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Veröffentlicht am 26.03.2025

Eine humorvolle Städtereise in Buchform

Acht (un)geplante Tage mit dir
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Der Roman “Acht (un)geplante Tage mit dir” ist eine Städtereise in Buchform.
Hazel und Lukas fliegen zusammen nach New York, um den Gewinn von Lukas Schwester (und Hazels bester Freundin) Milena einzulösen. ...

Der Roman “Acht (un)geplante Tage mit dir” ist eine Städtereise in Buchform.
Hazel und Lukas fliegen zusammen nach New York, um den Gewinn von Lukas Schwester (und Hazels bester Freundin) Milena einzulösen. Die beiden kennen sich zwar schon ewig, aber konnten sich bisher nie so wirklich leiden. Allerdings scheinen die Dinge in New York anders zu liegen: Hazel findet Lukas witzig und charmant und Lukas stellt fest, dass Hazel gar nicht so eine Tussi ist, wie er immer dachte. Außerdem fühlen sie sich neuerdings zueinander hingezogen…

Der Einstieg in die Geschichte hat mich direkt überzeugt. Hazel und Milena sind Klamotten shoppen für New York und Hazel versucht, ihre Freundin davon abzubringen ein hellgrünes Kleid zu kaufen, in dem sie “auf den Fotos aussehen würde wie ein seekranker Kermit der Frosch”. Die Autorin beschreibt die Szenen witzig und kurzweilig und Hazels quirliger Charakter kommt besonders in den Anfangssequenzen gut zum Vorschein. Auch die ersten Tage in New York City sind von einer humorvollen Atmosphäre geprägt, die wirklich gut transportiert wird.
In New York hat Lukas eine ambitionierte Liste an Sehenswürdigkeiten, die er unbedingt abhaken möchte. Hazel würde sich zwar lieber treiben lassen, aber fügt sich erstmal ihrem Schicksal. Als Leser bekommen wir so oder so eine kostenlose Stadtführung durch New York City. Zum Glück gibt es im Umschlag des Buches eine kleine Karte von Manhattan, die uns zumindest eine grobe Orientierung der wichtigsten Punkte gibt. Die beiden kommen ganz schön rum und es werden immer wieder Sehenswürdigkeiten oder bekannte Gebäude in der Umgebung erwähnt. Nach anfänglicher Euphorie hat mich das allerdings etwas gestört, da die Autorin teilweise keinerlei Information zu den erwähnten Orten liefert. Wenn man also nicht wenigstens den passenden Wikipedia-Artikel nebenbei offen hat, dann sind diese Informationen nicht mehr als heiße Luft.
Gegen Ende fand ich es etwas länglich mit der ein oder anderen gefühlten Wiederholung - aber ich wollte natürlich trotzdem wissen, wie es ausgeht. Außerdem habe ich mich von den wiederholten Hinweisen zu Müllvermeidung und Umweltschutz etwas belehrt gefühlt, obwohl ich die gleiche Meinung dazu habe und das Thema extrem wichtig finde. Am Anfang habe ich noch gefeiert, dass Hazel und Lukas immer ihre Bambus-Kaffeebecher und ihre Trinkflaschen durch die Gegend schleppen und auffüllen lassen. Am Ende allerdings wirkte das, wie schon erwähnt, zu belehrend und passte auch nicht so recht zu der romantischeren Stimmung.

Fazit: Wer Städtetrips mag, wird sich in diesem Buch wohl fühlen. Es herrscht eine humorvolle, lockere Atmosphäre und liest sich angenehm. Meiner Meinung nach ein prima Buch für den Reiseweg - sei es im Flugzeug oder im Zug.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Die perfekte Nordsee-Strandlektüre

Der Duft von Kuchen und Meer
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Eigentlich lässt sich meine Meinung in einem Satz zusammenfassen: Es ist Anfang März und ich habe jetzt Lust auf einen Urlaub auf einer Nordseeinsel! Und ich habe Lust auf Windbeutel .

Mit Mitte 30 erfährt ...

Eigentlich lässt sich meine Meinung in einem Satz zusammenfassen: Es ist Anfang März und ich habe jetzt Lust auf einen Urlaub auf einer Nordseeinsel! Und ich habe Lust auf Windbeutel .

