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Veröffentlicht am 13.03.2026

„Morally Grey“-Charaktere in einem Wettkampf ums Überleben

The Crane and the Nightjar
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„Für ihre Freiheit setzt sie alles auf eine Karte. Doch in diesem Spiel gibt es keine Regeln.“

Der Roman „The Crane and the Nightjar - Nebelverhüllt“ von Ada Bailey erschien am 26.02.2026 im Forever-Verlag ...

„Für ihre Freiheit setzt sie alles auf eine Karte. Doch in diesem Spiel gibt es keine Regeln.“

Der Roman „The Crane and the Nightjar - Nebelverhüllt“ von Ada Bailey erschien am 26.02.2026 im Forever-Verlag und behandelt vor allem die Book Tropes Morally Grey und Found Family.

Als Zara nach einer illegalen Spielerunde mit viel zu viel Geld auf den Straßen unterwegs ist, fällt sie ausgerechnet den Gadisten in die Hände und landet im berüchtigtsten Gefängnis des Königreichs.
Die einzige Chance auf Freiheit bietet ein grausamer Wettkampf des Königs: Siebzehn Gefangene müssen gegeneinander antreten und gefährliche Aufgaben bestehen. Nur die Gewinner werden begnadigt und erlangen ihre Freiheit wieder.
Doch als wäre dieser Kampf ums Überleben nicht schon schlimm genug, gibt es da noch ihren Mitgefangenen Cane. Er scheint etwas von ihr zu wollen, geht ihr mit seiner Art gehörig auf die Nerven und ist dabei auch noch unverschämt gutaussehend.

Das Cover des Buches finde ich wirklich sehr gelungen. Mit der dunkleren Farbpalette wird eine düstere Atmosphäre erzeugt, die zusammen mit den Nebelschwaden gut zum Titel und auch zum Inhalt des Buches passt. Auch die Karten sind ein hübsches Detail, das vor allem im Laufe des Buches immer wieder auftaucht. Gut gefallen tut mir auch die goldene Farbe. Ich bin immer sehr enttäuscht, wenn es goldfarben sein soll, dann aber aus Kostengründen nur gelb gedruckt wird. Das ist mir auch schon bei dem ein oder anderen Buch aufgefallen. Ich bin kein großer Fan von Farbschnitten, aber der hier ist wirklich gut gelungen.

In das Buch wurde man praktisch hineingeworfen und mir fiel der Einstieg auch etwas schwer. Ich habe weder die Szenerie noch das Magiesystem verstanden und auch die Charaktere waren für mich etwas schwammig. Die häufigen Perspektivenwechsel waren zwar vor allem am Ende super interessant, haben am Anfang aber auch zu meiner Verwirrung beigetragen. Das Setting habe ich bis zum Ende nicht ganz verstanden, da es auch in einer fantasievollen Welt spielt, aber ich denke, dass es Richtung Mittelalter geht. Was mich auf jeden Fall total neugierig gemacht hat, war die Magie der verschiedenen Charaktere, vor allem Zaras, was mir jedoch etwas zu kurz kam. Eventuell erfahren wir dazu mehr im zweiten Teil.
Ich kann den Schreibstil nicht ganz in Worte fassen, aber er war für mich nicht ganz rund, sondern etwas holprig. Es fehlten mir an der ein oder anderen Stelle genauere, bildliche Beschreibungen, und es fiel mir nicht leicht, in der Geschichte anzukommen und mich in das Buch hineinzuversetzen.
Zara ist eine super starke Hauptcharakterin, die sich nichts gefallen lässt und auch den nötigen Biss besitzt, um sich gegen andere durchzusetzen. Zusammen mit ihrem Ideenreichtum mochte ich sie total gern. Auch Crane war ein liebenswürdiger Charakter, der sich auch viel um andere gekümmert hat. Aus ihm wurde ich das ganze Buch nicht so richtig schlau, was eventuell auch mein Gefühl ihrer Beziehung zueinander beeinflusst hat. Diese hat mich überhaupt nicht gefesselt oder interessiert. Spannender fand ich da wirklich die Grundgeschichte mit den Wettkämpfen und Aufgaben bzw. auch die anderen Charaktere.
Auch, wenn ich schon vermutet hatte, dass ein Plottwist kommt, war ich entweder zu unaufmerksam oder es kam wirklich überraschend, aber ich war wirklich geschockt. Umso gespannter bin ich jetzt natürlich auf den nächsten Teil!

Zusammenfassend finde ich, dass das Buch einen guten Einstieg in die Romantasy-Welt bildet. Der Romanceteil war für mich persönlich schwer greifbar und auch das Magiesystem wirft noch Fragen auf. Dennoch hat mir vor allem die Hauptgeschichte gefallen, die durchgehend spannend war und mich zum Weiterlesen verleitet hat. Den zweiten Teil lese ich auf jeden Fall auch, schließlich möchte ich auch wissen, wie die Geschichte weitergeht, und die Hoffnung stirbt zuletzt, aber ich wünsche mir wirklich einen neuen Love-Interest für Zara.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Zwischen Wahrheit & Lüge

Spiel des Lügners
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"Hüten Sie sich vor meinen Täuschungen, kleine Diebin, denn im Palast des Lügners kann selbst Ihr Herz eine Wahrheit in eine Lüge verwandeln."

"Spiel des Lügners" von Jessica S. Olson wurde am 25.02.2026 ...

"Hüten Sie sich vor meinen Täuschungen, kleine Diebin, denn im Palast des Lügners kann selbst Ihr Herz eine Wahrheit in eine Lüge verwandeln."

"Spiel des Lügners" von Jessica S. Olson wurde am 25.02.2026 im Fischer Sauerländer Verlag veröffentlicht.

Das Cover gefällt mir richtig gut und ich bin auch vor allem deswegen auf das Buch aufmerksam geworden. Lila ist eine meiner Lieblingsfarben und ich finde, sie ist hier sehr treffend. Es wirkt geheimnisvoll, etwas verzaubert und gleichzeitig auch feminin, was zu der Hauptcharakterin passt. Normalerweise mag ich Menschen auf Covern nicht so gern, aber hier finde ich es gut gelungen. Ich mag, dass das Mädchen eine Brille trägt. Auch ich bin Brillenträgerin und ich habe immer das Gefühl, dass das überhaupt nicht (gern) in Büchern repräsentiert wird, zumindest kaum in Romantasy-Stories. Der Diamant, der über ihrer Hand schwebt, ist auch ein hübsches und passendes Detail. Gut gefallen tut mir der Bogen im Hintergrund, der dem Ganzen etwas Mystisches verleiht. Auch der Rahmen gefällt mir extrem gut. Was ich total mag, ist, dass die Schrift wirklich goldfarben und nicht nur gelb ist. Das wirkt sehr hochwertig! Auch unter dem Schutzumschlag lässt sich ein lilafarbenes Buch auffinden, mit goldenen, eingestanzten Details. Hier wurde das Augenmerk aufs Detail gelegt, was mir sehr zusagt. Auf der Rückseite lässt sich noch ein Zitat finden: "Hüte dich vor meinen Täuschungen, kleine Diebin". Das hat mich gleich neugierig gemacht. Auf dem Hardcover wurde auch viel mit den Kartenfarben wie Pik und Herz gearbeitet. Es ist einfach alles rund und auf das Buch abgestimmt.
Was mir, glaube ich, fast am besten gefällt, ist der Farbschnitt. So einen schönen habe ich lange nicht mehr gesehen und ich lese wirklich viel. Ich liebe Orchideen und dieser asiatisch aussehende Palast passt nicht nur farblich gut zum Titel, sondern ist auch so ein Hingucker. Dazu das Lila als Komplementärfarbe und die Wolkenkratzer im Hintergrund – ein Traum. Das Buch muss ich dann vermutlich mit dem Farbschnitt nach außen ins Regal stellen :)
Ich glaube, ich hatte auch noch nie ein Buch mit Page-Overlay. Das gefällt mir aber richtig gut.

