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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

Überraschend gut

We Who Will Die
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3.75
Die Vampire x Gladiator Thematik war nicht ganz meins (obwohl der deutsche Verlag es mit The Vampire Diaries vermarktet, was wiederum ganz gut passt). Ähnliches kann ich zum Wettkampf und den Prüfungen ...

3.75
Die Vampire x Gladiator Thematik war nicht ganz meins (obwohl der deutsche Verlag es mit The Vampire Diaries vermarktet, was wiederum ganz gut passt). Ähnliches kann ich zum Wettkampf und den Prüfungen sagen, die aber zum Glück nur die erste Hälfte des Buches in Anspruch genommen haben.
Oder zu der Existenz von mythologischen Wesen, die vielleicht im Kontext der Gladiatoren Sinn gemacht haben, aber nicht mit den Vampiren.

Die zweite Hälfte hat mir da deutlich besser gefallen, genauso wie die wer-bringt-all-diese-Menschen-Mystery Handlung.
Rorrik fand ich super und er und Arvelle haben eine tolle Dynamik miteinander. Hätte davon gerne mehr gesehen, aber wahrscheinlich, und hoffentlich, dann im zweiten Teil.
Ich wusste schon vor dem Lesen, dass es einen Love-Triangle gibt und ich kann nicht leugnen, dass ich, bevor ich überhaupt ins Buch gestartet bin, genervt war. Aber, zu aller & meiner Überraschung, war das hier nicht so nervend oder gar schrecklich, wie ich es mir ausgemalt habe.

Obwohl Bran derjenige ist, der die ganze Handlung ins Rollen bringt, kann ich rückblickend nicht sagen, dass er auf irgendeiner Weise wichtig, relevant oder gar nötig gewesen wäre. Genauso wie die Begründung & Erklärung wer er eigentlich ist. Seine Rolle im Geschehen hätte jemand anderes übernehmen können und es hätte sich wenig bis gar nichts an der Handlung oder dem Ausgang des Buches geändert.

Leon, der Vater von Arvelles bester Freundin und eine Vaterfigur für Arvelle, war auch irgendwie irrelevant und hat mich mehr genervt als er sollte.

Ende hat mir das Buch besser gefallen als erwartet und ich freue mich auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Unterhaltsam, aber etwas unter meinen Erwartungen geblieben

Dire Bound
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3.75
Ich glaube das letzte Mal, dass ich irgendwas mit Wölfen gelesen habe, war so um meine Twilight-Zeit rum, also vor …hust... 15+ Jahren?
Daher war ich sehr gespannt, was mich hier erwarten wird und ...

3.75
Ich glaube das letzte Mal, dass ich irgendwas mit Wölfen gelesen habe, war so um meine Twilight-Zeit rum, also vor …hust... 15+ Jahren?
Daher war ich sehr gespannt, was mich hier erwarten wird und meine Erwartungen wurden gleichermaßen erfüllt und nicht erfüllt.

Die Wölfe und Rudelthemaik haben mir super gefallen, auch wenn ich vieles, was die Bindungs- und Rudelprüfungen angeht, eher fragwürdig fand.

Unterm Strich war mir hier aber einiges zu wenig. Zu wenig von Stark, der ziemlich offensichtlich von Anfang an eine zentrale Rolle spielt, zu wenig Erkunden und Nachforschen von Meryn bzgl. dem Schloss und dessen Mysterien und mein Hauptkritikpunkt: zu wenig von der Beziehung zwischen Meryn und Anassa, ihrem Schattenwolf.

Meryn als Hauptcharakter hat mir, anfangs jedenfalls, sehr gefallen. Wohnend im ärmlichen Teil der Stadt, entscheidet sie sich, den Wehrdienst anzutreten. Nach Bestehen der ersten Prüfung, findet sie sich im Wohnquartier der Wildgebundenen (Menschen, die eine Verbindung mit Schattenwölfen eingehen) wieder. Was hier oft sehr gut verdeutlicht wurde, ist der Kulturschock zwischen arm und reich, den Meryn mehrfach erlebt und zu dem sie verständlicherweise mit vollster Irritation reagiert.
Ein weiterer Punkt, der mir sehr gefallen hat, ist Meryns erste Erfahrungen in Sachen Freundschaften schließen. Etwas, was sie bis jetzt aus Gründen nicht erleben konnte.
Ich muss aber auch sagen, dass Meryn sich im Verlauf des Buches zu der Art Protagonistin entwickelt hat, mit der die meisten Bücher oftmals starten. Leichtgläubig, zieht falsche Rückschlüsse, handelt impulsiv und unüberlegt.
Ihre Beziehung zu Killian hat vielleicht ganz süß angefangen, ist dann immer mehr zu etwas geworden, was eigentlich nur Sextreffen waren und das hat mir absolut nichts gegeben. Im gleichen Atemzug würde ich auch noch sagen, dass, obwohl diese Reihe eine Romantasy ist, der Romance Anteil in diesem ersten Buch eher schwach ist.

