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Veröffentlicht am 27.02.2022

Ein Buch zum Fallenlassen

Als wir Tanzen lernten
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"Als wir tanzen lernten" war ein wunderbares Young Adult Buch, was ich sehr genossen habe zu lesen. Es war süß, humorvoll, hat einige tiefgründige Themen behandelt und alles erfüllt, was ich von einem ...

"Als wir tanzen lernten" war ein wunderbares Young Adult Buch, was ich sehr genossen habe zu lesen. Es war süß, humorvoll, hat einige tiefgründige Themen behandelt und alles erfüllt, was ich von einem Buch aus diesem Genre erwarte.
Der Klappentext weist aber schon darauf hin, dass diese Geschichte noch viel mehr bereithält als das. Ein übernatürlicher Aspekt und viele unerklärbare Situationen verliehen der Geschichte das gewisse Etwas.

Ab der ersten Seite war ich komplett im Buch, in Los Angeles, und dank dem wunderbaren Schreibstil der Autorin konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Atmosphäre war wunderschön, teilweise auch herzzerreißend, und ich habe oft mitgefiebert. Besonders toll fand ich, dass es in diesem Buch um das Tanzen ging, ich mochte diese Szenen auch besonders gerne, nicht nur wegen der Tanzlehrerin Fifi. Dabei war vielleicht nicht immer alles so realitätsgetreu, aber das hat die magische Atmosphäre nicht gemindert. Außerdem fand ich den Humor wirklich gut, an einigen Stellen musste ich sehr lachen.

Evie war ein Charakter, der es mir nicht immer leicht gemacht hat. Sie hat ein großes Herz – und Angst – was sie hinter einer kratzbürstigen Mauer versucht zu verbergen. Es hat sie sehr verletzt, als sich ihre Eltern getrennt haben und deswegen zeigt sie der Welt ihren Schmerz in Form von Wut. Dadurch habe ich nicht alle Handlungen auf Anhieb verstanden, aber im Nachhinein immer nachvollziehen können. Evie hat durch die Trennung ihrer Eltern jeglichen Glauben an die wahre Liebe verloren und gibt sogar ihre gesamten Liebesromane weg. Im Laufe des Buches macht sie eine wirklich erstaunliche Entwicklung durch, die zwar nicht unvorhersehbar, aber spannend und schön zu verfolgen war.
Auch die anderen Charaktere – allen voran X – habe ich sehr ins Herz geschlossen. Ich mochte ihn von der ersten Seite an, als er im Buch aufgetaucht ist und das hat sich auch nicht geändert. Evie und er waren absolut cute zusammen.

In vielen Rezensionen habe ich gelesen, dass sie das Ende unpassend fanden und die Message auch ohne dieses gut rübergekommen wäre. Das sehe ich aber nicht so, im Gegenteil – es hat in meinen Augen die Geschichte eher positiv beeinflusst und hebt sie von anderen ab.
Ich habe mir einiges markiert, weil ich viele Aussagen einfach so wahr und die Message dahinter so wichtig fand.

Im Endeffekt ein definitiv empfehlenswertes Jugendbuch! Das Buch hat mit all seinen Facetten für mich definitiv funktioniert, auch wenn ich gegen mehr Seiten auch nichts einzuwenden gehabt hätte.

Außerdem möchte ich noch anmerken, dass ich die Covergestaltung unglaublich schön finde und sehr froh bin, dass das englische Cover für die Übersetzung übernommen wurde!

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Pure Liebe.

Und wir tanzen über den Flüssen
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"Und wir tanzen über den Flüssen" ist eines dieser Bücher, welches mich sprachlos zurücklässt, weil ich wirklich keine Ahnung habe, wie ich all meine Gefühle in Worte fassen kann.

Auch wenn dies mein ...

"Und wir tanzen über den Flüssen" ist eines dieser Bücher, welches mich sprachlos zurücklässt, weil ich wirklich keine Ahnung habe, wie ich all meine Gefühle in Worte fassen kann.

Auch wenn dies mein erstes Buch der Autorin war, hat es mich sowas von in seinen Bann gezogen. Kian. June. Ash. Drei Menschen, auf der Suche nach sich selbst und allem, was sie miteinander verbindet. Ich erlebe es nicht oft, dass mir so viele Gedanken während des Lesens durch den Kopf schießen, dass ich sie aufschreiben muss. Aber hier war es einfach so viel. Dieses Buch ist Wärme und Geborgenheit, Freiheit und Freundschaft, Schönheit und Mystik. Und Liebe. Ganz viel Liebe. Aber genauso auch Schmerz und Zerrissenheit: Es zeigt die nicht so einfachen Seiten einer Beziehung mit allen dazugehörenden Konflikten, dem Unverständnis der Gesellschaft und welche Macht dieses hat. Ich habe beim Lesen so viel gelernt und ich glaube wirklich, dass ich dieses Buch gebraucht habe. Vor allem am Anfang fiel es mir schwer, eine Vorstellung zu gewinnen, was Polyamorie eigentlich wirklich bedeutet. Aber Sophie Bichon schreibt mit einem solchen Feingefühl und Authentizität, dass meine Zweifel dahingehend schnell überflüssig waren. Generell ist ihr Schreibstil einfach nur wunderbar, einfühlsam und näherbringend, ich habe mich mit jeder Seite mehr in das Buch verliebt.

June, Ash und auch Kian waren auf ihre Art und Weise alle einzigartig und liebenswert mit ihren Eigenarten. Letztendlich habe ich sie alle – auch nach anfänglichen Schwierigkeiten – in mein Herz geschlossen, genauso wie die Nebencharaktere. June mit ihrer offenen, übersprudelnden Natur und dem Musical, Ash und die Lost Places, Kian, weil er einfach Kian war, und die Pubfamilie. Und das alles vor Londoner Kulisse – das kann nur Buchliebe sein.

Die Geschichte war auch absolut nicht vorhersehbar, vor allem durch die schmerzhafte Verworrenheit am Anfang hatte ich gar keine Vorstellung, wie es weitergehen würde. Dadurch kam sehr gut zur Geltung, dass bei Liebe nicht immer direkt Klarheit da ist, sondern dass es ein Prozess des Begreifens ist. Mich hat es sehr gefreut, dass dieses Buch einige interessante Handlungsstränge aufgreift, ohne dass es zu viel wurde, diese aber auch verfolgte. Es gab kein einfaches Happy End, bei welchem noch ganze Fragen offen waren, sondern ein wirklich schönes, befriedigendes Ende, wo alles seinen Platz gefunden zu haben schien.

Mehr möchte ich eigentlich auch gar nicht schreiben, weil diese Geschichte einfach für sich selbst spricht. Unsere Gesellschaft braucht einfach mehr Bücher wie dieses.

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Veröffentlicht am 14.02.2022

Zu Recht gehyped

Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
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4.5 // Nur durch Zufall habe ich bemerkt, dass dieses Buch die deutsche Übersetzung von „The Love Hypothesis“ ist! Das englische Cover passt weitaus besser zum Inhalt, deswegen finde ich es schade, dass ...

4.5 // Nur durch Zufall habe ich bemerkt, dass dieses Buch die deutsche Übersetzung von „The Love Hypothesis“ ist! Das englische Cover passt weitaus besser zum Inhalt, deswegen finde ich es schade, dass es nicht übernommen wurde. Aber auch das deutsche Cover hat eine schöne farbliche Gestaltung.

Ich habe zuvor schon so unglaublich viel Gutes über dieses Buch gehört und meiner Meinung nach ist der Hype sehr gerechtfertigt. Allein schon bei der Thematik war ich Feuer und Flamme: Fake-Dating? Biologieforschung? Zwei Nerds, die aufeinandertreffen? Ich wusste da schon, dass ich es lieben werde.

Olive ist ein wundervoller Charakter, so sprühend voller Lebensfreude, offen und warmherzig und schlau, dass ich sie nur in mein Herz schließen konnte. Sie hat in jeder Situation das Positive gesehen, wodurch die Geschichte so witzig und voll mit Charme war. Ich musste beim Lesen so viel Grinsen, vor allem auch wegen der lustigen Dialoge mit ihrem gefühlt kompletten Gegensatz, Adam Carlsen. Ein ziemlich grummeliger und verschlossener Mann, den Olive im Laufe der Geschichte immer besser kennenlernt. Wow, Adam war so toll, ich bin ein klitzekleines bisschen verliebt. Auch wenn beide verschieden sind wie Tag und Nacht, hat es einfach gepasst. An keiner Stelle habe ich mich beim Lesen gelangweilt und wollte immer wissen, wie es weitergeht, ich habe richtig mit beiden mitgefiebert. Vor allem hat mir auch gefallen, was im letzten Teil des Buches thematisiert wurde. Ich erachte es als sehr wichtig und die Umsetzung davon und sowie innerliche Konflikte der Charaktere waren sehr authentisch dargestellt.
Ich persönlich finde ich, dass es eindeutig zu wenige Bücher gibt, in denen es um Forschung geht. Dieses war so gut und interessant, es hat mal ganz neue Einblicke gegeben, welcher Alltag im Labor herrscht und welche damit eingehenden Belastungen.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass Olive eigentlich eine so scharfsinnige Protagonistin war, aber bei manchen Dingen so unglaublich begriffsstutzig und naiv. Da musste ich ein bisschen liebevoll die Augen verdrehen. Ich fand es außerdem sehr schade, dass ich das Buch nicht in einem Rutsch durchsuchten konnte, da es genau dafür perfekt ist.

Diese Geschichte ist nicht nur leicht und unterhaltsam, sondern so viel mehr: herzerwärmend, wichtig und einzigartig. Ich kann dafür nur meine Empfehlung aussprechen, lest es einfach!

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Veröffentlicht am 05.02.2022

grandios, düster, authentisch

Die Rebellinnen von Oxford - Furchtlos
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Die Reihe der mutigen „Rebellinnen von Oxford“ begleitet mich nun schon eine Weile, und ich freue mich jedes Mal riesig, wenn ein weiterer Teil erscheint. Der erste Band war 2021 ein Jahreshighlight und ...

Die Reihe der mutigen „Rebellinnen von Oxford“ begleitet mich nun schon eine Weile, und ich freue mich jedes Mal riesig, wenn ein weiterer Teil erscheint. Der erste Band war 2021 ein Jahreshighlight und auch nachdem mich der zweite ein klein wenig enttäuscht hat, war ich umso gespannter auf den dritten!

Tatsächlich habe ich während des Lesens zwischen Unbehagen und dem Gefühl geschwankt, hiermit ein Lebenshighlight vor mir zu haben. Letztendlich kann ich wirklich sagen, dass mich dieses Buch sehr beeindruckt hat und ich teilweise einfach von der Fülle an Impressionen positiv überwältigt war.

Der Schreibstil der Autorin ist zuerst gewöhnungsbedürftig, aber auch sehr gut der Zeit angepasst, in welcher die Bücher spielen. Tatsächlich hatte ich in diesem Band auch das Gefühl, dass der Ernst der Mission der Frauenbewegung sich richtig entfalten konnte.

𝚒𝚗𝚑𝚊𝚕𝚝
Es geht um Hattie, welche in einem privilegierten Umfeld und somit der Oberschicht der Gesellschaft aufgewachsen ist. Ihr wurde von klein auf eingetrichtert, wie sie sich zu verhalten hat und wo ihr Platz in der Welt ist. Scheinbar ihr komplettes Gegenteil ist der gefährliche Lucian Blackwood, welcher sich über fragwürdige Wege seine Macht und seinen Platz ganz oben erarbeitet hat. Als Hattie durch einen ungünstigen Vorfall vor dem Altar mit ihm steht, kann sie sich nicht vorstellen, den düsteren und grimmigen Lucian jemals zu lieben. Allerdings kann sie auch nicht die Anziehung zwischen ihnen leugnen …


Ich habe von Anfang an die Grundstimmung im Buch ganz anders wahrgenommen als in den beiden Büchern davor. Diese hier war viel düsterer und über allem lag eine Anspannung, jedoch machte gerade dieser Aspekt das Buch so authentisch. Nichts an der Situation, in der Hattie steckte, war rosig oder schön. Gerade diese Atmosphäre hat die damaligen Umstände so greifbar gemacht, genauso wie die ständigen Stimmungswechsel der Charaktere im Buch oder auch die Naturbeschreibungen Schottlands.
Die Autorin weiß definitiv mit Worten umzugehen und damit Emotionen und Gefühle einzufangen.
An manchen Stellen waren mir diese ständigen Warm-Kalt-Wechsel fast schon zu schnell, aber eigentlich haben diese gut die Beziehung von Lucian und Hattie beschrieben. Ich habe natürlich bis zum Ende mitgefiebert. Vor allem kurz vor dem Schluss hat mir die Entwicklung sehr gut gefallen. Faszinierend war auch, dass Hattie ihr wahres Ich finden konnte, was nach so vielen Jahren Erziehung verdeckt worden war. Aber auch Lucians Entwicklung hat mich stolz gemacht.

Dieses Buch hat mich auch unglaublich stark zum Nachdenken angeregt, ich fand es so grandios, wie die Autorin auf die Arbeit im Bergbau und dort auf die Rolle von Frauen und Kindern aufmerksam gemacht hat! Es war so spannend und erschreckend, dieser Zeit nähergebracht zu werden, allein die Vorstellung, dass all dies auf wahren Begebenheiten beruht.
Auf jeden Fall hat mir auch die Thematisierung der Fotografie und Kunst gefallen, auch wenn hier Hatties Studium nur am Rand erwähnt wurde. Ich habe durch Hatties Begreifen umso stärker das Gefühl für die Notwendigkeit der Unabhängigkeit von Frauen in einer Ehe damals bekommen.

Dieses Buch kann ich definitiv weiterempfehlen, da es eine wirklich wichtige Message transportiert und diese in einer Liebesgeschichte so gut umgesetzt wurde. Insgesamt für mich auf jeden Fall ein Highlight.

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Veröffentlicht am 22.01.2022

Nur sehr langsam an Fahrt aufnehmend

Red Sky Burning (Bd. 2)
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// 2.25 Sterne //
Nachdem mir der erste Band „Dark Blue Rising“ so gut gefallen hat und ich auch schon von anderen Büchern der Autorin ein großer Fan war, habe ich mich umso mehr auf die Fortsetzung gefreut. ...

// 2.25 Sterne //
Nachdem mir der erste Band „Dark Blue Rising“ so gut gefallen hat und ich auch schon von anderen Büchern der Autorin ein großer Fan war, habe ich mich umso mehr auf die Fortsetzung gefreut. Leider muss ich leider sagen, dass er mich nicht vollkommen von sich überzeugen konnte.

Das Cover hat mich schon wie beim ersten Band wegen den Farben und den glänzenden Elementen angesprochen, dadurch ist es sehr stimmig und spiegelt gut den Inhalt des Buches wider. Der Schreibstil der Autorin ist eher schlicht, weshalb sich das Buch eigentlich sehr gut lesen lässt. Ich habe trotzdem verhältnismäßig lange gebraucht. Das lag zum einen daran, dass ich den letzten Wochen nicht so viel Zeit zum Lesen hatte, aber auch, weil mir nach ungefähr 100 gelesenen Seiten das Interesse am Buch verlorengegangen ist. Nur sehr wenige Fragen aus dem ersten Band wurden geklärt, es sind sogar noch mehr aufgetaucht. In einem gewissen Maße finde ich das noch vollkommen gut für eine Handlung, da dadurch die Spannung erheblich erhöht wird. Denn ich als Leserin möchte natürlich wissen, was nun wirklich dahintersteckt. Hier war es mir aber wirklich too much. Ich hatte kein Gefühl mehr dafür, in welche Richtung es hier überhaupt noch geht, der rote Faden war weg. Deswegen hat sich die Handlung in den ersten zwei Dritteln wirklich gezogen, gefühlt haben sich die Charaktere nur im Kreis gedreht. Aus diesem Grund war ich enttäuscht von der Geschichte. Zum Glück besserte sich das im letzten Drittel wieder und ich fühlte mich auch mehr mitten im Geschehen, als nur davon zu lesen. Mir hat sehr gut an diesem Teil gefallen, dass die Handlung aus Tabbys, aber auch Denzis Sicht geschrieben wurde, wodurch ich mir besser vorstellen konnte, auf welchem Wissensstand sie jeweils waren. Auch bin ich immer noch ein großer Fan der Grundidee, auch dass es um das Klima auf der Erde geht. Dadurch ist es auch sehr aktuell, vor allem durch Aspekte wie beschriebene Demonstrationen im Buch. Trotzdem bin ich der Meinung, dass diese Idee noch besser und vor allem konkreter hätte umgesetzt werden können. Die Action habe ich erst gegen Ende hin gespürt, wo ich auch wirklich mitgefiebert habe. Genau das und auch das emotionale Fühlen während dem Lesen hat mir im Rest des Buches aber einfach gefehlt.

Ich finde das super schade, vielleicht trifft die Reihe auch einfach nicht mehr meinen Geschmack.
Ich weiß natürlich nicht, inwiefern meine offenen Fragen im dritten Band geklärt werden, und auch nicht, ob ich diesen noch lesen möchte. Das Ende hat mich mit seinem Cliffhanger definitiv neugierig gemacht. Jedoch kann ich natürlich nicht wissen, ob es weiterhin so diffus bleibt.

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