Profilbild von babsi-1997

babsi-1997

aktives Lesejury-Mitglied
offline

babsi-1997 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit babsi-1997 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2025

Nordische Mythologie neu verpackt

The Witch's Heart - Das Verhängnis
0

Gullveig ist eine mächtige Hexe. Sie lehrt den Asen und den Wanen die Magie des Seid. Als sie Odin nicht das gibt, was er verlangt, schneidet er ihr Herz raus und lässt sie drei Mal verbrennen.

So verletzt ...

Gullveig ist eine mächtige Hexe. Sie lehrt den Asen und den Wanen die Magie des Seid. Als sie Odin nicht das gibt, was er verlangt, schneidet er ihr Herz raus und lässt sie drei Mal verbrennen.

So verletzt findet Loki die Hexe im Wald. Er bringt ihr ihr Herz zurück und sie nennt sich fortan Angrboda. Die beiden werden Freunde. Aus Lokis Besuchen wird irgendwann Liebe und die beiden bekommen drei Kinder: Hel, die Herrscherin über die Toten; Fenrir, der große Wolf, und Jörmungandr, die Midgardschlange. Jedes der Kinder ist besonders und Angrboda liebt sie über alles.

Als sich ihr im Traum eine Prophezeiung über das Ende der Welt offenbart, ändert sich alles. Darin spielen ihre Kinder eine wesentliche Rolle. Während Angrboda alles versucht, um das Schicksal ihrer Kinder zu ändern und ihr Leben zu retten, arbeitet Odin aktiv auf Ragnarök, das Ende der Welt hin.

Wird Angrboda es schaffen, ihre Kinder zu beschützen und Odins Plan aufzuhalten?

Der erste Teil des Buchs plätscherts so vor sich hin. Es passiert wenig. Doch ab dem zweiten Teil steigt der Spannungsbogen. Da konnte ich das Buch auch kaum noch aus der Hand legen.

Das Buch ist eine tolle Einführung in die nordische Mythologie. Auch wenn man sich da noch nicht so gut auskennt, wird einem alles gut erklärt. Als Hilfestellung gibt es am Ende des Buches auch ein Glossar.

Alles in allem hat die Autorin die Sage schön neu verpackt und aufgearbeitet. Die Geschichte bleibt im Gedächtnis und ich denke immer noch über das Schicksal der Figuren nach. Das ist immer ein gutes Zeichen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 15.11.2025

Wie viel Wahrheit kann man der Gesellschaft zutrauen?

Die Atompriester
0

In "Die Atompriester" begleiten wir den jungen Elias. Er wird angeworben, um für eine geheimnisvolle Organisation zu arbeiten, deren Aufgabe es ist zukünftige Generationen vor unserem heutigen Atommüll ...

In "Die Atompriester" begleiten wir den jungen Elias. Er wird angeworben, um für eine geheimnisvolle Organisation zu arbeiten, deren Aufgabe es ist zukünftige Generationen vor unserem heutigen Atommüll zu warnen. Diese Organisation stellt sich als der Orden der Atompriester heraus. Sie leben in einem Kloster im spanischen Gebirge, tragen Mönchskutten und pflegen sektenartige Rituale. Elias wird zum Atompriester geweiht.

Doch dann eines Nachts passiert etwas Schreckliches und er stellt alles in Frage. Elias beginnt seine eigenen Nachforschungen anzustellen und kommt einem großen Geheimnis auf die Spur.

Elias als Hauptperson ist sehr sympathisch und glaubhaft beschrieben. Das Buch hat langsame Phasen und Phasen wo alles Schlag auf Schlag geht. Der Thriller über dieses aktuelle Thema ist sehr spannend geschrieben. Das Ende war für mich ziemlich überraschend. Absolute Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.11.2025

Leider erschreckend aktuell..

Please unfollow
0

"Please unfollow" erzählt uns die Geschichte von der 17-jährigen Sherry.

Sherry wird in ein Camp mit Resozialisierungsprogramm für straffällig gewordene Jugendliche gebracht.

Die Geschichte besteht aus ...

"Please unfollow" erzählt uns die Geschichte von der 17-jährigen Sherry.

Sherry wird in ein Camp mit Resozialisierungsprogramm für straffällig gewordene Jugendliche gebracht.

Die Geschichte besteht aus Kapiteln und Zwischenkapiteln.

Die Kapitel spielen in der Gegenwart. Sie beschreiben Sherrys Leben im Camp. Sie geht zur Schule, arbeitet Schichten im Restaurant, muss zur Therapie, aber sie findet auch Freunde und vielleicht sogar etwas mehr? Diese Kapitel sind ein toller Mix aus Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit.