Mit Mitte 30 erfährt die alleinerziehende Konditorin Maren, dass ihre Oma Undine auf der Nordseeinsel Amrum aufgewachsen ist und ihr jetzt das ehemalige Haus ihres Vaters schenken möchte. Zusammen mit ihrer Tochter Leni macht sich Maren auf den Weg nach Amrum und versucht die Vergangenheit und die bisher unbekannten Teile ihrer Familie kennenzulernen.

Mich hat diese Mischung aus duftendem Backwerk, Meer, Wind und geheimnisvoller Familiengeschichte sofort gepackt. Die Autorin erzählt eine wirklich muckelige Geschichte über Familie, Verzeihen und Heimatverbundenheit. Kurz gesagt, also die perfekte Strandlektüre - wobei Sofa und Tee auch gut funktionieren.
UND mein Harmoniebedürfnis ist voll und ganz befriedigt.

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Veröffentlicht am 05.03.2025

Netter Liebesroman für zwischendurch

Always Been You - Herzklopfen in Blossomville
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“Always Been You - Herzklopfen in Blossomville” klingt schon im Titel nach Liebesroman und hält das im Prinzip auch. Für mich fällt er in die Kategorie “netter Liebesroman für zwischendurch”.
Olivia und ...

“Always Been You - Herzklopfen in Blossomville” klingt schon im Titel nach Liebesroman und hält das im Prinzip auch. Für mich fällt er in die Kategorie “netter Liebesroman für zwischendurch”.
Olivia und Grayson wuchsen gemeinsam in der Kleinstadt Blossomville auf und fanden miteinander ihre erste große Liebe. Nach der Highschool trennten sich ihre Wege abrupt, weil Olivia in New York ihre Karriere als Anwältin verfolgen wollte. Jahrelang verbannt Olivia ihren Heimatort und seine Bewohner aus ihrem Leben, während Grayson zuhause die Tierarztpraxis seines Vaters übernimmt. Als Olivia nach dem Tod ihrer Patentante gezwungenermaßen wieder nach Blossomville zurückkommt, muss sie feststellen, dass es ihr zwar gelungen war, ihre Vergangenheit aus ihrem Leben zu verbannen, sie sich jedoch immer noch in einer Ecke ihres Herzens befindet.

Die Autorin erzählt eine runde Geschichte ohne große Überraschungen und punktet dabei mit Kleinstadtflair - inklusive einer Stadtversammlung im Rathaus, ziemlich süßen Hunden und guten Charakteren. Ich muss gestehen, dass ich mit den beiden Hauptfiguren Grayson und Olivia nicht so recht warm geworden bin, stattdessen bin ich großer Fan einiger Nebenfiguren.
Das Buch liest sich flüssig und man findet sich in der Kleinstadt und ihren Bewohnern prima zurecht. Emotional lief die Geschichte allerdings leider etwas an mir vorbei, ich konnte keinen Zugang zu den Hauptfiguren und ihren Emotionen finden. Deswegen fällt meine Beurteilung etwas nüchtern aus und mein Fazit bleibt: Ein netter Liebesroman für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Solider Ostsee-Krimi

Die Brandung – Leichenfischer
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“Die Brandung - Leichenfischer” von Karen Kliewe ist der zweite Teil der Reihe um das dänisch-deutsche Ermittlerduo Fria Svensson und Ohlsen Ohlsen in der Flensburger Grenzregion. Vielleicht liegt es daran, ...

“Die Brandung - Leichenfischer” von Karen Kliewe ist der zweite Teil der Reihe um das dänisch-deutsche Ermittlerduo Fria Svensson und Ohlsen Ohlsen in der Flensburger Grenzregion. Vielleicht liegt es daran, dass ich den ersten Teil noch nicht gelesen habe, aber ich verstehe nicht, wieso die Reihe “Die Brandung” heißt. Das klingt zwar gut und die Krimis spielen direkt an der Ostsee, aber ansonsten steht da nichts in Bezug zu einem aufgewühlten Meer. Der Klappentext lockt mit dem unvollendeten Satz, dass Kommissar Ohlsen einen “verhängnisvollen Fehler” begeht - was auch gut klingt, aber sich auch nicht wirklich im Buch wiederfinden lässt.