Meryns angespannte Beziehung zu Anassa ist für mich, in diesem ersten Band zumindest, von allen Beziehung die Wichtigste, die aber leider bis zum Schluss, und ich rede hier von bestimmt den letzten 50 Seiten, eher mäßig ausgearbeitet wurde.
Bis zu diesen letzten Seiten war Meryn & Anassas Beziehung das, was man als “kollegiales Miteinander" beschreiben könnte. Es gab kaum Schlüsselmomente zwischen den beiden. Das Training läuft mäßig, die Prüfungen werden mit Hängen und Würgen bestanden und dann geht jeder wieder getrennte Wege. Jedes Mal, wenn diese angespannte Beziehung angesprochen wurde, wurde das Argument des beiderseitigen fehlenden Vertrauens gebracht und das Gespräch wurde beendet. Da das Buch komplett aus Meryns Sicht geschrieben ist, ist Meryns nicht vorhandenes Vertrauen, als auch ihre Sturheit, Widerwillen, Genervtheit oder gar Abneigung bzgl. dieser Bindung sehr offensichtlich. Ob Anassa selbst Versuche unternommen hat, Meryn etwas entgegenzukommen, kann ich nicht beurteilen. Es schien eher, dass sie auf Meryn gewartet hat.

Ähnlich frustrierend ist Meryns Meinung zu Stark. Von Anfang an hat sie sich darauf versteift, dass Stark sie hasst und sie tot sehen will. Das höchste an positiven Gefühlen war ihre Aussage, dass er doch ganz gut aussieht und hübsche, lange Wimpern hat.
Genauso wie mit Anassa, hat es hier das ganze Buch gedauert, bis sie ihn anders wahrnimmt. Bis dahin hat man kaum etwas über Stark erfahren, außer dass er groß und “böse” ist.

Das Pacing in der zweiten Hälfte war etwas langsamer, genauso wie der etwas langatmige Inhalt an sich.
Haben mich die Wendungen zu Ende hin überrascht? Nicht wirklich. Das meiste ließ sich doch schon im Verlauf der Handlung erahnen.

Es gibt am Ende ein Bonuskapitel aus der Sicht von Stark. Unfassbar viel hat es mir am Ende nicht gegeben, jedoch denke ich, dass der erste Teil des Kapitels einen wirklich tollen Prolog abgegeben hätte.

Hätte das Buch etwas kürzer sein können? Sicherlich.
Werde ich die Reihe fortsetzen? Jap.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Starke Fortsetzung!

Children of Fallen Gods (War of Lost Hearts 2)
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4.25
Fantastische Fortsetzung!
Ich wollte mehrere verschiedene POVs haben und die habe ich auch bekommen..Lieben Wir

In Children of Fallen Gods wird ein neuer Hauptcharakter, Aefe, eingeführt. Und mit ...

4.25
Fantastische Fortsetzung!
Ich wollte mehrere verschiedene POVs haben und die habe ich auch bekommen..Lieben Wir

In Children of Fallen Gods wird ein neuer Hauptcharakter, Aefe, eingeführt. Und mit diesem neuen Charakter kommt nicht nur ein neuer Handlungsstrang, sondern auch mehr Worldbuilding.
Ich hatte in den ersten paar Kapiteln einige Probleme in Aefes Kapitel reinzufinden, denn ich habe schlichtweg keine Verbindung zwischen Aefe und Tisaanah gesehen oder gar den Handlungen aus dem ersten Buch. Ich musste aber auch schnell feststellen, dass mit Aefes Handlung sogar etwas mehr gefallen hat, als Tisaanahs.
Daher ist mir mein Herz auch nochmal stärker gebrochen, als ihre Hintergrundgeschichte bekannt wurde.

Der Plottwist am Ende war fantastisch und überhaupt nicht das, was ich erwartet habe!

