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Veröffentlicht am 27.06.2023

Wichtiges Buch mit Luft nach oben

Girls like girls – Sag mir nicht, wie ich mich fühle
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Worum geht’s?
Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter muss Coley zu ihrem Vater nach Oregon ziehen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, verliebt sie sich dort ausgerechnet in Sonya – die allerdings weder ...

Worum geht’s?
Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter muss Coley zu ihrem Vater nach Oregon ziehen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, verliebt sie sich dort ausgerechnet in Sonya – die allerdings weder zu ihren Gefühlen, noch zu Coley stehen kann. Für Coley bricht erneut eine Welt zusammen, und sie nimmt sich fest vor, sich nicht noch einmal das Herz brechen zu lassen.


Meine Meinung
Bei diesem Buch haben eigentlich gleich mehrere Faktoren zusammengespielt, um mich wirklich neugierig auf die Geschichte zu machen. Die Umsetzung war zwar nicht ganz so überzeugend wie ich es mir gewünscht hätte, damit kann ich aber durchaus ganz gut leben.

Die Autorin kannte ich bisher nur als Sängerin, und da ich sie wirklich gerne mag, musste dieses Buch natürlich bei mir einziehen. Der Schreibstil hat mir dabei sehr gut gefallen, man kam locker und leicht durch die Geschichte und ich hatte beim Lesen nicht das Bedürfnis, das Buch gleich wieder in die Ecke zu legen.

Bei den Figuren habe ich mich dann mit der Umsetzung und dem in meinen Augen eher geringen Tiefgang ein wenig schwer getan, was ich wirklich schade fand. Gerade im Bereich der LGBTQIA+ Literatur habe ich häufig den Eindruck, dass gehypte Bücher tendenziell häufiger männliche Protagonisten als weibliche haben, weshalb gerade hier die Repräsentation besonders wichtig wäre. Mit dem Klischee der sich unglaublich schnell entwickelnden Beziehung habe ich mich allerdings sehr schwer getan, da Szenarien, in denen aus Liebe auf den ersten Blick direkt eine Beziehung wird, in meinen Augen einfach nicht besonders authentisch sind.

Für Protagonistin Coley fand ich das besonders schade, da ich sie als Figur wirklich gerne mochte und mich ihre Entwicklung bis zum Schluss interessiert hat. Mit Sonya dagegen konnte ich nicht so besonders viel anfangen, da ich bei ihr leider das Gefühl hatte, dass ihre innere Zerrissenheit nicht wirklich greifbar war und es mir außerdem so vorkam, als wäre ihre Figur in der Geschichte dafür da gewesen, Trauma und Stress kaum ertragen zu können und durch ihr Verhalten daher fast schon zu einer Art Antagonist zu werden. Für Coley hätte ich mir nämlich tatsächlich eine andere Loveinterest gewünscht,


Fazit
Auch wenn die Grundidee dieses Buches wichtig war, hat mich die Umsetzung leider nicht gänzlich überzeugen können. Protagonistin Coley hat mir zwar grundsätzlich gefallen, das Handlungsgerüst um sie herum hätte aber durchaus etwas weniger Klischee und dafür mehr Tiefgang und solide Konstruktion vertragen können.

Von mir gibt es dafür dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.06.2023

Tierische Retter

Baddog und Goodboy
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Worum geht’s?
Baddog hat eigentlich bloß ein Ziel: Sich an den Menschen rächen und ihnen zeigen, dass jetzt er das Sagen in der Stadt hat. Dummerweise durchkreuzt ausgerechnet Goodboy, der Retter der Menschen ...

Worum geht’s?
Baddog hat eigentlich bloß ein Ziel: Sich an den Menschen rächen und ihnen zeigen, dass jetzt er das Sagen in der Stadt hat. Dummerweise durchkreuzt ausgerechnet Goodboy, der Retter der Menschen regelmäßig seine bösartigen Pläne – und schafft es dabei sogar noch, auch Baddog unfreiwillig zu einem Helden zu machen.


Meine Meinung
Die Idee, Hunde zu Superhelden zu machen hat mir unglaublich gut gefallen. Ausgefallene Geschichten mag ich ohnehin sehr gerne, und damit hat dieser Comic auf jeden Fall meinen Geschmack getroffen.

Die Illustrationen fand ich sehr schön gemacht, auch wenn ich persönlich eher ein Fan von Farben und nicht so sehr von einer schwarz-weißen Gestaltung bin. Der Geschichte an sich konnte man aber auch so recht gut folgen, da die einzelnen Szenen an sich klar und verständlich aneinander gefügt waren.

