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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2019

Etwas fürs Herz

Prince of Passion – Henry
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In den ersten Band der Reihe bin ich jetzt noch absolut verliebt. Und der zweite ist (fast) genauso charmant, witzig und einzigartig.
Die Autorin besticht mit einer lockeren, leichten und vor allem humorvollen ...

In den ersten Band der Reihe bin ich jetzt noch absolut verliebt. Und der zweite ist (fast) genauso charmant, witzig und einzigartig.
Die Autorin besticht mit einer lockeren, leichten und vor allem humorvollen Art und Weise die Geschichte rund um den Thronfolger und seinen weiblichen Gegenpart Sarah zu erzählen. Er absolut jugendlich, frisch, den Schalk im Nacken. Sie eher ein wenig schüchtern, nerdig und fast ein wenig spießig. Wie schon bei Olivia und Nicholas, schließt man die Charaktere sofort ins Herz und muss an manchen Stellen herzhaft lachen. Die Idee die hinter dieser Geschichte steckt, fand ich besonders originell und spannend mitzuverfolgen. Natürlich ist auch hier ein Stück Vorhersehbarkeit definitiv dabei, aber nicht so dass es groß ins Gewicht fällt. Die Story bleibt trotzdem flüssig und macht definitiv Spaß. Die erotischen Szenen nehmen nicht übermäßig Raum ein und geben dem Beziehungsaufbau der beiden ausreichend Platz. Das Hin und Her der beiden ist definitiv etwas fürs Herz. Man kann fast sagen, die Geschichte macht einen rund um glücklich. Die Vertonung ist auch wie beim ersten Teil sehr gelungen und man erlebt die beiden Charaktere absolut authentisch und ehrlich. Dabei mochte ich auch hier wieder die wechselnden Sichtweisen von Henry und Sarah.
Alles ins allem wieder eine gelungene romantische Geschichte, die für mich in diesem Genre definitiv ganz oben mitspielen kann. Sie hebt sich für mich vor allem durch ihre authentischen Charaktere und die humorvolle Erzählweise aus. Allerdings muss ich sagen, dass mich Nicholas und Olivia, ein klein bisschen mehr überzeugen konnten. Aber nur ein kleines bisschen. Eine klare Empfehlung und ich freue mich schon auf Teil 3.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Beeindruckend und Erschreckend.

Der Regisseur
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Ein Buch welches nichts für sanfte Gemüter ist – denn hier kommt definitiv schwere Kost ums Eck.
Die Geschichte steigt direkt mit vielen Szenenwechseln, die die Kapitel ersetzen, ein. Eine Erzählweise, ...

Ein Buch welches nichts für sanfte Gemüter ist – denn hier kommt definitiv schwere Kost ums Eck.
Die Geschichte steigt direkt mit vielen Szenenwechseln, die die Kapitel ersetzen, ein. Eine Erzählweise, die man mögen muss. Mir haben die häufige Orts- und Charakterwechsel sehr gut gefallen, da dadurch viele Seiten beleuchtet wurden und die Spannung erhalten und gesteigert wurde. Der filmische Aspekt wurde dadurch noch einmal unterstrichen. Wir begleiten vorwiegend den italienischen Regisseur Vittorio Angelotti. Ein Protagonist der unangenehmen Sorte. Er manipuliert und missbraucht die Menschen um sich herum, geradeso wie es ihm gefällt. Immer auf der Suche nach der nächsten (sexuellen) Erfüllung. Dabei macht er vor nichts und niemanden Halt. Und das mit einer Art und Weise, die einem einen Schauder über den Rücken jagt. Dabei gerät er schlussendlich in einen Kreislauf, bei dem es fraglich ist ober er daraus noch heil entkommt. Während des Lesens, hat sich eine unterschwellige Wut gegenüber dem Regisseur bei mir eingestellt und meine innere Anspannung war fast greifbar. Wie er mit seinen Mitmenschen umgeht, lässt die Schattenseiten einer solchen Machtposition ins Licht rücken. Die Autorin setzt dabei vor allem auf Provokation, Brutalität und Unverblümtheit in ihren Worten. Mit Absicht schafft sie einen Antagonisten als Protagonisten. Die Nebencharaktere bewusst beeinflussbar und naiv. Zu keinem konnte ich eine wirkliche Bindung aufbauen, was mich aber im Lesefluss nicht gestört und auch für mich die Authenzität der Geschichte nicht im Geringsten beeinflusst hat. Sie sind lediglich Randfiguren die den Weg des Regisseurs pflastern. Sie verdeutlichen nur wie leicht manche Menschen, der Macht eines anderen erliegen. Das ist mutig und in meinen Augen absolut genial. Denn sie zeigen überspitzt eine Seite unserer heutigen Gesellschaft auf, die man so lieber nicht genauer betrachten möchte. Dabei ist es wichtig, solche Menschen wie die Autorin es am Regisseur aufzeigt, zu erkennen und ihnen Einhalt zu gebieten.
Dieses Buch fällt aus der Reihe. Aber nicht im negativen Sinn. Es traut sich brutal und anders zu sein. Es traut sich unverblümt eine Seite von Menschen zu zeigen, die ansonsten eher im Dunkeln bleibt. Deswegen hat mich das Buch einerseits sehr mitgenommen, angeekelt aber auch sehr beeindruckt und zum Nachdenken gebracht. Man muss sich darauf einlassen können. Ein Thriller, wie es sicherlich so schnell keinen Zweiten geben wird und somit definitiv eine klare Empfehlung meinerseits.

Veröffentlicht am 03.11.2019

Idee mit Potential - aber leider langatmige Umsetzung

Die Schuld jenes Sommers
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konnte die Umsetzung mich leider nicht zu 100 Prozent überzeugen.

Der Einstieg ist mir durch die doch sehr leichte und angenehme Sprache sehr einfach gefallen. Das Buch kommt in einer sehr düsteren Stimmung ...

konnte die Umsetzung mich leider nicht zu 100 Prozent überzeugen.

Der Einstieg ist mir durch die doch sehr leichte und angenehme Sprache sehr einfach gefallen. Das Buch kommt in einer sehr düsteren Stimmung daher und spiegelt somit gut die Empfindungen der Kriegszeiten wider. Wir befinden uns zunächst im Jahr 1942 in dem Frances auf den kleinen Davy aufpasst und ihn nach einem plötzlichen Bombenangriff jedoch verliert. Unmittelbar danach wird die Leiche des Mädchens Wyn gefunden, welches 1918 urplötzlich verschwand. In Frances regen sich Erinnerungen die sie noch nicht so recht einzuordnen weiß und sie ist fest davon überzeugt, dass der kleine Davy noch lebt. Wir begleiten Frances auf ihrer Suche und begeben uns dabei auch immer wieder in das Jahr 1918 um die Umstände von Wyns Verschwinden besser zu verstehen.
Frances ist eine Protagonistin mit der ich mich auch nach 200 Seiten nicht anfreunden konnte. Teilweise versinkt sie mir ein bisschen zu sehr in ihrem eigenen Selbstmitleid um das Verschwinden von Davy, des Weiteren wirken ihre Handlungen manchmal in meinen Augen nicht glaubhaft und sind sehr sprunghaft. So bin ich mit ihr nicht unbedingt warm geworden. Einige Nebencharaktere wie ihre Tante Pam und Owen konnten dahingegen einige Symphatiepunkte bei mir sammeln, da sie in ihren Handlungen wesentlich echter und authentischer wirkten. Leider zieht sich die Geschichte sehr in die Länge und man hat das Gefühl, dass Dinge immer und immer widergekäut werden ohne dass die Handlung einen Schritt vorwärts geht. Gegen Ende zog sich die Handlung immer mehr und es war teilweise ermüdend für mich dem Buch noch zu folgen. Allgemein hat für mich der Spannungsaufbau gefehlt, beziehungsweise ein Punkt an dem mich das Buch in seinen Bann zieht und mich zum „nicht aus der Hand legen“ bringt. Leider konnte die Autorin mich nicht an diesen Punkt bringen.
Generell wäre in meinen Augen die Handlung auch in 100 Seiten weniger erzählt gewesen. Deshalb war ich froh, dass ich die 464 Seiten schlussendlich durchhatte. Schade, denn die Idee hätte wie schon gesagt, durchaus Potential gehabt.

Veröffentlicht am 27.10.2019

Zwei Liebende im Schatten des Turms

Im Schatten des Turms
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Ich bin ein großer Fan von der Kulisse Wiens und historischen Romanen. „Im Schatten des Turms“ ist eine perfekte Mischung aus beidem – es hat mein Wienfanherz höherschlagen lassen und mich mit historischem ...

Ich bin ein großer Fan von der Kulisse Wiens und historischen Romanen. „Im Schatten des Turms“ ist eine perfekte Mischung aus beidem – es hat mein Wienfanherz höherschlagen lassen und mich mit historischem Kontext gefüttert. Die Sprache ist leicht und fließend und der damaligen Zeit angemessen. Den österreichischen Dialekt den der Autor einfließen lässt, lässt den Leser noch mehr in die Geschichte eintauchen.
René Anour entführt uns ins das Jahr 1787. Alfred ist angehender Medizinstudent und fasziniert vom sogenannten Narrenturm – der ersten „Irrenanstalt“ der Welt. Was er dort sieht lässt ihn nicht los. Auf der anderen Seite Helene, eine junge Frau aus adeligem Hause, die von ihrem Vater vor der „Schlangengrube“ Schönbrunn beschützt wird. Die beiden begegnen sich – und wie es das Schicksal so will, verlieben sie sich. Doch sie werden beide einen hohen Preis für ihr junges Glück zahlen müssen.
Beide Charaktere wirken authentisch gezeichnet und ihre Handlungen sind ehrlich. Auch Nebencharaktere wie beispielsweise den Kaiser Joseph, bekommen ausreichend Spielraum, drängen sich dabei aber nicht so sehr in den Vordergrund. Gerade nur so, dass man den ein oder anderen von ihnen in sein Herz schließt. Die Geschichte nimmt Fahrt auf und die Ereignisse überschlagen sich. Unterschwellig bekommt man mit, dass Krieg aufzieht und sich etwas Dunkles im Hintergrund zusammenbraut. Stück für Stück steigert sich die Spannung und die Liebe der beiden wird auf eine harte Probe gestellt. Durch die Perspektivwechsel fiebert man noch ein bisschen mehr mit und bekommt mehr und mehr Einblick in das Innenleben der Protagonistin. Helene entwickelt sich teilweise in eine Richtung die einen nichts Gutes ahnen lässt und geht ihren eigenen Weg. Die Verstrickungen sind wenig vorhersehbar und man erlebt als Leser die ein oder andere Positive als auch negative Überraschung. Der Autor hatte definitiv ein Händchen dafür den Leser auf die falsche Fährte zu leiten und die Gedanken in eine bestimmte Richtung zu lenken. Doch gerade das macht eine gute Geschichte, in meinen Augen ein Stück weit aus. Im Schatten der Ereignisse ragt stetig der Narrenturm auf und wirft einen bedrohlichen Beigeschmack auf die Szenerie. An dieser Stelle hätte ich mir tatsächlich ein wenig mehr Input über die damaligen medizinischen Vorgehensweisen gewünscht.

René Anour schafft einen opulenten historischen Roman vor der fantastischen Kulisse Wiens. Die knapp über 650 Seiten mögen am Anfang etwas viel erscheinen, doch keine Seite ist ohne relevanten Inhalt für die Geschichte. Für mich ein großer Lesegenuss und eine Empfehlung für jeden der Wien liebt und an geschichtlichen Kontexten Interesse hat.

Veröffentlicht am 21.10.2019

Zum Verlieben

Prince of Passion – Nicholas
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Wieder ein typischer, Teenie-New-Adult Klassiker? Dachte ich zu Anfang an auch. Doch es hat sich als eine schöne, erotische Liebesgeschichte rund um Nicholas und Olivia entpuppt.
Natürlich wartet das Buch ...

Wieder ein typischer, Teenie-New-Adult Klassiker? Dachte ich zu Anfang an auch. Doch es hat sich als eine schöne, erotische Liebesgeschichte rund um Nicholas und Olivia entpuppt.
Natürlich wartet das Buch mit einigen Klischees und teilweise rüder Sprache auf. Dennoch ließ sich das Buch, vertont sehr gut hören. Die Stimmten der Sprecher passten zu den Charakteren und waren sehr angenehm. Gerade die wechselnden Perspektiven gaben dem Hörbuch noch einmal das gewisse Extra. Nicholas ist nicht der typische Bad-Boy den man in vielen anderen Liebesgeschichten wiederfindet. Lediglich sein Status als Prinz eines (im Buch) erfundenen Königreiches und dem dadurch verbundenen Geld und Bekanntheitsgrad entspricht den gängigen Klischees. Ansonsten stellt sich Nicholas als überaus sympathischer, bodenständiger junger Mann heraus, der sein Herz am rechten Fleck hat. Ich muss sagen die Idee des Königreiches fand ich sehr originell und mal etwas Anderes. Olivia ist eine tapfere, kluge Frau die sich rührend um ihre Schwester und ihren Vater kümmert. Und auch die anderen Charaktere wie Henry, Nicholas Bruder oder seine grimmige Granny konnten bei mir durchaus Punkte sammeln. Insgesamt waren mir die Charaktere sehr sympathisch und waren ehrlich und erfrischend. Durch Zufall lernen sich Nicholas und Olivia in ihrem Café kennen und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Natürlich haben beide ihr Päckchen zu tragen, die sich ihnen im Laufe des Buches immer wieder in den Weg stellen. Die erotischen Szenen wirkten keines Falls billig oder bedienten sich eines Fetisches. Sie lebten von der Liebe zwischen den Zeilen und machten sie dadurch ansprechend und nicht zu vulgär.
Insgesamt für mich ein sehr schönes Hörbuch, welches leichte Lektüre war, mir nichtsdestotrotz sehr viel Spaß gemacht hat. Ich freue mich schon sehr auf die Vertonung des zweiten Bandes, in dem es um Henry geht. Eine klare Empfehlung für Fans dieses Genres!