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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2021

Faszinierend

Gefangen und frei
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Ich war schon immer fasziniert vom Thema Buddhismus. Deswegen hat mich dieses Buch von Cover und Klappentext besonders angesprochen. Der Leser begleitet Jarvis einen zum Tode verurteilten (unschuldigen) ...

Ich war schon immer fasziniert vom Thema Buddhismus. Deswegen hat mich dieses Buch von Cover und Klappentext besonders angesprochen. Der Leser begleitet Jarvis einen zum Tode verurteilten (unschuldigen) Mörder, der im Buddhismus an Lebensqualität im Gefängnis dazu gewinnt und zahlreiche Menschen inspiriert.
Man sollte sich im Klaren sein, dass es sich hier um ein Sachbuch handelt. Dementsprechend nüchtern und auf Fakten gestützt ist dieses Werk geschrieben. Was dem Lesefluss aber keinen Abbruch tut. Man kommt gut durch die Seiten und kann es teilweise nicht aus der Hand legen. Die Geschichte von Jarvis ist unglaublich informativ und spannend. Man bekommt selbst einige Impulse über das Leben und Sein mit und ich bin das ein oder andere Mal doch ins Nachdenken gekommen. Es ist faszinierend wie Religion einem Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen Stütze und Hilfe sein kann. Besonders Jarvis findet im Buddhismus Selbstakzeptanz, den Mut die Vergangenheit, Vergangenheit sein zu lassen und findet zahlreiche Vorbilder, Freunde und Anhänger. Der Autor arbeitet die Geschichte dieses Menschen, faktengestützt und nüchtern auf. Der Leser bekommt Einblicke in das amerikanische Gefängniswesen mit Strafverfahren und alles was dazu gehört. Allerdings auch Informationen zum Buddhismus und der dazugehörigen Meditation. Jarvis ist eine faszinierende Persönlichkeit und vor allem seine persönliche Geschichte hat mich sehr berührt. Trotz des Sachbuchcharakters kommt seine Vergangenheit beim Leser an. Sein Werdegang ist faszinierend und die Wandlung die er in 30 Jahren Gefängnis durchmacht und um seine Freiheit kämpft, eine wirklich Inspirierende.
„Gefangen und frei“ ist ein sehr informatives, inspirierendes und faszinierendes Werk. Es zeigt die unterschiedlichen Facetten des Buddhismus auf und Jarvis beeindruckende Lebens- und Leidensgeschichte. Ganz für 5 Sterne hat es mir aber leider nicht gereicht. Es war gut zu lesen aber der letzte bahnbrechende Funke hat mir in gewisser Weise gefehlt ohne sagen zu könne warum. Deswegen gibt es trotzdem sehr gute 4 von 5 Sternen von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2021

Katzenliebe

Das Geschenk eines Regentages
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Es geht um verschiedene Menschen und verschiedenen Katzen, die aber stets miteinander verwoben sind und sich gegenseitig bewusst machen was Glück und Geborgenheit bedeuten können.
Die Sprache hatte mich ...

Es geht um verschiedene Menschen und verschiedenen Katzen, die aber stets miteinander verwoben sind und sich gegenseitig bewusst machen was Glück und Geborgenheit bedeuten können.
Die Sprache hatte mich direkt verzaubert und ich war direkt in den Bann gezogen. Bereits die ersten Seiten aus Sicht der Katze haben mich zu Tränen gerührt. Hier wird abwechselnd aus Sicht des Menschen und der jeweiligen Katze erzählt. Das hat mir gut gefallen, vor allem die Katzenperspektive. Wobei man hier anmerken muss, dass sie an manchen Stellen doch recht menschlich wirken und nicht ganz dem Naturell einer Katze entsprechen. Ich habe ein bisschen gebraucht um mich an den schnellen Wechseln der Perspektiven zu gewöhnen. Darüber konnte ich aber hinwegsehen, da die Geschichte viel mehr davon lebt, was sie zwischen den Zeilen transportiert. Wir begleiten vier Frauen verschiedenen Alters durch unterschiedlichste Schicksale und erleben mit wie Katzen in ihr Leben kommen und es verändern. Jeder dieser Geschichten ist einzigartig gewesen und hat mich auf ihre Art und Weise mitten ins Herz getroffen. Der Erzählstil ist ganz sanft und unaufgeregt und mit viel Spannung wartet das Buch auch nicht auf. Aber wie schon gesagt, braucht es dass gar nicht, denn das Buch lebt in meinen Augen davon, was es dem Leser an Gefühlen und Botschaften vermittelt. Teilweise haben mich die einzelnen Geschichten, die doch immer miteinander verwoben sind, an Fabeln oder Ähnliches erinnert. Man fliegt förmlich durch die Seiten und so hatte ich das Büchlein innerhalb von einem Tag durchgelesen. Da ich selbst einen kleinen Stubentiger habe, weiß ich wie wertvoll ein solches Tier sein kann und das wird hier in unterschiedlichster Weise mehr als deutlich. Sie sind Seelentröster und Begleiter fürs Leben. Auf ihre Art und Weise.
Mich hat dieses kleine aber feine Buch direkt ins Herz getroffen. Vielleicht weil ich dem Thema so nah bin oder einfach, weil die Botschaft dahinter eine ganz Rührende ist. Deswegen gibt es von mir auch 5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2021

NIcht ganz das was ich mir erwartet hatte

1793
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Stockholm im düsteren Jahr 1793. Eine vollkommen entstellte Leiche und zwei Ermittler, die sich in die dunkelsten Ecken der schwedischen Hauptstadt begeben um den Fall zu lösen.
Der Autor baut von Anfang ...

Stockholm im düsteren Jahr 1793. Eine vollkommen entstellte Leiche und zwei Ermittler, die sich in die dunkelsten Ecken der schwedischen Hauptstadt begeben um den Fall zu lösen.
Der Autor baut von Anfang an mit seinem Schreib- und Erzählstil eine sehr düstere und morbide Stimmung auf. Ich habe ein wenig gebraucht um in den Lesefluss zu kommen. Danach ging es recht zügig voran. Dennoch muss ich bemerken, dass die Geschichten einige Längen mit sich bringt durch die man sich durchkämpfen muss damit es wieder besser wird. Die Sprache ist brutal und schonungslos. Der Leser wird hier nicht vor grausamen Details verschont. Die zwei Ermittler ebenso düster und geheimnisvoll wie Stockholm selbst, reiben sich aneinander, passen jedoch hervorragend zusammen. Die Ermittlungsarbeit der beiden nimmt nur den ersten und den letzten Part in Anspruch, dazwischen gibt es Rückblenden und weitere Infos zum Opfer. Das fand ich ein wenig Schade, bin ich doch mit anderen Erwartungen an das Buch herangegangen. Ein wenig mehr von den beiden Hauptcharakteren mitzubekommen, hätte ich dann doch spannender gefunden als manche Rückblende. Die beiden sind nicht immer sympathisch, passen aber zum Setting und zur Geschichte. Zwar bekommt man verschiedene Perspektiven vorgesetzt, aber so richtig vom Hocker gehauen haben mich diese nicht. Das Ende fand ich fast ein wenig enttäuschend, da ich mir etwas Spektakuläreres erwartet hatte. Die Spannung kommt gegen Schluss noch einmal richtig zum Kochen und dann kommt nicht wie erhofft der große Knall, sondern ein laues aufloderndes Flämmchen. Schade.
Alles in allem hatte ich mir von diesem, im Vorfeld hochgelobten Krimi, ein wenig mehr erwartet. Die Stimmung ist grandios und wenn man dranbleibt, wird einem auch Spannung geboten. Jedoch hat mich die Umsetzung des Ganzen nicht ganz überzeugt und mit dem Ende konnte ich auch nicht wirklich etwas anfangen. Deswegen gibt es von mir nur 3 von 5 Sternen. Ich werde mir noch überlegen ob ich den Nachfolgerband lesen werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2021

Kopf oder Zahl?

Du kannst kein Zufall sein
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Josh wird vom Pech verfolgt, erst wird er von seiner Freundin verlassen, dann verliert er auch noch seinen Job. Also bleibt ihm nichts Anderes übrig als mit seinem Hasen Jeremy zu seinen Eltern zurück ...

Josh wird vom Pech verfolgt, erst wird er von seiner Freundin verlassen, dann verliert er auch noch seinen Job. Also bleibt ihm nichts Anderes übrig als mit seinem Hasen Jeremy zu seinen Eltern zurück zu ziehen. Er beschließt von nun an sein Leben von einer Münze bestimmen zu lassen. Und dann trifft Josh die Frau seiner Träume und verliert sie direkt wieder aus den Augen. Und er will sie wieder sehen. Doch spielt die Münze mit?
Der Schreibstil ist locker, leicht und man kommt super gut durch die Seiten. Mir hat der britische Humor des Autors gefallen, den er seinen Charakteren verleiht. Die Geschichte wird durchweg vom Josh, dem männlichen Protagonisten erzählt. Das hat mir sehr gut gefallen, da ich bisher selten Liebesgeschichten aus rein männlicher Sicht gelesen habe. Man fiebert mit Josh mit und ich musste an manchen Stellen laut auflachen, weil mir die humorvolle Weise wie James Bailey die Geschichte erzählt, mich mitten ins Herz getroffen hat. Man ist direkt hautnah an den Charakteren dran und fühlt einfach jeden Moment mit. Die Idee mit der Münze fand ich genial und wirklich gut umgesetzt. Man fiebert jedes Mal mit, wenn Josh eine Entscheidung treffen muss und hoffentlich bald seine Traumfrau wieder findet. Dabei spielen auch die Nebencharaktere eine entscheidende Rolle, denn sie unterstützen ihren Freund so gut sie können und das ebenfalls mit ganz viel Witz und Charme. Und auch Joshs Eltern sind schlichtweg zum Piepen. Einfach herrlich. Ein weiterer kleiner Sympathieträger ist Joshs Hase Jeremy, der zwar nicht viel Handlungspielraum bekommt, sich aber direkt in mein Herz gehoppelt hat. Mehr hätte davon sicher nicht geschadet. Trotz locker, leichter Erzählweise, baut sich die Geschichte nach und nach auf und hat den ein oder anderen Twist mit dabei. So wird es nie langweilig und man ist ruckzuck durch die Seiten. Das Ende war absolut passend und erfrischend.
Eine wunderbare, witzige und lockere, leichte Liebesgeschichte in dem endlich ein Mal ein Mann voll und ganz zu Wort kommt. Er ist nicht perfekt und überzeugt mit seinen Ecken und Kanten. Der Humor hat genau meinen Geschmack getroffen und so war das Buch ein kleines Highlight. Deswegen gibt es verdiente 5 von 5 Sternen von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2021

Leider gar nicht meins

Neubeginn in Virgin River
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Ich muss sagen, dass Buch war ein absoluter Coverkauf und die Story rund um Mel die nach Virgin River kommt um neu anzufangen, hat sich sehr gut angehört und ich hatte auf eine Geschichte im „Redwood-Love“- ...

Ich muss sagen, dass Buch war ein absoluter Coverkauf und die Story rund um Mel die nach Virgin River kommt um neu anzufangen, hat sich sehr gut angehört und ich hatte auf eine Geschichte im „Redwood-Love“- Stil gehofft. Reinfallen, wohlfühlen, Buch zuklappen. Leider wurde Virgin River ein absoluter Reinfall für mich.
Angefangen von der Sprache, mit der ich absolut nicht klarkam. Sie wirkte auf mich sehr plump und einfach ohne große Schnörkel oder Besonderheiten. Das hat das Lesen für mich fast schon langatmig und zäh gemacht. Die Situationen wirken sehr konstruiert und manchmal etwas seltsam und unglaubwürdig. Die Dialoge zwischen den Charakteren können sich dem nur anschließen. Bei manchen konnte ich nur verwirrt die Stirn runzeln und ich musste querlesen, weil sie einfach sehr befremdlich auf mich gewirkt haben. Generell war es eher ein Kampf als ein Genuss, da mich die Story selbst nach 60/70 Seiten einfach überhaupt nicht packen oder begeistern konnte. Die erhoffte Atmosphäre blieb ebenfalls aus. Alles wirkte aneinandergereiht und ein wenig einfallslos. Zugutehalten möchte ich dem Buch, dass es die Grundlage für eine sehr gute Serie geschaffen hat, denn die Idee dahinter ist eine wirklich Schöne. Leider konnte mich es so gar nicht überzeugen. Dementsprechend habe ich das Buch nach ca. 100 Seiten abgebrochen, da mir die Zeit dann doch etwas zu Schade war. Da ich ungern 1 Stern gebe, bekommt das Buch 2 von 5 Sternen, da es zumindest keine komplette Vollkatastrophe war und mir in den Grundzügen gefallen hat. Leider hat es sehr an der Umsetzung des Ganzen gehapert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere