Dieses Buch war so anders als erwartet!
Willing PreyInhalt:
Claire Collins ist eigentlich Sportlehrerin. Die Sommerferien verbringt sie normalerweise damit, zu kellnern, um ihr Gehalt aufzubessern. Doch diesen Sommer ist alles anders. Diesen Sommer wird ...
Inhalt:
Claire Collins ist eigentlich Sportlehrerin. Die Sommerferien verbringt sie normalerweise damit, zu kellnern, um ihr Gehalt aufzubessern. Doch diesen Sommer ist alles anders. Diesen Sommer wird sie zur Beute.
Shane Underwood bezahlt sie dafür, 30 Tage lang seine Fantasien mit ihm auszuleben und sich im Wald hinter seinem Haus von ihm jagen zu lassen. Claire ist mit dieser Art von Primal Play bestens vertraut und hat nichts gegen eine heiße Affäre einzuwenden. Dass Shane verboten attraktiv und zudem der Boss von ihrem verhassten Ex-Mann ist, macht den Deal nur umso süßer.
Allerdings hätte sie nie erwartet, wie intensiv diese 30 Tage werden. Denn Shane wird im Wald zu jemand anderem. Wild. Rücksichtslos. Verzehrend.
Doch das ist in Ordnung für Claire – denn sie ist es auch!
Meinung:
Dieses Buch war so anders als erwartet!
Ich muss sagen, als ich den Klappentext gelesen habe, war ich irgendwie neugierig auf den Titel, auch wenn ich so eine Geschichte bisher ehrlicherweise noch nicht gelesen habe. Aber das Buch konnte mich definitiv mehr als nur unterhalten und war für zwischendurch einfach der perfekte Read!
Das Cover verdeutlicht dabei direkt, worum es in diesem Buch geht. Der Wald sowie die Silhouette von Claire spielen definitiv eine wichtige Rolle, weshalb ich die Darstellung sehr passend fand. Vor allem in Kombination mit den kontrastreichen Farben entsteht definitiv ein tolles Gesamtbild, das in Teilen an das Originalcover angelehnt ist.
So gefällt mir die Optik sehr gut. Schön fand ich auch, dass sich diese noch einmal in der Innengestaltung aufgreift. Und so einfach ein sehr ansprechendes Buch entsteht.
Auch fand ich den Schreibstil von Allie Oleander sehr angenehm, an den richtigen Stellen humorvoll und spannend zugleich. Durch die wechselnden Perspektiven kann man sich als Leser*in so ideal in beide Gedankenwelten hineinversetzen und die Charaktere greifen sowie verstehen. Und das war in der einen oder anderen Situation tatsächlich in meinen Augen auch super wichtig.
Und die Handlung selbst hält dabei auch einiges bereit. Denn Claire wurde in ihrer Vergangenheit von ihrem Ex wirklich mehr als nur ausgenutzt. Nicht nur ging es um Geld, auch hat er sich einfach eine viel Jüngere gesucht. Aber irgendwie fühlte es sich sehr richtig an, wohin sich das Buch dann entwickelte und das er sieht, dass er mit seinem Verhalten auch vieles kaputt gemacht hat. Wie man jedoch nur so exzentrisch sein kann, bleibt mir ehrlicherweise ein Rätsel.
Vor allem machen die Geschichte jedoch die Charaktere aus, die zwar nicht perfekt sind, was sie jedoch umso sympathischer macht. Allie ist eigentlich Lehrerin und lässt sich aufgrund von Geldproblemen freiwillig (das möchte ich betonen!) auf den Deal mit Shane ein. Dieser ist vielleicht nicht unbedingt super gängig, doch die beiden waren im Konsens miteinander und das fand ich sehr wichtig zu betonen und zu benennen.
Claire ist dabei sehr offen, immer gesprächig und wirkte so auf mich auch aufgeweckt und positiv gestimmt. Ich fand bemerkenswert, wie sie für sich eingestanden ist und ebenfalls zu dem steht, was sie will.
Wohingegen Shane nicht immer das Richtige sagt und vielleicht auch nicht immer perfekt weiß, wie er sich ausdrücken soll. Das hat ihn jedoch umso authentischer wirken lassen. Wobei ich mir bei manchem Verhalten auch nicht ganz sicher bin. Er hatte einfach eine Art an sich, die mich häufiger lachen ließ. Auch wenn er im Grunde eigentlich nur alles perfekt machen und keinen Fehler begehen wollte. Doch schnell muss auch er feststellen, dass das manchmal auch nicht alles im Leben ist.
Wobei die Dynamik zwischen den beiden und auch die Entwicklung der Liebesgeschichte eine ganz eigene ist. Ich konnte jedoch nachvollziehen, warum sie so handelten, wie sie handelten und so haben sie ineinander am Ende einfach den perfekten Partner gefunden, für ihre ganz eigenen Bedürfnisse.
Die Geschichte selbst hält dabei neben den Themen rund um den Ex, die Arbeit von Shane und die bestimmten Szenen auch viel Abwechslung bereit. Wobei ich ehrlicherweise auch von manchen Handlungsweisen dann am Ende auch nicht wahnsinnig überrascht war, wenn ich ehrlich sein soll.
Ich bin mir auch sicher, das Buch ist nicht für alle etwas, doch wer einmal eine etwas andere Dark-Romance-Geschichte lesen möchte, kann sich hier auf genau dieses Abenteuer einlassen. Ich würde nur die Triggerwarnung und Empfehlung beachten, um euch voll und ganz auf das Leseerlebnis einzulassen.
Nachdem in diesem Band auch schon der zweite Teil und damit die Handlung rund um Caine und Margot angedeutet wurde, bin ich jetzt natürlich auch sehr gespannt auf die Fortsetzung. Ich bin mir sicher, die Autorin wird auch mit diesem Titel wieder ein unglaublich besonderes Buch gelingen, dass ich dann direkt lesen möchte. Die Thematik ist dort ja auch eine etwas andere...