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Veröffentlicht am 17.04.2021

Von der Flugbegleiterin zur Tierarzthelferin

Herzensbrecher am Horizont
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Wanda steht kurz vor einem Burnout und nimmt kurzerhand ein fachfremdes Jobangebot in Borkum an. Dort arbeitet der Tierarzt Dr. Harksen sie in seiner Praxis ein, obwohl sie den Beruf nicht gelernt hat. ...

Wanda steht kurz vor einem Burnout und nimmt kurzerhand ein fachfremdes Jobangebot in Borkum an. Dort arbeitet der Tierarzt Dr. Harksen sie in seiner Praxis ein, obwohl sie den Beruf nicht gelernt hat. Aber die sympathische 30-jährige macht sich durch Fleiß und Engagement unentbehrlich. Das Leben läuft plötzlich wieder besser, fehlt nur noch ein Mann in ihrem Leben. Stattdessen erobern erstmal jede Menge außergewöhnlicher Tiere ihr Herz. Es dauert jedoch nicht lange, bis auch ihr Traummann ihren Weg kreuzt.
Eine schöne Liebesgeschichte hat Cornelia Engel hier geschrieben. Eingebettet hat sie sie inmitten der wunderschönen Insel Borkum und zwischen äußerst sympathische und teils schwer zu knackende Einheimische. Wäre ja auch sonst zu rosarot, oder?
Ich könnte mir gut vorstellen, manche Person in einem Folgeband wiederzutreffen. Der Tierarzt Dr. Harksen wirkt gestresst und hart, hat aber einen ganz weichen und emotionalen Kern. Der Strandkorb-Vermieter Kai Uwe. Ich wusste von Anfang an, daß er ein lieber Kerl ist! Und natürlich die Tiere mit den originellen Namen. Da hat die Autorin eine rege Fantasie bewiesen und mich so manches Mal zum Grinsen gebracht.
Es gab ein paar Szenen, bei denen ich mich kaputtgelacht habe! Zu köstlich, wie Wanda ein Huhn einfängt oder der Tierarzt eine Kuh narkotisiert.
Ein schönes bunt gemischtes Buch liegt hier vor. Ein bißchen Liebesgeschichte, viel Tierliebe, tolle Borkumer Landschaftsbeschreibungen, humorvolle Begegnungen, kleine Exkurse in die typische norddeutsche Kulinarik und viel Liebe zum Detail. Ich hätte so weiterlesen können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.04.2021

Eine WG, in die man gerne einziehen würde

Liebe schmeckt so süß
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So viele nette Personen kommen in diesem tollen Buch zusammen! Dieser 7. Band der Portobello Girls ist mein erster, und ich muss sagen, der macht Lust auf alle anderen. Diese Londoner Mädels-WG kann man ...

So viele nette Personen kommen in diesem tollen Buch zusammen! Dieser 7. Band der Portobello Girls ist mein erster, und ich muss sagen, der macht Lust auf alle anderen. Diese Londoner Mädels-WG kann man nur lieben. Sie sind alle so unterschiedlich. Super finde ich, daß auch die ehemaligen Bewohnerinnen regelmäßig zu Gast in der Portobello Road sind. Und deren Männer.

In diesem Band findet Küchenchefin Zoey ihr Gegenstück. Denn eines Tages steht der attraktive Schotte Cole in ihrer Küche und soll ihr neuer Souschef sein. Angst um ihre Stellung, fährt sie erstmal die Krallen aus. Herrlich!

Martina Gercke verspricht Happy Endings, also kann man verraten, daß sie sich am Ende kriegen. Aber der Weg dorthin wird steinig.

Der Roman besticht mit witzigen Dialogen, frechen Ausdrücken, einem locker-freundschaftlichen Umgang unter den WG-Mädels und verbreitet gute Laune.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2021

Dr. Josephine Burkett, Ärztin aus Leidenschaft

Zu Befehl, Frau Doktor!
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Texas in den 1890er-Jahren. Zur damaligen Zeit war eine Frau als Ärztin sehr ungewöhnlich. Eine davon ist die 28-jährige Josephine Burkett, die ihr Leben der Medizin verschrieben hat und somit unverheiratet ...

Texas in den 1890er-Jahren. Zur damaligen Zeit war eine Frau als Ärztin sehr ungewöhnlich. Eine davon ist die 28-jährige Josephine Burkett, die ihr Leben der Medizin verschrieben hat und somit unverheiratet ist. Als eines Tages Hauptmann Matthew Hanger seinen verletzten Kollegen in die Praxis von Dr. Jo bringt, ahnt er nicht, daß er sich auf die Behandlung einer Ärztin einstellen muss. Und dann auch noch eine, die so wortgewandt wie herrisch, dafür aber ungemein attraktiv ist. Daraus entspinnen sich Situationen, die mich das Buch mit einem Dauergrinsen haben lesen lassen. Der verbale Schlagabtausch zwischen den beiden ist herrlich witzig! Der eine steht dem anderen in nichts nach. Wunderbar. Ich liebe so einen Humor.
„Sie focht genauso mit Worten wie Preach mit seinem Kavalleriesäbel.“
Ich bin sofort in den Wilden Westen des späten 19. Jahrhunderts abgetaucht und konnte mich gut in die Situation der sympathischen und klugen Ärztin hineinversetzen. So wie die Autorin die Lebens-und Arbeitsweise der Menschen beschrieben hat, kam es mir sehr realitätsnah vor. Die damaligen Hygienestandards, die Art der häufigsten Verletzungen, die zur Verfügung stehenden Instrumente und Medikamente, die Vorurteile. Das alles fand ich sehr spannend und gut in die Geschichte integriert.
Die Handlung ist extrem fesselnd. Die Behandlung des verletzten Kameraden ist nur der Auftakt zu einer Reihe Abenteuer, von denen sich die toughe Ärztin natürlich nicht fernhalten lässt.
Die Krönung ist die wunderbar und passend eingewebte Liebesgeschichte, die sich durch das ganze Buch zieht. Sie ist so voller Leidenschaft und Sehnsucht. Und natürlich gibt es ein Happy End, aber erst nach jeder Menge Drama und zu versorgender Wunden. So liebe ich es!

  • Cover
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Veröffentlicht am 02.04.2021

Die Geschichte einer lebensverändernden Begegnung

Hey June
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Im Prinzip ist die Handlung schnell zusammengefasst: Leah zieht wegen eines Projekts ihres Architekturbüros für ein Jahr von Frankfurt nach Leipzig. Ihr Freund Peer behagt das ganze gar nicht, weil er ...

Im Prinzip ist die Handlung schnell zusammengefasst: Leah zieht wegen eines Projekts ihres Architekturbüros für ein Jahr von Frankfurt nach Leipzig. Ihr Freund Peer behagt das ganze gar nicht, weil er Angst hat, sie an die Stadt zu verlieren. Tatsächlich trifft sie am ersten Abend in einer Bar einen Unbekannten, der sie magisch anzieht. Wie sie sich letztendlich entscheidet, wird natürlich nicht verraten. Diese kurze Zusammenfassung wird der Geschichte überhaupt nicht gerecht. Sie ist gerade mal das Grundgerüst für eine wahnsinnig tiefsinnige und emotionale Geschichte mit starken Charakteren. Dazwischen passiert sehr viel Bewegendes.

Kaum treten die Protagonisten auf, ziehen sie mich auch schon in ihren Bann. Ihr Weg ist so feinfühlig und realistisch gezeichnet, daß ich am Ende Probleme habe loszulassen. Ich will es auch gar nicht. Dabei gibt es niemand, der polarisiert. Ich werde nicht in Sympathie oder Antipathie gedrängt. Es gibt keinen Bösewicht, keine Hexe, keine Prinzessin, kein Opfer. Es werden nicht mal die gängigen Klischees ausgeschlachtet.

