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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2020

Schöne Sommerlektüre, aber leider nicht ganz so meins

Die Liebe fällt nicht weit vom Strand
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Der Einstieg in diese locker, leichte Sommerlektüre hat mir sehr gut gefallen. Wir begleiten Protagonistin Sophie auf ihrem Weg zum Glück in die Dünen Dänemarks und fiebern mit welchen Wendungen das Leben ...

Der Einstieg in diese locker, leichte Sommerlektüre hat mir sehr gut gefallen. Wir begleiten Protagonistin Sophie auf ihrem Weg zum Glück in die Dünen Dänemarks und fiebern mit welchen Wendungen das Leben für sie um die Ecke kommt. Sophie ist eine überaus sympathische, wenn auch sehr sprunghafte Persönlichkeit. Viele ihrer Macken haben mich ein wenig an mich selbst erinnert, nur manchmal waren mir ihre Handlungen etwas zu spontan und unüberlegt. Auch die Nebencharaktere bringen gewisse Sympathien mit, jedoch bin ich mit keinem davon wirklich warm geworden. Hier war an Nebenhandlung zu viel gewollt, was für mich flach und unglaubhaft gewirkt hat. Die Kapitel hatten in manchen Teilen ziemliche Längen. Kurze knackige hätten mir zu dieser Story besser gefallen. Das Geschehen an sich kommt leider auch etwas langsam in Gang und der Fokus liegt in meinen Augen, manchmal zu sehr auf zwar wichtigen, aber nicht elementaren Details. Nick als Traumkerl und Tim als Antagonisten fand ich durchaus gelungen, allerdings hat mir auch hier ein wenig die Glaubwürdigkeit gefehlt. So plätschert die Geschichte vor sich hin und so richtig warm geworden bin ich mit ihr leider auch bis zur letzten Seite nicht. Die Sprache ist durchaus humorvoll und man kommt gut durch die Seiten, aber mehr als ein paar Lacher konnte dieser Aspekt dann leider doch nicht bieten. Auch das Ende war mich etwas zu abrupt und etwas zu einfach gestrickt. Hier hätte ich mir tatsächlich noch ein wenig Komplikationen und Spannung gewünscht. So hat es mich leider etwas unzufrieden zurückgelassen. Man gönnt der Protagonistin ihr Glück - keine Frage, aber für mich war es einfach nichts.
Alles in allem, eine schöne Sommerlektüre die Urlaubsfeeling weckt. Durch das Lesen und die Beschreibung in Dänemark habe ich direkt Fernweh bekommen. Allerdings konnten mich Charaktere und Handlung nicht zu 100 % überzeugen. Für meinen Geschmack zu viel gewollt und zu sprunghaft und inkonsequent umgesetzt. Schade! Dennoch gibt es 3,5 Sternchen weil es mich trotzdem auf einer gewissen Ebene gut unterhalten hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.06.2020

Gut - aber der bisher schwächste Band

Die Chronik des Eisernen Druiden / Gehämmert
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Wie schon die vorherigen Bände des Druiden, wartet der Autor auch hier mit seiner rasanten durch herben Humor gespickten Schreibstil auf. Das Lesen macht Spaß und lässt einen an machen Stellen immer wieder ...

Wie schon die vorherigen Bände des Druiden, wartet der Autor auch hier mit seiner rasanten durch herben Humor gespickten Schreibstil auf. Das Lesen macht Spaß und lässt einen an machen Stellen immer wieder schmunzeln. Die Geschichte geht rasant voran und wir folgen Atticus dieses Mal auf der Mission Thor zu töten. Doch bis die Story dieses Mal auf den Punkt kommt, hat es mir vergleichsweise etwas zu lange gedauert. Für meinen Geschmack etwas zu viel drumherum. Das Wesentliche selber wurde relativ schnell abgehandelt, was ich sehr schade fand. Zwar kommt man als Freund von Action und Kampfszenen zwar auf seine Kosten, doch vom Hocker gerissen hat es mich dieses Mal leider tatsächlich nicht. Was vielleicht auch mitunter daran liegen könnte, dass mir ein wenig Oberons schlaue Sprüche und spitze Kommentare gefehlt haben. Sie haben der Geschichte immer noch mal ein wenig mehr Pepp gegeben. Aber man muss sagen, die Dialoge waren wie immer sehr spritzig und voller Sarkasmus, den man definitiv mögen muss. Ansonsten ist die Reihe nichts für einen. Kevin Hearne hat auch in diesem Band wieder sehr abstruse Ideen. Ein buntes Spektakel mit Hexen, Werwölfen, Vampiren, Zauberern, einem Rieseneichhörnchen und natürlich den Göttern aus nah und fern.
Alles in allem ein solider dritter Band der Reihe. Jedoch durch seine kleinen Schwachpunkte, leider in meinen Augen der bisher schwächste rund um Atticus. Ich hoffe die Geschichten um den Druiden, seine Auszubildene und Oberon nimmt in den nächsten Bänden wieder etwas Fahrt auf. Dieser war dann auch etwas sehr langatmig und an einigen Stellen zu übertrieben. Dennoch werde ich die Reihe fortsetzen und bin gespannt was mich in Band vier erwartet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.06.2020

Etwas Drama, Liebe und Kitsch zum Mitträumen :)

Zwischen dir und mir das Meer
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Da mein Urlaub in diesem Jahr leider ausfallen wird, stürze ich mich vermehrt auf Geschichten die in warmen, malerischen Ländern spielen. Genau wie diese hier.
Wie schon der Vorgängerband „Immer wieder ...

Da mein Urlaub in diesem Jahr leider ausfallen wird, stürze ich mich vermehrt auf Geschichten die in warmen, malerischen Ländern spielen. Genau wie diese hier.
Wie schon der Vorgängerband „Immer wieder im Sommer“ ist auch hier die Sprache locker, leicht und absolut zum mitträumen. Wir begleiten Lena die schon im vorherigen Buch einige Gastauftritte hatte und folgen ihr und ihrer Schwester Zoe auf der Suche nach Informationen über ihre verstorbene Mutter. Dabei bewegen wir uns auf zwei Zeitebenen und bekommen parallel die Geschichte von Lenas Mutter erzählt. Das fand ich in diesem Fall sehr schön, weil so einige Zusammenhänge klarer wurden und man noch mehr von der malerischen Kulisse Italiens mitnehmen konnte. Lena an sich ist eher der ruhigere Typ Mensch und mit ihren Entscheidungen und Gedanken hat sie bei mir als Leser direkt ins Schwarze getroffen. Ich mochte sie, als aber auch ihre Schwester, die den perfekten Gegenpart gebildet hat. Die zwei geben ein sehr ungleiches Geschwisterpaar ab, welches aber doch sehr harmoniert. Und natürlich darf auch der männliche Gegenpart nicht fehlen. Matteo. Ein Mann zum Träumen – immerhin ist er Italiener. Und ein für mich wichtiger Aspekt der Geschichte- auch hier gibt es eine starke, zähe Großmutter die ihren Enkeln mit Rat und Tat zur Seite steht. Immer wieder toll zu hören/lesen gewesen. Alles in allem wieder sehr kurzweilig und ein guter Ersatz für den verschobenen Urlaub.
Ein bisschen Drama, ein bisschen Liebe zwischen einigem an Kitsch. Doch wenn man in der Stimmung auf etwas Lockeres zum Schwelgen ist, dann ist diese Geschichte ideal und man kann von kleineren Schwächen absehen. Mir hat es gut gefallen und ich freue mich auf die nächste Geschichte und die wunderbaren Orte an die uns die Autorin dann entführen wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2020

EIn absoluter Pageturner!

Passagier 23
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Es war mal wieder an der Zeit für ein Fitzek-Buch und bei meiner Auswahl - stand ich vor der Qual der Wahl. Ich entschied mich schlussendlich für „Passagier 23“, weil mich das Thema Kreuzfahrten in diesem ...

Es war mal wieder an der Zeit für ein Fitzek-Buch und bei meiner Auswahl - stand ich vor der Qual der Wahl. Ich entschied mich schlussendlich für „Passagier 23“, weil mich das Thema Kreuzfahrten in diesem Moment am ehesten ansprach. Und kaum hatte ich angefangen zu lesen, konnte ich schon nicht mehr aufhören.
Wie immer zog mich der Schreibstil des Autors direkt in seinen Bann. Auch dieser Psychothriller von Fitzek war ein absoluter Pageturner von der ersten bis zur letzten Seite. Die kurzen knackigen Kapitel machten die Geschichte noch kurzweiliger. Wir begleiten einen zerrütteten Ermittler auf eine Kreuzfahrt – hat er in diesem Bezug selbst eine dunkle Vergangenheit mit der er versucht abzuschließen. Die Ereignisse die sich auf der „Sultan oft the Seas“ abspielen, bringen einiges an die kalte, harte Oberfläche der Realität. Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, mit denen Sebastian Fitzek mal wieder hervorragend jongliert und den Leser auf die Folter spannt. Aber ich habe auch nichts anderes erwartet. Da ich schon einige seiner Bücher gelesen habe, war ich auf jede Menge Grausamkeiten gefasst die mir eine Gänsehaut verpassen. Zum Teil hat das auch zugetroffen, doch nicht so sehr wie die bisherigen Werke von ihm, die ich mir bereits zu Gemüte geführt habe. Natürlich tun sich auch in diesem Buch nach Fitzekmanier Abgründe menschlicher Schandtaten auf, dennoch in meinen Augen in diesem Sinne nicht sein bestes Werk. Hier steht definitiv der Spannungsfaktor im Vordergrund, was mir auch sehr gut gefallen hat.
Ich hatte „Passagier 23“ innerhalb von 24 h durchgelesen, was eigentlich schon viel aussagt. Mal wieder ein spannungsgeladener Thriller, der mich definitiv auf meine Kosten hat kommen lassen. Aber wie nach jedem Fitzekbuch, brauche ich erst einmal eine kleine Pause um das Gelesene sacken zu lassen. Danach freue ich mich aber wieder einen weiteren brillanten Thriller von ihm zu lesen. Ich bin gespannt für welchen ich mich dann entscheiden werde.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.06.2020

Nachdenklich und erwachsen

His Dark Materials 4: Ans andere Ende der Welt
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Ich war bereits ein großer Fan der ursprünglichen Dark-Materials Reihe und umso mehr habe ich gefreut als ich die Fortsetzung entdeckt habe.
Wir begleiten eine erwachsene Lyra auf ihrem neuen Abenteuer ...

Ich war bereits ein großer Fan der ursprünglichen Dark-Materials Reihe und umso mehr habe ich gefreut als ich die Fortsetzung entdeckt habe.
Wir begleiten eine erwachsene Lyra auf ihrem neuen Abenteuer und treffen alte Bekannte wieder. Alles dreht sich immer noch um die Frage des mysteriösen Staubes und der Verbindung zwischen Menschen und ihren Daemonen. Lyra ist erwachsener geworden und damit auch ernster und nachdenklicher. Von ihrem jugendlichen Schalk von damals ist nicht mehr viel übriggeblieben. Was aber nicht weiter schlimm ist. Denn es passt zum gesamten Ton den der Autor in seinem neusten Werk anschlägt. Es ist ernster, reifer und steckt voller philosophischer Fragen. Das hat mir gut gefallen. Denn es passt zum Gesamtkontext und zur Entwicklung der einzelnen Charaktere. Von einem Abstecher zu den Gyptern bis hin zu einem Wiedersehen mit einem alten Bekannten, wird man ausreichend mit Nostalgie gefüttert. Auch die Beziehung zwischen Lyra und Pantaleimon hat sich in eine bestimmte Richtung bewegt, welche traurig und spannend zugleich zu verfolgen ist. Die Geschichte steigert ihren Spannungsbogen nur langsam, dennoch ist keine Seite zu viel. Der Leser bekommt Einblicke und Beleuchtungen in vorherige Geschehnisse, die einiges klarer werden lassen und neue Erkenntnisse bringen. Wie schon erwähnt, steckt die Geschichte auch voller philosophischer Fragen, die einen zum Nachdenken anregen. Philip Pullman schneidet ernste Themen an, von denen man durchaus auch einen Bogen zu heutigen aktuellen Ereignissen schlagen kann. Leider hat es keinen konkreten Spannungshöhepunkt gegeben, denn der Autor lässt sicher manchen mit einem unzufriedenen Gefühl zurück wenn er das Buch zuschlägt. Denn es wird weiter gehen und erst dann werden wir wirklich erfahren, wie alle roten Fäden zusammenkommen und das Geheimnis endlich gelöst wird.
Eine wirklich tolle und interessante Fortsetzung der Dark Materials Reihe. Sie ist erwachsener und mit den Charakteren gereift. Spannende Thematiken und Fragen werden aufgeworfen und man hat sich wieder vollkommen in der Welt der Menschen und Daemonen zuhause gefühlt. Ich bin sehr gespannt welches Finale uns der Autor hoffentlich bald präsentieren wird.

  • Cover
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