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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2020

Einfach wow!

Die Schneeschwester
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Ich habe selten ein Buch erlebt, das mich in seiner Gesamtheit so sehr überzeugt hat. Bereits beim Cover kommt man nicht umhin zu bemerken, was für ein Herzensprojekt dieses Buch ist. Mit seinen ausgestanzten ...

Ich habe selten ein Buch erlebt, das mich in seiner Gesamtheit so sehr überzeugt hat. Bereits beim Cover kommt man nicht umhin zu bemerken, was für ein Herzensprojekt dieses Buch ist. Mit seinen ausgestanzten Details und dem wunderschönen Bild, ganz ohne die typischen Weihnachtsklischees einfach nur erfrischend schön.
Und nicht nur das die Geschichte rund um den kleinen Jungen Julian und sein Weihnachtsfest wunderschön gestrickt ist. Bei seiner Familie ist schon länger etwas nicht mehr im Lot und dann taucht wie aus dem Nichts Hedwig auf, mit den roten Locken und dem breiten Grinsen und wirbelt Julians Leben durcheinander. Aber was steckt hinter der Trauerwolke und kann Hedwig Julian eine andere Welt zeigen?
Nein auch die Bebilderung ist selten schön und anders. Jedes Bild strahlt Wärme und Geborgenheit aus und könnte ebenso eine Postkarte zieren.

Hier werden schwierige Themen mit einer solchen Zartheit betastet, da kann man gar nicht anders, als sich trotz Weihnachtsstress mal so richtig in sich zu kehren und die wirklich wichtigen Dinge wertzuschätzen.

Ganz viel Liebe für diese etwas andere Weihnachtsgeschichte, mit ungeahntem Tiefgang und ganz viel Liebe fürs Detail. Die perfekte Geschenkidee in 24 Kapiteln und auch super aus Adventskalender umfunktionierbar(:

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2020

Reiselust-Alarm!

Go your own way!
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„Go your own way“ eine Einladung zum Träumen und ein Mutmacher für alle die bereits mit dem Gedanken gespielt haben solo zu verreisen.

Das Cover und die bunten Bilder stechen direkt ins Auge und vermitteln ...


„Go your own way“ eine Einladung zum Träumen und ein Mutmacher für alle die bereits mit dem Gedanken gespielt haben solo zu verreisen.

Das Cover und die bunten Bilder stechen direkt ins Auge und vermitteln gute Laune und Abenteuerlust schlechthin. Und es vermittelt vom ersten Augenblick an, dieses Buch ist alles andere als leise. Es ist eine Ode an das Abenteuer und in seinem knallorangenem Auftreten eine Art Weckruf.
Schlägt man es auf, verblüfft das Layout direkt mit einem etwas anderem Inhaltsverzeichnis und ganz viel Übersichtlichkeit. Der Leser merkt direkt, hier geht es um Bilder und Eindrücke die gefühlt und wahrgenommen werden wollen und nicht ums schlichte Reisetipps abklappern. Für mich persönlich die perfekte Mischung zwischen Reiseanleitung und Bildband, Information und Inspiration in einem!

Gegliedert ist das Buch in einen Teil der sich mit den allgemeinen Fragen die beim solo reisen aufkommen beschäftigt und in einen Teil in dem der Autor seine Top 10 Städte für den Anfang vorstellt, sowie danach noch einige Orte die man vielleicht nicht als erstes aufsuchen solllte. Ganz am Ende finden sich nützliche Adressen, Links und Verweise. Sehr praktisch für weitere Recherche! Sonst fällt die sehr bildlich ausgerichtete Sprache des Autors auf, in der er zu Beginn jedes Kapitels eine kurze Anekdote beisteuert und ein gutes Stimmungsbild für die jeweiligen Situationen oder Orte vermittelt. Bereits ab der ersten Silbe wird spürbar, Groundwater liebt was er tut und brennt für das Reisen. Und im Laufe des Buches überträgt sich diese Abenteuerlust direkt und ich konnte gar nicht anders als ein wenig dem Fernweh zu frönen.

