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Veröffentlicht am 31.07.2024

Beeindruckend

Der Honigmann
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Dieses Buch hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen und sehr beeindruckt.

Fischbach ist ein Paradies für Familien, alle lieben ihre Kleinstadtidylle und wollen ihr behütetes Leben beschützen. Als ein ...

Dieses Buch hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen und sehr beeindruckt.

Fischbach ist ein Paradies für Familien, alle lieben ihre Kleinstadtidylle und wollen ihr behütetes Leben beschützen. Als ein neuer Laden eröffnet wird sind Eltern und Kinder begeistert, auch vom Honigmann, dem Inhaber des Ladens. Als plötzlich Geheimnisse des Honigmanns ans Licht kommen wird die Idylle getrübt. Wie weit darf man gehen? Was darf man überhaupt glauben und was möchte man sich selbst eingestehen? Hier verschwimmt Täter- und Opferrolle. Die eigentliche Hexenjagd wendet sich ganz schnell um. Wer hält überhaupt noch zusammen?

Ein sprachlich großartiger Roman, der ganz wunderbar die ganzen zwischenmenschlichen Diskrepanzen einfängt. Nach außen finden sich ja alle toll aber wenn man dahinter schaut bröckelt die Fassade. Das ist beeindruckend geschrieben. Klug, vielschichtig. Genau für solche Bücher schlägt mein Leserherz. Ganz großartig.

Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 31.07.2024

Toller Roman

Ava liebt noch
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Ein mutiger, ehrlicher Roman über das was es bedeutet Frau und Mutter zu sein.

Ava ist Mutter von 3 Kindern und funktioniert nur noch. Niemand nimmt sie mehr richtig zur Kenntnis. Sie macht das was von ...

Ein mutiger, ehrlicher Roman über das was es bedeutet Frau und Mutter zu sein.

Ava ist Mutter von 3 Kindern und funktioniert nur noch. Niemand nimmt sie mehr richtig zur Kenntnis. Sie macht das was von Müttern erwartet wird. Sich selbst zurücknehmen und die eigenen Bedürfnisse hinten anstellen. Glücklich macht sie das nicht, obwohl sie von außen gesehen ja alles hat was eine Frau glücklich machen sollte. Haus, gesunde Kinder und einen Ehemann. Dann trifft sie auf Kieran. Eine anfängliche Schwärmerei wird zur Affäre, es kommen Gefühle ins Spiel und Avas Leben wird aufregend aber kompliziert. Wie soll sie sich entscheiden? Weiter das lieblose Eheleben führen oder alles aufgeben und die Familie dem Tratsch im Dorf aussetzen?

Für mich ein sehr emotionales Buch, weil ich das Thema so gut nachfühlen kann. Man opfert sich für die Familie auf aber nie reicht es, es ist nie genug. Die andauernde Erschöpfung von der hier auch geschrieben wird kennen sicher auch sehr viele Frauen. Mir hat sehr gut gefallen, dass Kieran hier nicht nur ein „Toyboy“ war, sondern wir auch ihn sehr gut kennenlernen durften. Auch die Abschnitte über das Zusammenleben der Familie sind sehr realistisch eingefangen. Ein toller Roman über überzogene Ansprüche, die an Mütter gestellt werden, Beziehungen, die an Vorstellungen und Erwartungen an den anderen zerbrechen und darüber ob man sich auch mal selbst in den Mittelpunkt stellen darf und sich selbst wieder spüren darf.

Sehr spannend war auch der Gedanke welche Menschen einen im Leben geprägt haben, oft unbewusst. Und gibt es Menschen, in deren Leben wir eine wichtige Rolle gespielt haben, ein wichtiger Nenendarsteller waren?

Der Roman hat mich zutiefst berührt. Vielleicht, weil ich mir auch oft Fragen stelle, um die es hier geht, und ich gerade sehr viel zurückblicke auf das Leben bisher und überlege was da wohl noch so kommt. Manchmal kommt ein Buch einfach zur richtigen Zeit in mein Leben.

Von mir gibt’s ne dicke Empfehlung.

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Veröffentlicht am 20.07.2024

Unterhaltsam

Ein Mann zum Vergraben
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Ein sehr unterhaltsamer Roman mit ordentlich schwarzem Humor.

Sally erschlägt ihren tyrannischen Ehemann und stellt fest wie erleichtert sie jetzt eigentlich ist. Es gibt nur noch ein Problem: wie wird ...

Ein sehr unterhaltsamer Roman mit ordentlich schwarzem Humor.

Sally erschlägt ihren tyrannischen Ehemann und stellt fest wie erleichtert sie jetzt eigentlich ist. Es gibt nur noch ein Problem: wie wird sie die Leiche los? Zufällig trifft sie auf weitere Frauen mit dem gleichen Problem und sie gründen eine Art Selbsthilfegruppe. Alle haben ihre eigenen Geschichten aber etwas verbindet sie. Sie waren alle häuslicher Gewalt ausgesetzt und haben jetzt einen toten Ehemann und keine Ahnung was sie machen sollen.

Der Roman hat unheimlich viel Humor, behandelt aber auch ein sehr wichtiges Thema. Durch den Lockdown durch Corona hat häusliche Gewalt leider noch mehr zugenommen, genau in dieser Zeit spielt auch der Roman. Allerdings ist auch ohne die Pandemie dieses Problem noch viel zu present und viele Frauen finden nicht den Mut da auszubrechen. Manchmal war es für mich nicht so leicht das schwierige Thema so humorvoll zu lesen aber es ist einfach ein Buch das Betroffenen ganz viel Mut machen soll sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Und schon allein dafür lohnt es sich zu lesen.

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Veröffentlicht am 17.07.2024

Toller Roman

Paradise Garden
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Ein Roman so ganz nach meinem Geschmack. Da war alles dabei was ich mag.

Die 14jährige Billie wächst alleine bei ihrer Mutter auf. Sie hat ein sehr enges Verhältnis zu ihr. Sie haben nicht viel Geld ...

Ein Roman so ganz nach meinem Geschmack. Da war alles dabei was ich mag.

Die 14jährige Billie wächst alleine bei ihrer Mutter auf. Sie hat ein sehr enges Verhältnis zu ihr. Sie haben nicht viel Geld zur Verfügung, allerdings haben sie viel Fantasie, Lebensfreude und liebe Nachbarn. Als die Mutter stirbt macht sich Billie auf den Weg um ihren unbekannten Vater zu finden.

Unheimlich leicht erzählt und doch so melancholisch. Billie ist einfach toll. Eine starke und tapfere Protagonistin, die nach einem zu Hause sucht.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

Spannend

Solito
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Ein erschütternder Erfahrungsbericht eines 9jährigen Jungen über die Flucht in die USA.

Javier wächst in El Salvador bei seinen Großeltern auf. Die Lage dort bekommt man so nebenbei geschildert. Es gibt ...

Ein erschütternder Erfahrungsbericht eines 9jährigen Jungen über die Flucht in die USA.

Javier wächst in El Salvador bei seinen Großeltern auf. Die Lage dort bekommt man so nebenbei geschildert. Es gibt Korruption, Armut und auch in seiner Familie hat er es nicht leicht. Seine Eltern sind vor ein paar Jahren schon in die USA geflüchtet und wollen ihn jetzt zu sich holen. Sein Großvater begleitet ihn noch ein Stück zu einem Schlepper und dann geht die Odyssee alleine auch schon los. Es sind viele Etappen zu überwinden mit Bussen. Boot, LKW und auch oft zu Fuß. Quälender Durst und Hunger sind ständige Begleiter. Er erlebt sengende Hitze, Kälte und ist dauerhaft schmutzig und erschöpft. Zum Glück trifft er auf der Flucht auch auf Menschen, die ihm Zuversicht und Wärme geben.

Der Roman ist aus der Sicht von Javier geschrieben und das ist richtig toll gelungen. Seine Naivität, seine Sicht auf die anderen Menschen, die große Freude an schönem Essen, die Pflanzen und Tiere, die ihm begegnen. Das ist wirklich hervorragend umgesetzt. Man spürt seine Einsamkeit, seine Ängste und erleben auch wie er über sich hinaus wächst.
Etwas anstrengend waren für mich die vielen spanischen Begriffe, die man dann nachschlagen konnte. Sicher ist das aber gewollt um den Leser näher an die Sprachbarrieren heran zu führen.

Ein absolut bereicherndes und wichtiges Buch, dass im Kopf bleibt.

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