Cover-Bild Nervenspiel
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4,99
inkl. MwSt
  • Verlag: WOLFSTEIN
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 13.11.2023
  • ISBN: 9783954521241
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Friederich Benedict

Nervenspiel

Nur einer spielt
Wir sind in Peru, mitten im Regenwald. Es gibt keinen Ausweg, nur die Gruppe.
Wer ist der erste? Drehen wir eine Flasche.
Veit ist kein normaler Achtzehnjähriger. Veit spielt ein Spiel.
Es gibt nur einen, der es sicher überlebt.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2025

Er hat einen Plan

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Der junge Veit schließt sich einer Gruppe Jugendlicher an, die nach Peru reist, um dort im Dschungel die Abenteuer ihres Lebens zu finden.

Veit ist ein verwöhnter, gelangweilter junger Mann aus gutem ...

Der junge Veit schließt sich einer Gruppe Jugendlicher an, die nach Peru reist, um dort im Dschungel die Abenteuer ihres Lebens zu finden.

Veit ist ein verwöhnter, gelangweilter junger Mann aus gutem Hause und bestens situiert, aus Langeweile spielt er gern feine Psychospielchen mit Anderen. Er beobachtet, kontrolliert und manipuliert. Er hat jetzt einen Plan, er hegt perfide Mordgedanken und alles um ihn herum wirkt düster, schwül und geheimnisvoll. Der Dschungel wird sein Schauplatz sein. Alle sind auf sich allein gestellt, auch in Gemeinschaft, denn keiner traut dem anderen. Es gibt ständig verbale und körperliche Attacken, gegen die es sich zu wehren gilt. Alles basiert auf Wut und Lügen und endet im Angriff. Trotz allem oder wegen seiner dunklen grotesken Absichten, wirkt nun Veit immer irgend wie ganz sympathisch und auch die anderen Teilnehmer bekommen ihr ja "Fett" ab. Wo bleibt die Moral, fragt man sich.

Das Buch überrascht, die klare verständliche Erzählweise beschränkt sich auf das Wesentliche, man kommt beim Lesen dieser Lektüre nicht darum herum, sich zu fragen, was täte jeder Einzelne von uns selbst, wenn er in diese Situation geraten würde? Was steckt wirklich in uns? Wozu sind wir im Ernstfall in der Lage und wie viel von einem Psychopathen steckt in jedem von uns?

Das Buch hinterlässt in Manchem von uns wohl ein Gefühl von Unwohlsein und des Nachdenkens um seine eigene Persönlichkeit.



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Veröffentlicht am 26.03.2024

Spannender Jugenthriller mit starker Charakterzeichnung

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Der achtzehnjährige Veit Graufischer lebt mit seinen Eltern im reinsten Luxus, denn Geld haben sie im Überfluss. Gut, dass er mit seinen Eltern zusammenlebt, ist eher übertrieben, denn Veit ist eigentlich ...

Der achtzehnjährige Veit Graufischer lebt mit seinen Eltern im reinsten Luxus, denn Geld haben sie im Überfluss. Gut, dass er mit seinen Eltern zusammenlebt, ist eher übertrieben, denn Veit ist eigentlich immer allein. Aus Langeweile meldet er sich immer wieder über Organisationen bei Jugendreisen an. Da ihm langweilig ist, spielt Veit dabei jedes Mal ein Spiel, nur das seine Begleiter nichts von Veits Spiel ahnen. Dieses Mal ist er mit einer Jugendgruppe nach Peru gereist und hier entdeckt Veit immer mehr Möglichkeiten für sein absolut perfides Spiel.