Die Idee der Geschichte finde ich total originell. Von so etwas in der Art habe ich noch nie gehört. Mir gefällt es, dass es teilweise doch realitätsnahe Aspekte (Gangsterboss, Casino) gibt, die dann aber mit Fantasy-Aspekten (Magie) ergänzt werden. Ein wenig erinnert mich das Buch an "Caraval" oder "Phantasma", weil man dort auch nie wusste, was Spiel und was wahr ist. Trotzdem ist "Spiel des Lügners" eine ganz eigene Geschichte mit vielen Facetten, die mit viel Detailliebe ausgearbeitet wurden. Das Casino war so bildlich beschrieben, dass ich mich beim Lesen fast schon in der schillernden Welt zwischen Lüge & Wahrheit verloren habe und das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Dazu hat auch Olsons unglaublich fesselnder Schreibstil beigetragen. Vor allem die Dialoge wurden so gut umgesetzt, dass man sich teilweise so gefühlt hat, als wäre man Teil der Welt im Casino.

Die Charaktere wirkten vor allem durch den lebhaften Schreibstil und die Perspektivenwechsel sehr nahbar auf mich, wodurch ich mich auch gut in sie hineinversetzen konnte. Hauptpersonen sind Lola sowie die Brüder "der Lügner" und "der Dieb" (Namen werden noch nicht verraten :)).
Vor allem mit Lola konnte ich gut mitfühlen, da das Buch auch in der Ich-Perspektive geschrieben ist. Sie ist unglaublich schlagfertig (im wahrsten Sinne des Wortes) und lässt sich von nichts unterkriegen. Zwischendurch empfand ich sie dann doch als etwas naiv, was mich teilweise genervt hat, aber ich finde, sie hat im Laufe der Geschichte eine tolle Entwicklung hingelegt. Mit dem Dieb wurde ich überhaupt nicht warm, dafür aber mit seinem Bruder, dem Lügner. Ich konnte seine Situation richtig gut nachvollziehen und er tat mir auch total leid. Im zweiten Band erhoffe ich mir auch noch einen tieferen Einblick in die Hintergrundgeschichte und emotionale Welt der Brüder.

Im Laufe des Buches wurden auch immer wieder Hinweise gestreut und neue Fragen aufgeworfen, die auch dazu beigetragen haben, dass ich das Buch an einem Tag durchgelesen habe. Das Ende kam dann recht plötzlich und unerwartet für mich und war nicht ganz so, wie ich es mir erhofft hatte. Es sind auch noch viele Fragen offengeblieben. Das finde ich aber gut so, denn dadurch warte ich jetzt schon vorfreudig auf den zweiten Teil!

Generell spreche ich eine klare Leseempfehlung aus! Wer gern in eine Geschichte eintaucht, in der man nicht mehr zwischen Lüge & Wahrheit entscheiden kann, und wer gern etwas miträtselt, ist hier genau richtig. Das Buch vereint für mich total gut eine spannende Gangstergeschichte, eine lockere Romanze und den Fantasyaspekt mit Flüchen & Magie. Ich war anfangs noch skeptisch, aber Olsons lockerer Schreibstil hat mir den doch raschen Einstieg ins Buch super leicht gemacht. Schade fand ich nur, dass das Magiesystem entweder extrem komplex oder einfach nicht gut erklärt ist. Selbst am Ende des Buches bringe ich noch Begriffe durcheinander und sehe nicht ganz durch. Deswegen gibt es für mich aber keinen Stern weniger. Ich freue mich schon riesig auf den zweiten Teil!

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Wie erwartet: 5 Sterne!

Das Signal
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„Das Signal“ von Ursula Poznanski ist ein dystopischer Thriller, der im Februar 2026 im Knaur-Verlag erschienen ist. Ursula Poznanski ist eine Autorin aus Österreich, die vor allem für ihre Thriller bekannt ...

„Das Signal“ von Ursula Poznanski ist ein dystopischer Thriller, der im Februar 2026 im Knaur-Verlag erschienen ist. Ursula Poznanski ist eine Autorin aus Österreich, die vor allem für ihre Thriller bekannt ist. Auch ich kenne sie von Büchern wie „Erebos“ oder „Thalamus“ und mag ihren Schreibstil sehr. Zwar mochte ich nicht alle Geschichten, die sie geschrieben hat, jedoch wurde ich immer von den Plottwists und dem Ausgang überrascht, was bei mir wirklich selten passiert. Umso gespannter war ich jetzt auf das neue Buch, da ich auch die Leseprobe sowie den Klappentext interessant finde.

Das Cover vom Buch gefällt mir gut. Ich mag das Farbkonzept in Lila- und Blautönen und das Design mit der Treppe, die scheinbar ins Nichts verläuft. Die Leuchtschrift passt auch gut zum Titel. Das einzige, das mir nicht gut gefällt, ist dieses Standort-Icon in der Mitte. Ich finde, dass es nicht so hochwertig wirkt, und verstehe auch nicht ganz, warum sich das Zeichen in der Mitte der Treppe befindet.

In dem Buch geht es um die Innenarchitektin Vio, die nach dem Einsturz ihres Weinkellers nicht nur ihr Bein, sondern auch ihre Erinnerung an den Unfall selbst verliert. Als sie aus dem Krankenhaus entlassen wird, ist nichts mehr wie zuvor, und neben der neuen Situation, in der sie sich zurechtfinden muss, kommt noch dazu, dass ihr Ehemann und Statistiker Adam ihr kaum zu helfen und eher an Fortschritten zu hindern scheint. Als dann auch noch Gegenstände verschwinden und Räume sich in ihrer Abwesenheit verändern, beschließt Vio, mithilfe von Trackern den Dingen auf den Grund zu gehen. Doch möchte sie wirklich wissen, was alle in ihrer Abwesenheit tun? Und was ist an diesem einen Tag im Keller passiert?

Ich bin wirklich begeistert von dem Buch. Mir gefällt Poznanskis Schreibstil immer sehr, jedoch ist es hier vor allem der nüchterne Touch, der sehr gut zur Hauptcharakterin und somit auch zur Geschichte passt. Die Geschichte ist aus der Perspektive von Vio geschrieben und der Leser erfährt viel von ihren Gedanken und Gefühlen.


Die Charaktere haben mir gut gefallen, wobei ich mich ein bisschen besser mit Vio identifizieren konnte, was vermutlich so gewollt ist und auch viel an der Erzählperspektive liegt. Dadurch kamen die Plottwists und das Ende auch (wieder einmal) überraschend, da der Leser nicht immer alle Informationen erhält und alle Schilderungen durch Vios subjektives Empfinden beeinflusst werden. Das mag ich an Ursula Poznanskis Romanen aber auch sehr, dass man eben nicht alles „vorhersehen“ kann!

Insgesamt spreche ich eine klare Leseempfehlung aus. Ich muss gestehen, dass ich andere Bücher der Autorin etwas gruseliger fand, was aber auch daran liegen kann, dass ich sie gelesen habe, als ich viel jünger war. „Das Signal“ empfand ich eher als spannend, als beängstigend und ich konnte es auch gut allein in der Nacht lesen :) Trotzdem ist die Geschichte einfach unglaublich packend und ich konnte mich gut in die Hauptcharakterin hineinversetzen.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Sehr enttäuschend...

Heart of Night and Fire
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Ich habe davor schon die Reihe "Die Artefakte von Ouranos" von Nisha J. Tuli gelesen und war richtig begeistert. Die Plottwists waren, um ehrlich zu sein, sehr vorhersehbar, aber ich mag Fae-Geschichten ...

Ich habe davor schon die Reihe "Die Artefakte von Ouranos" von Nisha J. Tuli gelesen und war richtig begeistert. Die Plottwists waren, um ehrlich zu sein, sehr vorhersehbar, aber ich mag Fae-Geschichten wie diese und Nisha J. Tuli hat einen angenehmen Schreibstil.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich gesehen habe, dass sie ein neues Buch geschrieben hat. Auch die Inhaltsangabe hat mich darin bestärkt, mir das Buch näher anzuschauen.
In dem Buch "Heart of Night and Fire" geht es um Zarya, die seit dem sie denken kann mit ihrem Ziehvater Row und Aarav in einem Haus am Meer lebt und dieses nicht verlassen darf. Als Row dann eines Tages von einer seiner Reisen nicht mehr wiederkommt, nutzt Zarya die Chance und flieht, um die Liebe zu finden und das wahre Leben zu entdecken. Auf dem Weg in die nächste Stadt trifft sie auf Yasen und Vikram, zwei Rakhasas, die sie mit nach Dharati nehmen. Dort merkt sie schnell, dass das Dämonenproblem doch größer ist, als sie bisher bemerkt hat, und versucht, während sie gegen die Dämonen kämpft, herauszufinden, woher sie wirklich kommt.

Was ich schon einmal positiv hervorheben muss, ist das Cover. Ich finde es wirklich unglaublich schön und auch die nächsten Bände sind ein Hingucker und passen zum ersten Teil.
Ich finde, die Geschichte hatte wirklich das Potenzial, mir sehr gut zu gefallen. Das asiatische Setting war etwas Neues für mich und hat mich angesprochen. Leider hat mir der Schreibstil überhaupt nicht zugesagt und es fiel mir schwer, richtig hineinzukommen. Das ist bei mir öfters so, aber auch nach der Hälfte des Buches ist es nicht wirklich besser geworden. Die Hauptcharakterin war für mich schon fast zwanghaft auf der Suche nach Liebe und Leidenschaft, was für mich einfach sehr willkürlich schien. Dementsprechend ging mir auch ihre romantische Beziehung zu einem der anderen Charaktere viel zu schnell. Generell hatten die Figuren kaum Tiefe und ich konnte viele Handlungen und Gedanken einfach nicht nachvollziehen. Entwicklungen kamen daher fast aus dem Nichts und haben mich zwar nicht wirklich überrascht, aber verstanden habe ich sie auch nicht. Auch der rote Faden an sich war extrem vorhersehbar, und am Ende des Buches habe ich mich gefragt, was überhaupt passiert ist... außer einiger weniger oberflächlicher Gespräche und Momente.
Ich war echt gespannt auf das Buch und habe mich sehr gefreut. Allerdings gibt es für mich jetzt mehr Fragezeichen als davor und wirklich genießen konnte ich das Buch auch nicht. Schade! Ob ich den zweiten Teil noch lese, weiß ich nicht …

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Wow!

Kingdom of Lies
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Der Romantasy-Roman „Kingdom of Lies - Ein Hof so grausam und schön“ von Stacia Stark hat mich komplett in den Bann gezogen und auch lange nicht mehr losgelassen. Ich kann es kaum erwarten, bis der zweite ...

Der Romantasy-Roman „Kingdom of Lies - Ein Hof so grausam und schön“ von Stacia Stark hat mich komplett in den Bann gezogen und auch lange nicht mehr losgelassen. Ich kann es kaum erwarten, bis der zweite Teil im April erscheint. Das Original im Englischen zählt vier Teile, im Deutschen findet man bisher nur den ersten und angekündigten zweiten. Ich hoffe sehr, dass die anderen beiden ebenfalls übersetzt und im Deutschen erscheinen werden. Der erste Teil der Reihe erschien am 22. Oktober 2024 beim Verlag „reverie“.


Anfangs taucht man sehr schnell in die Geschichte rund um Prisca und ihre Kräfte ein, die sie zu einer Ausgestoßenen machen. Denn im Gegensatz zu den anderen Dorfbewohnern hat sie ihre Kräfte nicht bei ihrer Geburt an die Götter abgegeben. Als sie am Anfang des Buches ihre Kräfte offenbart, wird sie zur Gejagten und ist seitdem auf der Flucht. Sie trifft auf Lorian und seine Söldnergruppe, der ihr einen Deal anbietet, den sie auch zähneknirschend annimmt: Sie soll ihnen mit ihrer Magie helfen, in die Stadt zu gelangen, wofür sie Schutz und Training in ihrer Magie erhält.

Doch die Söldner verraten Prisca nicht alles über ihre Mission und je mehr Prisca über sich selbst und die Lügen, mit denen sie aufgewachsen ist, erfährt, desto mehr möchte sie für Gerechtigkeit kämpfen. Dass ihr Herz für einen gewissen gut aussehenden Söldner höher zu schlagen scheint, der auch immer wieder da auftaucht, wo sie ist und seine eigenen mysteriösen Pläne verfolgt, unterstützt sie bei ihrem Vorhaben nicht wirklich…


Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ist in Kombination mit dem Farbschnitt ein echter Hingucker. Schade ist, dass die Vorderseite des Buches in einem schönen Gold gestaltet, der Buchrücken jedoch nur in einem Senfgelb gedruckt ist, was die Ästhetik im Regal etwas zunichtemacht. Was mich auch extrem gestört hat, war die Charakter-Farbkarte, die bei mir sehr weit vorn im Buch gelegen hat und die zwar eine sehr schöne Idee ist, allerdings wurde ich durch sie extrem gespoilert. Als ich sie richtig wahrgenommen habe, hatte ich zwar schon eine Vermutung, aber ich hätte gern noch weiter gerätselt.


Kommen wir aber nun zum „Inneren des Buches“ und dem wirklich Wichtigen.

Ab der ersten Seite habe ich mich im Buch total verloren, was an dem guten und flüssigen Schreibstil der Autorin liegt. Die von ihr beschriebene Welt konnte ich mir immer sehr gut vorstellen und teilweise fühlte ich mich so, als wäre ich in der Geschichte. Anfangs war ich verwirrt, wie die Welt aufgebaut ist, aber man findet sehr schnell zurecht und es hatte durchaus seinen Charme (und es hat auch zur Story gepasst), dass sich erst nach und nach die Welt zusammengesetzt hat.

Die Charaktere werden wirklich schön illustriert und gewinnen im Verlauf des Buches an Tiefe. Besonders die Entwicklung der Hauptcharakterin Prisca hat mir sehr gefallen. Auch wenn man diesen Verlauf des hilflosen, ängstlichen Mädchens zur mutigen Rebellin häufig in Büchern vorfindet, war es keinesfalls langweilig und sehr schlüssig. Lorian habe ich anfangs nicht durchblickt. Ich finde auch, dass seine Entwicklung etwas zu kurz kommt und auch die (sehr schnell) stärker werdende Zuneigung Prisca gegenüber hat mich dann doch etwas verwirrt. Bis zum Ende hat mir sein Charakter zwar gefallen, aber dennoch einige Fragen aufgeworfen.

Generell empfand ich die Handlungen und Wesenszüge der Protagonisten sehr schlüssig und gut beleuchtet. Dies hat, gepaart mit dem bildhaften Schreibstil, für eine lebhafte und spannende Erzählung gesorgt.

Bis zum Ende konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und der Spannungsbogen ist zu keinem Zeitpunkt abgeflaut. Ich bin extrem gespannt, wie es weitergeht und überlege sogar, mir die Bücher in Englisch zu kaufen, obwohl mir da das Design nicht ganz so zusagt…


Zusammengefasst spreche ich eine klare Leseempfehlung aus. Wie von der Autorin beworben, handelt es sich um eine slow burn „Enemies-To-Lovers“-Fantasygeschichte aus dem Genre New Adult mit lebhaften Charakteren und einer spannenden Storyline.

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