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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.12.2025

Wichtiges Thema, große Empfehlung!

Der Club der kalten Hände
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Der Club der kalten Hände setzt sich unverblümt und zugleich auf eine bemerkenswert kindgerechte Weise mit dem Thema Tod und Beerdigung auseinander. Ein sensibles Thema, das hier mit viel Feingefühl, Humor ...

Der Club der kalten Hände setzt sich unverblümt und zugleich auf eine bemerkenswert kindgerechte Weise mit dem Thema Tod und Beerdigung auseinander. Ein sensibles Thema, das hier mit viel Feingefühl, Humor und Wärme vermittelt wird.

Beim Lesen dachte ich mehr als einmal: Dieses Buch hätte ich als Kind gebraucht. Schon das Cover hat mich angesprochen, und dieser positive Eindruck setzt sich im Inneren fort. Die knalligen Farben, die stimmungsvollen, ausdrucksstarken Illustrationen und die liebevolle Gestaltung machen das Buch zu einem echten Hingucker. Auch die gewählte Schriftart empfand ich als sehr angenehm und passend zur Geschichte.

Besonders gelungen ist die Annäherung an den Beruf von Lizzys Eltern und der Umgang mit den damit verbundenen Themen. Alles wird behutsam eingeführt, ohne zu beschönigen, und immer aus einer kindlichen, humorvollen Perspektive heraus erzählt. Dadurch wird die Angst vor dem Tod genommen und er als das gezeigt, was er ist: ein Teil des Menschseins.

Die Geschichte überzeugt durch viele liebevolle Details und vermittelt auf schöne Weise, wie wichtig Zusammenhalt ist und wie viel leichter alles wird, wenn man Erlebnisse und Gefühle teilt. Es ist eine wunderbare Erzählung über Entdecken, Gemeinschaft und den Mut, sich schwierigen Themen zu stellen.

Einziger Kritikpunkt:
Der Handlungs- und Geschichtenteil hätte für meinen Geschmack gerne noch etwas länger sein dürfen – ich hätte Lizzy und ihre Welt noch weiter begleiten wollen.

Fazit:
Eine berührende, humorvolle und klug erzählte Geschichte mit zauberhaften Illustrationen, die Kindern (und Erwachsenen) hilft, sich einem oft tabuisierten Thema angstfrei zu nähern. Eine große Empfehlung!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.10.2025

Wenn Worte Wurzeln schlagen – Gesa Schwartz und die Magie des Poison Garden

Ivy und die Macht des Poison Garden
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Hin und weg beschreibt es wohl am besten. Schon das Cover hat mich sofort neugierig gemacht – geheimnisvoll und verspielt. Der Klappentext klang vielversprechend, und spätestens die Leseprobe hat mich ...

Hin und weg beschreibt es wohl am besten. Schon das Cover hat mich sofort neugierig gemacht – geheimnisvoll und verspielt. Der Klappentext klang vielversprechend, und spätestens die Leseprobe hat mich endgültig in ihren Bann gezogen.
Das innere Kind in mir hat sich direkt an Potilla von Cornelia Funke erinnert gefühlt – und kleine Freudensprünge gemacht, ein ähnlich liebevolles, detailreiches Werk gefunden zu haben. Besonders die wunderschönen Illustrationen und die vielen botanischen Details haben mich begeistert. Ich liebe es, wenn Geschichten mit Pflanzen, alten Gärten und verborgenen Kräften verwoben werden – und Gesa Schwartz schafft das auf eine ganz besondere, poetische Weise.
Bereits im ersten Kapitel spürt man einen feinen, nachdenklichen Tiefgang, der sich durch das ganze Buch zieht. Zwischen all der Magie und den märchenhaften Elementen finden sich immer wieder kleine Denkanstöße über Natur, Verantwortung und die Macht von Entscheidungen. Das hat mich mehrfach innehalten lassen.

Eintauchen in eine magische Welt
Dann noch die Vorstellung von Carlton Manor und einem Fuchs als Begleiter hach, ich wüsste nicht wie man lauter "Herbstgeschichte mit viel Potential auf ein neues Lieblingsbuch" rufen könnte.
Die Beschreibungen sind so atmosphärisch, dass beim Lesen bei mir ganze Filmszenen im Kopf entstanden sind. Besonders die Schilderungen bei der Ankunft auf Eriks Anwesen haben mir sehr gefallen und ganz viele Bilder in meinem Kopf entstehen lassen.
Gesa Schwartz hat ein großes Talent, bekannte Märchenmotive, Naturmagie und neue fantastische Ideen kunstvoll miteinander zu verweben. Dabei erinnert ihr Stil mich an eine Mischung aus Cornelia Funkes Potilla und der düster-verspielten Welt der Reckless-Reihe – märchenhaft, aber mit eigenem Charakter und ich liebe es in Gesa Schwartz eine weitere Autorin gefunden zu haben, die verschiedenste Märchen und Fantasiewesen so mühelos in ihre Geschichte hineinschreibt.

Ich habe die Figuren ganz tief in mein Herz geschlossen und alle direkt vor mir gesehen und war bis zur letzten Sekunde gespannt und emotional involviert in diese Geschichte, habe mitgefiebert, mitgelitten und mitgelacht.

Zum Verständnis und Aufbau
Ich bin ohne Vorkenntnisse der ersten beiden Bände eingestiegen und hatte zunächst keine Schwierigkeiten, in die Handlung hineinzufinden. Erst im späteren Verlauf, als es stärker um Avalon ging, tauchten bei mir einige Fragezeichen auf – vermutlich wären die vorherigen Teile da hilfreich und auch vom Spannungsaufbau würde ich rückblickend empfehlen nicht mit dem letzten Teil der Reihe zu starten, da natürlich viel Handlung der vorherigen Teile vorweggenommen wurde.

Besonders mochte ich auch die Pflanzenporträts – so liebevoll gestaltet und voller faszinierender Details! Ein kleiner Wunsch meinerseits wäre lediglich, dass die Titelschrift auf dem Cover etwas leichter lesbar wäre.

Fazit
„Ivy und die Macht des Poison Garden“ hat meine ohnehin hohen Erwartungen weit übertroffen. Es ist ein poetisches, spannendes und bildgewaltiges Fantasy-Abenteuer voller Naturmagie, Tiefe und Emotion. Ich habe jede Seite genossen, mich in die Welt verliebt und konnte gar nicht genug davon bekommen.
Das Ende war wunderbar und hat mich mit einem warmen, zufriedenen Gefühl zurück gelassen– und einem bunt bepflasterten Buch voller markierter Lieblingsstellen. 🌿✨
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
Ein magisch-herbstliches Leseerlebnis für alle, die Fantasy mit Herz, Tiefgang und märchenhafter Atmosphäre lieben und definitiv nicht „nur“ ein Kinderbuch!

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  • Thema
Veröffentlicht am 16.10.2025

Herbst auf dem Teller – ein kreatives Kochbuch für alle Kürbisliebhaber

Kürbis – 130 geniale Rezeptideen
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Ein kulinarischer Herbstbegleiter, der Lust aufs Ausprobieren macht! 🍂🎃

Wo fange ich an? Das Cover gefällt mir richtig gut – ich finde den schlichten, minimalistischen Look sehr ansprechend. Höchstens ...

Ein kulinarischer Herbstbegleiter, der Lust aufs Ausprobieren macht! 🍂🎃

Wo fange ich an? Das Cover gefällt mir richtig gut – ich finde den schlichten, minimalistischen Look sehr ansprechend. Höchstens die Schriftfarbe hätte für mich noch etwas mehr ins herbstgoldene Orange gehen können.
Inhaltlich spricht mich der Aufbau des Kochbuchs sehr an, und Hut ab: Frau Wurzel versammelt hier wirklich für jeden Gaumen – egal ob süß, herzhaft oder salzig, mit großem Hunger oder nur etwas Appetit – vielfältige und ausgefallene Rezepte.
Der Erfindergeist hat mir ebenso gut gefallen, da nicht nur die üblichen Kürbisrezepte aufgeführt werden, sondern allerhand mehr. Für jeden Kürbisliebhaber kann ich das Buch daher nur wärmstens empfehlen. Ich bin hier vollends auf meine Kosten gekommen, und es wird sicher noch den ein oder anderen Herbst brauchen, bis ich alle Rezepte ausprobiert habe, die mich neugierig machen.
Pluspunkte gibt es auch für die ausführliche und liebevoll gestaltete Kürbiskunde zu Beginn des Buches. Hier konnte ich einige neue Sorten kennenlernen, nach denen ich ab jetzt im Supermarkt Ausschau halten werde.
Leider kommt die Bebilderung etwas kurz, und nur etwa jedes dritte Rezept wird visuell dargestellt. Auch sonst war mir das Design im Buch manchmal etwas zu chaotisch, was die Anordnung betrifft. Besonders, wenn man das Buch mit der Erwartung kauft, ein stimmungsvolles Herbstbuch zum Blättern zu erhalten, sollte man das wissen.
Auf inhaltlicher Ebene hat mir die Machart der Rezepte sehr gut gefallen – die Zutaten sind übersichtlich gestaltet und kommen ohne viel Schnickschnack aus. Lediglich eine Angabe über die ungefähre Dauer des Rezepts hätte ich mir hier noch gewünscht.
Mein bisheriger Liebling unter den Rezepten: die Kürbiswaffeln und die Kürbisgnocchi! 🧡

Fazit
Ein wunderschönes, ideenreiches Kochbuch rund um den Kürbis, das mit Kreativität, Vielfalt und sympathischem Charme überzeugt. Trotz kleiner Schwächen im Layout und einer etwas spärlichen Bebilderung steckt viel Herzblut und Kochfreude zwischen den Seiten. Perfekt für alle, die im Herbst gern Neues ausprobieren, saisonal kochen und sich vom Kürbis in all seinen Formen inspirieren lassen möchten.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Jams verwegenes Unterwasserabenteuer

Animox Origins 1. Der verlorene Schatz der Delfine
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In diesem Unterwasserabenteuer begleiten wir den 11-jährigen Jam bei einer ganz besonderen Schatzsuche, von der mehr abhängt, als es auf den ersten Blick scheint.

Ein Prequel der Animox-Reihe, die ich ...

In diesem Unterwasserabenteuer begleiten wir den 11-jährigen Jam bei einer ganz besonderen Schatzsuche, von der mehr abhängt, als es auf den ersten Blick scheint.

Ein Prequel der Animox-Reihe, die ich jetzt wohl auch lesen muss hehe. Ich bin ganz unvoreingenommen in diese Geschichte gestartet und war von der ersten Seite ab von der Spannung der Geschichte positiv überrascht! Lässt sich super auch ohne Vorwissen lesen und war ein zauberhaftes Abenteuer mit vielen tollen Figuren, einer Menge Humor und noch mehr Geheimnissen.

Ich mochte das Insel- und Unterwasser-Setting, die vielen schnellen Wendungen und das hohe Erzähltempo, die Verstrickungen und den authentischen leicht lesbaren Schreibstil und konnte einmal angefangen gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören.

Jams Entwicklung innerhalb der Geschichte hat mir gut gefallen und ich mochte wie Veränderung hier dargestellt wurde, egal ob es um die Angst geht andere zu enttäuschen oder darum sich darüber klar zu werden, wo man wirklich hin möchte.
Außerdem überzeugt das Buch mit tollem Tiefgang hinter der Geschichte und hebt Werte wie Freundschaft und einen verantwortungsbewussten Umgang mit Macht hervor, Überzeugungen die man sicher nicht früh genug lernen kann :)

Aimée Carter gelingt es hier wunderbar den Bogen zu spannen zwischen Abenteuer und der coming-of-age-Phase mit all ihren vielfältigen Gefühlen und Ängsten und daraus entsteht eine richtig gute Geschichte, die ich nur wärmstens empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Whodunit im Schneegestöber

Nächster Halt: Mord. Ein Weihnachtskrimi
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Als großer Agatha-Christie-Fan hat mich das Setting dieses Weihnachtskrimis sofort angesprochen – eine Zugfahrt voller Geheimnisse, Verdächtigungen und britischem Flair. Schon die Anlehnung an Klassiker ...