Düsteres Cover, ein kurzer, eher nichts sagender Klappentext?1 Das kann nur gut werden, oder? Gleich vorab, ja, dieser Jugendthriller hat es ganz schön in sich, aber dazu später mehr. Der Einstieg macht neugierig, denn schon zu Beginn lernt man Veit kennen und dieser ist ein ganz besonderer Protagonist. Autor Benedict Friederichschafft es mit Worten seine Geschichte lebendig werden zu lassen, dabei liest sich dieser Jugendthriller locker und flott und lässt den Leser manches Mal sprachlos zuück.
Zu Beginn zog sich allerdings das Geschehen noch ein kleines bisschen. Bevor die Handlung wirklich Tempo und auch den ein oder anderen Plottwist erhält, nimmt sich der Autor Zeit, Veit und die weiteren Teilnehmer der Reise zu zeichnen. Ab einem ganz bestimmten Moment bekommt das Ganze aber dann richtig Tempo und man kann das Buch kaum zur Seite lesen.
Das Setting, der Dschungel von Peru, ist recht gut dargestellt, hier wird weder aus- noch abgeschweift und man kann spürt beim Lesen die schwüle, feuchte Luft des Dschungels. Allein diese Umgebung macht ja schon etwas besonderes aus, doch worauf der Autor ganz intensiv sein Augenmerk lenkt, ist sein Protagonist.
Veit ist ein Narzisst der ganz besonderen Art. Die Zeichnung seines Charakters ist so unglaublich gut gelungen, die Art, wie Veit mit seinen Mitmenschen umgeht, wie er diese dadurch manipuliert und was wirklich in ihm vorgeht, macht absolut Angst. Damit wird allerdings auch absolut deutlich, dass man Fremden gegenüber immer vorsichtig sein sollte. Es gab diverse Szenen, z. B. auf einem Flughafen, die mich mit einem Wtf zurückließen. Doch hat es sich in der Realität ja doch schon häufig bestätigt, dass Menschen mit dieser Persönlichkeitsstörung genau so sind, wie Friederich Veit beschreibt. Dadurch, dass wir die Geschichte auch noch aus der Ich-Perspektive aus Veits Sicht verfolgen, macht dieses noch authentischer und greifbarer. Erschreckenderweise kann ich noch nicht einmal sagen, dass ich Veit nicht mochte.
Die weiteren Charaktere bleiben hier natürlich überschaubar, da sich weite Teile der Handlung um die Jugendgruppe im Dschungel drehen. Diese Gruppe besteht dann doch aus recht stereotypen Charakteren, von Nerd über Freak, Schönheit und Ökotante bis hin zu Muskelprotz und Intelligenzprotz haben wir alles dabei. Doch genau diese Vielzahl an unterschiedlichen Figuren heben Veit wieder extra heraus, denn niemand von ihnen ahnt, wer dieser Junge wirklich ist oder welches Geheimnis er verbirgt.

Mein Fazit: Ein gut gelungener Jugenthriller, der recht unblutig abläuft, der allerdings mit der Zeichnung seines Protagonisten wirklich hervorsticht. Auch wenn mir viele Beschreibungen zu Beginn zu lang waren, gab es dann einen Wendepunkt, bei dem ich das Buch nicht weglegen wollte. Veit ist wirklich in jeder Hinsicht richtig gut gelungen und das Ende des Buches lässt schon fast die Hoffnung auf eine Fortsetung entstehen. Emfpehlenswert!

Veröffentlicht am 07.01.2026

Psychologisch sehr interessant

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Nervenspiel ist ein interessanter Thriller für Jugendliche, bei dem wir eine Gruppe junger Menschen in den peruanischen Dschungel und auf ein dramatisches Abenteuer begleiten.

Der Autor nimmt sich zu ...

Nervenspiel ist ein interessanter Thriller für Jugendliche, bei dem wir eine Gruppe junger Menschen in den peruanischen Dschungel und auf ein dramatisches Abenteuer begleiten.

Der Autor nimmt sich zu Beginn viel Zeit, seinen Protagonisten und die verschiedenen Mitglieder der Jugendgruppe vorzustellen. Dabei legt er einen großen Fokus auf verschiedene Charaktertypen sowie die Gruppendynamik. Für meinen Geschmack hätte hier deutlich geraffter erzählt werden können, die erste Hälfte hat sich sehr gezogen.

Umso spannender wird es dann aber in der zweiten Hälfte des Buches. Aus meiner Sicht versteht es der Autor hervorragend, ein sehr authentisches Bild der Jugendlichen und ihrem Verhalten in einer mehr und mehr eskalierenden Extremsituation zu zeichnen. Die Diskussionen und Entscheidungen der Gruppe waren absolut nachvollziehbar, die Handlung spannend und die Entwicklung nicht vorhersehbar.

Insbesondere psychologisch fand ich das Buch sehr interessant, da in der Gruppe verschiedene Typen und deren Denkmuster aufgezeigt wurden. Darüber hinaus hat mir gefallen, dass einem deutlich vor Augen geführt wurde, wie Manipulation und Gruppenzwang funktionieren und wie Menschen, die nicht der „Norm“ entsprechen schnell stigmatisiert werden. Ein sehr wichtiger Aspekt.

Insgesamt eine tolle Geschichte mit Potential.

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