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Veröffentlicht am 15.06.2025

Leider schon der vorletzte Band ...

Todesspur
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Die Thrillerreihe um den stinkstiefeligen BKA-Ermittler Maarten S. Sneijder und seine Kollegin Sabine Nemez ist eine meiner absoluten Favoriten. Das liegt nicht nur an den charismatischen Figuren, sondern ...

Die Thrillerreihe um den stinkstiefeligen BKA-Ermittler Maarten S. Sneijder und seine Kollegin Sabine Nemez ist eine meiner absoluten Favoriten. Das liegt nicht nur an den charismatischen Figuren, sondern auch an den hochspannenden Fällen, die sie zu lösen haben.

Der Schreibstil von Andreas Gruber ist lebendig, anschaulich und einfach wunderbar zu lesen. Man merkt kaum, wie die Zeit vergeht, während man in seine düsteren Geschichten abtaucht. Es wird durchaus auch mal sehr blutig und unschön, oft auch für die Hauptdarsteller. Man sollte also ein bisschen was aushalten können, aber es nie übertrieben oder effektheischend ausgeschlachtet. Für Leser wie mich gut zu wissen: Tiere kommen eigentlich immer gut weg, der Autor ist sehr tierfreundlich.

In diesem Buch, das laut Autor wohl leider das vorletzte der Reihe sein soll, geht es um die atemlose Jagd auf eine hochgefährliche, skrupellose Terrororganisation, die mit einer großen Anschlagsserie Angst und Schrecken verbreitet.
Dabei hat mir besonders gut gefallen, dass die Haupthandlung auf Mallorca angesiedelt ist. So hat man auch noch nebenbei ein bisschen Urlaubsfeeling beim Lesen und bekommt richtig Lust auf Strand und Meer.
Die Geschichte ist einfach super durchdacht und man könnte anfangs sogar fast ein bisschen schmunzeln, wie sich das alles so fügt. Auf jeden Fall toll geschrieben, mit vielen Überraschungen und einer stimmigen Auflösung.

Hat mir absolut Spaß gemacht, diesen Thriller zu lesen. Freu mich jetzt schon sehr auf den leider letzten Band! Empfehlenswert, aber man sollte alle Bände der Reihe nach lesen, denn sonst versteht man manchmal nur die Hälfte.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Vieles wird aufgelöst ...

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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Auf diese Fortsetzung habe ich mich schon sehr gefreut, denn die Reihe ist extrem spannend und außerdem habe ich die Protagonisten bereits fest ins Leserherz geschlossen.
So war ich sehr gespannt, wie ...

Auf diese Fortsetzung habe ich mich schon sehr gefreut, denn die Reihe ist extrem spannend und außerdem habe ich die Protagonisten bereits fest ins Leserherz geschlossen.
So war ich sehr gespannt, wie es mit BKA-Ermittler Art Mayer, seiner jungen Kollegin Nele und der verschwundenen Nachbarin Dana weiter geht. Darum dreht sich alles in diesem Band und am Ende wird auch vieles aufgelöst, aber gleichzeitig bleiben auch neue Rätsel offen.

Der Schreibstil ist wundervoll lebendig und mitreißend, ich war immer mitten im Geschehen und konnte mir alles bestens vorstellen. Wie schon eingangs erwähnt: die Figuren finde ich realitätsnah und sympathisch. Man fiebert mit, freut sich über Erfolge und bangt um sie, wenn es brenzlig wird - und das wird es des Öfteren.

Art Mayer ist Ermittler, der auch gern abseits der offiziellen Wege seine Spuren verfolgt. Wenn er es für nötig hält, schert er sich nicht um Vorschriften, was besonders dieses Mal zum Tragen kommt, da er aus Befangenheitsgründen vom Fall abgezogen wird.
Für das Nachbarskind Milla will Art herausfinden, was mit deren Mutter geschehen ist, die leider spurlos verschwand. Er setzt seine hochrangigen Kontakte ein, um die Suche endlich richtig in Gang zu bringen. Das hat einen anonymen Hinweis zur Folge, der Art und Kollegin Nele (die eigentlich gerade im Mutterschutz ist) zu einer abgelegenen, verlassenen Wohnwagensiedlung führt. Dort treffen sie auf eine Leiche ... was hat diese mit Dana zu tun?

Die Story wurde superspannend erzählt und strotzte vor gut platzierten Überraschungen und Wendungen. Das ist mal wieder ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Thematisch kann ich es gar nicht so wirklich einordnen, es ist vielseitig und fesselnd.
Durch die neuen Rätsel, die aufgeworfen wurden, bin ich natürlich jetzt sehr gespannt auf den nächsten Band, der im Frühjahr 2026 erscheinen soll. Ich freu mich sehr drauf.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Nicht so spannend wie mancher Vorgängerband ...

Der zweite Verdächtige
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Nachdem ich schon andere Teile dieser spannenden Bücherreihe kannte, war ich sehr neugierig auf die Fortsetzung bzw. auf das Finale.
Um den Band zu verstehen, muss man die Vorgänger nicht kennen. Lediglich ...

Nachdem ich schon andere Teile dieser spannenden Bücherreihe kannte, war ich sehr neugierig auf die Fortsetzung bzw. auf das Finale.
Um den Band zu verstehen, muss man die Vorgänger nicht kennen. Lediglich die persönlichen Beziehungen der Figuren entwickeln sich natürlich stetig weiter, aber für Neuleser wird einiges wiederholt, so dass kaum das Gefühl von Wissenslücken entstehen dürfte.
Erst mal zum Schreibstil: dieser ist sehr gut und flüssig lesbar, man ist immer mitten in der Story und kann sich alles prima vorstellen. Die Figuren finde ich zumeist sehr sympathisch, vor allem die Hauptpersonen Rocco Eberhardt (Strafverteidiger) und den Rechtsmediziner Justus Jarmer. Sie wirken lebendig und authentisch.

Nun zu meinem Fazit über die Geschichte: es geht dieses Mal um einen jungen Mann, dem ein Mord zur Last gelegt wird. Das Opfer starb durch eine Überdosis Liquid Ecstasy in einem Club, der von Homosexuellen frequentiert wird.
Rocco übernimmt die Verteidigung von Jan Staiger und erreicht erst einmal dessen Freilassung aus der Untersuchungshaft. Beim Aufbau einer Verteidigung ist Ex-Polizist Tobi behilflich, doch bei den Recherchen tauchen Merkwürdigkeiten auf. Ein Hauptkommissar scheint etwas übereifrig zu sein, wenn es um Herrn Staiger geht: was steckt dahinter?

Mir fehlten diesmal die wirklich spannenden Momente, es zog sich stellenweise schon fast etwas in die Länge und ich hatte das Gefühl, vieles wiederholt zu lesen. Das führte dazu, dass ich das Buch auch problemlos immer wieder zur Seite legen konnte und mich eher zwingen musste, weiter zu lesen. Normalerweise ist das eher umgekehrt.
Es war trotzdem noch insgesamt gut zu lesen und der Einblick, den man wieder in die Welt der Justiz und Rechtsmedizin erhalten hat, war durchaus interessant. Auch die private Seite in Roccos Leben hat ein schönes Happy End gefunden.
Für Fans der Reihe natürlich ein Muss!

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Veröffentlicht am 24.11.2024

Ein typischer Grangé ...

Blutrotes Karma
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Viele kennen mit Sicherheit die auch schon bravourös verfilmten "Purpurnen Flüsse" und auch für mich war dieses Buch damals die "Einstiegsdroge" in die literarische Welt von Jean-Christophe Grangé.
Seine ...

Viele kennen mit Sicherheit die auch schon bravourös verfilmten "Purpurnen Flüsse" und auch für mich war dieses Buch damals die "Einstiegsdroge" in die literarische Welt von Jean-Christophe Grangé.
Seine Bücher zeichnen sich meist aus durch eine gelungene Mischung aus recherchierten Fakten, oft einem religiösen Hintergrund, viel Blutvergießen und einem Hauch Mystik. Der Schreibstil ist sehr lebendig, anschaulich und ausführlich, manchmal mit einem Hauch Humor versehen in den Formulierungen.

