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Veröffentlicht am 19.08.2022

Eine glamouröse Hochzeit

Die Hochzeit meines besten Exfreundes
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Inhalt (übernommen):
Adam kann die Hochzeit seines besten Freundes kaum erwarten: Er hat gerade seinen Job als Musikredakteur verloren, und ein Wochenende auf dem Land voller Party und guter Freunde ist ...


Inhalt (übernommen):
Adam kann die Hochzeit seines besten Freundes kaum erwarten: Er hat gerade seinen Job als Musikredakteur verloren, und ein Wochenende auf dem Land voller Party und guter Freunde ist jetzt genau das Richtige, um Dampf abzulassen. Sophie dagegen weiß gar nicht, warum sie überhaupt eingeladen wurde. Der Bräutigam ist ihr Ex, die Beziehung endete nicht gerade glücklich – und sie hat mit ihm auch noch nicht endgültig abgeschlossen. Dann trifft sie auf Adam – kann sie jetzt ihren Ex vergessen und auf ein eigenes Happy End hoffen?

Die Hochzeit meines besten Exfreundes ist eine witzige, turbulente und vor allem romantische Geschichte über Familie, Freundschaft und Liebe. Ein Roman darüber, warum wir uns verlieben – und entlieben – und wie wir den Menschen finden, der uns wirklich glücklich macht.

Mein Meinung:

Um ehrlich zu sein, auf so einer Feier möchte ich nicht eingeladen sein. Mir war das alles zu oberflächlich und hohl und nur auf äußerlichen Glanz beschränkt. Da wurden selbst Menschen eingeladen, mit denen man schon seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte.

Der Schreibstil ist flüssig lesbar, doch den Humor habe ich in dieser Geschichte vermisst. Im Gegenteil, mir blieb oft das Lachen im Halse stecken. Wer kann sich auf dieser Hochzeitsfeier wirklich amüsieren? Zum Schluss konnte ich Sophie nur dazu gratulieren, dass aus ihr und
Tim kein Paar geworden ist.

Von den Protagonisten dieses Romans gab es für mich mehr Menschen die ich nicht mochte, als die mir sympathisch waren. Zu den sympathischen Charakteren gehörte neben Sophie für mich Tims Mutter Jennifer. Sie ist eine patente, warmherzige Frau. Adam fehlte für meinem Geschmack ein bisschen der Biss.

Fazit: Wer Traumhochzeiten mit viel Glamour liebt, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 05.08.2022

Marie, die Priorin

Matrix
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Hinter dem Titel „Matrix“ und dem Cover vermutet man eher einen SF-Roman, als eine Geschichte die sich um 1158 abspielt. Und genau das macht neugierig auf das Buch.

Die siebzehnjährige Marie entstammt ...


Hinter dem Titel „Matrix“ und dem Cover vermutet man eher einen SF-Roman, als eine Geschichte die sich um 1158 abspielt. Und genau das macht neugierig auf das Buch.

Die siebzehnjährige Marie entstammt einer Familie kämpferischer Frauen. Die Halbschwester von Königin Eleonore von Aquitanien, Herrscherin von Frankreich und England, ist eine Riesin, ungelenk, linkisch und von keinerlei Schönheit, aber sie ist ausnehmend klug, beherrscht mehrere Sprachen in Schrift und Wort, deshalb wird sie vom königlichen Hof in ein Kloster zur Priorin beordert wird. Ihre Aufgabe ist es nun das heruntergewirtschaftete Kloster wieder zur Blüte zu verhelfen. Und Marie ist genau die richtige Person für diese Aufgabe, obwohl sie anfangs sehr hadert mit ihrem Schicksal. Sie wäre gerne in Eleonores Nähe geblieben, denn sie verehrt die Königin und sieht sie als ihre große Liebe.

Marie ist eine Kämpferin, der es schwerfällt sich unterzuordnen. Trotzdem nimmt sie ihre Aufgabe als Herausforderung an. Unter ihrer Führung kommt neuer Wind in die klösterliche Gemeinschaft.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig und lässt Bilder entstehen. Marie eine interessante und sympathische Protagonistin. Sie hat ein Händchen dafür, Frauen zu führen und zu lenken, aber sie denkt auch wirtschaftlich und versteht es ihre Macht einzusetzen zum Wohle aller.

Dennoch hat der Roman Längen und mir fiel es stellenweise schwer, weiterzulesen.

Fazit: Ein Roman, der Geduld erfordert.


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Veröffentlicht am 30.07.2022

Spannende Briefe

Das Glück auf der letzten Seite
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Was für ein außergewöhnliches Buch! Es geht um ein Manuskript, das Anne-Lise im Nachtisch ihres Hotelzimmers vorfindet. Sie liest es und ist begeistert, es bringt etwas in ihr zum Klingen. Ihr Ehrgeiz ...

Was für ein außergewöhnliches Buch! Es geht um ein Manuskript, das Anne-Lise im Nachtisch ihres Hotelzimmers vorfindet. Sie liest es und ist begeistert, es bringt etwas in ihr zum Klingen. Ihr Ehrgeiz ist es, den Verfasser ausfindig zu machen. Es stellt sich heraus, dass der Autor Sylvestre Fahmer dieses Manuskript bereits vor dreiunddreißig Jahren geschrieben hat und es ihm auf einer Reise nach Montreal abhandengekommen ist. Er hatte es nicht vollendet. Es muss noch einen zweiten Autor geben, der den Roman zu Ende geschrieben hat. Und wer Anne-Lise kennt, der weiß, dass sie nicht lockerlässt um dieses Rätsel zu lösen.

Der Roman „Das Glück auf der letzten Seite“ besticht mit einem wunderschönen Cover. Für mich eigentlich alles was ich brauche, um mir ein Buch zu schnappen. Der Eiffelturm, eine Frau, die sich in ein Buch vertieft. Und doch ist auch der Inhalt etwas ganz Besonderes. Die Autorin Cathy Bonidan hat ihren Roman in Form eines Briefromans angelegt. Sie lässt ihre Protagonisten Briefe schreiben. In unserer Zeit ein Novum. Ein persönlich gehaltener Brief gilt als veraltet. WhatsApp und E-Mails haben diese Form der persönlichen Kontaktnahme aussterben lassen. Das ist schade. Ein Brief ist ausführlicher, bringt die Gedanken besser zum Ausdruck.

Anne-Lisa lernt auf ihrer Suche viele unterschiedliche Menschen kennen, Menschen, denen sie nie begegnet wäre. Und zu denen sie im brieflichen Kontakt Nähe aufbaut. Man erfährt viel über die Adressaten. Interessant ist, dass die Briefe in das Leben dieser Menschen eingreifen, Veränderungen bewirken. Anne-Lise bringt mit ihrer Hartnäckigkeit Menschen zusammen.

Wann schreibe ich, wann schreiben Sie den nächsten persönlichen Brief? Es könnte spannend werden.

Fazit. Eine Liebeserklärung an das Briefe schreiben und das Lesen. Mir hat das Buch Spaß gemacht und ich empfehle es gerne weiter.

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Veröffentlicht am 27.07.2022

Upcycling-Dirndl

Salzburger Dirndlstich
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Das Thema Nachhaltigkeit hat längst auch die Modewelt entdeckt. Nachhaltigkeit durch Upcycling von Kleidung. Auf einigen Laufstegs zeigen Models inzwischen neu kreierte Mode aus alter Kleidung. Es gibt ...



Das Thema Nachhaltigkeit hat längst auch die Modewelt entdeckt. Nachhaltigkeit durch Upcycling von Kleidung. Auf einigen Laufstegs zeigen Models inzwischen neu kreierte Mode aus alter Kleidung. Es gibt bereits einige namhafte Upcycling-Labels. So ist die Modeschule in Hallein mit dem Designer Alexis K. ebenfalls auf diesem Zug aufgesprungen. Im Salzburger Freilichtmuseum findet eine Modeschau mit Upcycling-Dirndls statt. Auch Rosmaries Tochter Susi präsentiert ihr neugestaltetes Dirndl. Der Konkurrenzkampf zwischen den Mädels ist hart. Es kommt zum Streit. Ella, eine der Teilnehmerinnen, bricht auf der Bühne zusammen. Susi hatte ihr kurz vorher noch den Tod gewünscht. Und natürlich gerät sie in das Fadenkreuz der Ermittlungen. Außerdem wurde das „Ur-Dirndl“ aus einer Vitrine gestohlen.

Der zweite Krimi um die Arzthelferin Rosmarie Dorn ist mit reichlich sarkastischem Humor gespickt. Ich war ständig am Schmunzeln. Den ersten Teil der Reihe kannte ich noch nicht, bin aber sehr gut in die Geschichte gekommen. Da die Krimis unabhängig voneinander gut lesbar sind. Die Protagonisten konnte man sich bildlich vorstellen. Eine besonders schräge Person, war der Rettenbacher mit seinem Leichenwagen. Und auch der Lokalkolorit kam nicht zu kurz. So gab es einen kleinen Sprachexkurs in die österreichischen Spracheigenheiten. Die Salzburger und ihr Konjunktiv. Köstlich: „Hätti-tati-wari“. Der Konjunktiv in allen Lebenssituationen. Manche Szenen fand ich überzogen, aber dennoch in diesem nicht ernstzunehmenden Krimi okay.

Fazit: Ein unterhaltsamer Regionalkrimi. Für alle die Spaß an humorvollen Krimis haben ein MUSS.

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Veröffentlicht am 19.07.2022

Wenn dich die Vergangenheit einholt

Sturmrot
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Olof Hagström hat seit 23 Jahren keinen Kontakt mehr zu seinem Vater. Als Vierzehnjähriger hatte er die Vergewaltigung und den Mord an der siebzehnjährigen Lina Stavred gestanden. Jetzt ist der dabei ein ...

Olof Hagström hat seit 23 Jahren keinen Kontakt mehr zu seinem Vater. Als Vierzehnjähriger hatte er die Vergewaltigung und den Mord an der siebzehnjährigen Lina Stavred gestanden. Jetzt ist der dabei ein Fahrzeug nach Stockholm zu überführen und kommt in die Gegend seines ehemaligen Elternhauses. Die Neugier veranlasst ihn diesen Abstecher zu fahren. Was sich als folgenschwerer Fehler erweist. Im Haus findet er seinen ermordeten Vater im Badezimmer vor. Erneut gerät er ins Fadenkreuz der Ermittlungen.

Die Polizistin Eira Sjödin ist erst kürzlich wieder in ihren Heimatort Kramsfors zurückgekehrt, da sie auf ihre an Demenz erkrankte Mutter ein Auge haben will. Nun holt auch sie die Vergangenheit wieder ein. Eira war erst neun Jahre, als sich der Mord an Lina ereignete.

Der Schreibstil liest sich flüssig, aber für meinen Geschmack plätscherte die Handlung zäh und ermüdend dahin. Es kam zu wenig Spannung auf. Immer wenn die Story mich halbwegs zu fesseln begann, machten langatmige Passagen diesen Eindruck ganz schnell wieder zunichte. Auch mit der Hauptprotagonistin Eira konnte ich mich nicht anfreunden. Sie blieb mir fern. Sie kam zwar authentisch rüber, aber ihr fehlte das Feuer, bei mir den berühmten Funken zu entfachen. Die Schauplätze hingegen waren sehr gut beschrieben. Ich hatte als Leserin die schwedische Landschaft vor Augen.

Fazit: Ich liebe Schwedenkrimis, leider konnte mich dieser nicht überzeugen. Mir fehlte ein durchgängiger Spannungsbogen.

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