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Veröffentlicht am 13.08.2024

Poetisch

Ich komme nicht zurück
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Was für ein wunderbarer sprachgewaltiger Roman.

Hanna wächst bei ihren Großeltern auf und ist gut befreundet mit Cem. Bald zieht Zeyna mit ihrem Vater noch in die Nähe. Die drei sind bald darauf schon ...

Was für ein wunderbarer sprachgewaltiger Roman.

Hanna wächst bei ihren Großeltern auf und ist gut befreundet mit Cem. Bald zieht Zeyna mit ihrem Vater noch in die Nähe. Die drei sind bald darauf schon unzertrennlich und auch die Familien von Zeyna und Hanna sind wie eine Familie füreinander. Als die Mädchen älter werden wird immer klarer wie unterschiedlich sie sind wie schwierig es ist die enge Freundschaft aufrecht zu halten.

Der Roman spielt in der Coronazeit und parallel dazu begleiten wir die Protagonistin zurück in ihre Kindheit. Da wird erzählt wie Hanna und Cem Zeyna kennengelernt haben und wie sich die Freundschaft im Laufe der Zeit verändert hat. Die Abschnitte in der Coronazeit zeigen uns wie Hanna mit der aktuellen Situation umgeht und das ihr bewusst wird wie sehr ihr Zeyna fehlt.

Der Roman ist teilweise so eindringlich geschrieben, dass ich vergessen habe Luft zu holen. Gerade die Darstellung der Einsamkeit von Hanna ist ganz großartig gelungen. Die Autorin hatte mich direkt schon mit dem ersten Satz. Poetisch, philosophisch und klug ist dieses Lesevergnügen. Es geht um Freundschaft aber auch viel um Abschnitte im Leben, in denen man irgendwie feststeckt und nicht nach vorn blicken kann. Und es geht um die großen Fragen was eine Freundschaft aushalten kann und auch welche gesellschaftlichen Aspekte da reinspielen können.

Ein wunderbarer Roman. Unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 11.08.2024

Berührend

Der Silberriese
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Ein wortgewaltiger Roman über die tiefe Verbundenheit zwischen einem alleinerziehenden Vater und seiner Tochter und vom Schmerz sie irgendwann loszulassen.

Patrick lebt mit seiner Tochter Ada zusammen. ...

Ein wortgewaltiger Roman über die tiefe Verbundenheit zwischen einem alleinerziehenden Vater und seiner Tochter und vom Schmerz sie irgendwann loszulassen.

Patrick lebt mit seiner Tochter Ada zusammen. Adas Mutter Kara verlässt ihre Familie als Ada noch ein Baby ist. Von da an ist Patrick auf sich allein gestellt. Schlaflose Nächte, viele Krankheiten und Trotzanfälle meistert Patrick jetzt allein. Sein vorheriges Leben kann er nicht mehr so weiterführen, seine Leben als Sportler ist mit Baby einfach nicht mehr machbar. Als Ada älter wird und mehr Freiraum braucht fängt er an sein Leben zu reflektieren, denkt an die gemeinsame Zeit mit Adas Mutter, an die Zeit mit Ada als Kleinkind und an seine Karriere als Leistungssportler im Diskuswurf.
Patrick beginnt zu verstehen, dass er Ada langsam loslassen muss und seinem eigenen Leben wieder mehr Beachtung schenken darf. Für Ada wird es immer wichtiger zu erfahren wer ihre Mutter eigentlich ist.


Schonungslos und zugleich zärtlich wird über die Beziehung zwischen Vater und Tochter erzählt. Die Nähe zwischen ihnen ist wunderbar einfühlsam eingefangen. Und auch Patricks Zerrissenheit als Ada älter ist, ist deutlich spürbar und tat mir manchmal schon richtig weh beim lesen.

Gibt ne Empfehlung.

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Veröffentlicht am 09.08.2024

Zutiefst berührend

Hotel Paraíso
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„Heimweh hat man, wenn man sich nach einem Ort sehnt, an dem man sich geborgen fühlt. Fernweh hat man, wenn man nicht weiß, wo der sein soll, dieser Ort. Fernweh ist Heimweh nach Irgendwo.“


Ein wunderbar ...

„Heimweh hat man, wenn man sich nach einem Ort sehnt, an dem man sich geborgen fühlt. Fernweh hat man, wenn man nicht weiß, wo der sein soll, dieser Ort. Fernweh ist Heimweh nach Irgendwo.“


Ein wunderbar nachdenklicher und poetischer Roman über die Suche nach sich selbst.

Frieda verliert sich immer mehr und ihr wird alles zu viel. Durch ihren Freund Jonas bekommt sie die Möglichkeit über die Weihnachtszeit ein Hotel mitsamt Hund zu hüten. Dort ist sie ganz allein mit ihren Gedanken, reflektiert ihr bisheriges Leben und hat endlich mal die Möglichkeit durchzuatmen und Gedanken zu Ende zu denken.

Ein sehr ruhiger, nachdenklicher Roman in einer wunderbar poetischen Sprache. Man sollte ihn ganz in Ruhe und voller Genuß lesen, damit man nichts überliest. Ein Roman übers Alleinsein, fehlende Zugehörigkeit und darüber zu sich selbst zu finden.

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Veröffentlicht am 09.08.2024

Bewegend

Unser leuchtendes Leben
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Ein bewegender Roman, der über mehrere Generationen einer weit verzweigten Familie erzählt.

Es ist 2089 in Island und Johanna ist alleinerziehend und hat seit einer Weile keinen Kontakt mehr zu ihrem ...

Ein bewegender Roman, der über mehrere Generationen einer weit verzweigten Familie erzählt.

Es ist 2089 in Island und Johanna ist alleinerziehend und hat seit einer Weile keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Er hat einen Roman über seine Familie geschrieben und eines Abends beginnt sie darin zu lesen. So erfährt sie beginnend im ersten Weltkrieg in der Toskana die Geschichte ihrer Familie, die über Kanada wieder nach Island führt.

Anfangs hatte ich ein paar Startschwierigkeiten, da es doch unheimlich viele Personen sind, um die es hier geht und die Geschichte auch erst sehr schnell erzählt wurde. Dann bin ich allerdings gut in der Story angekommen wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Klug, bewegend und tiefgründig wird hier erzählt, etwas mystisch, mit feinem Humor. Der Autor hat hier einen wunderbaren, melancholischen Roman erschaffen über Familie, Geheimnisse und auch die Sprachlosigkeit, die über viele Generationen weitergegeben wurde.

Bekommt eine Empfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 04.08.2024

Spannend

Letzte Lügen
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Spannend, düster und schockierend ist dieser Thriller. Ich lese selten Krimis oder Thriller aber dieser hat mir doch ganz gut gefallen.

Will und Sara sind auf Hochzeitsreise. Sie genießen ihre Zweisamkeit ...

Spannend, düster und schockierend ist dieser Thriller. Ich lese selten Krimis oder Thriller aber dieser hat mir doch ganz gut gefallen.

Will und Sara sind auf Hochzeitsreise. Sie genießen ihre Zweisamkeit und hören plötzlich Schreie. Bald darauf finden sie die sterbende Mercy, Managerin der Ferienanlage. Sie hat einen Sohn, ein schlechtes Verhältnis zur Familie und einen gewalttätigen Ex-Mann. Als die Ermittlungen beginnen kommt raus, dass so ziemlich Jeder in der Anlage ein Geheimnis hat und auch ein Motiv für den Mord.

Für mich ist das der erste Band dieser Reihe aber es war kein Problem so spät noch einzusteigen. Der Schreibstil ist toll, atmosphärisch, düster und spannend. Der Leser wird immer mal auf eine neue Spur gebracht. Man denkt man weiß endlich wer der Mörder ist und dann ist doch wieder alles anders. Zwischendurch gibt es so einige Längen. Der Roman hätte auch gern kürzer sein dürfen. Trotzdem aber lesenswert.

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