Anfangs tat ich mich mit diesem Buch etwas schwer, da es sehr politisch war. Es geht um die Studentenaufstände in Paris im Jahr 1968 und im Mittelpunkt der Geschichte steht zunächst der 22-jährige Hervé. Kurz darauf tritt noch dessen Bruder in Erscheinung und die Story geht plötzlich in eine ganz andere Richtung weiter. Am Ende dachte ich mir dann auch, dass man die Geschichtsstunde am Beginn sehr hätte verkürzen können, da sie wenig relevant war.

Es geht um Sekten oder Glaubensrichtungen, um Machtmissbrauch und die Folgen, um seltsame Familienbande und viele tote Mädchen.

Das Buch war für mich durchaus ein typischer Grangé, da er alle bekannten Merkmale aufweist, die mir an seinen Geschichten so gefallen. Es gab an manchen Stellen kleine Längen, aber insgesamt fand ich es sehr unterhaltsam und spannend.

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Veröffentlicht am 08.11.2024

Mit viel Herz und Humor ...

Mord im Himmelreich
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Das war ein richtiges Wohlfühlbuch und mal was ganz anderes von Andreas Winkelmann. Super fand ich die persönliche Komponente (die Rezepte und auch das Nachwort) und dass es an real existierenden Schauplätzen ...

Das war ein richtiges Wohlfühlbuch und mal was ganz anderes von Andreas Winkelmann. Super fand ich die persönliche Komponente (die Rezepte und auch das Nachwort) und dass es an real existierenden Schauplätzen handelt, die man selbst besuchen kann. Das dürfte dem Campingplatz einige neugierige Besucher bescheren in der nächsten Saison und vielleicht sind wir auch mal dabei, denn auch wir lieben diese Art zu reisen.

An diesem Krimi mochte ich einfach alles, zu aller erst natürlich mal den Schreibstil, der so herrlich humorvoll und leicht lesbar ist. Das beginnt schon auf der ersten Seite mit der Beschreibung des zunächst etwas missmutigen Björn Kupernikus. Er entpuppt sich bald als wirklich sympathischer Zeitgenosse, den man einfach mögen muss. Das gilt auch für weitere Personen, die sehr lebensnah wirken - nicht nur, weil sie teils reale Vorbilder haben.
Zum Schreibstil ist noch zu sagen, dass diese Art, die Dinge so zu beschreiben, wie man sie erst mal sieht, sehr erfrischend ist. Es wirkt damit alles so ungekünstelt und "wie im richtigen Leben". Auch die emotionale Seite der Figuren kommt nicht zu kurz.

Der Fall an sich beginnt mit einem geretteten Hund auf einem SUP, damit hat der Autor natürlich bei mir als großem Hundefreund sowieso schon mal einige Pluspunkte gesammelt. Die Leiche, die unten am Board hing, bringt eine spannende Geschichte mit. Es geht ein bisschen um Arm und Reich, um die Vertreibung aus dem "Himmelreich" und um mutige Menschen, die quasi als Hobby-Kommissare den Fall lösen.
Björn und Annabelle sind ein tolles Team und sie haben noch weitere Helfer, die am Ende die "Bösen" zur Strecke bringen. Dass es dabei nicht unbedingt um den Mörder geht, ist dabei noch einmal eine überraschende Wendung.

Trotz all des Humors fehlt es dem Krimi nicht an fesselnder Unterhaltung, es ist eine perfekte Mischung aus allem, die einfach riesigen Spaß macht beim Lesen. Die Welt der Camper wird dabei auch sehr realistisch beschrieben, das hat mir auch prima gefallen. Ein absolut gelungener Reihenauftakt, ich freu mich schon auf mehr von Björn, Annabelle und Pinguin.

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