Seine Tipps sind gut und breit gefächert, aber nichts völlig neues und an einigen Stellen hätte ich mir noch mehr spezifisch weibliche Tipps oder ein bisschen mehr Tiefgang gewünscht. Da selbst seine „schlimmeren“ Erlebnisse meist recht einfach enden.

Aus meiner Sicht ist dieses Buch der perfekte Mutmacher, für alle die schon länger mit dem Gedanken spielen ohne Gegenüber zu verreisen und eine völlig neue Erfahrung zu machen. Groundwaters großartige Fotografien machen auf jeder Seite Lust aufs Koffer packen und er schafft es gerade mit seiner durch und durch positiven Betrachtungsweise allen Zweifeln schnell den Wind aus den Segeln zu nehmen. Lediglich für die genaue Planung braucht es dann sicherlich noch Sekundärliteratur.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2020

Ich will mehr!

Endling (1), Die Suche beginnt
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Lange her, dass mich eine Fantasy-Geschichte so in ihren Bann gezogen hat, wie diese Geschichte rund um das Königreich Nedarra. Byx, ein junger Dalkien hat alles verloren und gilt als Endling ihrer Art. ...

Lange her, dass mich eine Fantasy-Geschichte so in ihren Bann gezogen hat, wie diese Geschichte rund um das Königreich Nedarra. Byx, ein junger Dalkien hat alles verloren und gilt als Endling ihrer Art. Also als allerletzter Talken. Aber entspricht das wirklich der Wahrheit? Das wollen Byx, Khara und der kleine Wobbyk Tobble herausfinden und machen sich auf eine abenteuerliche Reise, die mehr Überraschungen bereithalten wird, als sie es für möglich hielten.

Ab der ersten Sekunde habe ich mit Byx mitgefiebert und ihre Figur geliebt. Sie ist mutig und trotzdem liebenswert tapsig und muss noch viel lernen. Die Dynamik ihrer Figur und auch der anderen Protagonisten ist immer in Bewegung und es macht großen Spaß die bunte Truppe dabei zu begleiten. Und zuzuschauen wie sie immer größere Aufgaben meistern.

Und auch der Schreibstil trägt sein übriges bei. Ein wenig hat er mich an Cornelia Funke erinnert und ich bin förmlich nur so durch die Seiten hindurch geflogen. Egal ob Spannung, Freude oder pure Verzweiflung, ich habe alles hautnah mitgefühlt und manchmal selbst die Luft angehalten wenn die Situation wieder völlig ausweglos erschien. Applegate malt mit ihren Worten Bilder und lässt die unzähligen Fantasiewesen vor dem inneren Auge des Lesers lebendig werden.

Auch die Einteilung hat für mich Sinn ergeben ohne die Geschichte vorhersehbar werden zu lassen. Zu keiner Sekunde war mir so richtig klar, wo diese Geschichte noch hingehen soll und oft habe ich mir nebenbei den Kopf darüber zerbrochen, wie die Autorin die völlig verlorenen Figuren aus dieser oder jener Szene noch realistisch herausretten will, aber so viel sei veraten, meistens klappt es. Und wenn nicht dann „xial renarriss“! Um zu wissen, was das heißt müsst ihr wohl oder übel das Buch lesen.

Applegate schafft es auch wie keine andere, immer wieder Botschaften und Werte in ihre Geschichte einzuflechten, die für unsere heutige Welt nicht relevanter sein könnten. Sie spricht von dem Gleichgewicht der Arten und der Natur und darüber wie zerstörerisch der Mensch und sein Streben nach Macht sein kann. Oder über das Sterben und was es mit uns macht.

Und auch für das Ende war ich dankbar, anders als andere Bücher dieser Gattungen hinterlässt es den Leser zwar in freudig-gespannter Erwartung, schafft dies jedoch ohne die so gefürchteten krassen Cliffhanger.

Insgesamt eine wunderbare Geschichte, die alle Komponenten mitbringt für ein richtig aufregendes Abenteuer und vielleicht auch eine Art Reflexion auf die Welt wie sie sein könnte. Hier oder in Nedarra, völlig gleich. In meinen Augen ein Muss für jeden Fantasyfreund und alle die schon immer mal in dieses Genre reinschnuppern wollten!