Was mir hier auch sehr gefallen hat, war der Einblick in Nuras Gedanken. Auch wenn ich gerne ein, oder sogar mehrere, Kapitel aus ihrer Sicht gelesen hätte, hat es am Ende so, wie es letztendlich im Buch ist, mehr Sinn gemacht.

Das Pacing war hier, verglichen mit Band eins, etwas langsamer, auch wenn ich nicht gerade sagen kann, dass die Handlung an sich langsam war oder sich nicht von der Stelle bewegt hat.
So in den letzten ca. 30%, und vor allem am Ende, ist dann doch so einiges passiert.

Ich bin gespannt, wie sich alles im letzten Band entwickelt und werde diese auch zeitnah beginnen.

Vielen Dank an Tor Bramble für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Enttäuschende Handlung mit anstrengender Protagonistin

On Wings of Blood (Bloodwing Academy 1)
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2.75
On Wings of Blood hat richtig stark angefangen und dann nach ca. 20%, vielleicht auch nach 30%, rapide nachgelassen. Sehr schade!

Mir hat die Ausgangssituation & das Setting super gefallen, die Charaktere ...

2.75
On Wings of Blood hat richtig stark angefangen und dann nach ca. 20%, vielleicht auch nach 30%, rapide nachgelassen. Sehr schade!

Mir hat die Ausgangssituation & das Setting super gefallen, die Charaktere wurden gut eingeführt und schienen mir anfangs sympathisch.
Es hat sich dann aber schnell herausgestellt, dass dieses Buch größtenteils ein Teenie-Drama ist, das in mir sehr starke Flashbacks an die ersten House of Night Bücher geweckt hat.

Mein erster richtiger Hate-Moment kam bei der Vorstellung von Fluffel. Und jetzt könnte man denken, das ist der Name eines Tieres. Aber nein. Das ist der Name einer Hunde ähnlichen Rasse.

So ziemlich von Beginn an hört Medra eine mysteriöse Stimme, die über die ganze erste Hälfte des Buches ziemlich präsent Teil der Handlung ist. Bis sie, die Stimme bzw. die Handlung darum, links liegen gelassen wird, eigentlich schon wortwörtlich, nur um am Ende wieder kurz zur Handlung dazu zu stoßen und dann wieder keine Rolle zu spielen.
Abgesehen davon, dass mir dieser ganze Handlungsstrang nicht gefallen hat, wird das Ganze hier irgendwie offen gelassen. Und ich kann nur annehmen, dass es in Band zwei wieder aufgegriffen wird mit hoffentlich anständigen Erklärungen.
Ähnlich links liegen & offen gelassen wird, nach einem mehr als unpassenden Streit zwischen Medra & Blake, die Handlung um Blakes Schwester.
Oder der Unterricht mit Professor Rodriguez, auch ein sehr unsympathischer Charakter, der nach einigen Kapiteln schon keine Rolle mehr gespielt hat, obwohl die Notwendigkeit dieses Unterrichts mehrmals deutlich gemacht worden ist.

Enige der Charaktere haben teilweise nicht nur ganz schrecklich miteinander geredet, sondern wahrscheinlich auch noch schlimmer miteinander gestritten. Und damit meine ich nicht einfach ein respektloses miteinander. Es erinnerte mich stark an 14-jährige, die versuchen cool zu wirken. Oder Sendungen aus den 2000ern, bei denen man das Image einer “Zicke” etablieren wollte.
Und im Mittelpunkt stand immer eine Person: Hauptcharakter Medra.
Wäre das Buch ein Jugendbuch bzw. Young Adult, hätte ich hier wohl ein Auge zugedrückt. Aber das Buch ist nun mal kein YA, daher weiß ich nicht, warum die Charaktere so reden sollten.
Vielleicht lag es hier auch an der Übersetzung, die das Ganze in eine für mich unpassende Richtung gelenkt hat.

Medra fand ich leider größtenteils unfassbar nervig und sie gehört damit für mich auch eher zu den unsympathischeren Charakteren. Fast jedes Gespräch mit einem Vampir endet in einem Streit und in Vorwürfen, dass Vampire nur an Macht, Blut und dem Ausnutzen der nicht-Menschen interessiert sind.
Für Medra galt immer: erst Handeln, dann Denken. Oder einfach nur Handeln ohne Denken.

