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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2017

Mallorca wider Willen

Meeresblau & Mandelblüte
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Leonie ist eine taffe Karrierefrau, für die Karriere an allererster Stelle steht. Karriere hat stets Vorrang vor Familie. Als ihre Großtante Elisabeth überraschend stirbt, überlegt sie sogar kurz, die ...

Leonie ist eine taffe Karrierefrau, für die Karriere an allererster Stelle steht. Karriere hat stets Vorrang vor Familie. Als ihre Großtante Elisabeth überraschend stirbt, überlegt sie sogar kurz, die Beerdigung auf Mallorca zu schwänzen. Der Tod ihrer Großtante tut ihr zwar Leid, aber mehr auch nicht. Letztendlich rafft sie sich doch auf und fliegt nach Mallorca, dort war sie schon seit ihrer Kindheit nicht mehr.
Auf Mallorca angekommen lernt sie gleich den "Rentner Club" kennen, der aus 4 rüstigen Rentnern besteht, die im Hotel ihrer verstorbenen Großtante zur Dauermiete wohnen. Der Seniorenclub ist alles andere als angetan von Leonie. Sie ist sehr oberflächlich und gefühlskalt, scheinbar lag ihr nichts an ihrer Großtante. Umso unverständlicher ist es für alle Beteiligten, dass Elisabeth ihr Hotel Leonie vererbt. Doch nur unter einer Bedingung: Leonie soll dort ein Jahr wohnen bleiben und alle Renovierungen selbst vornehmen. Wand an Wand mit ihren Rentnerfreunden....

Ich fand das Buch toll! Leonie war anfangs wirklich ein sehr schwieriger Charakter, der auf Mallorca nach und nach aufgeblüht ist. Endlich hat sie den ernsten Karrierefrauenblick durch ein tolles und ehrliches Lächeln ersetzt! Die Geschichte war von Anfang an sehr spannend, man schloss alle Charaktere sehr schnell ins Herz. Super Schreibstil!

Veröffentlicht am 28.07.2017

sachlich, lässt keinerlei Emotion zu

Sieh mich an
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Katharina ist Vollzeit-Mama, Ehefrau und leidenschaftliche Todo Listen Erstellerin. Ihre Tochter Helli macht gerne was sie will und wirft das ganze Konzept von Katharina, erstellt anhand einer Todo Liste, ...

Katharina ist Vollzeit-Mama, Ehefrau und leidenschaftliche Todo Listen Erstellerin. Ihre Tochter Helli macht gerne was sie will und wirft das ganze Konzept von Katharina, erstellt anhand einer Todo Liste, über den Haufen. Ihr Mann Costas ist nur am Wochenende zuhause. Ihre Woche verbringen sie folgendermaßen: Unter der Woche wird gestritten und diskutiert, Freitag steht die Versöhung an, Samstag ist harmonisch und Sonntag wird wieder ein Grund zum Streiten gesucht, um sich im Laufe der Woche wieder streiten zu können. Und dann kommt die Diagnose. Katharina hat Krebs.

Mich konnte das Buch überhaupt nicht begeistern und in seinen Bann ziehen. Der Schreibstil war sehr anstrengend zu lesen, da die Erzählungen sehr ausufernd sind und die Autorin von den schrägen Nachbarn bis hin zu deren gemeinsamen Einkäufen uvm kommt. Das Buch ist hauptsächlich aus Gedanken von Katharina, es kommt total wenig Wörtliche Rede von den anderen Personen im Buch. Man erfährt beinahe alles nur durch Katharinas Gedanken, Persönliche Gespräche gehen total verloren. Mir fiel es wirklich sehr schwer, bei der Geschichte dabeizubleiben, da die Erzählart sehr sachlich gehalten war und keinerlei Emotionen zugelassen hat. Schade.

Veröffentlicht am 29.05.2019

Reicht leider nicht an Hoovers andere Bücher heran..

Die tausend Teile meines Herzens
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Merit macht ihr eigenes Ding. Blöd genug dass sie schon in einer Kirche leben muss, in einem Zimmer ohne Fenster. Ihre Familie ist sowieso total abgedreht, denn ihre Mutter lebt im Keller den sie schon ...

