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Veröffentlicht am 17.04.2026

Auf einer einsamen Insel

Die blaue Stunde
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Die blaue Stunde beinhaltet 368 Seiten.
Die geheime Künstlerin Vanessa Chapman ist schon lange tot, doch ihre Werke sind berühmter denn je und werden immer wieder in renommierten Häusern ausgestellt. Eines ...

Die blaue Stunde beinhaltet 368 Seiten.
Die geheime Künstlerin Vanessa Chapman ist schon lange tot, doch ihre Werke sind berühmter denn je und werden immer wieder in renommierten Häusern ausgestellt. Eines Tages  wird ein menschlicher Knochen in einer der Skulpturen entdeckt. Die Aufregung ist gross. Woher stammt der Knochen und wie konnte er Teil eines gefeierten Kunstwerkes werden? James Becker ist der Kurator des Museums und er begibt sich auf Spurensuche. Dafür reist er auf die abgeschiedenen Gezeiteninsel Eris Island, wo nur eine Bewohnerin lebt und eine dunkle Wahrheit verbirgt.
Es ist ein Roman mit sehr interessantem Plot. Die Handlung wird aus vielen Perspektiven dargestellt. Es ist eher ruhig, aber ziemlich verworren. Mit einem sehr starken und intensiven Hang zur Kunst. Die Spannung des Romans ist durchgehend da. Die Auflösung wird aber am Ende es Buches etwas überraschend dargestellt, zumindest für mich persönlich. Es ergibt für mich trotzdem ein schlüssiger Gesamteindruck, was mir ganz gut gefallen hat. Grace lebt auf dieser Insel isoliert und allein, bis die Idylle zerstört wird, und der Besucher auf die Insel kommt. Er ist besonders, er hat nämlich eine Obsession für Vanessa's Kunstobjekte. Es wird für Grace gefährlich und ungemütlich vor Ort. Die Charaktere wirken lebendig und authentisch, gewinnen im Laufe des Romans an Stärke. Der Schreibstil ist ruhig, flüssig, sehr spannend und interessant. Es kommt keine Langeweile auf beim Lesen, trotzdessen, dass einige Abschnitte reich an Thema Kunst sind und es eher nicht mein Interessengebiet ist. Auch wenn man sich nicht unbedingt viel mit diesem Thema beschäftigt, klingt es informativ und interessant.
Mit hat es persönlich gefallen, ich vergebe 4 Sterne und eine Weiterempfehlung.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2026

Ein guter Abschluss der Reihe

Deeply Forbidden
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Deeply forbidden beinhaltet 496 Seiten und ist Band 3 der Reihe Forbidden-Love.
Gia ist verzweifelt. Damit ihre Mutter an einer medizinischen Studie teilnehmen kann, braucht die persönliche Assistentin ...

Deeply forbidden beinhaltet 496 Seiten und ist Band 3 der Reihe Forbidden-Love.
Gia ist verzweifelt. Damit ihre Mutter an einer medizinischen Studie teilnehmen kann, braucht die persönliche Assistentin ausgerechnet die Kontakte ihres Bosses Tatum B. Er stellt Gia eine Bedingung. Sie soll seine Frau werden. Auch wenn Tate für Gia der Teufel in Person ist, war da schon immer eine Anziehung zwischen ihnen. Deshalb stimmt Gia der Heirat zu. Nun, was als Deal begann, wird schon bald zu so viel mehr. Doch diese Ehe ist gefährlich, denn er hat Rache an der Mafia geschworen. Gia wird leider mit hinein gezogen. Ihr Leben ist in Gefahr.
Das Buch passt optisch zu den beiden anderen Bänden und ergänzt die Reihe perfekt. Der Klappentext hat mich erneut neugierig auf die Geschichte gemacht. Den Schreibstil der Autorin finde ich gut, es ist leicht, locker und flüssig geschrieben, emotional, spannend und fesselnd zugleich. Die Charaktere, denen wir begegnen, sind gut ausgearbeitet, gewinnen im Laufe der Geschichte an Persönlichkeit und Stärke. Sie wirken auf den  Leser lebensecht und authentisch, obwohl sie im ersten Moment nicht unbedingt sympathisch sind, besonders Tate, aber er passt perfekt in diese Rolle, deshalb hat man sich mit ihm arrangiert. Er wirkt zuerst skrupellos, kalt und brutal zugleich, er hat aber einen Grund dafür. Seine Kindheit war nicht einfach, er trägt einiges in seinem Herzen. Die Ehe mit Gia ist nur auf dem Papier, aber als Gia in Gefahr ist, organisiert er Leibwächter und hat sich gekümmert. Da empfindet er doch etwas für sie und hat Angst um sie? Sie provozieren sich gegenseitig, dabei entwickeln sich auch die Gefühle. Vielleicht ist da noch mehr, was sie aber nicht bewusst zulassen wollen. Ich habe mehr Emotionen von Gia erwartet im Bezug gegenüber ihrer eigenen Mutter, zumindest kam das beim Lesen nicht so richtig rüber, wie ich es mir erhofft habe. Trotzdem fand ich das Ende überraschend gut. Ich vergebe 4 Sterne sowie eine Weiterempfehlung und freue mich jetzt schon auf neue Romane von der Autorin.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Abschiednehmen

Mirabellentage
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Mirabellentage beinhaltet 352 Seiten.
Wir begegnen Anna in ihrem Leben zwischen Routinen, Pflichten, Liebe und dem Moment, wo sie endlich los lässt. Von einem letzten Wunsch und einem lang gehüteten Geheimnis. ...

Mirabellentage beinhaltet 352 Seiten.
Wir begegnen Anna in ihrem Leben zwischen Routinen, Pflichten, Liebe und dem Moment, wo sie endlich los lässt. Von einem letzten Wunsch und einem lang gehüteten Geheimnis. Sie ist eine Frau, die alles hinterfragt und eine neue Sicht aufs Leben gewinnt, denn ihre Freiheit liegt nicht in weiter Ferne. Als der Ortspfarrer Josef plötzlich stirbt, gerät das geordnete Leben seiner Haushälterin Anna ins Wanken. Es muss jetzt einiges passieren. Die Beerdigung muss organisiert werden, das Pfarrhaus für den neuen jungen Priester Fridtjof aufgefrischt werden, damit sich der neue Bewohner da wohl fühlt. Und da kommt noch der besondere Wunsch von Josef, er hat seine Beerdigung vorausgeplant und möchte ans Meer gebracht werden. Anna weiß nicht, wo ihr der Kopf steht... Aber sie möchte alles allein machen, möchte keine Hilfe annehmen. Sie meint, das Alles ist sie Josef zum Schluss noch schuldig. Das ist ihre Aufgabe. Nun hat Anna ein Problem, sie fährt kein Auto. Deshalb nimmt sie mit Anfang 50 Zusatzfahrstunden bei ihrem damaligen Fahrlehrer und heimlichen Schwarm Herrn Tanner. Die Erinnerungen an damals werden geweckt. Bei beiden, sie führen einige Gespräche, tauschen sich aus. Nun ist es soweit. Die Reise ans Meer kann losgehen, Hr. Tanner und der neue Priester begleiten Anna. Sie nehmen sogar Josefs Mercedes mit, fahren aber nicht ans Mittelmeer, wie geplant, sondern an den See. Es ist für Anna der Moment, wo sie endgültig Abschied nehmen wird. Eine Reise ins Ungewisse, die einige Entscheidungen fördert. Ist Anna diesen gewachsen?
Die Geschichte spielt sich auf zwei Zeitebenen ab, damals und heute. Der Leser erfährt so manches aus Annas Jugend und ihrer Arbeit und Beziehung zu Josef. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, wirken echt und authentisch auf mich. Hr. Tanner und Anna, wird es da ein Happy End geben oder ist es nur eine Freundschaft? Der Schreibstil ist leicht, locker, flüssig und informativ. Die Abschnitte sind nicht zu lang, es kommt keine Langeweile auf beim Lesen. Es ist eine sehr bildhaft dargestellte Erzählung, hat mir persönlich gut gefallen. Das Ende fand ich sehr gelungen, so habe ich es aber nicht wirklich erwartet. Vergebe 4 Sterne und eine Weiterempfehlung.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Toller Krimi an der Ostsee

Unter dem Strand
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Unter dem Strand hat 528 Seiten. Es handelt sich hier um einen Ostseekrimi, um einen ungelösten Fall in der Lübecker Bucht.
Cap Arcona ein Schiff, das Weltgeschichte schrieb. Eine Tragödie zu Kriegsende, ...

Unter dem Strand hat 528 Seiten. Es handelt sich hier um einen Ostseekrimi, um einen ungelösten Fall in der Lübecker Bucht.
Cap Arcona ein Schiff, das Weltgeschichte schrieb. Eine Tragödie zu Kriegsende, deren Schatten bis in die Gegenwart reichen. Wir begegnen Cay, sie ist eine gescheiterte Autorin, mit einem Leben voller Brüche. Sie versucht sich momentan als Journalistin, was ihr mehr oder weniger gelingt. Ihr neuer Auftrag: das 80-jährige Jubiläum naht, wo in der Lübecker Bucht am 03.05. ein Schiff am Ende des Krieges sank. Cay fährt dahin, um vor Ort recherchieren zu können. Dort angekommen, findet Cay die Leiche einer jungen Frau, die sich für das Gedenken an diese Tragödie eingesetzt hat. Cay wird dadurch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Dadurch läuft sie den Verantwortlichen von damals in die Arme, die bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen worden sind.
Man erfährt in der Geschichte viele historische Fakten von damals. Die Autorin schreibt sehr detailgetreu und es wurde vieles gut bildhaft dargestellt. Der Roman spielt an der rauen und windigen Küste, und das spiegelt sich in der emotionalen Thematik wider. Der Schreibstil ist leicht, flüssig, interessant und informativ. Die Stimmung ist in der Geschichte gut ausgeglichen und die Abschnitte haben angenehme Leselänge. Unsere Charaktere wirken echt, authentisch und bei ihrer Arbeit engagiert, sodass man sie gerne begleitet.
Der Leser bekommt bei diesem Buch nicht nur einen spannenden Krimi in die Hand, sondern auch eine Geschichtsstunde. Die Vergangenheit und Gegenwart sind gut ausbalanciert und zum Schluss miteinander vereint, was der Geschichte ein gewisses Etwas verleiht. Mit hat es gut gefallen, deshalb vergebe ich hier 4 Sterne und eine Weiterempfehlung.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Sommerliche und berührende New-Adult Geschichte

Wo das Licht die Wellen berührt
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Wo das Licht die Wellen berührt hat mich mit seinem Cover gecatcht und auf das Buch aufmerksam gemacht. Durch die Blautöne erinnert es an das Meer und auch der Schriftzug mit dem Titel passt sich harmonisch ...

Wo das Licht die Wellen berührt hat mich mit seinem Cover gecatcht und auf das Buch aufmerksam gemacht. Durch die Blautöne erinnert es an das Meer und auch der Schriftzug mit dem Titel passt sich harmonisch in das Bild ein.
Es geht um June, die Musicaldarstellerin ist und kurz davor steht, auf einer der bekanntesten Bühnen der Welt zu performen. Sie bereitet sich gemeinsam mit ihrer Mutter intensiv auf ein Casting in London vor. Bei ihrer letzten Show ihres aktuellen Musicals in Berlin bricht sie erschöpft auf der Bühne zusammen und ihr Vater schickt sie kurzerhand zu ihrer Oma und ihrem Cousin Finn an die Nordsee nach Föhr. Zunächst hält June wenig von dem Plan, zumal es auf der beschaulichen Insel eher gemütlich zugeht und sie als quirlige Großstädterin eher etwas anders gewohnt ist. Dort trifft sie auch auf Finns besten Freund Nick, der den ganzen Touristen auf der Insel nichts abgewinnen kann und die Ruhe des Meeres sehr schätzt. Nach und nach lernen sich die beiden trotzdem näher kennen und sie nähern sich an. Und auch June fühlt sich auf der Insel immer wohler. Doch was ist mitihrem  Traum? Und kann June mit ihrer positiven Art Nicks hohe Schutzwälle durchbrechen?
Die Geschichte von June und Nick hat mir sehr gut gefallen. Erzählt wird die Geschichte aus beiden Perspektiven, sodass man die beiden sehr gut kennenlernen kann und auch ihre Gedanken und Emotionen mitbekommt. Diese werden auf eine berührende Art und Weise transportiert, sodass man sie nachempfinden und sich mit den Protagonisten identifizieren kann. Ihre Entwicklung, beide individuell, aber auch gemeinsam, wirkte authentisch und man konnte nachvollziehen, wie sich die Träume der beiden verändern, aber auch weiterentwickelt haben. Zusätzlich dazu ist mir das Setting sehr positiv in Erinnerung geblieben. Die Nordseeinsel Föhr wird hier in seinen zahlreichen Facetten dargestellt, die Autorin beschreibt die Schauplätze sehr detailliert und bildhaft, sodass man sich vorkommt, als wäre man selbst auf der Insel unterwegs und spüre den Wind im Haar und den salzigen Geruch des Meeres in der Nase. Ein Setting, an dem man sich pudelwohl fühlt und, das das Fernweh nach dem Meer in mir weckt.
Insgesamt also ein Buch das mich sehr gut unterhalten konnte, weshalb ich 4,5 Sterne und eine Weiterempfehlung vergebe.

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