Medras Anziehung zu Blake habe ich absolut nicht gefühlt. Also wirklich auf keinster Ebene. Vielleicht lag es daran, dass die beiden kaum wirkliche Szenen hatten, in denen sie sich näher gekommen sind. Vielleicht lag es daran, dass die meisten Gespräche in einer Art Streit endeten. Vielleicht lag es auch öfter an Medra als an Blake.

Das Buch ist hauptsächlich aus Medras Perspektive geschrieben und obwohl ich anfangs hoffte, Blakes Kapitel würden mir und dem Buch etwas mehr Informationen und Wissen geben, hat sich das, wenn überhaupt, erst irgendwo in der zweiten Hälfte als nützlich erwiesen.
Blake selber fand ich fast schon sympathisch und hätte gerne mehr aus seiner Perspektive gelesen.

Ein weiter Tiefpunkt war für mich das Konzept der Triade und die Gefährtenspiele (zwei Verlobte eines Vampirs sollen im Team Aufgaben bewältigen?!), dessen Notwendigkeit mir bis zum Schluss nicht klar geworden ist, da sich das Buch um die Bloodwing Akademie und Drachen & Drachenreiter dreht und diese Spiele mehr für das jeweilige Vampirhaus sind.

Das letzte Kapitel mit einem weiteren Medra & Blake Streit glich einem kleinen Fiebertraum…

Werde ich den Folgeband lesen? Vielleicht. Da muss ich mir tatsächlich noch einige Gedanken machen und dieses Buch etwas verarbeiten.
Dieser erste Band war für mich kein wirklicher Erfolg und hat mehr mit dem geglänzt, was nicht gelungen ist als mit dem Potential, was man am Anfang erahnen & erhoffen kann.

Vielen Dank an arsEdition für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Toller Einstieg!

Royal Houses – Haus der Drachen
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3.75-4
Das war überraschend gut und ein toller Start in die Reihe!

Was man in diesem Buch erwarten kann: Fae, Drachen, Drachenreiter, ein mysteriöser & gut ausseher Typ, der unerwartet in schwarzem Rauch ...

3.75-4
Das war überraschend gut und ein toller Start in die Reihe!

Was man in diesem Buch erwarten kann: Fae, Drachen, Drachenreiter, ein mysteriöser & gut ausseher Typ, der unerwartet in schwarzem Rauch erscheint und für ein bisschen Chaos sorgt, Untergrundkämpfe, eine süße Romance, ein Wettkampf, Rebellen (allerdings die Art, die wir nicht mögen), mehr mysteröise Charaktere, eine Assassine.

Kerrigan ist ein klasse Hauptcharakter. Ihre Beziehung zu Fordham und die sich langsam entwickelnde Romance zwischen den beiden ist super süß und sehr gut im Rahmen des Buches untergebracht!
Es gibt während des Verlaufs des Buches einen Wettkampf, allerdings nimmt Kerrigan an diesem nicht Teil, sodass sie mehr Kommentator des Geschehens ist, während sie ihr eigenes kleines Rätsel löst.

Der Schreibstil ist super. Sehr einfach zu verstehen und sehr passend im Stil und Ton für die Handlung und die Charaktere.
Während das Buch hauptsächlich aus Kerrigans Perspektive geschrieben ist, gibt es eine handvoll Kapitel aus der Sicht von anderen Charakteren, die dem Buch ein gewisses Etwas geben und toll zur Athmosphäre beitragen.

Dafür, dass das Buch als “Haus der Drachen” betitelt ist, hätte man meinen können, dass Drachen eine etwas zentralere Rolle spielen. Allerdings haben mir die Stellen, in denen Drachen vorhanden sind, sehr gefallen.

Es gab einige Stellen, die meiner Meinung nach nicht so rund waren und die sich nach “hauptsache man gibt dem Leser eine bestimmte Information weiter” angefühlt haben. Spontan kommt mit ein Gespräch mit Audria in der zweiten Hälfte in den Sinn, genauso wie einige Gespräche zwischen Kerrigan und Fordham, und hier auch besonders eins am Ende des Buches.

Haus der Drachen tendiert mehr in die jüngere Hälfte der YA-Schiene, also eher Richtung Prison Healer.

Dies war mein erstes Buch von K.A. Linde! Ich bin positiv überrascht und freue mich nicht nur auf die Fortsetzung, Haus der Schatten, sondern auch auf weitere Bücher der Autorin.

Vielen Dank an Tor Bramble (englischer Verlag) für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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