Das Buch ist einfach nur gut geschrieben. Fesselnd, atmosphärisch, gewaltig, großartig, sehr gefühlvoll und intensiv. Und ich werde Gott sei Dank von künstlichen Tränendrüsen-Momenten verschont. Natürlich gibt es dramatische und auch traurige Momente, aber die sind absolut stimmig und gut eingebettet.

Ich kann kaum glauben, daß die Autorin sonst Thriller schreibt. Vielleicht hat sie deshalb ein paar Geheimnisse und unerwartete Wendungen eingebaut? Auch diese sind vollkommen stimmig.

Ich bin überwältigt von der Lektüre und weiß jetzt schon, daß dieses Buch zu meinen Jahreshighlights gehören wird.

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2021

Zuggerschnecksche, Strandfunde und ein Familiengeheimnis

Bernsteinsommer
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Christina ist Konditorin mit eigenem Café in Frankfurt. Ihr Leben läuft nicht ganz rund, aber sie arrangiert sich ganz gut mit ihrem Schicksal. Sehr bewegend finde ich, wie sie sich mit der Alzheimer-Erkrankung ...

Christina ist Konditorin mit eigenem Café in Frankfurt. Ihr Leben läuft nicht ganz rund, aber sie arrangiert sich ganz gut mit ihrem Schicksal. Sehr bewegend finde ich, wie sie sich mit der Alzheimer-Erkrankung ihres Vaters auseinandergesetzt. Sie und ihre Mutter kümmern sich ganz rührend um ihn, ohne an diesem Schicksal zu zerbrechen. Sehr gut gefallen hat mir hierbei die authentische Beschreibung des Krankheitsbilds und den vorbildlichen Umgang mit Betroffenen und auch die Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Das hat die Autorin sehr schön rübergebracht.

Doch das ist nicht das einzige Thema im Buch. Es ist vielmehr eine ausgewogene Mischung aus Liebesgeschichte, Verwirklichung beruflicher und privater Träume und einer Art Familiensaga.

Christina geht nämlich auf die Suche nach einem Maler/einer Malerin, von dem/der sie nur die Initialen auf verschiedenen Bildern kennt, die sie in einer Mappe ihres Vaters findet. Da niemand aus dem näheren Umfeld ihr weiterhelfen kann, reist sie kurzerhand nach Rügen zu entfernteren Verwandten und forscht dort weiter. Sie vermutet den Ursprung der Bilder an der Ostsee. Das hat mir ebenfalls gut gefallen, weil es sich gut und nicht zu dominant in die Geschichte einfügt. Wie bereits erwähnt, sind die einzelnen Inhalte im Buch sehr gut ausbalanciert.

Die Autorin zeichnet sich durch wundervoll gezeichnete Charaktere aus, die ganz fantastisch miteinander agieren. Klischees wie Mißverständnisse durch Schweigen finden sich hier glücklicherweise nicht, auch keine künstlichen Dramen, Intrigen und Verwechslungen. Dafür bin ich immer dankbar, denn das habe ich einfach schon zu oft gelesen.

Apropos Balance: Es gibt so wunderbar humorvolle Szenen, z.B. in hessischem Dialekt und auch wunderschöne Abschnitte, in denen mir das Herz aufgegangen ist.

Über herzallerliebste Gesten und kleine nette Überraschungen habe ich mich auch sehr gefreut. Die finden sich immer wieder im Buch.

Einige kluge Weisheiten sind mir im Gedächtnis geblieben. Dabei wirken sie überhaupt nicht belehrend, sondern einfach passend.

In dem Abschnitt, in dem Christina an der Ostsee ist, habe ich richtig Lust auf Rügen und Hiddensee verspürt. Ich wäre so gerne mit auf Strandgutsuche gegangen.

„Bernsteinsommer“ ist ein wohltuend ausbalanciertes Buch mit ernsten, humorvollen und liebevollen sowie romantischen Abschnitten, mit klugen Lebensweisheiten, vorbildlichen Familienbanden, echten Freundschaften, sehr sympathischen und gut ausgearbeiteten Charakteren und einer gesunden Portion Lokalkolorit.

  • Cover
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