Das Äußere des Buches gefällt mir eigentlich sehr gut, abgesehen von den oben genannten Problemen. Nun zum Inhalt: Die Geschichte wird in mehreren parallelen Handlungssträngen erzählt, bei denen man nach und nach versteht, ob und wie sie zusammenhängen. Von den Hauptfiguren mag ich besonders Fria und ihre Familie, die scheinen ziemlich chaotisch, impulsiv und liebenswert zu sein. Die private Beziehung zwischen Fria und Ohlsson konnte ich nicht ganz einordnen, aber da fehlt mir wohl das erste Buch. Für das Verständnis des Falles braucht man das jedoch nicht.

Die Autorin schreibt lebendig und angenehm und wirft immer mal wieder lokale Eigenheiten ein (oder zumindest, was ich so aus der Ferne als lokale Eigenheiten bezeichnen würde), wie zum Beispiel Flensburger Bier oder Ohlsens handballverrückte Kollegen. Der ständige Wechsel zwischen den Erzählsträngen und Sichtweisen der erzählenden Figuren war für mich kein Problem und ließ sich flüssig lesen. Die Spannung baut sich kontinuierlich auf und gipfelt in einem spannenden Ende. Nur die Auflösung kam mir etwas konstruiert vor, etwas zu bemüht, uns Leserinnen in die Irre zu führen. Und die eine oder andere Nebenhandlung hätte es für meinen Geschmack auch nicht gebraucht.

Fazit: Ich mag Ostsee-Krimis, und dieser hier reiht sich gut ein. Allerdings hat es mich nicht völlig vom Hocker gerissen.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Innen hui - Außen auch hui

Deep Fake
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Mein erster Eindruck: “Wow!” - Das Buch leuchtet richtig, wenn man es in der Hand hält. Die knallige rot-blau-lila Farbkombination des Covers und die tiefblauen Seitenränder sind wirklich ein Blickfang. ...

Mein erster Eindruck: “Wow!” - Das Buch leuchtet richtig, wenn man es in der Hand hält. Die knallige rot-blau-lila Farbkombination des Covers und die tiefblauen Seitenränder sind wirklich ein Blickfang. Und um es vorwegzunehmen: innen geht es genauso weiter.

Der Thriller “Deep Fake” von Cleo Konrad spielt auf zwei Zeitebenen: In der Gegenwart wird die engagierte Lehrerin Mira de Luca kalt erwischt, als ein pornografisches Video von ihr im Netz auftaucht. Mira und ihr Mann sind sich sicher, dass es sich um ein Deep Fake handeln muss, die Öffentlichkeit und die Schulleitung sieht das natürlich erstmal anders; im Jahr 2003 zieht die 16-jährige Schülerin Katharina von Hohenberg, genannt Kat, mit ihrem Vater in das kleine Dorf Tannwinkel im Bayrischen Wald. Kat schreibt ein digitales Tagebuch, um den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten und erzählt uns die Geschehnisse im Sommer 2003 aus ihrer Sicht.
Die Autorin hebt die beiden Erzählungsstränge optisch voneinander ab, indem das Tagebuch grau hinterlegt ist und wie ein Computerausdruck wirkt. Zunächst laufen beide Stränge nebeneinander her und haben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun. Das ändert sich natürlich und es wird immer klarer, dass alles irgendwie zusammenhängt, obwohl zwischen beiden Ebenen circa 20 Jahre und mindestens 800 Kilometer liegen (Mira wohnt in Berlin).

Ich fand das Buch am Anfang interessant und dann zunehmend spannender. Sobald klar war, dass alles irgendwie zusammenhängt, war ich damit beschäftigt zu rätseln, welche Personen und Motive ich identifizieren kann. Die Szenen sind klar und plastisch beschrieben und auch die Perspektive und Gedanken der jugendlichen Kat fand ich gelungen (zumindest soweit ich mich heute noch daran erinnern kann, wie man als Jugendliche so denkt). Das Thema Künstliche Intelligenz spielt logischerweise eine Rolle und ist, meiner Meinung nach, meistens gut umgesetzt. Damit meine ich, dass technische Aspekte teilweise recht genau beschrieben werden, das Thema dann aber wieder in den Hintergrund rückt und die persönlichen Schicksale nach vorne treten - vermutlich hilft dabei auch, dass 2003 noch nicht an KI zu denken war…
Es gibt zwar ein, zwei kleine Erklärungslücken und ab und an fand ich Szenen etwas weit hergeholt, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch - es ist ja immer noch ein fiktiver Roman.

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