Als großer Agatha-Christie-Fan hat mich das Setting dieses Weihnachtskrimis sofort angesprochen – eine Zugfahrt voller Geheimnisse, Verdächtigungen und britischem Flair. Schon die Anlehnung an Klassiker wie den Orient-Express machte mich neugierig, und ich war gespannt, ob Alexandra Fischer-Hunold hier Figuren erschaffen würde, die ähnlich charmant und clever auftreten wie Flavia de Luce oder das Ermittlerduo Wells & Wong.

Erster Eindruck und Stil

Schon auf den ersten Seiten fiel mir der feine, manchmal augenzwinkernde Humor auf, der die Geschichte wunderbar auflockert. Ich musste mehrfach schmunzeln – etwa beim legendären Sandwich mit Senf und Zahnpasta, bei Millies Puderzuckerträumen oder Rachels Bemerkung über die „artfremde Haltung“ ihres Freundes. Solche kleinen Szenen geben dem Buch eine herrlich lebendige Note und zeigen, dass Fischer-Hunold ihr Genre versteht.

Der Schreibstil liest sich flüssig und angenehm, für meinen Geschmack dürfte er stellenweise sogar noch ein bisschen britischer sein, aber insgesamt transportiert er die winterlich-kriminalistische Atmosphäre sehr gut. Besonders das Setting mit seinen winterlichen Zugabteilen, der schneeverhangenen Landschaft und den liebevollen Details (Tartan-Muster musste ich übrigens erst googeln!) hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Figuren und Dialoge

Ein kleiner Wermutstropfen war für mich Millie, die Hauptfigur. Sie wirkte in manchen Momenten etwas zu kindlich und selbstbezogen – vor allem in Situationen, in denen ich mir mehr Scharfsinn oder Gelassenheit gewünscht hätte. Auch der Gebrauch mancher Jugendwörter („krass“, „voll“) hat für mich nicht ganz natürlich zur Figur gepasst und wirkte leicht deplatziert. Das ist aber sicherlich Geschmackssache – andere Leserinnen werden sich daran vermutlich weniger stören.

Dafür überzeugen die übrigen Charaktere mit interessanten Facetten. Besonders spannend fand ich das undurchsichtige Verhältnis zwischen Tracey und Madelyn und der restlichen Freundesgruppe.

Spannung und Atmosphäre

Die Spannung baut sich angenehm stetig auf. Besonders gelungen fand ich die Idee, mit mehreren Prologen zu starten – das ist ungewöhnlich, hat aber wunderbar funktioniert und sofort Neugier geweckt. Im Verlauf häufen sich die Fragen und Theorien um die Gäste und ihre vielen Geheimnisse, die ähnlich wie bei Christie so wunderbar engmaschig miteinander verstrickt sind.

Die Handlung nimmt bald richtig Fahrt auf (im Gegensatz zum Zug selbst bisweilen, hehe), und spätestens im letzten Drittel konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Verdächtigungen, Wendungen und kleine falsche Fährten halten die Spannung bis zum Ende aufrecht.

Fazit

Bis auf meine kleinen Schwierigkeiten mit Millie habe ich
„Nächster Halt: Mord“* sehr geliebt. Der Humor, die winterlich-gemütliche Krimistimmung und die vielen raffinierten Wendungen machen das Buch zu einem echten Lesevergnügen. Das Finale wird schön klassisch im Stil einer Agatha Christie aufgelöst – logisch, spannend und mit einem Augenzwinkern.

Ein atmosphärischer Weihnachtskrimi mit Charme, Humor und einem nostalgischen Zugticket ins Krimi-Abenteuer. Perfekt für alle, die sich in der Adventszeit mit einem heißen Kakao und einem guten Rätselbuch zurücklehnen wollen.

Bewertung: ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5)
Ein Muss für Fans von klassischen Whodunits mit winterlichem Flair.

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