Merit macht ihr eigenes Ding. Blöd genug dass sie schon in einer Kirche leben muss, in einem Zimmer ohne Fenster. Ihre Familie ist sowieso total abgedreht, denn ihre Mutter lebt im Keller den sie schon seit Jahren nicht mehr verlassen hat und ihr Vater lebt mit seiner neuen Frau und all seinen Kindern in der Kirche über dem Keller. Merit ist in der Familie die Unruhestifterin, sie stachelt oft Streit an und lässt nichts auf sich sitzen. Doch bald ist sie es, die Streit verursacht, denn sie verliebt sich in Sagan, der doch eigentlich mit ihrer Schwester zusammen ist. Durch unglückliche Umstände bekommt die Familie einen Brief, in dem Merit alles Schlechte niedergeschrieben und alle Geheimnisse und Intrigen der Familie aufgelistet hat. Und da fängt das Chaos erst an.


Ich konnte mich mit dem Buch leider nicht so anfreunden. Mir war der Hauptcharakter schon etwas unsympathisch, da Merit ständig Streit anfing und einfach so negativ gestimmt war... Die Familie an sich war auch irgendwie sehr seltsam, alles so zerrüttet und auch nach dem Ende nur ein klein wenig mehr zusammengerückt. Schade, dass mir dieses Buch von Colleen Hoover ausnahmsweise nicht gefällt.

Veröffentlicht am 29.05.2019

Packender Roman

Weil ich Layken liebe
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Layken hat kaum den Tod ihres Vaters verkraftet als sie auch schon mit ihrer Mutter und ihrem Bruder nach Michigan ziehen muss, aus finanziellen Gründen wie ihre Mutter sagte. Dort wird sie aber schnell ...

Layken hat kaum den Tod ihres Vaters verkraftet als sie auch schon mit ihrer Mutter und ihrem Bruder nach Michigan ziehen muss, aus finanziellen Gründen wie ihre Mutter sagte. Dort wird sie aber schnell von ihren Sorgen abgelenkt, denn der Junge von nebenan schafft es quasi sofort, sich einen Platz in ihrem Herzen zu sichern. Als sie nach ihrem ersten Date glücklicher nicht hätte sein können trifft sie beinahe der Schlag als er in der Schule als ihr Lehrer vor ihr steht. Und mit einem Mal ist Layken wieder nur seine Schülerin und auch privat schränken sich seine Besuche stark ein, denn natürlich muss er auf seinen kleinen Bruder aufpassen und darf nicht gefeuert werden weil er etwas mit einer Schülerin hat. Als Layken dann auch noch herausfindet warum sie wirklich nach Michigan gezogen sind, droht ihre Welt endgültig zusammenzubrechen.

Ein Roman von Colleen Hoover ganz nach meinem Geschmack. Super viel Gefühl und Spannung, ich konnte das Buch quasi gar nicht aus der Hand legen.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Unglaublich lebensnaher Roman

Nur noch ein einziges Mal
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Lily lernt schon früh Gewalt kennen. Leider im eigenen Elternhaus, denn ihr Vater schreckt nicht zurück seine Wut an seiner Ehefrau - ihrer Mutter- auszulassen. Lily fühlt sich hilflos, sie kann ihrer ...

Lily lernt schon früh Gewalt kennen. Leider im eigenen Elternhaus, denn ihr Vater schreckt nicht zurück seine Wut an seiner Ehefrau - ihrer Mutter- auszulassen. Lily fühlt sich hilflos, sie kann ihrer Mutter nicht helfen und diese rechtfertigt sein Verhalten immer mit neuen Entschuldigungen. Als ihr Vater dann auch noch ihre große Liebe von ihr wegtreibt stürzt Lily in ein tiefes Loch. Viele Jahre später in Boston lernt Lily Ryle kennen. Ryle ist Neurochirurg und hat einen wirklich einzigartigen Charakter, Lily kommt sofort super mit ihm aus und kann schon bald an nichts anderes als an ihn mehr denken. Der Zufall möchte es so, dass Lily schon bald ihren eigenen Blumenladen aufmacht und so ihren Traum verwirklicht. Dabei hilft ihr niemand anderes als Ryles Schwester Alyssa. Doch schon bald holt Lily ihre Vergangenheit ein und auch sie muss sich entscheiden...


Wieder einmal ein sehr gefühlvoller Roman von Colleen Hoover, den ich sofort verschlungen habe. Nur zu empfehlen!