Er hat einen Plan
NervenspielDer junge Veit schließt sich einer Gruppe Jugendlicher an, die nach Peru reist, um dort im Dschungel die Abenteuer ihres Lebens zu finden.
Veit ist ein verwöhnter, gelangweilter junger Mann aus gutem ...
Der junge Veit schließt sich einer Gruppe Jugendlicher an, die nach Peru reist, um dort im Dschungel die Abenteuer ihres Lebens zu finden.
Veit ist ein verwöhnter, gelangweilter junger Mann aus gutem Hause und bestens situiert, aus Langeweile spielt er gern feine Psychospielchen mit Anderen. Er beobachtet, kontrolliert und manipuliert. Er hat jetzt einen Plan, er hegt perfide Mordgedanken und alles um ihn herum wirkt düster, schwül und geheimnisvoll. Der Dschungel wird sein Schauplatz sein. Alle sind auf sich allein gestellt, auch in Gemeinschaft, denn keiner traut dem anderen. Es gibt ständig verbale und körperliche Attacken, gegen die es sich zu wehren gilt. Alles basiert auf Wut und Lügen und endet im Angriff. Trotz allem oder wegen seiner dunklen grotesken Absichten, wirkt nun Veit immer irgend wie ganz sympathisch und auch die anderen Teilnehmer bekommen ihr ja "Fett" ab. Wo bleibt die Moral, fragt man sich.
Das Buch überrascht, die klare verständliche Erzählweise beschränkt sich auf das Wesentliche, man kommt beim Lesen dieser Lektüre nicht darum herum, sich zu fragen, was täte jeder Einzelne von uns selbst, wenn er in diese Situation geraten würde? Was steckt wirklich in uns? Wozu sind wir im Ernstfall in der Lage und wie viel von einem Psychopathen steckt in jedem von uns?
Das Buch hinterlässt in Manchem von uns wohl ein Gefühl von Unwohlsein und des Nachdenkens um seine eigene Persönlichkeit.