Emotionale Story
The Fabric of Our SoulsTitel: The Fabric of our Souls
Autorin: K. M. Moronova
Verlag: blush
Preis: 17,00€
Seitenzahl: 352 Seiten
Übersetzerin: Birte Mirbach
Inhalt:
Sie sehnt sich nach dem Tod. Er kann nicht genug bekommen ...
Titel: The Fabric of our Souls
Autorin: K. M. Moronova
Verlag: blush
Preis: 17,00€
Seitenzahl: 352 Seiten
Übersetzerin: Birte Mirbach
Inhalt:
Sie sehnt sich nach dem Tod. Er kann nicht genug bekommen vom Leben. Gibt es für die beiden eine Chance?
Nach einem verzweifelten Versuch, ihrem Leben ein Ende zu setzen, findet sich Wynn in Harlow Sanctum wieder. Die altehrwürdige Klinik ist bekannt für ihre unkonventionellen Therapiemethoden und berüchtigt für die Geheimnisse, die hinter ihren Mauern lauern. Dort lernt Wynn schließlich auch Liam kennen. Liam ist düster, grausam, gebrochen – und dennoch voller Lebenswillen. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein. Aber können sie ineinander auch Heilung finden?
Meine Meinung:
K. M. Moronova ist in kurzer Zeit für mich zu einer Autorin geworden deren Bücher ich wahnsinnig gerne lese. Somit habe ich mich auch riesig auf “The Fabric of our Souls” gefreut.
Das Cover von “The Fabric of our Souls” gefällt mir sehr gut. Es passt in meinen Augen hervorragend zum Inhalt des Buches und konnte mich auch direkt neugierig machen. Gerade das Skelett gibt dem Buch etwas düsteres und ist ein Symbol für den Tod, was gut zur Geschichte gepasst hat. Doch mein eigentliches kleines Highlight sind die grünen Elemente, die Blätter und die Schmetterlinge. Diese zeigen, dass nur weil es Dunkelheit gibt, das Licht und die Schönheit trotzdem existieren können.
Wynn war eine interessante Protagonistin, über die ich persönlich gerne noch mehr gelernt hätte. Sie ist depressiv und möchte eigentlich nicht mehr weitermachen. Doch blieb sie für mich hier immer noch sehr blass und so bin ich mit ihr nicht so ganz warm geworden.
Liam ist ein sehr spezieller Charakter. Einerseits so ganz anders als Wynn, was ihn gerade als Gegensatz zu ihr auch richtig spannend gemacht hat. Er ist nichts für schwache Nerven und hat mich sehr von sich einnehmen können. Obwohl er selbst für mich manchmal etwas zu viel war.
Lanston war auch jemand, den ich gerne noch besser kennengelernt hätte. Er hat mir gut gefallen, aber auch hätte ich mir bei ihm gewünscht mehr Informationen zu bekommen, was ihn als Person betrifft.
Generell muss ich sagen, dass ich die Charaktere zusammen sehr geliebt habe und es gut fand in welche Richtung sich ihre Beziehungen zueinander entwickelt haben, sei es nun auf romantischer oder freundschaftlicher Ebene. Nur die Charaktere für sich allein, hätte gerne noch ein bisschen besser ausgebaut werden können.
Die Liebesgeschichte fand ich persönlich richtig spannend. Sie hat eine Entwicklung durchgemacht, die ich nicht habe kommen sehen. Vor allem habe ich am Anfang des Buches nicht erwartet, dass ich mir im Laufe der Geschichte eine Beziehung zwischen den drei Hauptcharakteren wünschen würde, doch so war es letztendlich.
Die Handlung fand ich interessant, obwohl für mich das Buch im Verlauf der Geschichte etwas schwächer geworden ist. So habe wir durch ein Rätsel hier, da es Patienten im Harlow Sanctum gibt, die einfach verschwunden sind, nicht nur einen Fokus auf die Beziehung der Charaktere, sondern auch einen weiteren Handlungsstrang, der mich sehr neugierig gemacht hat. So war dies auch noch ein zentrales Thema in dem Buch und hat für eine tolle Spannung gesorgt. Die Idee rund um das Harlow Sanctum hat mir gut gefallen und es hat eine spannende Atmosphäre in das Buch eingebracht, die mich komplett einnehmen konnte. Es gab viele emotionale Stellen, die mich sehr haben mitnehmen können und es mir nicht leicht gemacht haben. So gab es hier auch einige Zitate, die mir richtig unter die Haut gegangen sind und mich unglaublich berühren konnten.
Dennoch muss ich zugeben, dass es mir leider gar nicht so sehr gefallen hat, wie es hier manchmal rüberkam, als könnte eine Beziehung oder eine andere Person dafür sorgen, dass man keine Probleme mehr mit der mentalen Gesundheit hat. Und obwohl mich das Ende auch sehr mitgenommen hat, fand ich es auch in gewisser Weise etwas komisch, was ich sehr schade finde.
Das Harlow Sanctum, als Setting, hat eine fantastische Atmosphäre, die düster und einnehmend war in die Geschichte gebracht. Es hat mir persönlich so auch Gothic und Dark Academia Vibes geben können, was ich irgendwie richtig cool fand.
Es ist definitiv kein einfaches Buch und behandelt einige nicht so leichte Themen, die dem Buch eine gewisse Schwere und melancholische Stimmung geben. Allerdings muss ich zugeben, dass das auch etwas ist, das mir sehr an dem Buch gefallen hat. Ich denke, dass jeder, der mit Depressionen zu kämpfen hat oder Probleme hat davon zu lesen, hier die Triggerwarnungen lesen sollte.
Der Schreibstil von K. M. Moronova konnte mich dafür wieder sehr überzeugen. Die Autorin hat einfach eine sehr besondere Art mit Worten umzugehen und konnte mich von der ersten Seite an komplett in den Bann ziehen. Es gab sehr emotionale Momente, Szenen, die nichts für schwache Nerven sind und auch einiges an spice.