Die Zwischenkapitel zeigen Episoden aus Sherrys Kindheit. Es sind Szenen ihres Aufwachsens mit ihren Influencereltern, die jeden Moment ihres Lebens (und sei er noch so peinlich) online posten. Diese Kapitel sind teilweise schmerzhaft zu lesen. Man leidet richtig mit Sherry mit und kann regelrecht dabei zusehen, wie das Fass zum überlaufen gebracht wird und warum Sherry schließlich im Camp landet.

Das Buch ist sehr empfehlenswert. Das Thema ist wirklich wichtig. Der Schreibstil lässt keine Langeweile aufkommen. Trotz allem ist es ein Jugendbuch und hat die richtige Mischung aus Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit, um dem Thema gerecht zu werden. Das hat die Autorin toll gemacht!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2025

Eine weltbekannte Geschichte erzählt aus einer neuen Perspektive

James
0

"James" erzählt die Geschichte von Huckleberry Finn aus der Perspektive des schwarzen Sklaven Jim.

Jim lebt mit Frau und Tochter als Sklaven in Amerika. Dort führen sie eine Art Doppelleben. Vor den Weisen, ...

"James" erzählt die Geschichte von Huckleberry Finn aus der Perspektive des schwarzen Sklaven Jim.

Jim lebt mit Frau und Tochter als Sklaven in Amerika. Dort führen sie eine Art Doppelleben. Vor den Weisen, spielen sie die Dummen. Ganz so wie es von ihnen erwartet wird. Wenn sie alleine sind, sprechen sie untereinander eine gehobenen Standardsprache. Jim kann nicht nur lesen und schreiben, er ist sozusagen hochgebildet und belesen. Seine Bildung ist sogar besser, als die mancher Weiser. Das darf jedoch niemand wissen. Es wäre gefährlich, wenn die Weisen sich ihm gegenüber unterlegen fühlen können.

Eines Tages erfährt Jim, dass er verkauft werden soll. Um der Trennung von seiner Familien zu entgehen, flieht er. Zunächst nur auf eine nahegelegene Insel. Dort trifft er auf den weisen Jungen Huck, der seinen Tod vorgetäuscht hat, um seinem gewalttätigen Vater zu entgehen. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise, den Mississippi entlang in Richtung Süden. Ein entflohener Sklave und ein todgeglaubter Junge. Der Roman erzählt dabei von den Erlebnissen aus der Sicht von Jim, sowie von seiner Entwicklung vom Sklaven Jim zum freien Schwarzen James.

Persönlich habe ich das Original über Huckleberry Finn nicht gelesen. Vielleicht wäre mir dann einiges klarer. So kann ich sagen, dass der Roman mir zwar gut gefallen hat, er konnte mich emotional aber nicht so richtig abholen. Ich habe nicht mit den Personen mit gefiebert. Für mich war es eine interessante Lektüre, aber auch nicht mehr.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.10.2025

Fantasyabenteuer der leisen Töne

Windholm-Saga / Windholm Das Nebelkind
0

Windholm - Das Nebelkind ist eine ganz andere Geschichte, als ich mir erwartet hätte. Ich dachte, es sei ein Kinderbuch. Aber der Text ist so poetisch und ausdrucksstark geschrieben, dass selbst ich manchmal ...

Windholm - Das Nebelkind ist eine ganz andere Geschichte, als ich mir erwartet hätte. Ich dachte, es sei ein Kinderbuch. Aber der Text ist so poetisch und ausdrucksstark geschrieben, dass selbst ich manchmal Probleme hatte zu verstehen, was gerade eigentlich passiert.

Die Hauptperson ist Aric. Nach dem Tod seines Vaters erfährt er, dass seine Mutter eine Sylphe war. Sie hat sich geopfert, um Aric und seinen Vater zu retten. Er macht sich auf die Suche nach Eldora und nach seiner Mutter. Eldora ist aber kein normaler Ort. Es gibt ihn nicht auf Karten. Nur wer wirklich hin will und auch bereit ist etwas dafür zu opfern, wird Eldora finden.

Auf seiner Reise begleitet Aric der Gnom Brambelfeet. Später kommt auch noch die Sylphe Lyra dazu. Vor allem Brambelfeet lockert das Buch mit seinen Sprüchen gehörig auf.

Eine Geschichte über Licht und Dunkelheit. Über die Schatten, die in uns allen schlummern. Ohne große Schlachten und Kämpfe, dafür mit umso mehr Gefühl.

Der Schreibstil war für mich persönlich manchmal fast schon zu poetisch. Ich konnte der Geschichte nicht immer folgen. Wer sagt was? Was wollen uns die Sylphen eigentlich sagen? Und woher kommt diese Figur jetzt auf einmal?

Trotzdem 4 Sterne von mir, da die Idee einer sanften, ruhigen Reise in eine fantasievolle Welt schön umgesetzt wurde. Die Orte waren total lebhaft beschrieben und ich konnte mir alles bildhaft vorstellen. Gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere