Platzhalter für Profilbild

booksandtea17

Lesejury-Mitglied
offline

booksandtea17 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit booksandtea17 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2019

Und auch dieser Band - ein absolutes Herzensbuch!

Für immer Rabbit Hayes
0

Klappentext: Die 41jährige Mia Hayes, genannt «Rabbit», stirbt an Krebs. Sie hinterlässt eine große Lücke im Leben ihrer Eltern, ihrer Geschwister, ihrer besten Freundin - und vor allem der 12jährigen ...

Klappentext: Die 41jährige Mia Hayes, genannt «Rabbit», stirbt an Krebs. Sie hinterlässt eine große Lücke im Leben ihrer Eltern, ihrer Geschwister, ihrer besten Freundin - und vor allem der 12jährigen Tochter Juliet. Rabbits Mutter verliert ihren unerschütterlichen Glauben und fast auch die Liebe zu ihrem Mann. David, Rabbits Bruder, muss mit der auferlegten Vaterrolle zurechtkommen, denn Juliet lebt jetzt bei ihm. Grace, Rabbits Schwester, findet heraus, dass auch in ihr die Gefahr schlummert, zu erkranken - das lässt sie zu drastischen Maßnahmen greifen. Und Juliet könnte ihre Mutter mehr gebrauchen denn je: Sie hat sich zum ersten Mal in ihrem Leben verliebt.

Meine Meinung:
Das Cover mit seiner liebevollen Gestaltung, passt durch und durch zum Inhalt des Buches!
Auch im zweiten Band rund um die liebevoll, chaotische Familie Hayes fliegt man durch den sehr flüssigen, angenehm lockeren Schreibstil von Anna McPartlin, geradezu durch die Seiten. Wie schon bei „Die letzten Tage Rabbit Hayes“ habe ich jede Seite unglaublich gerne gelesen. Denn die Worte gehen direkt ins Herz. Nachdem Rabbit gestorben ist, bekommt in diesem Teil jedes Familienmitglied seinen eigenen Raum um mit der Trauer umzugehen. Dabei hat man nie das Gefühl, dass jemand der Charaktere zu kurz kommt. Davey, Jack, Molly, Juliet, Marjorie und Grace mit ihrer großen, bunten Familie, sind wie immer herzerfrischend sarkastisch und humorvoll. Doch ihre Trauer, ihre Gedanken und ihre Handlungsgründe bewegen. Nicht immer kann man ihre Entscheidungen nachvollziehen, doch verlieren die Personen dadurch niemals ihre Authentizität und Ehrlichkeit. Und genau das macht dieses Buch, genau wie sein Vorgänger, zu etwas ganz Besonderem. Die Autorin schafft es die Hayes direkt neben uns auf die Couch zu schreiben, so nah fühlt man sich ihnen beim Lesen. Besonders mitgenommen hat mich das Schicksal der jungen Juliet, die in ihren noch jungen Jahren besonders mit dem Tod der Mutter zu kämpfen hat. Herzzerreißend und wunderbar liebevoll und sensibel geschrieben.
So begleitet man die Familie über weitere zwei Jahre. Sie kämpfen, sie weinen und sie lachen. Und dass auf liebevolle Hayes-Art. Hätte ich nicht schon eine wunderbare Familie, dann würde ich mich glatt bei den Hayes einnisten wollen. Anna McPartlin hat mit dieser Geschichte ein Buch geschaffen, was Mut macht, was zeigt wie individuell man mit Trauer umgehen kann. Und das ist großartig! Wieder mal ganz großes Kino!

Veröffentlicht am 10.06.2019

Ein absolutes Herzensbuch!

Die letzten Tage von Rabbit Hayes
0

Klappentext: Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos ...

Klappentext: Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst…

Meine Meinung:

Diese Geschichte ist ein ganz besondere und persönliche für mich. Es hat sehr viel in mir aufgewühlt und Erinnerung geweckt. Auch in meiner Familie gab es einen Fall, der einen solchen Weg wie die Hauptprotagonistin Rabbit beschritten hat. Und das Buch hat mir auch einen individuellen Weg gezeigt mit der Situation neu umzugehen. Es hat mir Kraft gegeben, es hat mir neue Perspektiven gezeigt. Für mich immer wieder unglaublich, wie ein Buch so etwas schaffen kann. Deshalb bin ich für diese Geschichte so unendlich dankbar. Anna McPartlin vermittelt durch Molly, Jack, Davey, Grace, Juliet und den anderen Charakteren so viel Liebe, Trost und Dankbarkeit. Man fliegt durch die Seiten, man schmunzelt, man lacht, man denkt nach und man weint. Selten hat mich eine Geschichte so direkt ins Herz getroffen. Auch nach dem ich es zur Seite gelegt habe, klingt die familiäre, zärtliche Stimmung die sie transportiert noch nach. Ich kann an diesem Buch schlichtweg nichts aussetzen, denn ich mochte jeden Satz und jedes Wort.
Diese Geschichte kann ich jedem ans Herz legen, der eine ähnliche Situation durchlebt hat. Mir hat es Trost gespendet und wieder Mut gegeben. Und auch für alle anderen da draußen, die gerne berührende Geschichten lesen. Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole - selten konnte ich mich in einem Buch wiederfinden wie in diesem. Anna McPartlin hat mit diesem Buch eine so unglaublich traurige und tröstende Geschichte geschaffen. Diese Geschichte ist ein Highlight. Lest sie!

Veröffentlicht am 06.06.2019

Herrlich!

Verhext
0

Klappentext:
Der Druide Atticus will nur eines: seine Ruhe haben vor all den Göttern, Hexen und Feen. Aber dieser Wunsch bleibt ihm verwehrt – denn in Tempe, Arizona, wütet ein neuer Hexenclan, der den ...

Klappentext:
Der Druide Atticus will nur eines: seine Ruhe haben vor all den Göttern, Hexen und Feen. Aber dieser Wunsch bleibt ihm verwehrt – denn in Tempe, Arizona, wütet ein neuer Hexenclan, der den einst so friedlichen Landstrich mit schmutziger Magie überzieht.
Meine Meinung:
Mir gefallen die Cover der Chroniken des Eisernen Druiden-Reihe allesamt sehr gut. Der Titel wie immer kurz und knackig auf den Punkt gebracht. Bei "Verhext" handelt es sich um den Zweiten Band der mehrteiligen Reihe um den Druiden Atticus und seinen treuen Gefährten Oberon.
Der Schreibstil von Kevin Hearne ist wie gewohnt flott, locker, humorvoll und man kommt schnell durch die Seiten. Auch in diesem Band begegnet man wieder allerlei skurrilen Figuren wie Coyoten, Hexen, wildgewordenen Schönheiten und aufreizenden Göttinnen. Der Schlagabtausch zwischen den einzelnen Figuren, ist auch in "Verhext" absolut lesenswert. Im Gegensatz zum Ersten Band bringt dieser wesentlich mehr Spannung mit und auch Atticus erscheint mir hier nicht mehr ganz als "Überheld" der unverwundbar ist. Das hat mir sehr gut gefallen, denn es macht ihn als Hauptcharakter mehr greifbar. Geliebt habe ich wie immer seinen Wolfshund Oberon, der mitunter anfängt über die Botschaft und den Sinn des Filmes "Einer flog über das Kuckucksnest" zu philosophieren. Einfach köstlich. Die Actionszenen sind spannend gestaltet und gleichzeitig so unglaublich skurril. Aber genau das macht den Charme dieser Reihe in meinen Augen aus. Es hebt sich durch seinen Humor und seine Andersartigkeit im Vergleich zu anderen Exemplaren dieses Genres deutlich hab.

Es war ein großer Spaß mehr von den Abenteuern des Eisernen Druiden zu lesen. Die Reihe gehört nach diesem Band, definitiv zu meinen Liebsten Fantasyreihen. Herrlich erfrischend und wunderbar geeignet nach einem stressigen Tag abzuschalten und laut zu lachen. Ich freue mich auf den dritten Band der Reihe!

Veröffentlicht am 28.05.2019

Spannender historischer Roman mit beeindruckendem Setting

Die Zarin und der Philosoph
0

Klappentext:
Sankt Petersburg, 1762: Die Welt hält den Atem an, als sich die junge Katharina nach einem Putsch selbst zur Zarin krönt. Bewunderung und Misstrauen schlagen ihr entgegen. Der Preußenkönig ...

Klappentext:
Sankt Petersburg, 1762: Die Welt hält den Atem an, als sich die junge Katharina nach einem Putsch selbst zur Zarin krönt. Bewunderung und Misstrauen schlagen ihr entgegen. Der Preußenkönig Friedrich der Große schickt einen jungen Philosophen als Spion in den Winterpalast. Er soll über Katharinas Pläne berichten. Stephan verfällt der Schönheit der aufblühenden Stadt. Und einer Frau, die einen gefährlichen Plan gegen die Zarin verfolgt. Als eine Rebellion Russland erschüttert, muss Stephan sich entscheiden.

Meine Meinung:
Das Cover und die Aufmachung des Buches haben mich direkt angesprochen. Der Schreibstil der Autorin mich direkt in den Bann gezogen.
Man taucht ein in die Welt des russischen St.Petersburg im 18 Jahrhundert. Und diese Zeit bietet mit Zarin Katharina der Großen wahrlich eine herrliche Grundlage und Kulisse für einen spannenden und fesselnden, historischen Roman. Martina Sahler hat mich vor allem durch die authentische Zeichnung ihrer Charaktere und die Kunst, die Geschichte auf jeder Seite spannender werden zu lassen, überzeugt. Es braucht ein bisschen bis das Buch Fahrt auf nimmt, ist aber an keiner Stelle auch nur annähernd langweilig. Die Charaktere entfalten sich wunderbar facettenreich und es ist überaus spannend die Richtung der Charakterentwicklungen zu beobachten. Geschickt führt sich verschiedene Standpunkte zu einem schlüssigen Ganzen zusammen. Gerade dass man verschiedene Sichtweisen aus verschiedenen Schichten der damaligen Zeit bekommt, macht es noch interessanter. Die Beziehungen die zwischen den vielseitigen Protagonisten entstehen, haben mich teilweise zu tiefst berühren können, andererseits wirkten manche für mich ein wenig zu weit hergeholt. Diverse Handlungen kamen für mich deshalb sehr überstürzt und nicht ganz glaubwürdig vor und mir fehlte ein wenig die Hinführung dazu. Vor allem Philosoph Stephan konnte mich nicht von sich überzeugen. Nach einem wirklich packenden Roman, empfand ich auch das Ende leider eher als etwas unbefriedigend und nicht ganz dem Rest des Buches würdig.
Dennoch hat Martina Sahler einen großartigen Roman über eine gütige und zugleich grausame Frau wie Katharina die Große geschaffen, der mich sehr beeindruckt hat und den ich mit großer Neugierde gelesen habe. Das Buch hat in mir das Interesse geweckt, noch mehr über die faszinierende Welt von St.Petersburg und seiner Zaren zu erfahren.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Herzerwärmend und absolut erfrischend!

Wo man im Meer nicht mehr stehen kann
0

Klappentext:
Der 6jährige Fabio hat es nicht leicht: Seine „10 Großväter“, die vielen unverheirateten Brüder seines Opas, reißen sich nur darum, ihn zu den kuriosesten Unternehmungen mitzunehmen. Erst ...

Klappentext:
Der 6jährige Fabio hat es nicht leicht: Seine „10 Großväter“, die vielen unverheirateten Brüder seines Opas, reißen sich nur darum, ihn zu den kuriosesten Unternehmungen mitzunehmen. Erst in der Schule merkt Fabio, dass man als Kind auch mit Gleichaltrigen spielen kann – doch da ist seine Rolle als Außenseiter schon vorprogrammiert. Die Kindheit am (und über weite Teile auch im) Meer ist für den Jungen ein ebenso großes Abenteuer wie die Entdeckung des Lesens und Schreibens. Und als sein Vater nach einem tragischen Unfall regungslos im Krankenhaus liegt, sind es die selbst verfassten Texte des inzwischen 12jährigen, die bei seinem Vater eine Reaktion auslösen. »Wo man im Meer nicht mehr stehen kann« ist eine virtuos erzählte Familiengeschichte voller liebenswert-schrulliger Figuren und sommerlicher Italien-Atmosphäre. Mit seinen autobiografischen Zügen ist der Roman gleichzeitig eine Liebeserklärung an die (wortwörtlich lebensrettende) Kraft des Schreibens und der Fantasie.

Meine Meinung:
Ich hatte Lust auf ein locker leichtes, sommerlich angehauchtes Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Cover verspricht nicht zu viel und nicht zu wenig. Fabio Genovesi vermittelt mit seinem Schreibstil einen locker, flüssig zu lesendem, italienischem Flair. Toll!
Man begleitet Fabio über etwa sechs Jahre hinweg, wie er mit seinen schrulligen Onkeln und als einziges Kind der Familie aufwächst. Man begleitet ihn über kleinere Eskapaden, über mittelgroße Katastrophen bis hin zu dem Unfall seines Vaters und der Zeit danach. Man erfährt hautnah mit, dass es nicht immer einfach ist ohne großartigen Kontakt zu Gleichaltrigen aufzuwachsen, aber dass man damit durchaus auch seinen eigenen Weg finden kann. Es hat mir das Herz erwärmt, wie viel Kraft und Hoffnung er in die Texte legt, die er seinem Vater vorliest. Es zeigt wie viel Kraft und Liebe in Geschichten und Erzählungen stecken können. Einfach wunderbar! Das Buch enthält zahlreiche liebevolle Anekdoten über das Leben. Fabio erzählt zwar aus Kindersicht, doch verliert die Sprache dabei nicht an Ernsthaftigkeit. Sie behält lediglich ihre kindliche Leichtigkeit. Und das hat es so zu einem Genuss gemacht, Seite um Seite zu lesen. Fabio ist ein Kind, von dem wir viel lernen können. Und die wichtigste Botschaft die er uns dabei mitgibt ist, dass es genau richtig ist, wie man ist. Und nicht anders. Dabei spielt es keine Rolle, was die anderen denken. Die Geschichte steckt voller solcher Botschaften über das was Glück ist, Liebe und Familie bedeutet, über Zusammenhalt und Wärme, über Vorurteile und Selbstakzeptanz, über das Überwinden von Grenzen und neue Horizonte, über die Hoffnung und den Glauben, über Freundschaft und Toleranz. Und dass man manche Dinge nur aus dem Herzen lernen kann und nicht aus Büchern.
Ein herzerwärmendes und erfrischendes Buch! Mir hat es großen Spaß gemacht, Fabios Geschichte zu folgen. Der Autor hat ein wundervolles Werk geschaffen, was einerseits durch seine italienische Leichtigkeit besticht, als auch mit seinen Werten die es vermittelt. Klare Lesempfehlung!