Was ich ein wenig schade fand, war die Komprimierung des Handlungsbogens auf einen einzelnen Band. Meinetwegen könnte aus dieser Buch sehr gerne auch eine ganze Reihe werden, denn insbesondere im Schlussteil hatte ich leider so ein wenig das Gefühl, dass die Geschichte etwas hektisch wurde und viele Inhalte noch irgendwie in das Geschehen gequetscht werden sollten, was den Unterhaltungswert zwar nicht zunichte gemacht hat, gleichzeitig aber auch ein wenig oberflächlich auf mich gewirkt hat.


Fazit
Diese außergewöhnliche Geschichte mit zwei tierischen und daher sehr interessanten Protagonisten hat mir auf jeden Fall jede Menge Spaß gemacht. Etwas mehr Farbe und auch gerne die ein oder andere Fortsetzung hätten mir zwar gefallen, aber auch so bietet dieses Buch definitiv Unterhaltungswert.

Von mir gibt es dafür viereinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2023

Schwächelndes Gesamtpaket

Die letzte Lügnerin
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Worum geht’s?
Eigentlich nähern sich Rocco Eberhardt und sein Vater gerade wieder ein wenig an, als Berlin von einem Skandal um höchst fragwürdige Immobiliendeals erschüttert wird. Auch Roccos Vater soll ...

Worum geht’s?
Eigentlich nähern sich Rocco Eberhardt und sein Vater gerade wieder ein wenig an, als Berlin von einem Skandal um höchst fragwürdige Immobiliendeals erschüttert wird. Auch Roccos Vater soll daran beteiligt sein – und als dann auch noch die Leiche des für das Video verantwortlichen Tontechnikers auftaucht, geht es nicht nur um fragiles Vertrauen, sondern auch um ein in höchstem Maße brisantes juristisches Verfahren.


Meine Meinung
Auch wenn man die Bände dieser Reihe unabhängig voneinander lesen können soll und ich normalerweise ein großer Fan von Justiz-Krimis bin, hat mich dieser dritte Teil irgendwie nicht so wirklich überzeugen können.

Der Schreibstil kam mir ehrlich gesagt ein wenig holperig vor, was allerdings grundsätzlich erstmal Geschmackssache ist. Bei Büchern von Michael Tsokos alleine hatte ich diesen Eindruck bisher allerdings nicht, weshalb ich mich in Zukunft vermutlich eher an ihn halten werde.

Dass ich die Figuren bisher noch nicht kannte, könnte eventuell zu meinen Problemen beim Lesen beigetragen haben, denn so wirklich warm bin ich mit keinem der Charaktere geworden. Sowohl Rocco, als auch Justus kamen mir im Laufe der Geschichte irgendwie ein wenig losgelöst von der Handlung vor, was insgesamt einen sehr seltsamen Eindruck bei mir hinterlassen hat. Rocco war wenigstens noch durch den Handlungsstrang seines Vaters ein wenig greifbarer, bei Justus war ich mir aber die meiste Zeit über nicht ganz sicher, welche tragende Rolle er in dieser Reihe eigentlich überhaupt spielen soll.

Die Kombination aus juristischem Alltag und Ermittlungsarbeit gefällt mir normalerweise eigentlich immer sehr gut, hier kam ich mir beim Lesen aber häufiger mal so vor, als wäre ich als Leser bei wichtigen Entwicklungen außen vor gelassen worden. Dementsprechend wenig haben mich auch die Sprünge in der Handlung und das irgendwie leicht abstrus wirkende Ende begeistert, was meinen Gesamteindruck insgesamt noch ein wenig gedrückt hat.


Fazit
Fans der Reihe werden an diesem Buch sicherlich ihre Freude haben, mich konnte das Duo Tsokos – Schwiecker insgesamt aber leider nicht so wirklich begeistern. Die Bezeichnung „Justiz-Krimi“ trifft diese Geschichte zwar im Grunde schon, die Umsetzung hat mich persönlich aber leider eher verwirrt als in Atem gehalten.

Dafür vergebe ich drei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.06.2023

Warum das Artensterben nicht harmlos ist

Vom Verschwinden der Arten
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Meine Meinung
Dass Biodiversität ein wichtiges Thema ist, dürfte mittlerweile eigentlich keine allzu neue Information mehr sein. Der Klimawandel und das Artensterben sind trotzdem Themen, die mitunter ...

Meine Meinung
Dass Biodiversität ein wichtiges Thema ist, dürfte mittlerweile eigentlich keine allzu neue Information mehr sein. Der Klimawandel und das Artensterben sind trotzdem Themen, die mitunter Potenzial zu hitzigen Diskussionen bieten und trotz aller Wichtigkeit polarisieren.

Was mir an diesem Buch daher besonders gut gefallen hat, war die Vielzahl an wissenschaftlichen Fakten, die nicht nur informativ sondern auch für thematische Laien interessant und verständlich aufbereitet wurden. Die Komplexität der Verknüpfungen und Entwicklungen geht dabei allerdings nie verloren, was nicht „nur“ die Folgen, sondern auch die Ursachen und Gründe in den Fokus stellt.

Darüber hinaus gibt es auch Handlungsanstöße und – aufforderungen, was das Thema in meinen Augen noch einmal greifbarer gemacht hat und das Buch über den reinen Informationswert hinaus zu einem wichtigen und praktisch anwendbaren Werk macht.


Fazit
In diesem Buch wird nicht nur das Thema Artensterben informativ und greifbar dargelegt, der lösungsorientiere Ansatz ermöglicht es auch gleichzeitig, die Informationen anzuwenden, selbst aktiv zu werden und Veränderungen anzustoßen.

Von mir gibt es dafür alle fünf Bücherstapel.

Veröffentlicht am 25.06.2023

Was der Klimawandel mit uns macht

Der Eisbär und die Hoffnung auf morgen
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Worum geht’s?
Was eigentlich ein gemütlicher Abend in einer Dorfkneipe werden sollte, wird schnell zu einer bedeutungsträchtigen Wette: Wer wird den Klimawandel zuerst zu spüren bekommen, der Student Tom ...

Worum geht’s?
Was eigentlich ein gemütlicher Abend in einer Dorfkneipe werden sollte, wird schnell zu einer bedeutungsträchtigen Wette: Wer wird den Klimawandel zuerst zu spüren bekommen, der Student Tom oder der Politiker Monty? In den nächsten Jahren begleitet man Protagonist Tom auf seinem Weg – und seiner Hoffnung auf morgen.


Meine Meinung
Wer „Der Wal und das Ende der Welt“ gelesen hat, wird auch in diesem Buch einen gewissen Wiedererkennungswert feststellen. Den Schauplatz bildet erneut das kleine Fischerdorf St. Piran in Cornwall, was ein netter kleiner Rückgriff auf das erste Buch des Autors war.

Was mir beim Lesen daher von Anfang an gut gefallen hat, war erneut der Schreibstil. Ein bisschen ungünstig fand ich allerdings die häufigen Zeitsprünge, die es mir zu Beginn nicht ganz leicht gemacht haben, mich in der Geschichte zu orientieren. Egal wie gut die Handlung an sich konstruiert war, unübersichtliche Abläufe finde ich insbesondere am Anfang nur wenig begeisternd.

Auch die Tatsache, dass man die Figuren beim Lesen ziemlich lange begleiten kann, fand ich nur halb so klasse wie ich sie hätte finden können. Im Grunde kann man so eine Beziehung zu den auftretenden Charakteren aufbauen, was mir eigentlich grundsätzlich gefällt. Zeitweise hat sich die Geschichte für mich aber etwas zu sehr in die Länge gezogen, was bei einer so aktuellen Thematik wie dem Klimawandel eigentlich nicht das gewesen wäre, was ich erwartet hätte.

Am stärksten fand ich daher den Schlussteil, was im Vergleich zum ersten Buch des Autors ein kleiner Rückschritt ist. Nichtsdestotrotz finde ich das Thema Klimawandel so wichtig, dass auch der etwas wackelige Anfangsteil gut zu verkraften ist. Den Autor werde ich daher natürlich weiterhin im Auge behalten, auch wenn sein Debüt aktuell noch mein Favorit bleiben wird.


Fazit
Aktuelle Thematiken in einen Roman zu verpacken, halte ich definitiv immer noch für eine wirklich wichtige und meist auch sehr ansprechend gestaltete Idee. Dieses Buch fand ich zwar zu Beginn nicht ganz so gelungen wie die erste Geschichte des Autors, insgesamt gefällt mir die Kombination aus aktueller Thematik, lehrreichem Hintergrundwissen und Roman aber trotzdem wirklich gut.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere