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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2020

Einfach wunderbar!

Der Sommer, in dem Einstein verschwand
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Die Autorin entführt uns ins Göteborg des Jahres 1923. In diesem Jahr ist Göteborg voller Menschen, denn es findet die berühmte Weltausstellung statt. Mittendrin die junge Journalistin Ellen, der Kommissar ...

Die Autorin entführt uns ins Göteborg des Jahres 1923. In diesem Jahr ist Göteborg voller Menschen, denn es findet die berühmte Weltausstellung statt. Mittendrin die junge Journalistin Ellen, der Kommissar Nils und der Eseljunge Otto. Und natürlich Albert Einstein der zu Ehren seines gewonnenen Nobelpreises eine Lesung halten soll. Doch Einstein erscheint nicht zum erwarteten Termin. Und so beginnt eine amüsante, kriminalistisch angehauchte Geschichte rund um den berühmten Wissenschaftler und die Hintergründe seines Verschwindens.
Die Autorin hatte mich direkt mit ihrer lockeren und flüssigen Sprache in Bann gezogen. Durch die liebevolle und sanfte Zeichnung ihrer Charaktere und Göteborgs lässt einen fast schon durch die Seiten schweben. Dadurch entsteht eine Atmosphäre der Leichtigkeit beim Lesen wegen der ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ellen und Nils sind unglaublich echte und sympathische Protagonisten mit denen man direkt auf einer Wellenlänge zu sein scheint. Die Geschichte wird aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt und bietet somit einen umfassenden und vielschichtigen Blick auf das Geschehen. So melden sich Nils, Ellen, Otto und auch Einstein selbst zu Wort. Die Prise Spannung die nach dem ersten Drittel immer gegenwärtig ist, hat es für mich zu einem absoluten Leseerlebnis gemacht. Zudem bietet die Geschichte auch einen umfangreichen und genau richtig dosierten historischen Einblick in die damalige Zeit. Die Autorin selbst meldet sich in einem Nachwort noch einmal zu Wort und erklärt welche Tatsachen tatsächlich auf wahren Geschehnissen basieren und welche von ihr frei erfunden sind. Das fand ich rückblickend sehr hilfreich, denn so konnte ich das Gelesene besser einordnen.
Wer Schweden liebt wird auch dieses Buch lieben. Denn die Liebe die in diesem Buch steckt, merkt man auf jeder Seite. Eine erheiternde, spannende und humorvolle Geschichte die mir wunderbare Lesestunden beschert hat. Eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 22.02.2020

Schade!

Priest of Bones
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Ganz gespannt habe ich auf dieses Buch gewartet, denn die Story hat sich mal nach etwas ganz anderem angehört. Doch leider konnte ich auch nach 300 Seiten nicht in die Geschichte finden und habe das Buch ...

Ganz gespannt habe ich auf dieses Buch gewartet, denn die Story hat sich mal nach etwas ganz anderem angehört. Doch leider konnte ich auch nach 300 Seiten nicht in die Geschichte finden und habe das Buch deswegen leider abgebrochen.
Wie gesagt fand ich die Idee dahinter gut und freute mich auf etwas Anderes im Fantasygenre. Doch schon auf den ersten Seiten habe ich mich mit dem Schreibstil unglaublich schwergetan. Durch viele umgangssprachliche Wörter und Formulierungen wie „mitkriegten“ oder „nach hinten raus“ hat er auf mich sehr holprig gewirkt. Hier stellt sich mir allerdings die Frage ob das lediglich an der Übersetzung oder am allgemeinen Stil des Autors liegt. Nebenbei war die Sprache teilweise auch sehr brutal und anzüglich, was sicherlich nicht jedermanns Geschmack ist. Mich hätte nicht weiter gestört, wäre der Schreibstil generell nicht so uneben gewesen. So hat es mich einiges an Konzentration gekostet im Lesefluss zu bleiben.
Die Story an sich kommt für mich auch leider nur sehr langsam in Fahrt, man lernt viele verschiedene Charaktere kennen – die vorne noch einmal zum Nachschlagen aufgezählt sind – doch es geschieht in meinen Augen recht wenig. Wenn etwas passiert wirken die Ereignisse sehr aufeinandergereiht und vorhersehbar. Zuerst erobern sie das mit Gewalt zurück, dann das, dann das, usw. Zwischendurch gibt es vielleicht noch, dass ein oder andere gewollt tiefsinnige Gespräch aber sonst passiert leider sehr wenig. Generell konnte ich durch die sehr einfache Zeichnung der Charaktere wenig Verbindung zu Tomas und Co aufbauen. Lediglich Anne erschien mir durch ihre Beichte und Geschichte ein wenig farbenfroher als die anderen. Dafür, dass das Buch unter dem Fantasygenre läuft hätte ich mir tatsächlich auch mehr solcher Elemente gewünscht. Lediglich eine kleiner Junge mit magischen Fähigkeiten war mir neben dem ständigen Schlachtgetümmel und Blutvergießen einfach zu wenig. Wie gesagt musste ich das Buch leider nach ca. 300 Seiten abbrechen, weil mir schlichtweg die Motivation und der rote Faden gefehlt haben um das Buch zu Ende zu bringen. Das finde ich sehr schade, da ich mir einiges davon versprochen hatte.
Vielleicht tut sich jemand anderes mit dieser Art von Schreib- und Erzählstil leichter als ich. Für mich war es leider nichts.

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Veröffentlicht am 16.02.2020

Familie und Glaube

Ein wenig Glaube
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Eine scheinbar glückliche Familie in Wisconsin wiedervereint – stolze Großeltern, eine Tochter die in einer Glaubensgemeinschaft einen Neuanfang wagen möchte. Mittendrin Isaac der fünfjährige Enkel und ...

Eine scheinbar glückliche Familie in Wisconsin wiedervereint – stolze Großeltern, eine Tochter die in einer Glaubensgemeinschaft einen Neuanfang wagen möchte. Mittendrin Isaac der fünfjährige Enkel und ganze Stolz. Doch was darf Glaube? Und wann ist es angemessen Menschen vor dessen Macht zu beschützen? Mit diesem sensiblen Thema setzt sich der Autor in diesem Buch, was teilweise auf einer wahren Begebenheit basiert, auseinander und ich war sehr gespannt darauf.
Der Erzählstil des Autors zieht einen sofort in den Bann. An manchen Stellen mag er etwas zu ausschweifend sein doch durch den Schreibstil fesselt der Autor den Leser quasi an die Seiten. Sehr intensiv zeichnet Nickolas Butler seine Charaktere. Lyle und Peg die nichts mehr lieben als ihre Tochter Shiloh und ihren Enkelsohn Isaac. Shiloh die in ihrem Glauben einen Neuanfang gefunden hat. Und Isaac der sowohl seine Großeltern als auch seine Mutter über alles liebt. Der Autor schafft eine tiefberührende Familienkonstellation die von Höhen und Tiefen und einer schwierigen Vergangenheit gezeichnet ist. Dabei steht immer der Aspekt des Glaubens im Vordergrund. Unglaublich sensibel zeigt er wie unterschiedlich Menschen aus allen Altersstufen und Geschlechtes glauben – oder auch einmal den Glauben verlieren. In meinen Augen hat er dieses Thema sehr umsichtig in die Geschichte eingeflochten, die durch diese Thematik im Verlauf immer intensiver und herzzerreißender wird. Denn was darf Glaube? Und wo sind seine Grenzen? Mit diesen Fragen setzen sich die Protagonisten immer wieder auseinander – dabei steht aber immer eines im Vordergrund: der Schutz des Enkelsohns Isaac, der immer mehr in die „Fänge“ der Glaubensgemeinschaft seiner Mutter gerät. Während des Lesens haben mich einige Gefühle begleitet: Wut, Traurigkeit und vor allem Unverständnis für die Handlungen mancher Charaktere. Die Emotionen haben mich bis zum Ende des Buches mitgerissen, wobei ich mir ein Ticken mehr Spannung gegen Ende gewünscht hätte. Aber das beeinflusst mein Gesamtfazit dieser beeindruckenden Geschichte nicht.
Nickolas Butler hat hier einen unglaublich intensiven und sehr zum Nachdenken anregenden Roman geschaffen. Er hat sich an ein sehr schwieriges Thema gewagt, dass er in meinen Augen sehr gut umgesetzt hat. Ich hatte das Buch unglaublich schnell durchgelesen und es ist für mich definitiv mein erstes Jahreshighlight 2020. Eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 15.02.2020

Ein Buch zum Nachdenken und Lieben

Es war die Nachtigall
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Mit dem Cover konnte mich der Hanserverlag direkt catchen. Es ist einfach wunderschön. Und die Geschichte dahinter ebenso.
Marie ist jung und setzt sich mit viel Leidenschaft für Umwelt- und Tierschutz ...

Mit dem Cover konnte mich der Hanserverlag direkt catchen. Es ist einfach wunderschön. Und die Geschichte dahinter ebenso.
Marie ist jung und setzt sich mit viel Leidenschaft für Umwelt- und Tierschutz ein. Ludwig ist junger Jäger und hat gerade seinen Jagdschein gemacht. Beide begegnen sich wie durch Zufall auf einem Konzert und verlieben sich. Doch kann das gut gehen? Die Geschichte ist wie der Titel vielleicht schon erahnen lässt an der Vorlage von Shakespeares „Romeo und Julia“ angelehnt und weißt immer wieder einige Parallelen auf. Allein der Prolog hat es in sich und lässt einen das Buch von Seite zu Seite fieberhafter und aufgeregter lesen. Die Sprache der Autorin ist wunderbar fesselnd und fließend und so hat man die (leider) nur 272 Seiten schnell durch. Marie und Ludwig sind beide unfassbar authentische und vor allem auch sympathische Charaktere mit denen man sich in einigen Punkten vielleicht auch identifizieren kann. Die sensiblen gegenseitigen Standpunkte der beiden werden aufgearbeitet und regen den Leser zum Nachdenken an – aber nicht aufdringlich, sondern einfach nebenbei. Und das ist mitunter einer der Dinge die mich am Meisten an diesem Jugendroman überzeugt haben. Denn Themen wie Klimaschutz, Veganertum, die Jagd auf Tiere generell, und und und, sind keine einfachen Themen in unserer heutigen Gesellschaft. Und die Autorin setzt diese Denkanstöße wie schon gesagt überaus brilliant um. Absolut top. Den Verlauf der Geschichte kann man erahnen, wenn man bei Shakespeare aufgepasst hat und es kann einem mitunter viel vorwegnehmen. Beispielsweise die „Verfeindung“ der beiden Familien. Dennoch gelingt es der Autorin ihre eigene Geschichte daraus zu machen, die zugegebenermaßen in dieser Hinsicht ein wenig gebraucht hat um mich zu überzeugen.
Mein abschließendes Fazit ist das Katrin Bongard ein wunderschöner Roman über die Überwindung von Grenzen und Vorurteilen gelungen ist gepaart mit einer mitreißenden Liebesgeschichte.

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Veröffentlicht am 15.02.2020

Fantasy nach meinem Geschmack

Vier Farben der Magie
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Das Buch wurde mir von einer guten Freundin empfohlen, als ich es dann als Hörbuch entdeckte habe ich direkt danach gegriffen. Wie immer war mir hier wichtig, dass es die ungekürzte Fassung war. Ein Weltenwanderer ...

Das Buch wurde mir von einer guten Freundin empfohlen, als ich es dann als Hörbuch entdeckte habe ich direkt danach gegriffen. Wie immer war mir hier wichtig, dass es die ungekürzte Fassung war. Ein Weltenwanderer und eine Diebin die zwischen den Machenschaften der Magie der verschiedenfarbigen Londons (rot, weiß, grau und schwarz) hin und hergerissen werden und für das einstehen müssen was ihnen wichtig ist und was sie lieben.
Die Weltenidee und die Macht der Magie ist in meinen Augen grandios und definitiv mal etwas Neues im großen Fantasyuniversum. Kell, als Weltenwanderer und Delilah als geschickte Diebin haben mir Einzeln und vor allem im Zusammenspiel sehr gut gefallen. Aber auch Nebencharaktere wie Kells „Bruder“ und Holland als Gegenspieler haben Raum in der Geschichte um sich entfalten zu können. Die Story braucht etwas um wirklich in Fahrt zukommen, doch dass hat gar nicht weitergestört, weil ich so gebannt den Erzählungen der Autorin gelauscht habe. „Vier Farben der Magie“ ist kein Hörbuch was man einfach so nebenher hören kann. Man muss gut aufpassen um Wendungen und kleine Hinweise mitzubekommen. Oft habe ich zurückspulen müssen um einzelne Stellen noch einmal zu hören um den Faden nicht zu verlieren. Die Stimme des Sprechers war überaus angenehm und hat das Buch ideal vertont – was ich bei argon Hörbüchern eigentlich auch noch nie anders erlebt habe.
Insgesamt ein fantastisches Hörbuch mit tollem Setting, authentischen Charakteren und super Vertonung. Ich habe direkt zu Band zwei gegriffen.

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