspektiven in den Kapiteln lernt man die beiden sehr gut kennen, samt ihrer Verluste, die sie in der Vergangenheit erlitten haben und ihrem Heilungsprozess. Auch die Nebencharaktere mochte ich gerne, beispielsweise Heather's Großmutter oder auch ihre beste Freundin und Chefin Jade. Generell geht es viel darum, die alten Wunden zu verarbeiten, zu heilen und einen Neuanfang zu wagen, für mich steht die Liebesgeschichte gar nicht so sehr im Vordergrund. Allerdings hatte ich dabei auch das Gefühl, dass mich die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden nicht ganz abgeholt hat und mich die Emotionen da nicht so erreicht haben. Anders sah es da bei den familiären Themen von Heather aus, die mich emotional voll und ganz mitgenommen haben.
Insgesamt also eine berührende Geschichte, wo mich die Liebesgeschichte an sich nicht ganz mitgerissen hat, dafür aber die Themen drumherum sehr emotional waren. Über allem steht die Message, dass ein gebrochenes Herz heilen kann, indem man mit anderen darüber spricht und nicht alles in sich hineinfrisst. Für mich war es eine Geschichte, die ich gerne gelesen habe, weshalb ich das Buch gerne weiterempfehle.