Ich für meinen Teil fiebere bereits dem zweiten Teil entgegen und werde diese Gesichte so schnell nicht mehr weglegen können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2020

Gerne mehr davon!

Artgerechte Ernährung – Das Kochbuch
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Eine der besten Einführungen über Ernährung, die ich in letzter Zeit gelesen habe!
Doktor Riedl schreibt ausführlich darüber, was unserem Körper wirklich gut tut und welche Lebensmittel in unseren Alltag ...

Eine der besten Einführungen über Ernährung, die ich in letzter Zeit gelesen habe!
Doktor Riedl schreibt ausführlich darüber, was unserem Körper wirklich gut tut und welche Lebensmittel in unseren Alltag gehören und welche man eher mit Bedacht genießen sollte.

Einiges vor allem zu Beginn war noch relativ oberflächlich gehalten und mir bereits bekannt, aber mit dem Weiterblättern kamen auch die spezielleren Informationen. Dabei war der Schreibstil immer allgemeinverständlich gestaltet und eher selten mit Fachchinesisch durchsetzt. Besonders die Infofelder und die Übersichten und Anordnungen von Informationen ist mir sehr positiv aufgefallen. Die Lust aufs Weiterlesen bleibt konstant und die Fakten sind in perfekten Häppchen auch leicht zu merken um sie mit ins tägliche Leben zu nehmen.

Und auch die Aufteilung vom inhaltlichen Teil mit Erklärung der Ernährungsrichtlinien der artgerechte Ernährung und von dem Teil der sich mit den Rezepten beschäftigt hat mir gefallen. Das Buch kommt auf über 150 Seiten ausschließlich mit Rezepten und so findet wirklich jeder das ein oder andere Lieblingsrezept, das sich in den Alltag integrieren lässt.

Die Rezepte an sich waren einfach gehalten und erfordern keine langjährige Kocherfahrung. Und auch die Zutatenlisten sind übersichtlich. Dazu gibt es eine anschauliche Bebilderung, die Lust aufs direkt Anfangen macht.

In meinen Augen ein wunderbares Projekt, für jeden der den Einstieg in eine alternativere bewusstere Art und Weise der Ernährung wagen will und zu Beginn ganz viele Möglichkeiten zum Ausprobieren haben möchte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 22.02.2020

Komisch

Verschieben Sie die Deutscharbeit - mein Sohn hat Geburtstag!
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Lustige und unterhaltsame Darstellung einer ganz bestimmten Spezies Eltern!

Habe selten so viel Schmunzeln müssen wie hier. Die Darstellungen sind pointiert und wortwitzig erzählt und immer ein bisschen ...

Lustige und unterhaltsame Darstellung einer ganz bestimmten Spezies Eltern!

Habe selten so viel Schmunzeln müssen wie hier. Die Darstellungen sind pointiert und wortwitzig erzählt und immer ein bisschen drüber. Sie alle haben eine Gemeinsamkeit, es geht um Eltern die ihre Kinder nicht loslassen können, immer beschützen wollen oder einfach am liebsten ein großes Trara um ihr Prachtkind machen. Da ist die Erzieherin aus der Kinderkrippe, die von den hysterischen Müttern erzählt oder der Kindergartenalltag mit am besten stündlichen Updates im Fotoformat direkt aufs Handy der besorgten Eltern.

Die Geschichten nehmen nie mehr als ein paar Seiten ein, sind aus der Perspektive von "Betroffenen", also denjenigen die diese Helikoptereltern aushalten müssen und eine toppt meist die nächste.

Die Mischung ist vielfältig und gut ausgewählt, von jedem Alter und jeder Bildungs- und Freizeitstätte ist etwas dabei. Eignet sich bestimmt auch hervorragend als dezenter komischer Hinweis für die ein oder anderen Eltern im Bekanntenkreis, die öfter mal zu Beschützerverhalten tendieren. Oder einfach so für jeden, der gerne über Kuriositäten rund um den Mensch lacht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere